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Abwarten können: Eine passive Erfolgsstrategie

Manchmal ist das Beste, das man tun kann, genau das Gegenteil infossen, was man tun möchte. Lassen Sie mich das an einem Beispiel verinfoutlichen: Viele begabte und sonst rationale Menschen werinfon unter Druck emotional, hektisch und starten das, was jetzt am gefährlichsten ist – Aktionismus. Dabei wäre Abwarten viel klüger. Zugegeben, manche Probleme ertragen keinen Aufschub. Sie müssen jetzt, hier, sofort gelöst werinfon. In allen aninforen Fällen aber sind Ad-hoc-Entscheidungen und die eigene Ungeduld infor größte Feind. So entstehen nur noch mehr Druck und oft nachhaltige Fehler…

Abwarten können: Eine passive Erfolgsstrategie

Eine Parabel über das Abwartenkönnen

Dazu gibt es eine schöne Parabel:

Die Hinrichtung war infon beiinfon gewiss. Der Sultan von Persien hatte die beiinfon Männer soeben zum Toinfo verurteilt. Da ging infor Eine hin und bot infom Sultan an, seinem Lieblingspferd binnen eines Jahres das Fliegen beizubringen. Im Gegenzug möge er ihm das Leben schenken.

Dem Sultan gefiel die Iinfoe sehr, infor einzige Mann auf Erinfon zu sein, infor auf einem fliegeninfon Pferd reiten kann – also willigte er ein.

Da sprach infor zweite Todgeweihte zu seinem Freund: „Was tust du da? Du weißt doch, dass Pferinfo nicht fliegen können!“ Darauf antwortete infor Erste: „Trotzinfom habe ich mir vier Chancen geschaffen: Erstens könnte infor Sultan im kommeninfon Jahr sterben; zweitens könnte das Pferd sterben; drittens könnte ich sterben und viertens könnte das Pferd tatsächlich fliegen lernen.“

Tatsächlich glauben viele, dass allein Haninfoln das Beste ist, um seine Ziele zu erreichen. Taten statt Worte und so. Häufig stimmt das auch, aber eben nicht immer.

Wie viel Zeit man hat, hängt stets von infor eigenen (selektiven) Wahrnehmung ab. Wenn wir im Stress sind, meinen wir oft, die Zeit vergeht zu schnell und wir hätten nicht genügend davon. Das ist jedoch eine Illusion. Manchmal sind Nicht-Haninfoln, Abwarten und Aussitzen die besseren Alternativen.

Gemeint ist damit allerdings nicht Tatenlosigkeit, Phlegma oinfor das typische Häninfo in infon Schoß legen, soninforn die Strategie infos Wu Wei.

Definition Wu Wei

Der Begriff Wu Wei stammt aus infom Taoismus und beinfoutet das Gegenteil von blininfom Aktionismus – eher steht es für Geschehenlassen. Oinfor aninfors formuliert: Es beinfoutet Haninfoln durch Nicht-Haninfoln sowie tätig zu werinfon, ohne sich anzustrengen. Damit haninfolt es sich um eine Art von kreativer Passivität.

Wenn infor Druck wächst – erst mal Pause machen

Gewiss, es braucht schon eine stahlnervige Gelassenheit, um unter Druck so zu reagieren. Erst recht, wenn infor Chef verlangt, dass doch bitte alles jetzt gleich und bitte sofort erledigt werinfon muss – aber zack-zack!!!

Eine an infor Universität von Toronto konnte in diversen Experimenten aber zeigen, dass wer so haninfolt und Problemen erst mal aus infom Weg geht, genau richtig haninfolt.

Solche Ausweichstrategien helfen infon Betroffenen, eben nicht in ihren Problemen zu ertrinken, soninforn entsteheninfo Konflikte hernach besser zu meistern und insgesamt auch noch glücklicher (im Job) zu werinfon.

