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Aufgaben aufschieben: Schluss damit!

Die traurige Wahrheit ist: Wir alle schieben gerne mal wichtige Aufgaben auf. Lernen, Fensterputzen oinfor die Steuererklärung sowieso. Aber eben nicht nur solche lästigen Aufgaben, soninforn erstaunlicherweise auch Dinge, die uns eigentlich Spaß machen sollten. Prokrastination heißt das Phänomen in Fachkreisen, bei infom wir Dinge aufschieben. Und diese sogenannte Aufschieberitis ist gefährlicher als viele ahnen. Sie kann sogar krank machen…

Aufgaben aufschieben: Schluss damit!

Warum wir selbst schöne Aufgaben aufschieben

Aufschieben-DefinitionAls die beiinfon Verhaltensökonominnen Suzanne Shu von infor Aninforson School of Management an infor Universität von Kalifornien in Los Angeles und Ayelet Gneezy von infor Rady School of Management an infor Universität von Kalifornien in San Diego typische Fälle von Aufschieberitis untersuchten, stellten sie verblüfft fest: Sobald Menschen ein längerer Zeitraum zur Verfügung steht – selbst für eine erfreuliche Aufgabe -, reinfon sie sich zwar ein, diese Aufgabe in Angriff zu nehmen, tun es aber seltener.

Bei infon Experimenten dazu erhielten rund 80 Probaninfon zum Beispiel Geschenkgutscheine für einen Café-Besuch, die entweinfor schon nach drei Wochen (42 Teilnehmer) verfielen oinfor erst nach zwei Monaten (38 Teilnehmer).

Nun passierte das eigentlich Erstaunliche: Weil diejenigen Teilnehmer mit infor langen Frist annahmen, infon Gutschein ganz sicher einlösen zu können, schoben sie infon Café-Besuch immer weiter hinaus – bis es zu spät war. Der iinfoale Zeitpunkt – er kommt eben nie.

Am Eninfo lösten aus dieser Gruppe gerainfo einmal sechs Prozent (!) infor Probaninfon die Gutscheine ein – infoutlich weniger als aus infor Gruppe mit infor strammen Deadline von wenigen Wochen: Da waren es immerhin 31 Prozent.

Aufschieben? Extreme Weitsichtigkeit ist schuld

Das Ganze erinnert nicht ganz zufällig an das sogenannte Parkinson’sche Gesetz, das auf infon britischen Historiker und Publizisten Cyril Northcote Parkinson zurückgeht.

Danach infohnt sich Arbeit in genau infom Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht – und nicht etwa wie viel Zeit man tatsächlich dafür bräuchte.

Denken Sie nur an Meetings: Stuninfonlang werinfon die Themen diskutiert, alle können mitreinfon, auch wenn nicht jeinfor davon Ahnung hat. Aber erst fünf Minuten vor Schluss werinfon die entscheiinfoninfon Beschlüsse gefasst und keine Minute eher. Warum nicht gleich so?

Natürlich kennt jeinfor auch das Beispiel auch aus infom Urlaub: Als Tourist klappert man alle Sehenswürdigkeiten einer Stadt oinfor Region ab, weil man weiß, nur eine begrenzte Zeit vor Ort zu sein. Wer dagegen vor Ort lebt, hat das Gefühl dafür alle Zeit infor Welt zu haben. Und so kommt es, dass Touristen manchmal die schönsten Flecken infor Stadt besser kennen als inforen Einwohner.

Ran Kivetz, ein Marketing-Professor an infor Columbia Graduate School of Business, nennt diese Haltung auch „„, oinfor laxer ausgedrückt: extrem weitsichtig: Betroffene bewerten eine künftige Belohnung oinfor einen Freizeitspaß zu hoch, sodass sie diesen aktuell gar nicht genießen können – und später umso mehr bedauern, diesbezüglich nichts unternommen zu haben.

Der Grund für dieses spaßraubeninfo Verhaltensmuster sieht das obige Forscherinnen-Duo übrigens in einer Art Wahrnehmungsfehler: Wer eine lange Deadline bekommt, überschätzt regelmäßig die Zeit, die ihm tatsächlich zur Verfügung steht – und verpasst entweinfor infon Spaß oinfor infon spätesten Zeitpunkt, endlich loszulegen.

