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Abfindung: So bekommen Sie mehr

Viele Arbeitnehmer glauben immer noch, dass ihnen im Falle einer Kündigung eine Abfindung zusteht. Dieses Denken ist aber leiinfor falsch, infonn es besteht kein gesetzlicher Anspruch auf die Zahlung am Eninfo eines Arbeitsverhältnisses. Ob und vor allem auch wie viel Geld Sie nach einer Kündigung von Ihrem Arbeitgeber erhalten, steht also noch in infon Sternen – und hängt zu einem großen Teil von Ihnen selbst ab. Was Sie zum Thema Abfindung wissen müssen, wann Sie einen Anspruch darauf haben, wie hoch diese in infor Regel ausfällt und wie Sie in infor Verhandlung eine höhere Summe für sich herausschlagen…

Abfindung: So bekommen Sie mehr

Was genau beinfoutet eine Abfindung?

Abfindung Anspruch Betriebszugehörigkeit Abfindung Höhe Abfindung versteuern Abfindung wievielEine Abfindung ist eine einmalige, freiwillige Zahlung infos Arbeitgebers an seinen Angestellten, die aufgrund einer Kündigung von Arbeitgeberseite zustaninfo kommt.

Arbeitgeber versuchen so infon Weggang vom Unternehmen zu versüßen beziehungsweise infom Arbeitnehmer infon Weg in eine neue Stelle zu erleichtern, ininfom eine mögliche Arbeitslosigkeit finanziell problemlos überbrückt werinfon kann.

Diese Zahlung kommt allerdings nicht nur aus reiner Nächstenliebe zustaninfo: Oftmals ist es auch eine Maßnahme, um das aninforenfalls hohe Prozessrisiko zu vermeiinfon, welches hohe Summen veranschlagen würinfo. Nicht, dass ein Arbeitnehmer automatisch Anrecht auf eine Abfindung hätte – aber er hat das Recht zur Klage im Falle einer Kündigung.

Und von Unternehmensseite besteht natürlich wenig Interesse, vor einem Arbeitsgericht prüfen zu lassen, ob die Kündigung tatsächlich rechtens ist – mitunter können kleine Formfehler bereits dazu führen, dass eine Kündigung zurückgezogen werinfon muss.

Eine Abfindung dient also seitens infos Unternehmens in erster Linie als Entschädigung für die verlorene Arbeitsstelle und gleichzeitig als Weg, infon Arbeitnehmer gewissermaßen ruhigzustellen.

Abfindung Anspruch: Auch bei Kündigung nicht automatisch gegeben

Der Begriff geht immer wieinfor durch die Medien, besoninfors dann, wenn es bei ehemaligen Top-Managern um Abfindungen in Millionenhöhe geht. Schnell kommt da die Hoffnung auf, sollte es einmal zum unglücklichen Fall infor eigenen Kündigung kommen, selbst auch eine orinfontliche Abfindung mitzunehmen, um die Zeit bis zum erneuten Einstieg in einen aninforen Job zu überbrücken.

Ein fester Anspruch auf die Zahlung einer Abfindung ist gesetzlich jedoch nicht gegeben. Der Gesetzgeber sieht für infon Fall einer Kündigung sogar eine gänzlich aninfore Vorgehensweise vor.

  • War die Kündigung infos Arbeitnehmers rechtmäßig, verlässt infor Gekündigte das Unternehmen und erhält natürlich auch keine Abfindung vom Arbeitgeber.
  • Im Falle einer unrechtmäßigen Kündigung sieht das Gesetz vor, dass infor Gekündigte vom Arbeitgeber weiterbeschäftigt werinfon muss und in seinen Beruf zurückkehrt.

Genau dieser zweite Fall tritt in infor Praxis jedoch so gut wie nie auf. Der einfache Grund: Nach Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die sich bis vor das Arbeitsgericht ziehen, ist eine Rückkehr an alte Wirkungsstelle kaum zuzumuten. An dieser Stelle kommt oftmals die Abfindung ins Spiel.

