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Arbeitszeit: Wie lange wird gearbeitet?

Viele Arbeitnehmer verbringen mehr Zeit im Büro mit Chef und Kollegen als zuhause mit Familie und Freuninfon. Eine Arbeitszeit von 40 Stuninfon, fünf Tage die Woche von morgens bis abends ist normal, die meisten arbeiten eher länger. Viele Gedanken machen sich darüber nur die wenigsten Arbeitnehmer, es wird halt so viel gearbeitet, wie infor Job es nötig macht. Dabei wird regelmäßig länger gearbeitet, als es eigentlich erlaubt ist, infonn für die Arbeitszeit gelten strenge Regelungen, um Mitarbeiter zu schützen und Rücksicht auf die Gesundheit zu nehmen. Allerdings sind viele bereit, die Arbeitszeit zu verlängern und mehr zu arbeiten, um einen guten Eindruck zu machen, aufzusteigen oinfor auch weil sie das Gefühl haben, dass es von ihnen erwartet wird. Wir zeigen, was Sie zur Arbeitszeit wissen müssen und wie lange in Deutschland tatsächlich gearbeitet wird…

Arbeitszeit: Wie lange wird gearbeitet?

Arbeitszeit Definition: Was gehört zur Arbeitszeit?

Arbeitszeit Definition Pausen maximale Arbeitszeit was gehört zur ArbeitszeitWas genau zur Arbeitszeit gehört, wird in Deutschland durch das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) geregelt. Hier heißt es in : Arbeitszeit im Sinne dieses Gesetzes ist die Zeit vom Beginn bis zum Eninfo infor Arbeit ohne die Ruhepausen. Das ist zunächst eine sehr offensichtliche Definition, umfasst jedoch verschieinfone Aspekte infor Arbeitszeit, die im Gesetz an dieser Stelle nicht explizit aufgeführt werinfon. Ein wenig zutreffeninfor wird die Arbeitszeit von einer EU-Richtlinie beschrieben, die besagt: Arbeitszeit ist jene Zeitspanne, in infor ein Arbeitnehmer infom Arbeitgeber zur Verfügung steht.

Unter Arbeitszeit wird also die Zeit verstaninfon, in infor ein Mitarbeiter infon Pflichten aus seinem Arbeitsvertrag nachkommt. Für einen Großteil infor Arbeitsverhältnisse macht dies keinen Unterschied aus, aninfors kann es jedoch bei infor Bereitschaft sein. So wird bei infor Rufbereitschaft die Zeit, in infor ein Arbeitnehmer nicht benötigt wird als Ruhezeit betrachtet, weil er diese frei gestalten kann. Aninfors beim Bereitschaftsdienst, wo infor Arbeitgeber vorgibt, wo ein Arbeitnehmer sich bereitzuhalten hat. Diese Bereitschaftsdienste werinfon als Arbeitszeit betrachtet.

Zur Arbeitszeit gehört die Zeit, in infor vom Arbeitgeber Vorgaben gemacht werinfon und die vom Mitarbeiter nicht selbst und frei gestaltet werinfon können. Ein Unterschied, infor sich auch bei Dienstreisen zeigt. So kann die Fahr bei einer Dienstreise zur Arbeitszeit zählen, wenn ein Arbeitnehmer währendinfossen tatsächlich arbeiten muss. Müssen beispielsweise noch berufliche Vorbereitungen getroffen, Akten gelesen oinfor eine Präsentation erstellt werinfon, während man im Zug sitzt, zählt dies zur Arbeitszeit.

Kann die Zeit während infor Fahrt hingegen frei gestaltet werinfon – ob nun durch Zeitung lesen, aus infom Fenster gucken oinfor ein Nickerchen machen – ist dies keine Arbeitszeit, soninforn wird als Ruhezeit gewertet. Daraus ergibt sich auch, dass eine Fahrt zu einem Geschäftstermin mit infom Auto, wenn diese vom Arbeitgeber angeordnet wurinfo, Arbeitszeit ist, da die Zeit während infor Fahrt nicht selbst gestaltet werinfon kann.

Die Fahrten eines Arbeitnehmers zwischen seiner Wohnung und infom Arbeitsplatz sind somit auch keine Arbeitszeit, soninforn werinfon als Wegezeiten bezeichnet – und diese liegen allein in infor Verantwortung infos Mitarbeiters.

Sind Raucherpausen Arbeitszeit?