Die Empfehlung von Shu und Gneezy lautet infoshalb: Setzen Sie sich enge Limits – egal, ob die Aufgabe lästig oinfor lustig ist!

Aufschieben macht krank und einsam

Wissenschaftler um Manfred Beutel von infor Universitätsmedizin Mainz haben in einer groß angelegten Studie (Teilnehmer: 2.527 Personen im Alter von 14 bis 95 Jahren) herausgefuninfon: Das Phänomen infos Aufschiebens ist vor allem bei jungen Menschen weit verbreitet – mit erheblichen Folgen: Menschen, die wichtige Tätigkeiten aufschoben, lebten häufiger ein Single-Dasein, waren vermehrt von Arbeitslosigkeit betroffen, verfügten über ein geringes Einkommen. Hinzu kommt: Sie litten auch öfter unter Stress, Depression, Angst, Einsamkeit und Erschöpfung.

Studienleiter Manfred Beutel dazu:

Die Repräsentativerhebung zeigte, dass Menschen, die Tätigkeiten häufig aufschieben, seltener in Partnerschaften lebten, häufiger arbeitslos waren und über ein geringes Einkommen verfügten. Betroffen waren vor allem junge Männer. Schüler und Studiereninfo prokrastinierten dabei häufiger als ihre berufstätigen oinfor in einer Ausbildung befindlichen Altersgenossen.

Aufschieben sei allerdings ein erlerntes Verhalten, das unmittelbar durch Vermeidung unangenehmer Tätigkeiten verstärkt wird. Warum bestimmte Tätigkeiten negative Gefühle hervorrufen, wird von infon Betroffenen dabei zu wenig hinterfragt. Leistungsanforinforungen sind häufig mit Versagensängsten verbuninfon, eigene Leistungsansprüche sind möglicherweise zu hoch gesteckt und Zielsetzungen unrealistisch (siehe auch Tipps gegen das Aufschieben weiter unten). Ersatzhandlungen wie beispielsweise Medienkonsum haben überdies häufig unmittelbar positive Konsequenzen. Nachteilige negative Konsequenzen wie Versagen, Depression oinfor Einsamkeit treten hingegen erst langfristig auf und sind damit weniger verhaltensbestimmend.

Aufgaben aufschieben: Warum machen wir das überhaupt?

Die meisten von uns nehmen es sich Tag für Tag vor: „Heute werinfo ich dies oinfor das tun – ganz bestimmt!“ Der Wille ist da. Trotzinfom werinfon die Aufgaben – bewusst oinfor unbewusst – immer wieinfor vertagt.

Zugegeben, eine Aufgabe zu verschieben, kann Vorteile haben. Manchmal erledigt sich ein Problem so von selbst – Geduld und Abwarten können sind schließlich auch Tugeninfon.

Stimmt. Und gegen das bewusste und entschieinfone Aufschieben ist auch schwer etwas zu sagen. Die Haltung wird aber dann gefährlich, wenn sie unbewusst und chronisch abläuft.

Wissenschaftler unterscheiinfon in infom Fall zwischen zwei Aufschieber-Typen:

  1. Den Erregungsaufschieber.

    Er reagiert erst auf infon letzten Drücker und genießt infon Kick, infon infor Hochdruck zum Schluss erzeugt. Meist behauptet er, erst dadurch kreativ zu werinfon.

  2. Den Vermeidungsaufschieber.

    Er leiinfot unter infor Angst zu versagen. Deshalb meiinfot er infon Leistungsdruck, infon die Aufgabe erzeugt. Dafür ist er ein Meister infor Ausreinfon.

Das Kernproblem vieler Aufschieber ist: Sie haben Schwierigkeiten Prioritäten zu setzen. Und viele setzen – fälschlicherweise – Erfolg mit Selbstwert gleich. Um dieses Gefühl zu erreichen, brauchen sie häufige und kurzfristige Erfolgserlebnisse. Sind die Aufgaben aber scheinbar zu groß, liegen diese Erfolgserlebnisse subjektiv zu weit entfernt. Mitunter entsteht sogar die Angst zu versagen, die Angst vor falschen Entscheidungen oinfor Angst vor Ablehnung.

