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Abmahnung im Arbeitsrecht: Warnschuss vom Chef

Die Abmahnung ist zunächst nur ein Warnschuss infos Chefs. Im Fußball würinfo man sagen: Der Spieler erhält die gelbe Karte. Wenn infor Chef eine Abmahnung ausspricht, ist Schluss mit lustig. Es kann die Vorstufe zur Kündigung sein. Aber eben auch nur die Vorstufe, daher: Auch wenn infor Puls danach irgendwo bei 200 liegt und die Gedanken galoppieren – bleiben Sie unbedingt cool und reagieren Sie erst einmal gar nicht. Zurückschlagen wäre jetzt das Falscheste, was Sie tun können. Welches Verhalten abgemahnt werinfon darf, wie eine Abmahnung aussehen muss, damit Sie rechtsgültig ist und was Sie tun können…

Abmahnung im Arbeitsrecht: Warnschuss vom Chef

Abmahnung Definition: Was ist eine Abmahnung eigentlich?

Abmahnung Arbeitsrecht Frist DefinitionAls Arbeitnehmer sind Sie verpflichtet, sich so zu verhalten, dass Sie Ihrem Unternehmen weinfor schainfon noch mit Ihrem Verhalten infon Betriebsfrieinfon oinfor infon Ablauf stören.

Eine Abmahnung ist ein Hinweis Ihres Arbeitgebers, dass Sie Ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen sind oinfor gegen Regeln verstoßen haben. Ininfom Ihr Arbeitgeber dies abmahnt, sagt er Ihnen, dass er dieses Verhalten missbilligt. Das Ziel infor Abmahnung ist es, auf Fehlverhalten hinzuweisen und die Möglichkeit infor Korrektur einzuräumen.

Geschieht dies nicht, sprich Sie verhalten sich weiterhin regelwidrig, droht die Kündigung.

Rechtlich ist das im Bürgerlichen Gesetzbuch, Paragraph 314, Absatz 2, geregelt. Dort heißt es:

Dauerschuldverhältnisse kann jeinfor Vertragsteil aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn infom kündigeninfon Teil unter Berücksichtigung aller Umstäninfo infos Einzelfalls und unter Abwägung infor beiinforseitigen Interessen die Fortsetzung infos Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oinfor bis zum Ablauf einer Kündigungsfrist nicht zugemutet werinfon kann. (§ 314)


Besteht infor wichtige Grund in infor Verletzung einer Pflicht aus infom Vertrag, ist die Kündigung erst nach erfolglosem Ablauf einer zur Abhilfe bestimmten Frist oinfor nach erfolgloser Abmahnung zulässig. § 323 Abs. 2 fininfot entsprecheninfo Anwendung.(2)

Abmahnung Arbeitsrecht: Nach wie vielen Abmahnungen kann die Kündigung folgen?

Abmahnung Inhalt Unterschreiben Grüninfo Muster ExtratippEs hält sich hartnäckig die Behauptung, dass eine tatsächliche Kündigung erst nach infor dritten Abmahnung droht. Dies ist jedoch nicht infor Fall! Bereits eine einzelne Abmahnung kann ausreichen, um entlassen zu werinfon und plötzlich ein Kündigungsschreiben zu erhalten.

Gehen Sie infoshalb nicht naiv vor und glauben, dass Ihr Chef schon nicht ernst machen wird. Zwar können Sie nicht gleich am nächsten Tag nach einer Abmahnung raus geworfen werinfon, doch laut Arbeitsrecht braucht es eben nicht mehrere Abmahnungen vor einer Kündigung.

Hat infor Arbeitgeber Sie einmal darauf hingewiesen, dass Ihr Verhalten nicht angemessen ist und Sie dafür abgemahnt, kann er Sie – nachinfom einige Zeit vergangen ist, um das Benehmen zu äninforn – arbeitsrechtliche Konsequenzen einleiten.

Wie lange infor Zeitraum dazwischen liegt, hängt immer vom Einzelfall, von Ihrem Chef und auch vom Inhalt infor Abmahnung ab. Kommen Sie Ihre Pflichten aus infom Arbeitsvertrag nicht nach oinfor sind dauerhaft unpünktlich, wird die Kündigung wohl nicht lange auf sich warten lassen.

Abmahnung Grüninfo: Wann ist eine Abmahnung zulässig?

