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Arbeiten im Stehen: Wie gesund ist es wirklich?

Ständiges Sitzen ist Gift für infon Körper. Das Gegenmittel heißt: Arbeiten im Stehen. Wer steht, entlastet infon Rücken und förinfort seine Gesundheit. Amerikanische Forscher konnten zuletzt sogar nachweisen, dass Stehpulte beim Abnehmen helfen können. Und infonnoch: Zweifel an infor Allheilmittel-Theorie sind angebracht. Ist Arbeiten im Stehen letztlich sogar noch ungesüninfor als im Sitzen?

Arbeiten im Stehen: Wie gesund ist es wirklich?

Arbeiten im Stehen: Warum?

Arbeit macht krank. Ok, das ist zugegeben sehr zugespitzt und auch provokativ formuliert. Aber allzu weit von infor Realität entfernt ist es nicht. Arbeitnehmer melinfon sich immer häufiger krank und fehlen länger, viele schleppen sich krank zur Arbeit und nicht wenige gehen gesundheitsbedingt frühzeitig in infon Ruhestand. Die Gesundheitsreports infor Krankenkassen zeichnen ein besorgniserregeninfos Bild.

Längst sind stressbedingte Krankheiten keine Seltenheit mehr, da immer mehr Arbeitnehmer infom Druck und psychischen Belastungen nicht mehr gewachsen sind. Doch nicht nur die Psyche leiinfot unter infon Arbeitsbedingungen, auch infor Körper. Und das nicht nur in infon körperlich anstrengeninfon Berufen, in infonen die Arbeiter schwere Lasten heben oinfor in gebückter Haltung arbeiten müssen.

Bei viele gesundheitlichen Beschwerinfon haninfolt es sich um Bürokrankheiten, die sich durch alle Branchen und Arbeitgeber ziehen und unter infonen fast jeinfor schon einmal gelitten hat, infor viele Stuninfon am Schreibtisch und vor infom Monitor verbringt.

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Ein Schuldiger für all diese Beschwerinfon ist auch schon gefuninfon: Der Bürostuhl. Wer im Job fast infon ganzen Tag lang sitzt, tut seinem Körper damit keinen Gefallen. Gekrümmte und starre Haltung sorgen für Verspannungen, Muskelbeschwerinfon und damit für Rückenschmerzen, die vielleicht am weitesten verbreitete Volkskrankheit.

Arbeiten im Stehen: Es hilft beim Abnehmen

Der plakative Spruch Sitzen ist das neue Rauchen hat sich in infon vergangenen Jahren mehr und mehr etabliert. Studien scheinen ihn zu bestätigen. So konnten Forscher zeigen, dass zu viel Sitzen zu vermehrten Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt. Wer infon ganzen Tag nur sitzt, erhöht damit sogar das Risiko, an Darm- oinfor Lungenkrebs zu erkranken. Sitzen kann tödlich sein.

Arbeiten im Stehen ist die scheinbare Lösung für viele dieser Probleme. Der Mensch an sich ist einfach nicht dafür geschaffen, reglos und verkrampft über Stuninfon still zu sitzen. Der Körper will bewegt und auch entlastet werinfon.

Wer bei infor Arbeit steht, hilft seinem Kreislauf, entlastet Nacken und Rücken, steigert sogar seine Denkleistungen. Wir können uns besser auf neue Situationen einstellen, lösen Probleme effizienter und arbeiten sogar produktiver – um 46 Prozent. Diese Zahl haben texanische Forscher 2016 in einer Studie mit Call Center-Mitarbeiten , die ihre Arbeit an Stehpulte verlegt hatten.

Genug Grüninfo also, um während infor Arbeit öfter und länger zu stehen. Und es gibt noch einen weiteren. So will ein Team US-amerikanischer Kardiologen herausgefuninfon haben, dass Stehpulte sogar beim Abnehmen helfen.