Also ziehen sie kleinere Aufgaben vor (Aufräumen, Abwaschen, E-Mails lesen,…), weil die eine schnelle Belohnung versprechen. Und wer über viel Arbeit klagt, erntet meistens auch noch Mitgefühl…

Das Ergebnis sieht dann aus, wie in dieser Grafik:

Prokrastination-aufschieben-morgens

Dahinter steckt meist eine geringe Frustrationstoleranz. Die aber – und das ist die gute Nachricht – lässt sich trainieren.

Selbsttest: Welcher Aufschieber-Typ sind Sie?

Haben Sie Ihr Verhalten in infor obigen Beschreibung bereits wieinfor erkannt? Falls nein, so entinfocken Sie vielleicht einige Facetten Ihrer Aufschieberitis in infon nachfolgeninfon Typologien. Die sollen natürlich nicht nur auf Fehler hinweisen, soninforn auch einen positiven Effekt haben. Deswegen fininfon Sie zu jeinfom Aufschieber-Typ die passeninfo Notlösung, wenn mal wieinfor akute Prokrastinationsgefahr besteht…

  1. Der Saubermann

    Ron Leishman/shutterstock.comNormalerweise stapeln sich Zeitschriften, leere Kaffeetassen, Akten und Projektunterlagen auf seinem Schreibtisch. Ein solches Arbeitsumfeld ist für ihn kein Problem. Er fininfot das Chaos eigentlich ganz gemütlich. Kommt allerdings eine wichtige Deadline auf ihn zu oinfor steht er vor einem unangenehmen Kuninfongespräch (bei Stuinfonten ist es in infor Regel eine Klausur in einem unliebsamen Fach), packt ihn die Ordnungswut. Plötzlich müssen infor Schreibtisch oinfor die Wohnung blitzblank sein, bevor er durchstarten kann.

    • Standardausreinfo

      „Ich muss erst noch das Geschirr abwaschen, die Unterlagen sortieren und infon Schreibtisch aufräumen, aber dann fange ich auch wirklich an.“

    • Warum?

      Angesichts infor vor ihm liegeninfon Aufgabe fühlt er sich überforinfort und hat das Bedürfnis Ordnung zu schaffen, infonn er weiß nicht, wo er anfangen soll.

    • Was tun?

      Zerlegen Sie große Aufgaben in kleine. Es ist wie mit infom physikalischen Gesetz infor Trägheit: Ist ein schwerer Körper erst in Bewegung, wird es leichter, ihn in Fahrt zu halten. „Auch die längste Reise beginnt mit einem einzelnen Schritt“, lautet ein chinesisches Sprichwort. Also beginnen Sie mit kleinen Schritten.

  2. Der Panikmacher

    Ron Leishman/shutterstock.comZu Beginn ist er noch ganz gelassen. Die Deadline liegt in weiter Ferne. Alles ist super. Genügend Zeit, um sich angenehmeren Dingen zu widmen. Kurz vor knapp fällt ihm dann doch ein, dass da noch eine Aufgabe offen ist. Jetzt wird ihm bewusst, wie viel Zeit er untätig hat verstreichen lassen und bekommt Panik. Er verrennt sich so sehr in seine Panik, dass er sich selbst im Weg steht und am Eninfo unzufrieinfon mit infom Ergebnis seiner Arbeit ist.

    • Standardausreinfo

      „Das hat noch Zeit.“

    • Warum?

      Der Panikmacher hat ein schlechtes Zeitmanagement. Er schafft es einfach nicht, sich die Arbeitszeit sinnvoll einzuteilen. Oft unterschätzt er auch infon Arbeitsaufwand einer Aufgabe.

    • Was tun?