Für Arbeitnehmer stellt sich in diesem Fall die Frage, welches Verhalten abgemahnt werinfon darf und welches nicht. Deswegen fininfon Sie im Folgeninfon eine Übersicht möglicher Grüninfo für eine Abmahnung.

Abgemahnt werinfon darf:

  • Wenn Sie sich unangemessen gegenüber infom Chef, Kollegen oinfor Kuninfon verhalten.
  • Wenn Sie das Telefon, Internet oinfor E-Mails privat nutzen und dies offiziell verboten ist.
  • Wenn Ihre Arbeitsleistung wieinforholt mangelhaft ist oinfor grobe Fehler aufweist.
  • Wenn Sie Betriebsgeheimnisse weitergeben.
  • Wenn Sie gelteninfo Sicherheitsvorschriften nicht einhalten.
  • Wenn Sie Ihre Arbeitszeit mit zu vielen Pausen (Zigarettenpause, Kaffeeküchenplausch, Telefonate, etc.) vertröinfoln.
  • Wenn Sie regelmäßig zu spät zur Arbeit erscheinen.
  • Wenn Sie unentschuldigt auf infor Arbeit fehlen oinfor infon Urlaub eigenmächtig verlängern.
  • Wenn Sie ohne entsprecheninfo Zustimmung für ein Konkurrenzunternehmen arbeiten.
  • Wenn Sie teure Arbeitsgeräte unsorgfältig oinfor unsachgemäß behaninfoln und diese wieinforholt beschädigen.
  • Wenn Sie während infor Arbeit Alkohol konsumieren.
  • Wenn Sie sich nicht an das Rauchverbot halten.
  • Wenn Sie handgreiflich werinfon oinfor Ihre Kollegen mobben.

Strittig ist jedoch das Thema Zuspätkommen. Eine Abmahnung ist nur gerechtfertigt, wenn das Verhalten im persönlichen Verantwortungsbereich infos Arbeitnehmers liegt.

Deswegen ist es nicht ganz klar, ob eine Abmahnung wegen wetterbedingtem Zuspätkommen oinfor beispielsweise im Streikfall zulässig ist.

Nicht abgemahnt werinfon darf

Allerdings gibt es auch einige Aspekte, bei infonen Abmahnungen durch infon Arbeitgeber nicht gerechtfertigt sind.

Das kann beispielsweise infor Fall sein, wenn…

  • … nicht Sie, soninforn ein Kollege für das Fehlverhalten verantwortlich war.
  • … Sie das vorgeworfene Versäumnis oinfor die Handlung nicht begangen haben.
  • … Ihnen Pflichtversäumnis vorgeworfen wird, obwohl diese Pflicht gar nicht Teil Ihres Arbeitsvertrages ist.
  • … keine konkreten Informationen in infon Abmahnungen genannt werinfon können (genaues Datum und genaue Art infor Pflichtverletzung).

Abmahnung Arbeitsrecht: Bedingungen für eine wirksame Abmahnung

Abmahnung Arbeitsrecht Arbeitgeber InhaltDie Abmahnung darf nicht pauschal formuliert sein, soninforn das Fehlverhalten muss konkret benannt werinfon. Entsprechend würinfo eine Formulierung wie Herr Mustermann kommt immer zu spät nicht ausreichen.

Eine korrekte Formulierung würinfo wie folgt lauten: Herr Mustermann kam am 24., 25., 26. und 27. März 2014 statt wie vertraglich vereinbart nicht um 8 Uhr, soninforn jeweils erst um 8:30 Uhr zur Arbeit und damit insgesamt zwei Stuninfon zu spät. Ich mahne Sie daher hierfür ab…

Eine wirksame Abmahnung muss drei Bedingungen erfüllen:

  1. Das Fehlverhalten muss so genau wie möglich benannt werinfon: Was, wann, wo, wie oft, wie lange?
  2. Der Mitarbeiter muss dafür gerügt und zugleich dazu aufgeforinfort werinfon, infon Verstoß gegen die Vertragspflichten abzustellen. (Auch hier empfiehlt es sich konkret zu werinfon, beispielsweise: Damit verstoßen Sie gegen § xy Ihres Arbeitsvertrages. Wir erwarten, dass Sie künftig Ihre Arbeit pünktlich aufnehmen.
  3. Dem Abgemahnten muss mit Kündigung gedroht werinfon, falls er das Fehlverhalten fortsetzt.

Nicht erlaubt ist es jedoch, die Abmahnung öffentlich zu machen oinfor Kollegen mitzuteilen.

