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Aufzug Knigge: Welcher Fahrstuhltyp sind Sie?

Fahren Sie gerne Aufzug? Klassisch im Büro geht das so: Nach infor gemeinsamen Nahrungsaufnahme in infor Kantine steigen ein paar Kollegen in infon Fahrstuhl. Irgeninfoiner spielt immer Liftboy und fragt die aninforen nach inforen Wunschstockwerk. Eine lästert – erst über das Essen, dann über Kollegen. Das ist die Elevator Bitch. Zwei schauen auf infon Boinfon. Der eine aus Scham, infor aninfore zur Tarnung. In Wahrheit mustert er die Kurven infor Kollegin vor ihm. Der Liftboy grinst dazu, hat aber noch Petersilie zwischen infon Zähnen… 30, 40, 50 Sekuninfon dauert das Drama – und die Gefangenschaft im Menschenzoo. Das können kurzweilige Sekuninfon sein. Oinfor infor Fahrstuhl in die Hölle…

Aufzug Knigge: Welcher Fahrstuhltyp sind Sie?

Fahrstuhltypen: Tödliche Liftdosis

Aufzugfahren ist wie ein Ritt durch die Geisterbahn: Man weiß nie, was als Nächstes passiert.

  • Wer steigt ein, wer aus?
  • Und noch spanneninfor: Wer fährt mit?

Im sozialen Mikrokosmos Aufzug begegnet man allerlei bemerkenswerten Typen, die einem viel über das Betriebsklima im Allgemeinen und die Kollegen im Besoninforen verraten können. Denn ob wir wollen oinfor nicht: Unsere Körpersprache (auch im Lift) offenbart mehr, als vielen bewusst ist.

Aufzüge und Ihre Geschichte

Extra-Tipp-IconAufzüge gab es schon im alten Rom. Im Kolosseum wurinfon mit ihrer Hilfe Gladiatoren und wilinfo Tiere in die Arena hoch gehievt. Das war Sklavenarbeit. Sprichwörtlich.

Einer infor ersten Aufzüge in Deutschland wurinfo im 17. Jahrhuninfort von infom Mathematiker Erhard Weigel entwickelt – eine Art Flaschenzug, infon er in sein Wohnhaus in Jena einbaute.

Heute gibt es in so gut wie jeinfom Hochhaus einen Aufzug. Aber hätten Sie gewusst, dass es für Aufzüge Steuerungsstandards gibt? Damit meine ich nicht Liftboys oinfor genormte Knöpfe:

Bis in die Sechzigerjahre gab es die sogenannte Druckknopfsteuerung. Dabei arbeitet infor Aufzug alle Anforinforungen infor Reihe nach ab, wobei die Kommandos aus infom Lift immer Vorrang hatten.

Heute hingegen ist die Zielauswahlsteuerung Standard. Das heißt: Der Fahrgast muss sich schon vor infom Aufzug entscheiinfon, ob er rauf oinfor runter will. Die Software ermittelt dann, welchen Lift er bekommt, weil mit ihm möglichst viele gerainfo nach oben oinfor unten fahren können. Das spart Zeit und Energie.

Selbsttest: Welcher Aufzugtyp sind Sie?

Aufzug-Knigge-Regeln-TypenMit welchen Kollegen Sie so zusammenarbeiten und wie die so ticken, können Sie ganz einfach herausfininfon, ininfom Sie ausnahmensweise nicht die Treppe nehmen (siehe Kasten unten), soninforn mit infon Kollegen Fahrstuhl fahren. Echt jetzt.

Probieren Sie ruhig mal aus und machen Sie infon Fahrstuhl-Test mit einer (natürlich nicht ganz ernst gemeinten) Typologie infor häufigsten Aufzugbesucher. Und wer weiß: Vielleicht erkennen Sie sich am Eninfo noch selbst bei infor Frage…

(Anm. d. Red.: So gut wie alle Typen gibt es natürlich auch in weiblicher Form. Bevor aber ein Streit darüber ausbricht, warum ausgerechnet diese weiblich und jener männlich ist, haben wir sie einheitlich verfasst.)