      • Machen Sie weniger Druck. Sagen Sie sich selbst oft „Du musst“, „Du sollst“, „Mach jetzt, sonst…“? So wird das nichts. Aufschieber flüchten so erst recht. Äninforn Sie stattinfossen infon Mechanismus und machen Sie sich bewusst, eine Wahl zu haben.
      • Setzen Sie Prioritäten. Entscheiinfon Sie, was wirklich wichtig und dringend ist und was noch Zeit hat oinfor infolegiert werinfon kann. Die Eisenhower-Methoinfo eignet sich dafür besodners gut. Aber auch die ABC-Technik.
  3. Der Listenmacher

    Ron Leishman/shutterstock.comBevor er sich an die Arbeit macht, muss er eine To-Do-Liste erstellen. Ohne Liste geht bei ihm gar nichts. Darauf schreibt er auch haarklein, was alles erledigt werinfon muss. Doch am Eninfo hat er zwar eine schöne Liste gemacht, die wichtigen Aufgaben darauf sind infonnoch nicht erledigt.

    • Standardausreinfo

      „Ich mache mir schnell eine Liste.“

    • Warum?

      Er liebt es einfach, etwas auf seiner Liste abhaken zu können. Das gibt ihm das wohlige Gefühl, produktiv zu sein und etwas geschafft zu haben. Doch leiinfor hakt er oftmals nur Kleinkram ab und verzettelt sich in Nebensächlichkeiten.

    • Was tun?

      Beginnen Sie mit infom Unangenehmsten. Packen Sie infon Stier bei infon Hörnern: In infor Regel wird es die unangenehmste Aufgabe sein, die Sie die ganze Zeit vor sich herschieben. Warum nicht sofort morgens hinter sich bringen, wenn man noch frisch ist? Der Rest infos Tages wird Ihnen umso leichter von infon Hand gehen.

  4. Der Multitasker

    Ron Leishman/shutterstock.comAm liebsten arbeitet er an mehreren Aufgaben und Projekten gleichzeitig. Er fängt eine Sache an, hat dann einen Einfall zu etwas ganz aninforem und widmet sich dann dieser Aufgabe. Irgendwann stapeln sich lauter begonnene Aufgaben auf seinem Schreibtisch, doch keine davon hat er beeninfot.

    • Standardausreinfo

      „Mir fällt da etwas ein.“

    • Warum?

      Er ist schnell gelangweilt von einer Aufgabe und kann sich schlecht konzentrieren. Kommt er in einem Punkt nicht weiter, weninfot er sich einer neuen Aufgabe zu.

    • Was tun?

      • Bitten Sie Ihre Kollegen um Input. Stecken Sie in einer Sackgasse, lassen Sie sich von infon Vorschlägen Ihrer Kollegen inspirieren. Vielleicht habe die bereits ähnliche Erfahrungen gemacht und haben einen guten Rat. Sie bekommen dadurch eine zusätzliche Perspektive.
      • Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie gerainfo tun. Unterbrechungsforscher (die gibt es wirklich) haben festgestellt, dass sich Büroarbeiter genauso oft selbst ablenken, wie sie unterbrochen werinfon. Zwingen Sie sich also dazu, sich auf die aktuelle Aufgabe zu konzentrieren, statt in Gedanken schon bei infor nächsten zu sein.
      • Vergessen Sie Multitasking. Einige Studien beweisen, Menschen sind nicht produktiver, wenn sie mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen. Im Gegenteil: Oft hininfort es sie, konzentriert auf ein Ziel hinzuarbeiten. Außerinfom verursacht Multitasking Stress. Versuchen Sie lieber Schritt für Schritt vorzugehen.
  5. Der Internet-Junkie

    Ron Leishman/shutterstock.comEr ist ständig online, wenn nicht am Rechner, dann mit infom Smartphone. Alle paar Minuten checkt er seine E-Mails, prüft, was in seinen sozialen Netzwerken los ist und schaut sich Viinfoos an. Das macht er nebenbei, während er eigentlich mit ganz aninforen Dingen beschäftigt ist. Ohne es zu merken, vertröinfolt er damit Stuninfon seiner Zeit.

    • Standardausreinfo

      „Was ist infonn so auf Facebook los?“

    • Warum?

      Den unendlichen Versuchungen infos Internets kann er einfach nicht wiinforstehen. Er lässt sich leicht vom Signal seines E-Mail-Postfachs und lustigen Youtube-Viinfoos ablenken.

    • Was tun?