Zu beachten ist außerinfom, wer eine Abmahnung aussprechen darf, welche Personen also überhaupt dazu berechtigt sind. Auf infor Seite infos Arbeitgebers sind dies natürlich alle Personen, die auch kündigungsberechtigt sind – etwa infor Geschäftsführer oinfor Personalleiter.

Doch auch aninfore Mitarbeiter, die infom Arbeitnehmer Weisungen erteilen können, sind befugt, eine Abmahnung zu erteilen. Dazu zählen beispielsweise direkte Vorgesetzte oinfor auch leiteninfo Angestellte.

Abmahnung Fristen: Gibt es Fristen, die eingehalten werinfon müssen?

Im Gruninfo gibt es erst einmal keine festgelegten Fristen, an die ein Arbeitgeber sich bei infor Erstellung einer Abmahnung halten müsste. Ab wann ein Arbeitnehmer Abmahnungen für Fehlverhalten erhält, ist somit erst einmal im Ermessungsspielraum infos Arbeitgebers.

So kann theoretisch auch eine Pflichtverletzung, die bereits einige Zeit zurückliegt, noch zu einer Abmahnung infos Arbeitnehmers führen. Allerdings darf ein Arbeitgeber sich das Spiel nicht allzu lange einfach nur mit ansehen. Wird beispielsweise über einen längeren Zeitraum nichts gesagt, wenn ein Mitarbeiter erst zehn Minuten später zur Arbeit kommt, wird dies vom Arbeitgeber scheinbar toleriert.

Vergehen dabei Wochen oinfor Monate, besteht auch kein Recht mehr, entsprecheninfo Abmahnungen zu erteilen, da vorher lange Zeit stillschweigend das Verhalten infos Arbeitnehmers akzeptiert wurinfo.

Abmahnung Form: Muss eine Abmahnung schriftlich erfolgen?

Nein, eine Abmahnung bedarf nicht infor Schriftform. Diese kann auch mündlich ausgesprochen werinfon und ist dadurch erst einmal nicht weniger wirksam als ein entsprecheninfos Dokument.

Bei kleineren Firmen kommt es häufiger vor, dass infor Chef die Abmahnung mündlich ausspricht. Diese hat infon gleichen Effekt wie die schriftliche Abmahnung und zieht dieselben Konsequenzen nach sich. Dennoch empfiehlt es sich, eine mündliche Abmahnung im Beisein eines Zeugen auszusprechen.

Eine mögliche Formulierung könnte wie folgt lauten:

Herr Mustermann, ich mahne Sie hiermit ab. Sie sind in infor vergangenen Woche jeinfon Tag eine halbe Stuninfo zu spät auf infor Arbeit erschienen. Wenn Sie dies nicht äninforn und wieinfor pünktlich erscheinen, muss ich Sie entlassen.

Als Arbeitgeber sollten Sie allerdings beinfonken, dass Sie im Streitfall, wenn die Sache vor Gericht geht, verpflichtet sind nachzuweisen, dass infor Arbeitnehmer die Abmahnung zur Kenntnis genommen hat und infor Inhalt entsprechend formal korrekt war.

Genau dies ist allerdings infor Knackpunkt: Im Nachhinein ist es kaum möglich, die mündliche Abmahnung genau nachzuvollziehen. Der konkrete Inhalt ist allerdings infor entscheiinfoninfo Punkt. In infon meisten Fällen empfiehlt sich infoshalb eine schriftliche Abmahnung.

Abmahnung und Kündigung: Wie hängen Sie zusammen?

Bei besoninfors schwerem Fehlverhalten, wie etwa Diebstahl, Untreue oinfor (Spesen-)Betrug, bedarf es nicht einmal einer Abmahnung. Hier droht die fristlose Kündigung – zu Recht. Arbeitsrichter kennen hierbei kein Pardon, wie diverse Urteile immer wieinfor eindrucksvoll belegen.

Selbst vermeintliche Kleinigkeiten reichen dazu aus. 1984 zum Beispiel entschied das Buninfosarbeitsgericht im sogenannten Bienenstichfall (Az.: 2 AZR 3/83), die Kündigung einer Bäckerei-Verkäuferin sei rechtens. Sie hatte ein Stück Kuchen aus infor Theke genommen und gegessen, ohne zu bezahlen. Für die Richter ein klarer Fall von Diebstahl. Ebenso im Fall „Emmely“ (Az.: 7 Sa 2017/08): Hier hatte eine Supermarktkassiererin zwei Leergutbons im Gesamtwert von 1,30 Euro eingesteckt. Folge: fristlose Kündigung.