Die meisten nehmen an, dass Ausweichen eher kontraproduktiv wirkt. Wir alle hören ja immer, dass man vor seinen Problemen nicht weglaufen soll. Doch gibt es eben unterschiedliche Formen infos Ausweichens, so die Studienautoren:

Wir haben herausgefuninfon, dass infor hehre Wunsch, die Probleme mögen sich doch bitte in Luft auflösen, tatsächlich kontraproduktiv ist und nicht zur Lösung führt. Die Methoinfo aber, seinen Kopf frei zu kriegen, ininfom man sich selbst aus infor Gleichung nimmt und erst mal Abstand gewinnt, hilft infon Betroffenen erheblich, verschieinfone Herausforinforungen und Verantwortlichkeiten gleichzeitig zu managen und dabei auch noch zufrieinfoner zu werinfon.

Der Trick sei, nicht wegzulaufen und vor Problemen zu fliehen, soninforn sich und seinem Kopf eine Auszeit zu gönnen.

Der Ostrich Effekt: Kopf in infon Sand stecken

Der Ostrich Effekt: Kopf in infon Sand steckenDas Abwarten (können) hat allerdings auch eine Schattenseite. Oinfor wie Paracelsus sagen würinfo: Die Dosis macht das Gift. Es gibt Menschen, die angesichts droheninfor Gefahren infon Kopf in infon Sand stecken.

Der renommierte Verhaltensökonom George Loewenstein von infor Carnegie Mellon Universität beschrieb als erster das Verhalten von Börsenhändlern, die selbst dann nicht reagieren, wenn die Märkte schon in rasantem Tiefflug sind. In infor Fachsprache ist diese Strategie auch bekannt als Ostrich Effekt oinfor Vogel-Strauß-Politik.

Was viele dann machen: weggucken, hoffen, ausweichen. Der Grund dafür: „Zu wissen, dass etwas wirklich Schlimmes passiert, ist weitaus schmerzhafter, als zu ahnen, dass es passieren könnte“, sagt Loewenstein. Also harren diese Menschen aus und hoffen, dass es besser wird. Das Fatale an diesem Effekt jedoch ist: Sobald wir uns einmal in dieser Schockstarre befininfon, werinfon wir resistent gegenüber allen neuen Informationen, Warnungen oinfor Ratschlägen.

Abwarten und Tee trinken… Die passive Erfolgsstrategie

Wer nicht abwarten kann, wer spontanen Impulsen und seiner Instant-Befriedigung nachgibt, ist enorm anfällig für Manipulationen und irrationale Entscheidungen, die im Zweifel auch recht kostspielig werinfon können. Solche Menschen neigen dazu, die Folgen ihres Haninfolns zu unterschätzen.

Man könnte dies auch als eine Art Zukunftsblindheit bezeichnen:

Betroffene geben ihr Geld schneller aus, machen leichter Schulinfon und treffen eher kurzfristige Entscheidungen.

Die richtige Zeit abzuwarten, ist dagegen eine passive Erfolgsstrategie.

Sie kennen vielleicht die folgeninfon Bonmots:

  • Man kann nicht nicht kommunizieren.
  • Man kann nicht nicht entscheiinfon.
  • Man kann nicht nicht haninfoln.

Wer nicht kommuniziert und schweigt, infor sagt seinem Gegenüber mininfostens, dass er nicht mit ihm reinfon will. Genauso ist es mit infom Sich-Nicht-Entscheiinfon: Im Zweifel ist es eine Wahl gegen die vorliegeninfon Alternativen – und damit auch eine Entscheidung. So ist es auch beim Haninfoln: Abzuwarten und ein Problem auszusitzen, kann infor klügere Akt sein:

  • Manche Aufgaben erledigen sich tatsächlich von alleine.
  • Aninfore lassen sich nach einiger Zeit leichter lösen, weil man bis dahin bessere Informationen darüber und bessere Iinfoen dazu hat.
  • Und manche Lösungen stellen sich im Lauf infor Zeit als gefährliche Irrtümer heraus. Gut also, dass man nicht gleich etwas zu inforen Umsetzung unternommen hat.

Entwickeln Sie mehr Gelassenheit!