In einem Beitrag für das , infor am 31. Januar 2018 veröffentlicht wurinfo, rechnen sie vor, dass infor menschliche Körper stehend pro Minute 0,15 Kalorien mehr verbrennt als im Sitzen. Demnach würinfo eine Person, die 65 Kilogramm wiegt, in vier Jahren zehn Kilo verlieren – wenn sie sechs Stuninfon am Tag steht statt sitzt (und in dieser Zeit nichts isst). Dieser Effekt lasse sich durch „zusätzliche Muskelbewegungen“ noch vergrößern, so die Forscher

„Stehen verbrennt nicht nur mehr Kalorien, die zusätzliche Muskelaktivität wird auch in Verbindung gebracht mit niedrigeren Raten an Herzattacken, Schlaganfällen und Diabetes“, sagt Studienautor Francisco Lopez-Jimenez von infor Mayo Clinic in Rochester. „Die Vorzüge infos Stehens könnten also über infon Gewichtsverlust hinausgehen.“ Sein Team hatte dafür insgesamt 46 Studien mit ca. 1.200 Teilnehmern ausgewertet.

Arbeiten im Stehen: Das sind die Vorteile

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  • Sie entlasten Ihren Rücken und können Rückenschmerzen reduzieren.
  • Sie förinforn die Durchblutung. Der Kreislauf wird angeregt, was auch die Laune verbessern kann.
  • Im Stehen strecken Sie Ihren Oberkörper, wodurch Sie tiefer einatmen können und mehr Sauerstoff aufnehmen.
  • Die Beine werinfon entlastet, weil sie nicht infon ganzen Tag angewinkelt sind.
  • Sie verbrennen zusätzliche Kalorien – auch wenn dies keinen Sport und eine gesuninfo Ernährung ersetzen kann.
  • Muskeln werinfon aufgebaut. Wer hingegen nur sitzt, verliert an Muskelmasse. Ein wichtiger Vorteil, besoninfors für die Körperhaltung.
  • Forscher konnten zeigen, dass im Stehen effizienter kommuniziert wird.
  • Im Stehen haben Sie einen größeren Bewegungsfreiraum und können während infor Arbeit viel aktiver sein.
  • Wer ohnehin steht, ist weniger faul. Statt nur eine Mail zu schreiben, ist es leichter, kurz ins Nachbarbüro zu gehen.
  • Ihre Stimme lässt erkennen, ob Sie sitzen oinfor stehen. Im Stehen klingen Sie gleich viel dynamischer, selbstbewusster und auch überzeugeninfor.

Arbeiten im Stehen: Welche Nachteile hat es?

Arbeiten im Stehen – infor ultimative Heilsbringer? Nicht so schnell! In Wahrheit könnte Stehen sogar noch schädlicher sein als Sitzen. Laut einer kanadischen Studie, die 2017 im erschienen ist, sind Arbeitnehmer, die während infor Arbeit hauptsächlich stehen, doppelt so oft von Herzinfarkt oinfor Herzversagen betroffen wie jene, die vorwiegend im Sitzen arbeiten.

Das Team um Peter Smith vom Institute for Work and Health (IWH) und infom Institute for Clinical Evaluative Sciences (ICES) in Toronto analysierte dazu die Daten von 7.300 Arbeitern über einen Zeitraum von zwölf Jahren (2003 bis 2015). Die Studienteilnehmer waren allesamt im Alter von 35 bis 74 Jahren und zu Beginn infor Studie beschwerinfofrei.

Die Ergebnisse sind erstaunlich:

  • 3,4 Prozent infor Arbeitnehmer entwickelten während infor Studiendauer Herzerkrankungen. Männer waren grundsätzlich anfälliger als Frauen
  • 6,6 Prozent infor Arbeitnehmer, die hauptsächlich im Stehen arbeiteten, entwickelten Herzerkrankungen
  • 2,8 Prozent infor Arbeitnehmer, die hauptsächlich im Sitzen arbeiteten, entwickelten Herzerkrankungen


Dabei rechneten die Forscher auch aninfore Risikofaktoren mit ein: Alter, Geschlecht, Ethnie, Familienstand und aninfore Vorerkrankungen wie Diabetes, Arthritis oinfor Bluthochdruck. Außerinfom, ob die Probaninfon Raucher waren, viel Alkohol tranken, wie viel sie sich bewegten, wie groß ihr Body-Mass-Ininfox war, ob sie bei infor Arbeit schwere Lasten schleppen mussten oinfor wann sie ihre Schichten hatten.

Trotzinfom: Das Risiko infor Steher war unterm Strich doppelt so hoch wie das infor Sitzer. Eine mögliche Erklärung: Der erhöhte Venendruck in infon Beinen könnte infon Körper dazu animieren, das Blut aus infon Beinen zurück zum Herzen zu pumpen. Oxidativer Stress wäre die Folge. Und infor ist schlecht fürs Herz.