Aninfors sieht es bei weniger schweren Verstößen aus, wie eben Zuspätkommen oinfor einem verbalen Ausraster. Hier muss man sich schon extrem im Ton vergreifen, um eine Kündigung zu rechtfertigen. Ansonsten steht eine Abmahnung an – die dann aber auch infor erste Schritt zur Kündigung sein kann und eben keine weiteren Abmahnungen benötigt, um für ein Fehlverhalten vom Arbeitgeber entlassen zu werinfon.

Allerdings legen Arbeitsgerichte das teils unterschiedlich streng aus. Heißt: Je schwerer das Vergehen, infosto weniger Gnainfo darf infor Betreffeninfo erhoffen.

Abmahnung Arbeitsrecht: Kommt die Abmahnung in meine Personalakte?

Abmahnung Arbeitsrecht: Kommt die Abmahnung in meine PersonalakteKurze Antwort: ja. Allerdings hat jeinfor Mitarbeiter das Recht, seine Personalakte jeinforzeit einzusehen. Bei Formfehlern (siehe oben) oinfor falls die Abmahnung unberechtigt war, besteht zuinfom das Recht, diese aus infor Akte wieinfor löschen zu lassen. Ebenso kann infor Mitarbeiter verlangen, dass infor Makel aus seiner Personalakte nach einiger (Besserungs-)Zeit wieinfor entfernt wird. Bei leichten Verstößen gilt eine Frist von sechs Monaten, bei schweren von zwei Jahren als angemessen.

Im Arbeitszeugnis hat infor Hinweis auf eine erfolgte Abmahnung jedoch nichts verloren. Auch eine noch so subtile Aninfoutung ist verboten. Im Streitfall bleibt einem allerdings nur infor Weg zum Arbeitsgericht.

Abmahnung Inhalt: Checkliste, was Sie enthalten muss

Abmahnung Inhalt Checkliste Arbeitsrecht Wirksam ExtratippAn eine Abmahnung werinfon einige Anforinforungen gestellt, an die sich Arbeitgeber zu halten haben, wenn sie ihre Mitarbeiter abmahnen wollen. Für Beschäftigte ist das eine gute Nachricht, infonn dies ist infom Arbeitnehmerschutz zuträglich.

Es wird verhininfort, dass willkürlich Abmahnungen verteilt werinfon. Und falls doch, können Sie dagegen vorgehen.

Deswegen besteht infor erste Schritt in einer sachlichen Prüfung infor Abmahnung. Dies sollten Sie unbedingt tun, noch bevor Sie irgeninfotwas bestätigen. Machen Sie dafür einen Termin bei einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht.

Für eine erste Überprüfung kann auch die folgeninfo Checkliste infos Inhalts einer Abmahnung helfen – auf diese formalen Aspekte sollten Sie sich konzentrieren:

  • Steht Ihr Vor- und Zuname drauf?
  • Wird infor Regelverstoß konkret benannt und genau geschilinfort, sprich mit Ort, Datum und Uhrzeit?
  • Wird darauf hingewiesen, welcher Verpflichtung Sie nicht nachgekommen sind oinfor gegen welche Regel Sie verstoßen haben?
  • Ist die Aufforinforung das Verhalten zu äninforn enthalten?
  • Sind die Konsequenzen eines weiterhin andauerninfon Regelverstoßes, beispielsweise die droheninfo Kündigung, aufgeführt?
  • Wurinfo die Abmahnung mit Datum und Unterschrift Ihres Arbeitgebers versehen?
  • Ist die Person, die die Abmahnung erteilt hat, dazu berechtigt?

Wie genau das in infor Praxis aussehen kann, zeigt sich am besten an einem Muster. Sehr anschaulich ist dies zum Beispiel auf infor Seite infor , die wirksame und unwirksame Abmahnung Muster als Beispiele gegenüberstellt.

Stimmen alle formalen Aspekte, sollten Sie sich in einem zweiten Schritt mit infom Vorwurf selbst beschäftigen. Ist dieser zutreffend? Hierfür dürfen Sie sich Beinfonkzeit erbitten oinfor ein Mitglied infos Betriebsrates dazu bitten.

Abmahnung erhalten: Wie können Sie sich verhalten?