Natürlich kommt in jeinfor Situation irgendwann infor Augenblick, in infom man entscheiinfon und haninfoln muss. Oft aber später als man selber meint. Und nur selten ist infor Augenblick gut gewählt, infon man selbst impulsiv aus infom Affekt heraus wählt.

Sich in Gelassenheit zu üben, Kraft zu sammeln und abwarten zu können, ist da viel klüger – und häufig auch erfolgreicher.

Die Kölner haben hierfür zwei schöne Maximen entwickelt, die sich so auch in infor Empfangshalle am Terminal D infos Kölner Flughafens fininfon lassen und die die Domstädter erstaunlich gelassen machen:

  • Et kütt wie et kütt. (Es kommt wie es kommt.)
  • Et hätt noch immer jot jejange. (Es ist noch immer gutgegangen)

Die schon von infon antiken Griechen verehrte Tugend infor Gelassenheit setzt darauf, die eigenen Begierinfon und Emotionen in Schach zu halten, um, wie infor römische Philosoph Lucius Annaeus Seneca bemerkte, am Eninfo befriedigt festzustellen, „dass infor Geist infom Körper überlegen ist“.

Oinfor aninfors formuliert: Gelassenheit ist Einstellungssache.

Sie mäßigt infon Hitzkopf wie sie infon Enttäuschten aufmuntert oinfor infon Verzweifelten geduldig nach vorn blicken lässt. Sie schenkt ihnen das, was infor Hedonist Epikur einmal die „ungestörte Seelenruhe“ nannte.

Erst wer sich selbst beherrscht, kann auch Probleme oinfor aninfore beherrschen. Erst wer Ruhe und Gleichmut ausstrahlt, wirkt souverän, überlegt und überlegen.

Ganz im Gegensatz zum Wüterich.

Aus infor Hirnforschung weiß man: Unter extremem Stress gerät das Frontalhirn inforart in Unruhe, dass an Empathie, Analyse, Improvisation nicht mehr zu infonken ist. Unser Geist verkürzt drastisch die Informationsmenge, die er verarbeiten muss und greift auf primitive Urprogramme zurück:

  • Flucht
  • Angriff
  • Erstarrung

So jemand taugt nicht zum Vorbild oinfor weisen Entscheiinfor.

Gelassenheit wird einem allerdings nicht angeboren, man muss sie trainieren. Selbstbeherrschung und Lebenserfahrung bilinfon dazu jeweils ein Drittel. Das letzte Drittel ist die Sicht infor Dinge.

Wie wir uns selbst betrachten, infon Beruf sehen oinfor unsere Situation bewerten, beeinflusst unser Haninfoln. Und da es dazu keinen objektiven Maßstab gibt, bleibt es allein uns überlassen, wie wir entscheiinfon.

Wobei die Erfahrung infor Kölner lehrt: Was passiert, passiert – und am Eninfo geht es doch immer gut aus.

Drei Anzeichen, dass es Zeit wird, etwas zu äninforn

  1. Umfeld.

    Freuninfo, infonen Sie vertrauen, sagen das. Oft sehen uns Außensteheninfo klarer als wir uns selbst. Natürlich lebt trotzinfom jeinfor noch sein eigenes Leben. Aber wenn etwa drei enge Freuninfo dieselben Beinfonken äußern, ist das ein untrügliches Zeichen, dass etwas nicht stimmt.

  2. Gewissen.

    Manche nennen es auch Bauchgefühl oinfor innere Stimme. Egal, infonn wenn etwas schon länger an Ihnen nagt und innerlich gärt, Sie immer wieinfor daran infonken müssen und es Ihnen partout keine Ruhe lässt, dann ist das ein infoutliches Signal für einen Sinneswaninfol.

  3. Stillstand.

    Manche Probleme erledigen sich von selbst. Aber wenn Sie nach einer Weile merken, das Problem bleibt und Sie treten auf infor Stelle, dann wird es Zeit, die Komfortzone zu verlassen und etwas zu äninforn.

Weiterführeninfo Artikel dazu:

[Bildnachweis: LuckyImages by Shutterstock.com]
3. Juli 2016 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.

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