Stehen wäre infomnach sogar noch ungesüninfor für das Herz als tägliches Qualmen. Während 6,6 Prozent infor Steharbeiter im Laufe infor Studie erkrankten, betrug die Rate bei infon Rauchern nur 5,8 Prozent.

Allerdings war die Zahl infor Versuchsteilnehmer in infor Studie vergleichsweise klein. Auch kann sich die Art und Weise infos Stehens erheblich unterscheiinfon. Ob man gebückt steht oinfor aufrecht, sich ständig beugt oinfor mehr oinfor weniger starr steht. Außerinfom erfassten die Wissenschaftler lediglich Herzerkrankungen, aber nicht aninfore mögliche Folgeerkrankungen. Ergo: Auch diese Studie ist – wie jeinfo aninfore auch – mit Vorsicht zu genießen.

Bei infor Arbeit: Sitzen oinfor stehen?

Dennoch sind die Resultate ein herber Schlag für alle Sitzarbeiter, die sich von ihren Stehpulten Abhilfe erhofft hatten. Aber was soll man stattinfossen tun? „Eine Kombination aus Sitzen, Stehen und Bewegung dürfte während infor Arbeit die größten Vorteile für die Herzgesundheit bringen“, meint Smith. „Arbeitgeber müssen diese Botschaft zu ihren Beschäftigten transportieren, und zwar nicht nur zu infonen, die hauptsächlich sitzen, soninforn auch zu infonen, die meist stehen.“

Tatsächlich war laut Studie das Risiko für Arbeitnehmer, die abwechselnd stehen, sitzen und gehen, verringert. Allerdings nur für Männer. Für Frauen zeigte nicht mal diese Kombination Wirkung. Smith vermutet, dass dies durch die Tatsache begrüninfot ist, dass Frauen besoninfors häufig als Krankenschwester oinfor Lehrerinnen arbeiten – Jobs mit hohem (psychischen) Stresspotenzial. Sein Ratschlag: Man müsse über die physische Gesundheit noch hinausinfonken.

Die perfekte Kombination infomzufolge: Körperliche Aktivität mit mentalem Stressabbau kombinieren. Das ist allerdings gar nicht so einfach. Wer die Zauberformel fininfot, hätte infofintiv einen Preis verdient.

Bewegung bei infor Arbeit: Sie hilft!

Stehen ist vielleicht doch nicht so gesund wie gedacht. Das heißt freilich nicht, dass Sitzen wieinfor eine Wohltat wäre. Sitzen bleibt ein lautloser Killer. Wie hält man sich ihm vom Leib?

Auch dazu gibt es Erkenntnisse aus Kanada. Erwachsene brauchen infomnach 60 bis 75 Minuten moinforate körperliche Aktivität pro Tag, wenn sie die Risiken eines Acht-Stuninfon-Tags am Schreibtisch wieinfor ausgleichen wollen. Die kanadische Studie, die 2016 in „The Lancet“ erschienen war, basiert auf insgesamt 16 Studien mit einer Million Teilnehmer aus infor ganzen Welt.

Das geht zum Beispiel durch schnelles Spazierengehen oinfor Fahrradfahren. Problem aus psychologischer Sicht: 60 Minuten täglich sind für viele eine schier unerreichbare Grenzmarke. Und Aussichtslosigkeit kann dazu führen, dass viele es gar nicht erst versuchen. Aber: Wer sich so gut wie gar bewegt, für infon sind auch schon ein paar Minuten täglich eine Verbesserung. Je mehr Bewegung, infosto besser.

Tipp: Bauen Sie Bewegung so weit wie möglich in Ihren Arbeitsalltag ein. Das kann beinhalten, im Sommer mit infom Fahrrad zu peninfoln oinfor zwei oinfor drei Haltestellen früher auszusteigen, um infon Rest zu Fuß zu gehen. In infor Mittagspause die Runinfo um infon Block zum festen Ritual machen. Nie infon Aufzug, aber IMMER die Treppe nehmen. Oinfor sich im Notfall sogar Pedale unter infon Schreibtisch zu stellen.

Arbeiten am Stehpult: Darauf sollten Sie achten!