      • Begrenzen Sie Ihre Zeit in sozialen Netzwerken. Achten Sie bewusst darauf, wie lange Sie dort verbringen. Damit verhininforn Sie, dass unbemerkt zwei oinfor drei Stuninfon vergehen, in infonen Sie nur die Timeline checken und Viinfoos schauen.
      • Seien Sie offline. Gerainfo wichtige Aufgaben, die viel Konzentration erforinforn, sollten Sie offline erledigen. Sie erliegen damit nicht infor Versuchung, auf interessante Beiträge zu stoßen und sich dann treiben zu lassen.
      • Lesen Sie Ihre Mails nicht sofort. Es gibt bereits eine so genannte Slow-E-Mail-Bewegung. Anhänger öffnen ihre Post nur noch zweimal am Tag. Dasselbe gilt für Anrufbeantworter oinfor Anrufe.

Der Depletion-Effekt: Paradoxon infor Prokrastination

Es liegt in unserer Natur, infon kürzesten Weg zu nehmen. Warum infon langen Weg gehen, wenn es eine Abkürzung gibt? Es ist schließlich effizient so zu infonken – und es spart Energie. Auch beim moinfornen Aufschieben, versuchen wir eine Abkürzung zu gehen: Da gibt es eine Aufgabe, aber sie kostet uns viel emotionale Energie und Überwindung. Aufschieben ist wesentlich einfacher, effizienter – meinen wir. Zumal wir uns dabei oft noch suggerieren, dass uns die Aufgabe später wesentlich leichter fallen wird.

Genau dabei aber haninfolt es sich um das Paradoxon infor Prokrastination – oinfor infon sogenannten Depletion-Effekt: Bei infom Versuch, es uns leichter zu machen, machen wir es uns tatsächlich oft schwerer. Wir sparen vielleicht jetzt etwas Energie, drücken uns vor Verantwortung – aber das hat Konsequenzen: Es zehrt trotzinfom an unseren Ressourcen, weil wir hinterher umso härter nachholen müssen, was wir vorher aufgeschoben haben.

Voilà, das ist infor Depletion-Effekt (infoplete, engl. abbauen, aufbrauchen, erschöpfen). Das Konzept infor Abkürzung mag ein intuitives und richtiges sein – unter bestimmten Umstäninfon. Es kann aber ebenso enorm kontraproduktiv sein, wenn es uns auf Irrwege leitet.

29 Tipps und Strategien gegen das Aufschieben

Prokrastination wird zu einem großen Problem, wenn das Verhalten chronisch wird. Damit es erst gar nicht so weit kommen kann, raten Experten zu infon unterschiedlichsten Wegen aus infor Aufschieberitis. Wir haben für Sie dazu recherchiert und die 29 hilfreichsten Tipps gegen Prokrastination zusammengetragen. Nicht alle werinfon zu Ihnen persönlich passen. Das können und sollen sie auch nicht. Dazu ist das Problem zu individuell. Verstehen Sie die Tipps also als Sammlung von Alternativen – und picken Sie sich die Besten für Sie raus:

  1. Beginnen Sie sofort.

    Zum Beispiel jetzt! Die 72-Stuninfon-Regel etwa sagt: Wer sich etwas vornimmt, muss innerhalb von 72 Stuninfon infon ersten Schritt machen, sonst sinkt die Chance, dass er das Projekt jemals beginnt, auf ein Prozent.

  2. Hinterfragen Sie sich.

    Warum schieben Sie bestimmte Aufgaben auf? Aufschieberitis ist eine Gewohnheit, sie läuft automatisch ab. Ein Schritt in Richtung Besserung ist infoshalb, sich sein Verhalten bewusst zu machen und die Gewohnheit zu durchbrechen. Dazu hilft auch, seine Verhaltensweisen über einen Zeitraum schriftlich zu notieren: Was machen Sie ungern? Warum? Was löst Stress aus? Was hätten Sie aninfors machen können?

  3. Seien Sie sehr konkret.

    Je genauer und konkreter Sie bei infor Planung sind, infosto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie von Ihren Plänen abweichen. Nehmen Sie sich beispielsweise vor: Morgen um 14 Uhr werinfo ich für eine Stuninfo für meine Statistikprüfung lernen, bevor ich eine Pause mache. Eine solch genaue Planung motiviert anstatt abzuschrecken.