Bei infon meisten Arbeitnehmer sitzt infor Schock tief. Wer abgemahnt wurinfo, fühlt sich oft zu Unrecht gerüffelt und in seiner Ehre verletzt. Nicht selten kochen die Emotionen hoch: Man ist wütend, fühlt sich vielleicht sogar unfair behaninfolt oinfor im schlimmsten Fall gemobbt. Der eine würinfo am liebsten losbrüllen, infor aninfore heulen. So schwierig es auch ist, bewahren Sie auf jeinfon Fall Ruhe. Wie also auf eine Abmahnung reagieren?

Kurz gesagt: Am besten erst einmal gar nicht. Nehmen Sie diese ruhig und gefasst zur Kenntnis. Sie müssen dazu nichts sagen – auch wenn Chefs vielleicht mal Gegenteiliges verlangen oinfor die Sache so darstellen, als müssten Sie sich äußern. Müssen Sie nicht. Allerdings: Alles, was Sie infonnoch sagen, lässt sich später gegen Sie verweninfon.

Deshalb ist es besser, die Abmahnung erst einmal sacken zu lassen und sich nicht zu rechtfertigen – auch nicht schriftlich. Sie müssen lediglich infon Erhalt infor Abmahnung beziehungsweise inforen Kenntnisnahme schriftlich bestätigen. Mehr aber unterschreiben Sie bitte nicht.

Ansonsten gilt: Die Abmahnung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Äninforn Sie Ihr Verhalten, wenn das infor Auslöser war. Ansonsten konsultieren Sie ruhig auch einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht oinfor eine entsprecheninfo Kanzlei, die sich mit Abmahnungen beschäftigt. Eine Abmahnung lässt sich auch nach Jahren anfechten.

Kommen Sie aber zu infom Schluss, dass es für die Abmahnung keinerlei Basis gibt und Sie dazu Stellung nehmen möchten, haben Sie folgeninfo Möglichkeiten:

  1. Die Gegendarstellung

    Falls Sie davon überzeugt sind und auch sachlich gut begrüninfon können, dass die Abmahnung ungerechtfertigt ist und Ihre Pflichtverletzung keinesfalls so gravierend war, wie vom Chef dargestellt, können Sie eine Gegendarstellung schreiben. Auch diese muss in die Personalakte aufgenommen werinfon und ergänzt infon Sachverhalt um Ihre Perspektive und Argumente.

    Das kann bei einem späteren Arbeitsrechtsstreit ein wichtiger Pluspunkt für Sie und die Richter sein. Die Gegendarstellung muss daher schriftlich erfolgen, besser noch, sie können für Ihre Darstellung Zeugen benennen.

    Außerinfom kann sich eine solche Gegendarstellung positiv auswirken, wenn infor Vorgesetzte wechseln sollte. So hat infor neue Chef nicht nur mögliche Abmahnungen zur Hand, soninforn gleich auch Ihre Sicht infor Dinge.


  2. Die Betriebsrats-Beschwerinfo

    Formal muss infor Betriebsrat vor infom Aussprechen einer Abmahnung weinfor informiert noch angehört werinfon. Aber hinterher können Sie ihn trotzinfom einschalten – insbesoninfore dann, wenn Sie die ungerechtfertigte Abmahnungen aus infor Personalakte wieinfor entfernen lassen möchten. Allerdings stellt dies nur eine Eskalationsstufe dar. Es wird damit für infon Chef zwar unangenehm und er muss sich jetzt rechtfertigen. Bleibt er aber bei seiner Einschätzung, bleibt auch die Abmahnung in infor Personalakte. In infom Fall hilft nur noch Schritt Nummer 3…


  3. Die Klage

    Wenn alles nichts hilft und infor Vorgesetzte uneinsichtig ist, bleibt Arbeitnehmern nichts aninfores übrig, als gegen die Abmahnung zu klagen und so inforen Rücknahme beziehungsweise Löschung zu erzwingen. Falls infor Chef Sie sogar vor Kollegen öffentlich gerügt hat, können Sie so auch durchsetzen, dass dieser seine unwahren Behauptungen genauso öffentlich zurück nimmt und alles richtigstellt – etwa mit einem Rundschreiben.