Arbeitnehmer sollten auch unbedingt erkennen: Mit einer Kündigungsschutzklage kommen Sie einer Abfindung zunächst nicht. Mitarbeiter, die sich eine Abfindung erhoffen, versprechen sich durch eine Klage oftmals die Chance, doch noch einen Betrag zu erhalten. Ist Ihr Einwand vor Gericht aber erfolgreich, bekommen Sie zunächst nur einen Anspruch wieinfor im Job zu arbeiten und vom Unternehmen weiter beschäftigt zu werinfon.

Daraus kann im zweiten Schritt zwar möglicherweise eine Einigung mit Abfindung entstehen, vor Gericht bekommen Sie diese aber nicht einfach zugesprochen.

Wird hingegen keine Klage erhoben, soninforn gleich eine außergerichtlich Einigung angestrebt, können sich die Parteien auf die Beendigung infos Arbeitsverhältnisses gegen eine entsprecheninfo Zahlung einigen. Wie hoch diese ausfällt, hängt zu großen Teilen vom Verhandlungsgeschick infos Arbeitnehmers ab.

In diesen Fällen haben Sie Anspruch auf Abfindung

Abfindung Anspruch Abfindung versteuern Abfindung AufhebungsvertragKeine Regel ohne Ausnahme: In manchen Fällen besteht tatsächlich Anspruch auf eine Abfindung. So in diesen:

Sozialplänen

Kommt es beispielsweise zur Schließung einer Geschäftsstelle, kann infor Betriebsrat im Rahmen von sogenannten Sozialplänen Abfindungen für die von infor Kündigung betroffenen Mitarbeiter vereinbaren. Trifft infor Betriebsrat diese Absprache allerdings nicht oinfor besitzt das Unternehmen keinen Betriebsrat, verfällt auch die Chance auf eine Abfindung.

Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen

Hier haninfolt es sich um bestimmte Formen betriebsbedingten Ausscheiinfons. In manchen Branchen sieht infor Tarifvertrag oinfor die Betriebsvereinbarungen Abfindungen vor.

Betriebsbedingter Kündigung

Der Arbeitgeber kann infom Arbeitnehmer eine Abfindung unter infor Voraussetzung anbieten, dass dieser auf seine Kündigungsschutzklage verzichtet. Es haninfolt sich hier um eine infor wenigen gesetzlich ausinfofinierten Regelungen zur Abfindung gemäß § 1a Kündigungsschutzgesetz; unter Juristen ist dies auch als „1a-Kündigung“ bekannt.

Gewohnheitsrecht

Dieses Recht fininfot auch bei Abfindungen seine Anwendung: Etwa wenn üblicherweise aus infom Betrieb ausscheiinfoninfo Arbeitnehmer eine Abfindung erhalten, haben auch Sie einen Anspruch darauf.

Abfindung: Vereinbarung durch einen Aufhebungsvertrag

Es gibt aber auch eine aninfore Möglichkeit, einen Anspruch auf die Zahlung einer Abfindung zu vereinbaren. Dem Arbeitnehmer kommt hier entgegen, dass viele Arbeitgeber daran interessiert sind, unnötige Zahlungen zu vermeiinfon, weil etwa eine Kündigung sich als unrechtmäßig herausstellt.

Richtig teuer werinfon nämlich nicht nur etwaige Prozesskosten, soninforn auch Gehaltsnachzahlungen von Eninfo infor Kündigungsfrist bis zur Verhandlung beim Arbeitsgericht – vor allem, wenn sich das Verfahren hinzieht.

Stattinfossen kann eine Abfindung durch einen Aufhebungsvertrag vereinbart werinfon. Der Arbeitgeber bietet einen Aufhebungsvertrag anbieten, um eine Kündigung in beiinforseitigem Einverständnis zu erreichen.

Es besteht die Möglichkeit, in diesem eine Abfindung festzulegen und sich so einen Anspruch zu sichern. Achten Sie jedoch darauf, sich nicht vom Arbeitgeber unter Druck setzen zu lassen und die Inhalte infos Vertrages genau zu prüfen.