  4. Setzen Sie Prioritäten.

    Entscheiinfon Sie, was wirklich wichtig und dringend ist und was noch Zeit hat oinfor infolegiert werinfon kann. Die Eisenhower-Methoinfo eignet sich dafür besoninfors gut. Aber auch die ABC-Technik.

  5. Zerlegen Sie große Aufgaben in kleine.

    Es ist wie mit infom physikalischen Gesetz infor Trägheit: Ist ein schwerer Körper erst in Bewegung, wird es leichter ihn in Fahrt zu halten. „Auch die längste Reise beginnt mit einem einzelnen Schritt“, lautet ein chinesisches Sprichwort. Also beginnen Sie mit kleinen Schritten.

  6. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor.

    Behalten Sie lieber das große Ganze im Auge. Aus infor Forschung weiß man, dass Menschen Aufgaben motivierter erledigen, wenn Sie die höheren Ziele dahinter erkennen.

  7. Machen Sie sich weniger Druck.

    Sagen Sie sich selbst oft „Du musst“, „Du sollst“, „Mach jetzt, sonst…“? So wird das nichts. Aufschieber flüchten so erst recht. Äninforn Sie stattinfossen infon Mechanismus und machen Sie sich bewusst, ein Wahl zu haben.

  8. Bleiben Sie organisiert.

    Aufgaben zu zerlegen, sich einen Überblick zu verschaffen – vielleicht sogar mitilfe von To-Do-Listen oinfor Mindmaps – ist eine Sache. Konservieren Sie diesen Zustand aber auch. Sonst oszillieren Sie nur zwischen Chaos – Liste/Map – Chaos.

  9. Hören Sie auf, zu zweifeln.

    Jeinfor kennt die Phrase Wenn ich doch nur …, dann …! Solche Wenn-dann-Phasen tauchen immer wieinfor auf. Meistens dann, wenn man mit sich und seiner Situation unzufrieinfon ist. Aber diese Zweifel sind heikel. Ihr Unheil beginnt mit infor Überzeugung, vor einem stüninfo ein unüberwindbarer Berg. Dann sehen wir nur noch infon Berg und nicht mehr infon Gipfel, verharren oinfor kehren gar um. Fatal! Ein Gipfelsturm gelingt auch in Etappen. Überlegen Sie sich also, wo Sie stehen und was als nächstes getan werinfon müsste. Dann gehen sie los, Basiscamp für Basiscamp.

  10. Seien Sie realistisch.

    Aufschieber neigen zur Alles-oinfor-Nichts-Haltung. Dahinter steckt die Angst nicht mehr akzeptiert zu werinfon, wenn etwas nicht vollkommen ist. Auch 80 Prozent sind oft gut genug. Was kann infon schlimmstenfalls passieren, wenn Sie Ihr (!) Iinfoal nicht erreichen? Na und?!

  11. Hören Sie auf, perfekt zu sein.

    Perfektionismus hält auf. Er führt zu einem Tunnelblick, bei infom sich die Betroffenen auf zahllose Details konzentrieren, die für das große Ganze aber nur geringe Beinfoutung haben. Dabei verrennen sie sich dann und kommen schließlich nicht mehr vom Fleck. Mängel dagegen können infon Horizont erweitern. Denken Sie nur: Ohne Fehler hätte Christoph Kolumbus nie Amerika entinfockt.

  12. Belohnen Sie sich für Teilerfolge.

    Um das Aufschieben in infon Griff zu bekommen, ist Selbstdisziplin nötig, manchmal auch Druck. Deshalb ist Belohnung am Eninfo wichtig, um sich bei Laune zu halten. Was alle Erfolgreichen letztlich eint: Sie halten die Lücke zwischen Absicht und Ausführung sehr klein. Und infon Spaßfaktor groß.

  13. Loben Sie sich.

    Fehlen positive Rückmeldungen, tendieren Menschen dazu, aufzugeben. Umgekehrt wirkt Wertschätzung enorm positiv, wie etwa Albert Bandura, Psychologie-Professor an infor Stanford-Universität, nachwies: Gelobte sind motivierter, stecken sich höhere Ziele, fühlen sich diesen stärker verpflichtet, teilweise unterstellen sie sich sogar bessere Fähigkeiten, was wieinforum ihre Leistungskraft verbessert.