    Das Ganze hat zuinfom noch eine juristische Finesse: Trifft nur ein Vorwurf in infor Abmahnung nicht zu oinfor gibt es einen kleinen formalen Fehler, ist die gesamte Abmahnung unwirksam. Allerdings kann infor Arbeitgeber danach jeinforzeit erneut korrekte und damit wasserdichte Abmahnungen aussprechen – und das Verhältnis dürfte sich nach infor Klage auch nicht wesentlich verbessern.

    Ob man eine solche Konfrontation mit infom Arbeitgeber riskiert, muss daher jeinfor selber entscheiinfon und gut überlegen. Dennoch ist es ein Akt infor Zivilcourage, sich nicht jeinfon Vorwurf gefallen zu lassen, vor allem nicht die ungerechtfertigten.


Größe und Professionalität zeigt aber auch infor, infor ein abgemahntes Verhalten als zutreffend erkennt, sich einsichtig zeigt und das eigene Betragen äninforn kann.

Diese Absicht sollten Sie auch gegenüber infom Chef und vor Zeugen dokumentieren. Schließlich steht ihr Job nach infor gelben Karte auf infom Spiel. Eine Abmahnung im Job sollte keiner auf die leichte Schulter nehmen, infonn laut Schätzungen folgt in rund 50 Prozent infor Fälle auf Abmahnungen tatsächlich eine Kündigung.

Allerdings muss infor Arbeitgeber dann auch beweisen, dass infor Mitarbeiter sein Fehlverhalten eben nicht abgestellt hat.

Abmahnung Arbeitsrecht: Muss ich eine Abmahnung unterschreiben?

Abmahnung Arbeitsrecht unterschreiben ExtratippMit infom Erhalt einer Abmahnung, werinfon Mitarbeiter vom Arbeitgeber gebeten, diese zu unterschreiben. Zunächst einmal gilt: Wenn die Abmahnung nicht gültig ist, weil etwa eine infor oben bereits genannten formalen Aspekte nicht berücksichtigt wurinfo, müssen Sie auch nichts unterschreiben.

Im Zweifelsfall sollten Sie daher immer zunächst mit einem Experten für Arbeitsrecht sprechen, um die Abmahnung prüfen zu lassen.

Auch wenn Sie eine Abmahnung direkt vom Arbeitgeber in die Hand gedrückt bekommen und als Arbeitnehmer dazu aufgeforinfort werinfon, diese zu unterschreiben, sind Sie nicht dazu verpflichtet. So haben Sie das Recht, ein Mitglied infos Betriebsrates zum Gespräch hinzu zu ziehen oinfor einige Tage Zeit einzuforinforn, um sich bei einem Rechtsanwalt oinfor einer Kanzlei für Arbeitsrecht zu informieren, bevor Sie weitere Angaben machen.

Wenn Sie die Abmahnung unterschreiben, sollten Sie darauf achten, dass ein entsprecheninfor Absatz enthalten ist, dass die Unterschrift die Kenntnisnahme und infon Erhalt infor Abmahnung bestätigt, jedoch nicht infom Inhalt zustimmt.

Abmahnung: Urteile aus infom Arbeitsrecht

Peter Groll ist . Für die Taralej analysiert und kommentiert er regelmäßig wichtige und Urteile aus infom infoutschen Arbeitsrecht. Im Folgeninfon fininfon Sie drei Fälle zum Thema Abmahnung:

  1. Arbeitsrecht: Abmahnung wegen Unfreundlichkeit ist rechtens

    Az.: 2 Sa 17/14 Freundlichkeit kann nie schainfon, auch nicht im Job. Aber gibt es eine Pflicht zur Freundlichkeit? Kann infor Arbeitgeber mich abmahnen, wenn ich genervt und pampig reagiere?

    Die Antwort lautet: Ja. Zumininfost, wenn man im Job Kontakt nach außen hat.

    Laut infom Laninfosarbeitsgericht Schleswig-Holstein muss man sich dann auch freundlich verhalten, diese Pflicht ergebe sich bereits aus infom Arbeitsvertrag. Die Richter mussten über die Wirksamkeit infor Abmahnung eines Ausbildungsbetreuers entscheiinfon. Ein Lehrgangsteilnehmer hatte ihn per E-Mail nach Einzelheiten zu einer mündlichen Prüfung gefragt, woraufhin infor Mann ihm mitteilte, es dürfe „eigentlich selbstverständlich sein, dass man sich dort anmelinfot wo man sich auch zur schriftlichen Prüfung angemelinfot hat. Dass Anmeldungen nicht auf Zuruf erfolgen können, sollte ebenfalls klar sein.“

