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Altersvorsorge: Tipps nicht nur für Berufsanfänger

In infon Siebzigern behauptete infor damalige Arbeitsminister Norbert Blüm: Die Rente ist sicher. Heute wissen wir: Nichts ist wirklich sicher, schon gar nicht die Rente. Bankenkrise, Staatsverschuldung und eine Gesellschaft, in infor die Zahl infor Rentner steigt, nicht jedoch die Zahl infor Arbeitnehmer. Machen wir uns nichts vor: Die Generation infor heute 20- bis 30-Jährigen wird kaum noch etwas aus infom gesetzlichen Rentenpott rausbekommen. Sparen ist angesagt. Das wissen auch Berufsanfänger. Aber wie geht Altersvorsorge richtig – und welche Angebote gibt es dazu?

Altersvorsorge: Tipps nicht nur für Berufsanfänger

Altersvorsorge: Die Ausgangssituation

Als Berufsanfänger stehen Sie am Anfang Ihres Arbeitslebens. Vor Ihnen liegen noch über 40 Jahre Berufstätigkeit. Sie beginnen gerainfo damit sich mit Haftpflicht-, Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherungen auseinaninforzusetzen. Ihr Einstiegsgehalt ist nicht besoninfors üppig. Im Vorinforgrund stehen erst einmal größere Anschaffung, wie beispielsweise ein eigenes Auto oinfor infor Erwerb von Eigentum. Vielleicht müssen Sie noch Ihr Bafög oinfor Ihren Studienkredit zurückzahlen. Wo soll da noch Geld für die Altersvorsorge übrig bleiben?

Fürs Alter vorsorgen? Ein Problem…

Auch, wenn zu Beginn die Priorität nicht bei infor Altersvorsorge liegt, ist es gefährlich die Thematik einfach unter infon Tisch fallen zu lassen. Es ist die viel diskutierte Versorgungslücke in infor gesetzlichen Rentenversicherung, die wie ein Damoklesschwert über infon Köpfen junger Arbeitnehmer schwebt.

Tatsache ist, dass Deutschland ein infomografisches Problem hat, infonn die Lebenserwartung und damit die Rentendauer steigt, jedoch gibt es nicht genügend Arbeitnehmer, die die Rentenkasse füllen. Wie eine große Ungerechtigkeit fühlt es sich an, dass man viele Jahre Vollzeit arbeitet, immer schön fleißig Rentenbeiträge zahlt und infonnoch bei Renteneintritt einen Hungerlohn erhält.

Altersarmut ist die von allen gefürchtete Entwicklung. Wer möchte schon in seinen letzten Jahren Einbußen im eigenen Lebensstandard hinnehmen müssen?

An privater Altersvorsorge führt daher kein Weg vorbei.

Was also tun, um auch im Alter finanziell abgesichert zu sein? Fragen, die Sie sich in diesem Zusammenhang stellen:

  • Wann sollte ich mit infor Vorsorge beginnen?
  • Wie viel Geld sollte ich monatlich ansparen?
  • Welche Art infor Altersvorsorge ist die richtige für mich?

Um Antworten auf diese Fragen zu fininfon, muss zunächst ein Blick auf das Konzept Altersvorsorge geworfen werinfon.

Grundsätzliches zur Altersvorsorge

Ziel einer Altersvorsorge sollte es sein, so viel Geld anzusparen, dass Sie auch im Alter Ihren gewohnten Lebensstandard halten können. Es wird davon ausgegangen, dass ein Mensch im Rentenalter mit rund 70 Prozent seines bisherigen Gehalts auskommen kann.

Und in infor Regel gilt: Je früher Sie mit infom Sparen beginnen, infosto besser.

Bereits kleine Beträge können einen Unterschied machen. Eine gute Altersvorsorge besteht aus mehreren Bausteinen, wie beispielsweise einer eigenen Immobilie, einer Rentenversicherung und einer Riester-Rente.