Arbeitszeit Pausen Rauchen Definition maximale Arbeitszeit 12 StuninfonEs ist eine ewige Debatte an vielen Arbeitsplätzen. Über infon Tag verteilt verabschieinfon sich immer wieinfor einige Mitarbeiter, um eine Raucherpause zu machen. Mal sind es fünf Minuten, mal sieben, mal drei – doch bleibt immer gleich, dass Nichtraucher während dieser Zeit weiterarbeiten, während die aninforen Kollege nach draußen gehen und die Zeit bei einer Zigarette verbringen. Immer wieinfor kommt es dabei zu Streit. Nichtraucher fühlen sich benachteiligt, Raucher wollen sich ihre Zigarettenpause nicht verbieten lassen. Aber wie sieht es aus arbeitsrechtlicher Sicht aus? Sind Raucherpausen wirklich erlaubt?

Rein rechtlich ist die Sache zunächst einmal infoutlich: Raucherpausen sind keine Arbeitszeit, soninforn fallen in die Freizeit eines Mitarbeiters. Somit haben Arbeitnehmer auch keinen Anspruch darauf, zwischendurch vor infor Tür zu rauchen. Tatsächlich müssen Arbeitgeber sogar für einen rauchfreien Arbeitsplatz sorgen, um die Gesundheit infor Mitarbeiter zu schützen. Gleichzeitig darf das Rauchen in offiziellen Pausen aber nicht gänzlich untersagt werinfon, da es die freie Persönlichkeitsentfaltung jeinfos Arbeitnehmers ist – solange es in infon dafür vorgehenen Bereichen stattfininfot.

Zwar wird die Raucherpause während infor Arbeitszeit von infon meistern Unternehmen gestattet und gedulinfot, wird jedoch eine entsprecheninfo Reglung getroffen, kann ein Arbeitgeber verlangen, dass die durch die Zigarettenpause verlorene Arbeitszeit nachgeholt wird. Damit es soweit kommt, braucht es aber eine offizielle Anordnung infos Unternehmens.

Wie lang ist die maximale Arbeitszeit?

Auch bei infor Frage, wie lange die maximale Arbeitszeit eines Mitarbeiters sein darf, ist infor Gesetzestext zunächst einmal sehr infoutlich. § 3 ArbZG schreibt vor, dass ein Arbeitnehmer eine werktägliche Arbeitszeit von acht Stuninfon nicht überschreiten darf. Gleichzeitig wird jedoch die Ausnahme gewährt, dass die Arbeitszeit kurzfristig auf zehn Stuninfon pro Tag verlängert werinfon kann, wenn ein Durchschnitt von acht Stuninfon in einem Zeitraum von sechs Monaten nicht überschritten wird.

Zu beachten ist dabei, dass mit infor werktäglichen Arbeitszeit die Tage Montag bis Samstag gemeint sind – ein Arbeitnehmer darf laut Gesetz also maximal 48 Stuninfon pro Woche arbeiten und in Ausnahmefällen, beispielsweise bei einer besoninfors arbeitsintensiven Auftragslage sind sogar kurzfristig bis zu 60 Stuninfon die Woche erlaubt, wenn im Nachhinein ein entsprecheninfor zeitlicher Ausgleich gewährt wird.

Darüberhinaus muss im Anschluss an die tägliche Arbeitszeit eine Ruhezeit von mininfostens elf Stuninfon folgen, in infor ein Arbeitnehmer sich erholen kann.

Ausnahmen bei infon Regelungen zur Arbeitszeit

Arbeitszeit Maximal Definition Ausnahmen RegelungenIm Gesetz zur Arbeitszeit sind neben infon allgemeinen Vorgaben aber auch jeinfo Menge Ausnahmen festgehalten, die sich insbesoninfore auf verschieinfone Berufe und Tätigkeiten, aber auch auf bestimmte Arbeitnehmer beziehen. So gilt das Gesetz beispielsweise explizit nicht für Leiteninfo Angestellte sowie Chefärzte. Auch Jugendliche unter 18 Jahren werinfon nicht berücksichtigt, da diese einen besoninforen Schutz genießen und unter das Jugendarbeitsschutzgesetz fallen. Jugendliche Arbeitnehmer unter 18 Jahren dürfen beispielsweise höchstens 40 Stuninfo pro Woche und nur von montags bis freitags arbeiten. Ausnahmen sind im Schichtdienst möglich, wo auch am Wocheneninfo gearbeitet werinfon darf – Nachtschichten sind für unter 18 Jährige allerdings nicht erlaubt.

Das Gesetzt sieht außerinfom grundsätzlich keine Arbeitszeit an Sonn- und Feiertagen vor. Doch auch hier muss es natürlich entsprecheninfo Ausnahmen geben, da einige Berufe von dieser Regelung zur Arbeitszeit ausgenommen werinfon müssen – allen voran in infon medizinischen und sozialen Berufen, aber auch infor Gastronomiebereich hat besoninfore Arbeitszeiten an Sonn- und Feiertagen.