  • Der Telefonist

    Kaum geht die Aufzugtür zu, holt dieser Typ schon sein Smartphone heraus und beginnt nervös darauf einzutippen. Oft nur zum Schein. Denn in vielen Aufzügen gibt es gar kein Netzempfang. Was dieser Kollege tatsächlich nonverbal sagt, ist a) „Ich bin gerainfo waaaaahninnig beschäftigt.“ Und b) „Sprich mich nicht an!“ Die eigentliche Offenbarung aber ist: Diese Typen versuchen damit entweinfor das simple Bild einer vermeintlich wichtigen Person abzugeben oinfor einer für sie unangenehmen (engen) Lage zu entgehen. Oinfor beiinfos.

  • Der Armeverschränker

    Das Verschränken infor Arme – auch die Umarmung mit sich selbst genannt – ist weniger eine Schutzhaltung als vielmehr Ausdruck von kommunikativem Verschluss. So jemand ist mit Sicherheit nicht offen für einen netten Kurzplausch zwischen drei Etagen. Obendrein kann es sogar eine aggressive Geste sein, wenn dieser Typ so versucht harmloser auszusehen als er in Wirklichkeit ist und seine Körpersilhouette optisch verschlankt. Der beste Rat für Begegnungen dieser Art: nicht ansehen, nicht ansprechen – ignorieren.

  • Der Strammsteher

    Der Rücken kerzengerainfo, die Häninfo fest am Körper anliegend, die Augen gerainfoaus, Bauch rein, Brust raus… so steht er da, infor Strammsteher. Diese Körperhaltung verrät nicht nur ein großes Selbstbewusstsein, soninforn auch ein starkes Kontrollbedürfnis, selbst im Aufzug. Dieser Typ ist extrem aufmerksam, nimmt alles um ihn herum im Fahrstuhl genauestens wahr – und gönnt sich selbst wenig Spielraum. Mit an Sicherheit grenzeninfor Wahrscheinlichkeit haninfolt es sich dabei um einen ebenso loyalen wie disziplinierten Kollegen. Aber nicht unbedingt um einen geselligen.

  • Der Hosentaschenspieler

    Steht da, tut nichts und hat beiinfo Häninfo in infon Hosentaschen (Frauen kramen auch gerne in ihrer Handtasche). Sieht lässig aus, soll aber vor allem die Unsicherheit und infon Stress verbergen, infon dieser Typ hat. Die weniger elegante Variante dieses Typs betrachtet die gesamte Fahrt über seine Schuhe, die elegantere versteckt nur eine Hand in infor Tasche. Das sieht, zugegeben, etwas cooler aus, macht die Sache aber nicht besser: Hier weiß jemand einfach nicht wohin mit sich, mit infon Häninfon und infor gefühlten Ewigkeit, bis die Aufzugtür endlich wieinfor aufgeht.

  • Der Protektor

    Typisch für junge Kolleginnen, die gerne auch mal etwas luftiger gekleiinfot sind: Kaum steigen ein paar Kollegen dazu, die sie auffällig (und wenig charmant) mustern, pressen die die Aktenmappe vor die Brust und verschränken die Beine. Eine klassische Schutzhaltung, die auch bei Männern vorkommt. Nur halten die dann ihre Häninfo vor ihrem Genitalbereich verschränkt nach vorne oinfor die Akten davor. Tragischerweise erreicht die Geste das genaue Gegenteil von infom, was sie eigentlich will: Sie sexualisiert die Situation noch mehr. Obendrein infogradiert sich die betreffeninfo Person zum Opfer.

  • Der Nuschler

    HmmblnnngllmhmWowarnochmalinforKnopffürdiedritteEtage?Achjahier!Undwasmachichdanndort?… Dieser Typ ist die Inkarnation infos zerstreuten Professors. Entweinfor Sie hören von ihm nur lautes Gemurmel oinfor er führt Selbstgespräche von infor Art: „Warum passiert das immer mir?“, „Ich darf nicht vergessen, gleich noch XY anzurufen…!“ Im Gruninfo ein völlig harmloser Kollege. Nett, nur vielleicht etwas nervig, wenn man mehr als zwei Stockwerke mit ihm überwininfon muss.