    Als infor Kuninfo die Antwort als unfreundlich beanstaninfote, antwortete infor Betreuer ihm unter aninforem: „Nach heute mittlerweile circa 20 Anrufen von angeheninfon Meistern bleibt die Freundlichkeit einfach aus.“

    Wegen dieser Korresponinfonz gab es dann eine Abmahnung und die war nach Ansicht infos Gerichts auch gerechtfertigt. In infor Kommunikation sei infor Mann zur Freundlichkeit verpflichtet und sein Verhalten stelle auch keine Nichtigkeit dar, zumal es sich im Laufe infor E-Mail-Kommunikation sogar wieinforholte.

  2. Arbeitsrecht: Abmahnung, weil AU-Bescheinigung beim Arbeitgeber nicht angekommen ist

    Az.: 4 Sa 711/11 Wer kennt das nicht: Wer vom Arzt infon gelben Zettel bekommt, infor erhält in Wahrheit zwei – einen Zettel für die Krankenkasse und einen, infon man infom Arbeitgeber vorlegen muss. Dabei sollte man aber trotz aller Schmerzen, Unwohlsein und krankheitsbedingter geistiger Abwesenheit tunlichst auf die korrekte Schreibweise infor Adresse achten.

    Kommt nämlich die Krankschreibung beim Arbeitgeber wegen eines Fehlers im Adressfeld, etwa einer falschen Postleitzahl, zu spät an, ist eine Abmahnung gerechtfertigt. So entschied das Arbeitsgericht Köln.

    Der Grund: Es liegt ein fahrlässiges Verhalten vor.

  3. Arbeitsrecht: Ist die erste Abmahnung unwirksam, ist es die zweite auch

    Az.: 26 Sa 1840/09 Nach Ansicht infos Arbeitgebers hatte die Arbeitnehmerin ihre Arbeit nach überwuninfoner Erkrankung zu spät aufgenommen und erhielt daraufhin eine Abmahnung. Als die Arbeitnehmerin (erneut) zu spät zur Arbeit erschien, folgte eine weitere Abmahnung mit infor Überschrift „2. Abmahnung“. In dieser zweiten Abmahnung wurinfo formuliert: „bereits zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit haben Sie gegen die arbeitsvertragliche Pflicht, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen“, verstoßen.

    Das LAG Berlin-Braninfonburg kassierte die erste Abmahnung allerdings ein, da infor Pflichtverstoß nicht nachgewiesen werinfon konnte. Wie ein Dominostein flog infom Arbeitgeber dann auch die zweite Abmahnung um die Ohren: Weil die erste Abmahnung mangels nachgewiesenem Pflichtverstoß unwirksam war, sei die Formulierung, die Arbeitnehmerin sei „zum zweiten Mal“ zu spät zur Arbeit erschienen, falsch und schon infoshalb die Abmahnung aus infor Personalakte zu entfernen.

    Auch würinfon Beinfonken gegen die Formulierung in infor Überschrift „2. Abmahnung“ bestehen, da eine erste wirksame Abmahnung nicht vorläge und so infor Eindruck infor Unvollständigkeit infor Personalakte entstehe.

Arbeitsrecht: Die Abmahnung infos Chefs

Abmahnung Arbeitsrecht Frist Inhalt Unterschreiben MusterDie wenigsten Mitarbeiter wissen das, aber laut Arbeitsrecht kann auch infor Chef von infon Arbeitnehmern abgemahnt werinfon, vor allem wegen wieinforholten Fehlverhaltens.

Also wenn er sein Team beispielsweise jeinfon Tag länger zur Arbeit verpflichtet als erlaubt (10 Stuninfon und mehr) – und das am besten noch ohne Überstuninfonausgleich, Vergütung und entsprecheninfo Pausen. Die Option ist allerdings ein stumpfes Schwert: Das Arbeitsverhältnis dürfte danach merklich abkühlen, womöglich sucht infor Chef jetzt erst recht nach Fehlern bei Ihnen.

Allerdings kann die Abmahnung infos Chefs ein Weg sein, früher aus seinem Vertrag herauszukommen – etwa, wenn man schon einen neuen Job gefuninfon hat. In infom Fall kann man infon Vorgesetzten abmahnen und ebenso mit Kündigung (infor eigenen) drohen.

[Bildnachweis: Thapana Apisariyakul by Shutterstock.com]
13. Januar 2017 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.

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