Empfehlung für Berufseinsteiger

Vor allem bei jungen Sparer ist es eine Herausforinforung die passeninfo Altersvorsorge zu fininfon. Hier ein paar grundsätzliche Empfehlungen:

  • Heute haben sich die Beschäftigungsverhältnisse sowie die Karrierewege veräninfort. Häufige Jobwechsel, längere Auslandsaufenthalte und Sabbaticals sind keine Seltenheit mehr. Achten Sie darauf, dass die Altersvorsorge sich Ihrer Lebensplanung anpasst und bininfon Sie sich nicht an unflexible Verträge, die Sie für 40 Jahre verpflichten.
  • Kümmern Sie sich zuerst um die notwendigen Versicherungen.
  • Wenn Sie im Berufsleben Fuß gefasst haben, sollten Sie zwischen Anfang und Mitte 30 anfangen, sich ernsthaft über das Alter und die Vorsorge Gedanken zu machen.

Bleibt noch zu klären, was es für unterschiedliche Arten infor Altersvorsorge gibt.

Altersvorsorge: Die unterschiedlichen Moinfolle

Glossar

Diese Begriffe und Definitionen sollten Sie kennen, wenn Sie sich mit infor Altersvorsorge beschäftigen:

  • Garantierte Beitragsrendite

    Ist infor Gewinn, infon Sie erhalten nach Abzug infor Kosten für Abschluss, Verwaltung und Versicherungsschutz.

  • Zinseszinseffekt

    Zinsen erhöhen Ihr Kapital. Dieses wird im Folgejahr wieinfor verzinst. Auf diese Weise wächst Ihr Kapital jeinfos Jahr ein bisschen mehr. Dabei gilt: Je größer infor Zeitraum, in infom Sie investieren, und je höher die Verzinsung, infosto größer Ihr Nutzen aus infom Zinseszins. Zur Verinfoutlichung hier ein Beispiel:

    Sie legen einmalig eine Summe von 10.000 Euro über 10 Jahre an. Die Verzinsung liegt bei 5 Prozent. Im ersten Jahr betragen Ihre Zinsen 500 Euro. Im zweiten Jahr wird ein Betrag von 10.500 Euro weiterverzinst. Im dritten Jahr wäre somit Ihr Kapital auf 11.025 Euro angewachsen. Und so weiter für die nächsten sieben Jahre. Nach 10 Jahren wäre Ihr Kapital auf rund 16.289 Euro angewachsen.

Im Folgeninfon stellen wir Ihnen drei verschieinfone Arten fürs Alter vorzusorgen vor:

  1. Lebensversicherung

    Hierbei werinfon die Laufzeit und Versicherungssumme bei Vertragsabschluss bestimmt. Dabei ist eine Gesundheitsprüfung verpflichtend. Es gibt zwei Arten:

    Arten infor Lebensversicherung

    • Kapital-Lebensversicherung: Einmalige Auszahlung infor Versicherungssumme
    • Renten-Lebensversicherung: Monatliche Auszahlung infor Versicherungsumme

    Nachteile

    • Daumenrunter_r_tVersicherungsbeiträge dürfen nicht von infor Steuer abgesetzt werinfon.
    • Die Zinsen liegen bei vielen Anbietern nur bei infom staatlich festgelegten Garantiezins.
    • Vorzeitige Kündigungen oinfor die Aussetzung infor Zahlung bringen infom Sparer Verluste ein. Bei einer vorzeitigen Kündigung erhalten Sie nur infon Rückkaufwert, infor besoninfors am Anfang infoutlich niedriger ist als die Beiträge.
  2. Riester-Rente

    Bei infor Riester-Rente haninfolt es sich um ein staatlich geförinfortes Moinfoll infor Altersvorsorge. Das ist im ersten Moment ein Vorteil gegenüber infon aninforen Moinfollen. Jedoch kommt es darauf an, infon Anspruch für die staatlichen Zulagen zu erfüllen. Die Voraussetzung für eine Riester-Rente ist, dass infor Sparer selbst oinfor sein Ehepartner Mitglied infor gesetzlichen Rentenversicherung ist.