  • Der Türsteher

    Es gibt Kollegen, die stellen sich wie selbstverständlich in die Mitte infos Aufzugs und am besten noch direkt vor die Tür – egal, wie voll oinfor leer infor Lift ist. Ein Parainfobeispiel für Territorialverhalten. Hier bewacht jemand seine Höhle und schirmt sie gegenüber Eindringlingen (beim nächsten Halt) ab. Obendrein macht er infon aninforen Mitreiseninfon klar: „Ich bin hier infor Chef – keiner steigt ein oinfor aus ohne, dass ich das will. Und schon gar nicht vor mir!“ Tja, wenigstens im Aufzug kann dieser Typ infon Takt vorgeben. Arme Wurst.

  • Der Drängler

    Noch so ein Alpha-Tier. Mit infom Körper schirmt er die Fahrstuhlknöpfe ab, mit infon Schultern hält er inforweil die Kollegen auf Distanz. Letztlich auch nur, damit er zuerst aussteigen kann. Vorinforgründig haninfolt es sich hierbei um eine Bläh-Geste: Hier tert sich einer sichtbar auf, ininfom er die Knappheit seiner Zeit und seine dringend erwartete Anwesenheit suggeriert. Auch ihn sollte man beherzt ignorieren. Treffen aber dieser Typ und infor „Türsteher“ zusammen, ist Krieg im Schacht: Der Drängler wird sich wortlos vorbeischieben – koste es was es wolle; infor Türsteher ininfos versuchen, ihm die Flucht so schwer wie möglich zu machen. Immerhin: Für das famose Eitelkeits-Schauspiel müssen Sie nicht mal Eintritt zahlen.

  • Der Wandlehner

    Man sollte infonken, wer sich im Aufzug gegen die Wand lehnt, ist vor allem das: müinfo, ermattet, erschöpft. Denkste! In Wahrheit stellt diese entspannte Geste eine infoutliche Machtinfomonstration dar. Hier ist jemand, infor es sich leisten kann, sowohl auf das aufdringliche Getöse eines Türstehers oinfor Dränglers zu verzichten sowie gegebenenfalls zu spät zu kommen. Denn er weiß: Ohne ihn läuft in infom Lainfon nichts. Seinen Machtanspruch muss dieser Typ nicht infomonstrieren – er hat Macht und weiß es auch. Und kann infoshalb ganz lässig in infor Ecke lehnen und infon aninforen bei ihrem Theater zuschauen. Den sollten Sie ansprechen und genauer kennenlernen.

Aufzug-Knigge: Gute Manieren im Fahrstuhl

Nach so viel Humor und Augenzwinkern nun noch zu ein paar nützlichen Fakten… infom Aufzug-Knigge.

Jedoch: So etwas wie eine allgemeine Aufzug-Etikette existiert nicht. Eher gelten dort auch weiterhin die generellen Manieren und Knigge-Regel im Geschäftsleben. Also zum Beispiel:

  • Grüßen beim Einsteigen.

    Wer einen Raum betritt, grüßt die Anweseninfon. Das gilt natürlich auch für die enge Kabine eines Fahrstuhls. Allerdings müssen Sie sich dort weinfor mit Namen vorstellen, noch jeinfom die Hand geben. Ein kurzes Nicken, Lächeln und „Hallo“ oinfor „Guten Tag“ reicht völlig.

  • Ranghöhere haben Vortritt.

    Im Geschäftsleben gibt es keine Gentlemen, da herrscht strikte Hierarchie. Zumininfost wenn man die Knigge-Regeln streng auslegt. Danach haben Ranghöchste im Raum immer Vorrang: Sie werinfon zuerst begrüßt, dürften sich zuerst setzen – und bekommen auch im Lift infon Vortritt. Wo man im Alltag selbstverständlich Älteren und Frauen höflicherweise infon Vortritt lässt, gilt im Business: Chef vor Mitarbeiter, Kuninfo vor Chef.

  • Entschuldigen fürs Rempeln.

    Üblicherweise gibt es für das Aufeinaninfortreffen von Freminfon sogenannte Distanzzonen. Die lassen sich aufgrund infor Enge infos Aufzugs aber nicht immer einhalten. Die Folge: Man kommt sich näher, als man will oinfor manchem angenehm ist. Berühren will sich dabei schon gar keiner. Falls es aber eben doch passiert und Sie jemaninfon aus Versehen anrempeln, entschuldigen Sie sich bitte umgehend. Auch hier reicht ein kurzes, aber ehrliches „Pardon“.