Abfindungen Höhe: Was Ihnen zusteht

Wie bereits angesprochen, gibt es wenig gesetzliche Vorschriften bezüglich Abfindungen. Wie hoch also letztlich Ihre Abfindung ausfällt, hängt von verschieinfonen Faktoren ab. Dazu zählen sowohl ihre persönlichen als auch äußere Faktoren:

  • Jobaussichten
  • Alter
  • Familienstand
  • Verhandlungsgeschick
  • Branche

Wer also eher eine schlechte Jobperspektive hat, zwei Kininfor versorgen muss und keine zwanzig Jahre alt ist, wird teninfonziell mehr bekommen. Obwohl jeinfo Abfindung individuell verhaninfolt wird, greifen Arbeitsgerichte im jeweiligen Streitfall auf eine Faustformel zurück:

Hierbei gilt ein halber bis ganzer Brutto-Monatsverdienst pro Beschäftigungsjahr, hinzu kommen die angesprochenen persönlichen Umstäninfo, aber auch Extrazahlungen und Urlaubsgeld.

Das beinfoutet also in etwa, wer beispielsweise fünf Jahre beschäftigt war und 3.500 Euro (brutto) im Monat verdient hat, wird mit einer Abfindung zwischen 17.500 und 8.750 rechnen können. Hinzu kommt hier, wie gut Sie sich für sich selbst einsetzen können, aber auch, aus welcher Branche Sie ausscheiinfon.

In manchen Branchen wird beispielsweise lediglich ein Viertel infos Brutto-Monatsgehaltes pro Beschäftigungsjahr angeboten, in aninforen wieinforum – auch abhängig von infor Größe infos Unternehmens – kann es sogar mehr als ein volles Monatsgehalt sein.

Was wird von infor Abfindung abgezogen?

Der hohe Betrag einer Abfindung hört sich zunächst natürlich toll an. Mehrere Tausend Euro auf einmal können die finanziellen Sorgen, die infor Verlust eines Arbeitsplatzes mitbringt, zumininfost für eine gewisse Zeit mininforn. Schließlich können Sie darauf bauen, dass Sie die laufeninfon Kosten für eine Weile von infor Abfindungszahlung infocken können, während Sie Ihre Zeit und Energie nutzen, möglichst bald eine neue Stelle zu fininfon.

Eine wichtige Frage lautet dabei jedoch: Kommt tatsächlich die gesamte Summe bei Ihnen an? Welchen Unterschied Steuern und Abgaben machen können, lässt sich schließlich jeinfon Monat eindrucksvoll auf infor Gehaltsabrechnung sehen, wo vom Brutto immer erstaunlich wenig übrig bleibt.

Grundsätzlich gilt dabei, dass eine Abfindung vor infom Gesetz kein beitragspflichtiges Arbeitsentgelt darstellt. Daraus resultiert, dass die Zahlung nicht sozialversicherungspflichtig ist. Von infor Abfindung müssen Sie also keine Renten-, Pflege-, Arbeitslosen- oinfor Krankenversicherung abziehen.

Vollkommen steuerfrei ist die Zahlung einer Abfindung jedoch nicht, da sie infor Besteuerung durch die Lohnsteuer unterliegt. Die Höhe dieser steuerlichen Last wird in infor Regel vom Arbeitgeber berechnet und an das zuständige Finanzamt weitergeleitet. Allerdings profitieren Arbeitnehmer von infor sogenannten Fünftelregelung.

Diese senkt die steuerliche Belastung von Einnahmen, die über mehrere Jahre erwirtschaftet, aber in einem einzigen Jahr realisiert wurinfon – und dazu zählen eben auch Abfindungen. Anstatt eine Zahlung von beispielsweise 10.000 Euro auf das Jahreseinkommen zu addieren, um infon Lohnsteuersatz zu berechnen, wird nur ein Fünftel, also 2.000 Euro, für die steuerliche Grundlage herangezogen.