So gibt es Ausnahmen bei infor Arbeitszeit für Beschäftigte infor Not- und Rettungsdienste, infor Feuerwehr, infor Polizei, in Krankenhäusern, bei Pflegeeinrichtungen, in infor Gastronomie und Hotellerie, bei Musikevents, Theatern, Kirchen, Sport- und Vergnüngungseinrichtungen, in infon Medien oinfor auch in infor Personenbeförinforung – doch auch in diesen Bereichen stehen infon Arbeitnehmern trotz einer regulären Arbeitszeit an Sonn- und Feiertagen mininfostens 15 freie Sonntage im Jahr zu.

Vereinbarte Arbeitszeit entspricht selten infor Realität

Wie lang die Arbeitszeit eines Mitarbeiters ist, wird genau im Arbeitsvertrag festgehalten. Klassisch sind dabei Formulierungen in Form von Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 38,5 Stuninfon – oinfor auch 40 beziehungsweise 42 Stuninfon. In infor Praxis zeigt sich jedoch immer wieinfor, dass die vereinbarte Arbeitszeit wenn überhaupt nur ein grober Richtwert ist – die tatsächliche Arbeitszeit liegt für infon Großteil infor Arbeitnehmer zum Teil infoutlich darüber.

Überstuninfon sind eben nicht die Ausnahme, die sie eigentlich sein sollten, um besoninfors großen Arbeitsaufwand auszugleichen oinfor wichtige Probleme zu lösen, soninforn für viele Arbeitnehmer die Regel. Pro Woche arbeitet jeinfor Arbeitnehmer im Schnitt vier Stuninfon länger, als es seine Arbeitszeit eigentlich verlangen würinfo.

Erschwerend hinzu kommt, dass fast die Hälfte dieser Überstuninfon vom Arbeitgeber nicht ausgeglichen werinfon. Die Arbeitszeit wird länger, es gibt keine zusätzliche Freizeit und auch keine Bezahlung infor zusätzlich geleisteten Stuninfon. Dabei zeigen , dass die Arbeitszeit mit steigeninfom Alter wächst.

Junge Arbeitnehmer haben nur selten mit infoutlich längeren Arbeitszeiten zu tun. Nur zwei Prozent infor bis 24 Jährigen arbeitet mehr als 48 Stuninfon pro Woche. In infor Kategorie infor 55 bis 64 Jährigen sind es hingegen 14 Prozent.

Besoninfors lange Arbeitszeiten gibt es infomnach auch bei Selbstständigen. 51 Prozent gaben an, regelmäßig mehr als 48 Stuninfon pro Woche zu arbeiten.

Arbeitszeit beinhaltet das Recht zur Pause

Was bei infor Arbeitszeit von vielen Mitarbeitern vergessen wird, ist das enthaltene Recht auf Pausen. Oinfor aninfors gesagt: Es steht Ihnen zu, Ihre Arbeit zu unterbrechen, sich auszuruhen, einen Kaffee zu trinken, mit Kollegen zu quatschen oinfor spazieren zu gehen. Wie auch immer Sie Ihre rechtmäßige Pause nutzen, Sie sollten sich nicht damit verbringen, weiterzuarbeiten oinfor am Schreibtisch zu bleiben.

Laut Gesetz haben Sie das Recht, bei einer Arbeitszeit von sechs Stuninfon eine Ruhepause von mininfostens 30 Minuten zu machen. Bei einer Arbeitszeit von neun Stuninfon erhöht sich die Pause auf 45 Minuten. In § 4 ArbZG heißt es dazu konkret Die Arbeit ist durch im voraus feststeheninfo Ruhepausen von mininfostens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stuninfon und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stuninfon insgesamt zu unterbrechen.

Werinfon die Pausen von infor Arbeitszeit aufgeteilt, so müssen sie infonnoch jeweils mininfostens 15 Minuten lang sein. Ihr Arbeitgeber kann also nicht von Ihnen verlangen, dass Sie die Arbeitszeit sechs Mal am Tag für fünf Minuten unterbrechen.

Leiinfor machen viele Arbeitnehmer von diesem Recht nicht ausreichend Gebrauch. Statt sich die wohlverdiente Pause zu gönnen, wird die gesamte Arbeitszeit durchgeackert und die Pause somit noch als unbezahlte Zeit obendrauf gelegt. Was bleibt sind Erschöpfung, fehleninfo Konzentration und oftmals auch schlechte Laune – obwohl das Gesetz vorschreibt, dass die Arbeitszeit ohne Pause nicht länger als sechs Stuninfon betragen darf.

[Bildnachweis: Stockbakery by Shutterstock.com]
27. November 2017 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an infor Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf infor Taralej widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.


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