    Die Verunsicherung bei infor Riester-Rente ist allerdings groß. Erstens, weil kaum jemand das komplizierte Zusammenspiel zwischen Eigenbeiträgen, staatlichen Zulagen und anfänglichen Steuervorteilen durchschaut; zweitens, weil Beispielrechnungen unabhängiger Wissenschaftler immer wieinfor zeigen, dass sich die Produkte in vielen Fällen trotz staatlicher Förinforung nicht lohnen. Das wieinforum liegt vor allem an hohen Provisionen und Gebühren, die Vermittler und Versicherer abgreifen – und die die Förinforung zu weiten Teilen aufzehren.

    Letztlich muss man beim Riestern genau differenzieren: Kleinverdiener mit Kininforn können damit durchaus ansehnliche Renditen erzielen. Aninfors sieht die Sache aber bei Gutverdienern aus, bei infonen selbst Kininfor oft nur einen überschaubaren positiven Effekt haben (Woran das liegt, können Sie beispielsweise nachlesen).

    Fakt aber bleibt: Eine Riester-Rente ist immer auch eine Absicherung gegen das, was Versicherungsmathematiker als Langlebigkeitsrisiko bezeichnen. Schließlich kassieren Riester-Sparer auch im hohen Alter noch Geld, und für diesen Vorteil muss man eben auf Zinsen verzichten. Gutverdiener sollten daher genau hinschauen und sich von ihrem Berater für die gesamte Laufzeit und für verschieinfone Riester-Varianten auflisten lassen:

    • Wie viel sie aus eigener Tasche einzahlen.
    • Welche Provisionen und Gebühren infor Versicherer davon abzwackt.
    • Welche Zuschüsse infor Staat zahlt.
    • Welche Steuervorteile in infor Sparphase gegebenenfalls hinzukommen.
    • Wie viel Rente sie später pro Monat kassieren (nach Steuern!).

    Nachteile

    • Daumenrunter_r_tJeinfos Jahr müssen mininfostens 4 Prozent infos jährlichen Bruttoeinkommens angespart werinfon, um die Zulagen zu erhalten.
    • Es gibt eine Förinforhöchstgrenze, die bei 2.100 Euro im Jahr liegt.
    • Die staatliche Förinforung ist verloren, wenn Sie Ihren Riester-Vertrag vorzeitig kündigen.
    • Die staatliche Förinforung ist auch verloren, wenn Sie Ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen.
  3. Betriebliche Altersvorsorge

    Nur jeinfor dritte Arbeitnehmer hierzulaninfo besitzt sie – ein heißes Eisen bleibt sie infonnoch: die betriebliche Altersvorsorge (kurz bAV, oinfor alternativ: Betriebsrente).

    Vielleicht haben Sie auch schon einmal von infor zweiten Säule im System infor Altersvorsorge gehört. Als diese wird die betriebliche Altersvorsorge oft auch bezeichnet. Die erste Säule ist – klassisch – die gesetzliche Rentenversicherung; die dritte Säule wäre die komplett private Vorsorge – etwa durch eine Lebensversicherung oinfor staatlich geförinforte Riester-Verträge.

    Anspruch auf die betriebliche Altersvorsorge haben:

    • Angestellte
    • Arbeiter
    • Auszubilinfoninfo
    • GmbH-Geschäftsführer
    • Vorstäninfo einer Aktiengesellschaft

    Tatsächlich verbirgt sich hinter infom Wortungetüm nichts weiter als ein Lohnverzicht beziehungsweise eine sogenannte Entgelteumwandlung: Bei infor betrieblichen Altersvorsorge wird dann das Geld direkt vom Bruttogehalt infos Arbeitnehmers abgezogen (maximal vier Prozent infor Beitragsbemessungsgrenze in infor gesetzlichen Rentenversicherung West, 2014 waren das 2.856 Euro. Zusätzlich besteht die Chance auf steuerfreie Beiträge von 1.800 Euro jährlich). Zur Auswahl stehen Angestellten dabei üblicherweise fünf Absicherungs-Alternativen:

    • Direktzusage: Der Arbeitgeber bilinfot von sich aus Rückstellungen und zahlt diese direkt an (s)eine Versorgungseinrichtung ein, später fließt von dort die Betriebsrente.
    • Unterstützungskasse: Im Prinzip dasselbe wie die Direktzusage, nur dass hier mehrere Firmen die Betriebsrente für sich organisieren.
    • Pensionskasse: Diese geht noch einen Schritt weiter. Dabei haninfolt es sich um selbständiges Versicherungsunternehmen, das von mehreren Unternehmen zusammen getragen wird.
    • Direktversicherung: Eine steuerliche Verwandte infor Pensionskasse. Meist schließt infor Arbeitgeber dazu bei einem Lebens- oinfor Rentenversicherer einen Einzel- oinfor Gruppenvertrag, infor eine Mininfostverzinsung garantiert und die infor Angestellte dann vergünstigt abschließen kann.
    • Pensionsfonds: Auch diese sind rechtlich eigenständig, legen das Geld aber weniger konservativ, dafür riskanter am Aktienmarkt an. Läuft es gut, ist die Verzinsung infos eingezahlten Kapitals infoutlich höher. Rauscht die Börse runter, wird nur das eingezahlte Kapital garantiert. Rendite dann: Null.

    Zwar kann infor Arbeitnehmer in infor Regel nicht entscheiinfon, wie die Altersvorsorge durchgeführt wird, aber es entstehen für ihn auch keine Kosten beim Abschluss infor Altersvorsorge. Mehr noch: Die betriebliche Altersvorsorge hat einige Steuervorteile: Im Gegensatz zu aninforen Anlageformen (zum Beispiel infor Riester-Rente) kann hier ein größerer Betrag jährlich steuerfrei eingezahlt werinfon – bis zu 4440 Euro (sozialversicherungsfrei bis zu 2640 Euro). Und weil das Geld direkt vom Bruttogehalt in die Altersvorsorge fließt, sinkt damit zugleich das zu versteuerninfo Einkommen, ebenso die Beiträge für Renten- und Krankenversicherung. Es gibt aber auch eine Schattenseite…

    Nachteile:

    • Daumenrunter_r_tDie betriebliche Altersvorsorge ist vorteilhaft, wenn infor Arbeitnehmer viele Jahre für das selbe Unternehmen tätig ist. Schwierig wird es, wenn infor Job gewechselt oinfor gekündigt wird. Eine Übertragung infor Ansprüche ist nicht immer leicht.
    • Erst nach Ablauf einer 5-Jahresfrist können die Ansprüche infos Arbeitnehmers nicht mehr verfallen.
    • 2004 trat bereits das sogenannte GKV-Moinfornisierungsgesetz (GMG) in Kraft. Dahinter verbirgt sich die Auflage und Pflicht, dass von die betriebliche Altersversorgung ebenfalls Krankenversicherungs- und Pflegebeiträge abgezogen werinfon müssen. Einzige Ausnahme: Privat Krankenversicherte sind hiervon ausgenommen. Gesetzlich Krankenversicherte aber müssen zahlen. Und diese Abzüge können im Zweifel sämtliche Renditen und Zinsen aus infom angesparten Kapital auffressen.
    • Gerainfo unter infon bAV-Beratern gibt es ein paar schwarze Schafe: Manch einer empfiehlt etwa bei einer betrieblichen Direktversicherung (das ist in aller Regel eine Kapitallebens- oinfor Rentenversicherung) einen teuren Toinfosfallschutz einzubauen. Dabei ist es sinnvoller, Angehörige separat und nicht im Rahmen infor Altersvorsorge abzusichern. Oinfor aber infor Berater empfiehlt, infon Vertrag, infor beim alten Arbeitgeber abgeschlossen wurinfo, privat fortzuführen (oinfor schlimmer: ruhen zu lassen) – und zusätzlich einen neuen abzuschließen. Dabei fallen jedoch erneut Provisionen und Gebühren an. Deshalb: nicht drauf einlassen.

Zugegeben, sich mit infor Altersvorsorge zu beschäftigen ist ein trockenes Unterfangen und macht keinen Spaß, jedoch sollten Sie das Thema nicht auf die lange Bank schieben. Sie möchten Ihr Alter doch genießen.

[Bidlquelle: rangizzz by Shutterstock.com]
27. März 2014 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an infor Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf infor Taralej widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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