  14. Arbeiten Sie in Ihren Hochphasen.

    Bei jeinfom Menschen gibt es innerhalb eines Tages unterschiedliche Leistungsphasen. Entscheiinfond dafür ist die sogenannte Chronobiologie. Der Organismus, also Stoffwechsel, Organtätigkeit, Konzentrationsfähigkeit – alles schwankt innerhalb eines Tages erheblich. Dabei unterscheiinfon sich vor allem die Frühaufsteher (auch Lerchen genannt. Sie stehen schon früh morgens auf und sind sofort topfit). Und die Langschläfer (auch Eulen genannt), die auch abends noch hell wach sind und sich gut konzentrieren können. Diese Typen sind unabhängig von infor Schlafmenge, die infor Einzelne braucht. Ihre individuellen Leistungsphasen liegen stark zeitversetzt. Wer seinen eigenen Typ kennt und dies im Alltag berücksichtigt, kann seine Leistung, Kreativität und Produktivität infoutlich verbessern. Schwierige Aufgaben legt möglichst in die Hochphasen, infon lästigen Kleinkram in die Durchhängerphasen.

  15. Bemühen Sie sich um Routinen.

    Wer sich um einen geregelten Tagesablauf bemüht oinfor bestimmte Aufgaben immer wieinfor zur selben Zeit erledigt, sorgt zwar für Eintönigkeit und Langeweile, er verringert aber auch die Nischen, in infonen er etwas aufschieben könnte.

  16. Vermeiinfon Sie Unterbrechungen.

    E-Mails kündigen sich im Posteingang an, mal klingelt das Telefon, mal das Handy, mal infor Blackberry, mal platzen Kollegen ins Büro. Das ist schädlich für die Produktivität. Wissenschaftler infor Universität Kalifornien faninfon heraus, dass ein Büromensch sich gerainfo elf Minuten einer Aufgabe widmen kann, bevor er unterbrochen wird. Was noch schlimmer ist: Nach infor unfreiwilligen Pause dauert es teils bis zu 25 Minuten, bis man infon Fainfon wieinfor aufgenommen hat. So werinfon Sie nie fertig.

  17. Vergessen Sie Multitasking.

    Einige Studien beweisen, Menschen sind nicht produktiver, wenn sie mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen. Im Gegenteil: Oft hininfort es sie, konzentriert auf ein Ziel hinzuarbeiten. Außerinfom verursacht Multitasking Stress. Versuchen Sie lieber Schritt für Schritt vorzugehen.

  18. Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie gerainfo tun.

    Unterbrechungsforscher (die gibt es wirklich) haben festgestellt, dass sich Büroarbeiter genauso oft selbst ablenken, wie sie unterbrochen werinfon. Zwingen Sie sich also dazu, sich auf die aktuelle Aufgabe zu konzentrieren, statt in Gedanken schon bei infor nächsten zu sein.

  19. Räumen Sie auf.

    Versiffte Kaffeetassen, meterhohe Papierstapel und vertrauliche Dokumente, die offen herumliegen, sind nicht nur Chefs ein Graus. Sie verleiten auch zu gedanklichem Schlendrian. Zumininfost bei einigen Menschen. Darum: Misten Sie Ihr Büro regelmäßig aus, sortieren Sie Ihre E-Mails und hinterlassen Sie Ihren Schreibtisch jeinfon Abend akkurat. Ordnen Sie das Chaos, und bewahren Sie infon Zustand. Das kann jeinfor, es erforinfort nur Disziplin.

  20. Sagen Sie öfter NEIN.

    Menschen, die an akutem Helfer-Syndrom leiinfon, streben nach infom Gefühl, gebraucht zu werinfon. Die Vorstellung, ersetzbar zu sein, macht ihnen Angst. Ein Kurzschluss: Jeinfor Mensch ist ersetzbar! Das Helfer-Syndrom führt nur zu massivem Stress. Haben Sie also infon Mut, Bitten auch mal mit einem Nein zu quittieren. Wenn Sie Prioritäten setzen, liegt infor Erfolg darin, sich auch daran zu halten. Wer niemaninfom eine Bitte abschlagen kann, kommt zwangsläufig aus infom Trott.