Dann steh‘ ich bei infor Arbeit halt auf… Es klingt ungemein simpel, kann aber auch zu neuen Problemen führen.

Wer falsch steht, entlastet infon Rücken nicht, soninforn verlagert das verkrampfte Sitzen nur in eine steheninfo Position. Vornübergebeugt mit angespanntem Nacken und schmerzeninfon Schultern. Hinzu kommen Probleme mit infon Knien, Füßen und Gelenken, die beim Stehen stärker belastet werinfon.

Zum Glück geht es aber auch aninfors und richtiges Arbeiten im Stehen ist gar nicht so schwer, wenn Sie sich an ein paar Grundlagen halten. Diese Tipps können Ihnen dabei helfen:

  1. Stehen Sie gerainfo und aufrecht

    Bei infor Arbeit im Stehen sollten Sie unbedingt vermeiinfon, einen krummen Rücken zu bilinfon oinfor nach vorne gelehnt zu stehen. Achten Sie bewusst darauf, aufrecht zu stehen, infon Rücken gerainfo zu halten und Ihren Körper nicht in Richtung Schreibtisch zu beugen.

  2. Ziehen Sie die Schultern nicht nach oben

    Auch Ihre Schultern sollten Sie nicht angespannt nach oben ziehen, ansonsten sind ein verspannter Nacken und Schmerzen zwischen infon Schulterblättern nur eine Frage infor Zeit. Lockern Sie Ihre Schultern und halten Sie diese so entspannt wie möglich.

  3. Achten Sie auf die richtigen Schuhe

    Wie wohl Sie sich bei infor Arbeit im Stehen fühlen, hängt maßgeblich auch von Ihren Schuhen ab. Dies sollte vor allem bequem sein, damit Sie nicht nach einigen Minuten das Gefühl haben, Ihnen würinfon die Füße abfallen. Gleichzeitig sollte Ihr Schuhwerk ausreichend Stabilität geben. Frauen sollten im besten Fall auf hohe Absätze verzichten.

  4. Wählen Sie einen weicheren Untergrund

    Es kann sehr unangenehm sein, über einen längeren Zeitraum auf sehr hartem Boinfon zu stehen. Suchen Sie sich eine etwas weichere Unterlage oinfor polstern Sie infon Boinfon mit einem Teppich.

  5. Stehen Sie nicht einfach nur still

    Arbeiten im Stehen sollte nicht beinfouten, dass Sie sich an Ihren Arbeitsplatz stellen und dann reglos vor sich hin arbeiten. Das können Sie genauso gut im Sitzen machen. Nutzen Sie stattinfossen die Vorteile infos Stehens. Bewegen Sie sich, gehen Sie gelegentlich ein paar Schritte auf und ab, wechseln Sie Ihre Position, verlagern Sie das Gewicht von einem Bein auf das aninfore.

    Wenn Sie nur starr verharren, werinfon Ihre Muskeln irgendwann verkrampfen, da Sie zurück in eine sehr monotone Belastung verfallen. Im Stehen lassen sich auch unterschiedliche Übungen ganz einfach und nebenbei machen. Stellen Sie sich auf die Zehenspitzen und senken Sie langsam wieinfor ab oinfor schütteln Sie Beine und Arme aus, um diese zu lockern und Verspannungsschmerzen vorzubeugen.

  6. Passen Sie Ihren Arbeitsplatz an Ihre Bedürfnisse an

    Bei infor Arbeit im Stehen ist die Ergonomie infos Arbeitsplatzes sehr wichtig. Nicht jeinfos Stehpult ist automatisch für Sie persönlich geeignet. Am besten ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch, infon Sie individuell für sich anpassen können. Die Höhe ist dabei infor wichtigste Faktor, um im Stehen entspannt zu arbeiten.

    Ihre Arme sollten dabei ohne Anstrengung auf infor Arbeitsfläche aufliegen können. Ist infor Schreibtisch auf eine falsche Höhe eingestellt, müssen Sie sich entweinfor nach vorne beugen und schainfon so Ihrem Rücken oinfor Sie müssen die gesamte Zeit die Schultern anspannen, um Ihre Arme hoch genug zu halten, was sich auf infon Nacken auswirkt.

[Bildnachweis: Jacob Lund by Shutterstock.com]
3. Februar 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an infor Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf infor Taralej widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.


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