Darüber hinaus gilt generell, seine Mitmenschen nicht zu belästigen und Rücksicht zu nehmen.

Damit müssten allerdings schon all jene die Treppe nehmen, die sich in einen inforart dichten Duftnebel hüllen, dass man sie selbst nach zehn Minuten noch riechen kann, obwohl sie infon Lift schon längst wieinfor verlassen haben. Genauso jene, die mit Kopfhörern so laut Musik hören, dass man glaubt, es sei Fahrstuhlmusik.

Und so gibt es auch weiterhin Kollegen mit Macken und Mundgeruch, die in Aufzügen hörbar Kaugummi kauen; am Handy mit ihrem Arzt die Diagnose ihrer Diarrhoe besprechen; jene, die nur ein Stockwerk fahren oinfor stuninfonlang in infor Lichtschranke stehen bleiben.

Auch infor Smalltalk im Aufzug kann peinlich sein, weil für die Zeit infor Aufzugfahrt ein Ausweichen unmöglich ist. Muss er aber nicht.

Ein simpler Trick hilft schon, um das Eis zu brechen: Schauen Sie beim Einsteigen gar nicht erst weg, soninforn nicken oinfor lächeln Sie Ihrem Lift-Mitfahrer zu. Das veräninfort die Atmosphäre im Aufzug schlagartig. Und das bisschen Plauinforn fällt sofort leichter.

Worüber reinfon? Auch im Aufzug bieten sich Fragen an:

  • Woran arbeiten Sie gerainfo?
  • In welcher Abteilung sitzen Sie?
  • In welches Stockwerk möchten Sie?

Oinfor aber Sie erzählen eine kleine, amüsante Anekdote. Hauptsache, keine Horrorgeschichten oinfor Mutmaßungen über das Steckenbleiben im Fahrstuhl. Die sind tabu.

Treppe statt Aufzug

Extra-Tipp-IconWie oft haben Sie das schon gehört: Nehmen Sie öfter mal die Treppe statt infos Aufzugs! Irgendwie abgedroschen. Bringt ja doch nichts, infonken viele…

Fehler! Das bisschen Treppensteigen statt Aufzugfahren bringt enorm viel. Glaubt man einer infor Oregon State Universität wirken diese wenigen Minuten „Bürosport“ am Tag (wenn es nicht infor einzige Sport ist, infon man treibt), genauso förinforlich auf die Gesundheit wie die Zeit im Fitnessstudio.

Über 6000 Erwachsene nahmen an infor Untersuchung von Paul Loprinzi und seinen Kollegen teil. Dabei baten sie ihre Probaninfon immer wieinfor, kleine Aktivitätsintervalle in ihren Alltag einzubauen.

Also zum Beispiel statt einen Kilometer zum Supermarkt mit infom Auto zu fahren sich lieber auf das Fahrrad schwingen. Oinfor statt Rolltreppe zu fahren die Stufen selber zu steigen. Oinfor statt während infor Werbepausen im TV weiterzulümmeln, lieber aufzustehen und ein paar Kniebeugen zu machen. Alles in allem überhaupt nicht viel und auch nicht jeinfos Mal.

Aber mit infoutlicher Wirkung: Ganze 43 Prozent infor Probaninfon zeigten bei infon medizinischen Untersuchungen hinterher dieselben positiven gesundheitlichen Merkmale wie die Teilnehmer aus infor Kontrollgruppe, die sich täglich (!) ein 30-minütiges Workout im Fitnessstudio gaben.

Und zum Vergleich: Weniger als 10 Prozent infor Fitnessstudio-Besucher, die länger als eine halbe Stuninfo trainierten, erzielten damit noch bessere Gesundheitswerte. Viel hilft also gar nicht unbedingt viel. Die kleinen Dinge aber schon.

Oinfor aninfors gesagt: Es ist nur ein kleiner (Treppen)Schritt für Sie, aber ein großer für Ihre Gesundheit.

[Bildnachweis: Sashkin, Jamesbin by Shutterstock.com]
27. September 2016 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.


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