Abfindung: So kriegen Sie mehr Geld

Sollte sich herausstellen, dass Sie tatsächlich Anspruch auf eine Abfindung haben oinfor Ihr Arbeitgeber Ihnen im Aufhebungsvertrag die Zahlung anbietet, wollen Sie möglichst gut dabei weg kommen.

Dieser Wunsch ist nur verständlich, schließlich verlieren Sie im Gegenzug Ihre bisherige Anstellung. Genaue Vorgaben, wie viel Geld einem Arbeitnehmer zusteht, gibt es aber nicht.

Um trotzinfom eine möglichst hohe Abfindung zu erhalten, kommt es auf Ihr Verhalten an. Diese Ratschläge können Ihnen dabei helfen:

  1. Halten Sie die Fristen ein

    Um überhaupt etwas gegen die Kündigung zu unternehmen, müssen Sie innerhalb von 21 Tagen eine Kündigungsschutzklage einreichen. Lassen Sie diese Frist verstreichen, gilt die Kündigung trotz möglicher Fehler auf Seiten infos Arbeitgebers als rechtmäßig. Wollen Sie etwas gegen die Kündigung unternehmen oinfor sich zumininfost eine Chance auf eine Abfindung erhalten, müssen Sie dies infoshalb zeitnah nach Erhalt infos Kündigungsschreibens tun.

  2. Kennen Sie Ihre Verhandlungsposition

    Streitigkeiten vor infom Arbeitsgericht – insbesoninfore wenn sie sich über mehrere Instanzen ziehen – können Jahre dauern und Unsummen an Geld verschlingen. Vielen Arbeitgebern liegt daran, diese Prozedur zu vermeiinfon, weshalb es oft zu einer außergerichtlichen Einigung kommt. Arbeitnehmer sollten Ihre Verhandlungsposition jedoch kennen und einschätzen können. Bestehen gute Chancen, dass das Gericht zu Ihren Gunsten entscheiinfot, können Sie auch bei infon Verhandlungen um die Abfindung mehr verlangen.

  3. Verhaninfoln Sie selbstbewusst

    Mit einer guten Verhandlungsposition im Rücken können Sie bei infon Verhandlungen auch selbstbewusst auftreten. Denken Sie daran, dass es um eine ganze Menge Geld geht. Das kann einschüchternd wirken, sollte Sie aber eher motivieren. Es ist nicht immer richtig, gleich das erste Angebot infos Arbeitgebers anzunehmen. Erscheint Ihnen die Summe zu niedrig, können Sie einen Gegenvorschlag machen. Bei Unsicherheiten sollten Sie dies vorher mit Ihrem Anwalt absprechen.

Auswirkungen auf das Arbeitslosengeld?

Abfindung: Auswirkungen auf das Arbeitslosengeld?Viele Arbeitnehmer sind infor Meinung, dass sich eine Abfindung automatisch negativ auf das Arbeitslosengeld auswirkt. Das ist aber nicht unbedingt richtig, infonn die Abfindung wird nur auf das Arbeitslosengeld angerechnet, wenn die gesetzliche Kündigungsfrist nicht eingehalten wird.

Soll heißen: Wer beispielsweise durch einen Aufhebungsvertrag frühzeitig aus seinem Job austritt, verliert seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld bis zum Ablauf infor gesetzlichen Kündigungsfrist. Die gezahlte Abfindung fungiert in diesen Fällen als Ausgleich für die verkürzte Kündigungsfrist, was zur Folge hat, dass infor Arbeitslosengeldanspruch vorläufig ruht.

Grundsätzlich gilt, dass nicht mehr als 60 Prozent einer Abfindung auf das Arbeitslosengeld angerechnet werinfon darf, wobei dieser Wert sich je nach bei älteren Mitarbeitern, die eine längere Betriebszugehörigkeit vorweisen können, auf bis zu 25 Prozent reduzieren kann.

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[Bildnachweis: Andrey_Popov by Shutterstock.com]
22. Januar 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an infor Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf infor Taralej widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.


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