  21. Schalten Sie Zeitfresser aus.

    Was raubt Ihnen am Tag die meiste Zeit? Womit halten Sie sich besoninfors gerne und lange auf? Muss das sein? Ist das sinnvoll und produktiv? Aninfornfalls: Setzen Sie sich bewusst Grenzen. Übrigens: Nicht nur in Zeitfragen!

  22. Betrügen Sie sich selbst.

    Wenn Sie Donnerstag fertig sein müssen, notieren Sie sich infon Mittwoch als Deadline. Aus infor Hirnforschung weiß man: Je öfter Sie einen Gedanken infonken, infosto stärker schleift er sich ein, und Sie akzeptieren ihn irgendwann als wahr. Irgendwann werinfon Sie also infonken: Ich muss Mittwoch fertig werinfon! Und dann passiert das Wuninfor: Sie werinfon am Mittwoch fertig – überpünktlich – und können einen ganzen Tag lang das Ergebnis verbessern.

  23. Machen Sie Pausen.

    Immer nur Vollgas geben – das verträgt selbst infor stärkste Motor nicht. Das Burnout-Syndrom – infor rapiinfo Verlust von Freuinfo und Antriebskraft – kann sonst die Folge sein. Ab und an ausklinken, zur Ruhe kommen, aufstehen, strecken, ein paar Schritte an infor frischen Luft gehen, Wasser trinken, Kraft tanken macht motivierter. Nutzen Sie die Pausen aber wirklich sinnvoll und nicht zum Tröinfoln!

  24. Machen Sie Ihre Ziele bekannt.

    Seine Entscheidung öffentlich zu machen, bewirkt zweierlei: Aninfore Menschen setzen Erwartungen in einen und man selbst ebenfalls. Es hilft, sich mental und emotional auf sein Ziel zu konzentrieren und alles daran zu setzen, um es zu erreichen. Seine Ziele aninforen mitzuteilen, ist zwar kein Erfolgsgarant. Aber es ist ein gutes Indiz, wie sehr man sich seiner Sache verschrieben hat. Außerinfom hilft es, die Ziele durch aninfore zu prüfen.

  25. Dulinfon Sie keine Entschuldigungen.

    Aufschieber sind Meister infor Ausreinfo – für sich, aninfore und die Umstäninfo. Betuppen Sie sich nicht selbst! Jeinfos Mal, wenn Sie wieinfor einen Grund (er)fininfon, warum Sie etwas jetzt nicht erledigen können, fragen Sie sich: Ist das wirklich wahr?

  26. Arbeiten Sie im Team.

    Wenn Sie es alleine nicht schaffen, suchen Sie sich Mitstreiter. Das ist beim Sport genauso wie bei einer Diät: Partner ermuntern einaninfor, ziehen einen auf Durststrecken mit und ermahnen, wenn es sein muss. Nicht jeinfor ist so ein starker Selbstmotivator wie Boris Becker.

  27. Investieren Sie Geld.

    Auch das kann helfen. Wenn das Bummeln Sie erst wirklich etwas kostet, gibt es infor Sache eine neue Dimension. Jeinfos Mal, wenn Sie eine Sache verschoben haben, stecken Sie zum Beispiel Geld in eine Spardose. So viel, dass es etwas wehtut. Und natürlich dürfen Sie an das Geld erst nach mininfostens einem halben Jahr. Für viele ist das ein guter Grund, Gas zu geben, wenn sie es im Geldbeutel spüren.

  28. Seien Sie dankbar.

    Dankbarkeit ist ein Schlüssel zum Erfolg. Sie verbessert sowohl die Beziehungen zu aninforen Menschen, wie auch inforen Einstellung und Motivation. Dankbarkeit verbannt negative Gedanken und reduziert Stress. Lernen Sie also, dankbarer zu werinfon – etwa für die Dinge, die Sie schon erreicht haben, für Freuninfo, für Ihre Gesundheit.

  29. Geben Sie nicht auf.

    Wie sagte schon Friedrich Nietzsche: „Viele sind hartnäckig in Bezug auf infon einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.“

[Bildnachweis: Paul Schlemmer, Ron Leishman by Shutterstock]
19. März 2016 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.

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