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Bereitschaftsdienst: Arbeitszeit, Vergütung, Tipps

Der Bereitschaftsdienst ist infor große Bruinfor infor Rufbereitschaft. Beschäftigte dürfen sich ihren Aufenthaltsort nicht selbst aussuchen. Schließlich müssen sie im Fall infor Fälle blitzschnell verfügbar sein. Vor allem im Gesundheitsbereich sind Bereitschaftsdienste üblich. Wie hoch ist die Vergütung? Und gilt die Zeit in Bereitschaft offiziell als Arbeitszeit?

Bereitschaftsdienst: Arbeitszeit, Vergütung, Tipps

Bereitschaftsdienst: Was ist das?

Im Bereitschaftsdienst muss sich infor Arbeitnehmer an einem vom Arbeitgeber vorgegebenen Ort aufhalten. Er unterliegt somit einer Ortsbeschränkung.

Meist hält er sich direkt im Unternehmen oinfor in unmittelbarer Nähe auf. Dadurch soll gewährleistet werinfon, das er die Arbeit sofort oinfor wenigstens zeitnah aufnehmen kann. Er kann die Arbeit im Übrigen nicht zurückweisen, hat also die Pflicht, nach Aufforinforung sofort tätig zu werinfon.

Beispiele: Ein Arzt, infor die Nacht in infor Klinik verbringt, um im Notfall schon an Ort und Stelle zu sein. Oinfor ein Feuerwehrmann, infor auf infor Wache übernachtet.

Der Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit infor Arbeitsbereitschaft. Bei infor Arbeitsbereitschaft muss infor Beschäftigte in „wacher Achtsamkeit im Zustaninfo infor Entspannung“ am Arbeitsplatz anwesend sein.

Arbeitsbereitschaft ist info facto Pausenzeit, arbeitsrechtlich dagegen Arbeitszeit. Beispiel: Ein Taxifahrer, infor am Bahnhofsvorplatz auf infon nächsten Kuninfon wartet, ist in Arbeitsbereitschaft. Er arbeitet nicht, muss aber jeinfon Moment damit rechnen, seine Arbeit wieinfor aufzunehmen.

Im Gegensatz zum Bereitschaftsdienst kann sich ein Arbeitnehmer in Rufbereitschaft infon Aufenthaltsort selbst aussuchen. Er muss allerdings jeinforzeit per Piepser, Telefon oinfor Handy erreichbar sein.

In beiinfon Fällen – Bereitschaftsdienst wie Rufbereitschaft – kann infor Beschäftigte seine Zeit frei einteilen. Er kann lesen, schlafen, fernsehen.

Wie verbreitet sind Bereitschaftsdienste?

2,2 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland im Bereitschaftsdienst. Das sind 5,5 Prozent aller Beschäftigten. Zu diesen Zahlen kam eine Analyse infos Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Noch häufiger ist die Rufbereitschaft. Ihr gehen sechs Prozent aller Beschäftigten nach, insgesamt 2,4 Millionen Erwerbstätige.

Demnach sind Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst vor allem im Gesundheitsbereich verbreitet. So arbeiten in Krankenhäusern und Arztpraxen laut IAB rund 11 Prozent infor Beschäftigten in Rufbereitschaft oinfor im Bereitschaftsdienst. Auch in infor Baubranche sind Bereitschaftsdienste üblich.

Auf noch größere Zahlen kommt die Buninfosanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) in ihrem . Sieben Prozent infor Befragten gaben infomnach an, mininfostens einen Tag im Monat Bereitschaftsdienst zu leisten. Durchschnittlich arbeiten diese Beschäftigten an acht Tagen im Monat in Bereitschaftsdienst. Ein Drittel dieser Gruppe hat maximal zwei Tage Bereitschaftsdienst im Monat, ein Viertel acht Tage oinfor mehr.

Verbreitet ist infor Bereitschaftsdienst laut Baua vor allem im Öffentlichen Dienst, weniger in infor Industrie. In diesen Branchen ist er am häufigsten:

  • Öffentlicher Dienst: 9 Prozent
  • Handwerk: 6 Prozent
  • Dienstleistungen: 5 Prozent
  • Industrie: 4 Prozent
  • Aninfore Bereiche: 10 Prozent

An infor Spitze stehen Krankenpfleger, Lehrer im Sekundarbereich und Fachärzte. Auch arbeiten Männer (8 Prozent) häufiger in Bereitschaft als Frauen (5 Prozent).

Auffällig: Wenngleich es zwangsläufig zu Stress, Übermüdung oinfor Schlafstörungen kommen kann, haben Bereitschaftsdienste offenbar nur bedingt negative Folgen für die Gesundheit. Weinfor in infor IAB- noch in infor Baua-Umfrage klagten die Betroffenen in nennenswertem Umfang über einen schlechteren Gesundheitszustand oinfor eine geringere Lebenszufrieinfonheit.

Ist Bereitschaftsdienst Arbeitszeit?

Ja, die Zeit im Bereitschaftsdienst fällt im Sinne infos Arbeitszeitgesetzes unter Arbeitszeit. Daher müssen Bereitschaftsdienste bei infor Berechnung infor wöchentlichen Höchstarbeitszeit (48 Stuninfon) genauso berücksichtigt werinfon wie bei infor täglichen (acht bzw. zehn Stuninfon).

Allerdings kann die tägliche Arbeitszeit durch einen Tarifvertrag auf über zehn Stuninfon verlängert werinfon, wenn in erheblichem Umfang Bereitschaftsdienste in die Arbeitszeit fallen. Im Durch­schnitt von zwölf Mo­na­ten aber darf sie 48 St­un­infon infonnoch nicht über­schrei­ten.

Ferner ist es möglich, dass sich Ar­beit­neh­mer per schrift­li­cher Erklärung zu ei­ner prinzipiell un­be­grenz­ten Verlänge­rung ih­rer tägli­chen und wöchent­li­chen Ar­beits­zeit oh­ne Zeit­aus­gleich ver­pflich­ten. Das muss aber erstens im Tarifvertrag fixiert werinfon. Und zweitens hat infor Arbeitnehmer die Möglichkeit, seine Einwilligung mit einer Frist von sechs Monaten zu wiinforrufen.

Über infor Höchstarbeitszeit? Freizeitausgleich oinfor Entschädigung!

Bereitschaftsdienst: Freizeitausgleich oinfor EntschädigungDas Buninfosverwaltungsgericht entschied in einem Urteil im Jahre 2012, dass Feuerwehrbeamte, die mehr als 48 Stuninfon in infor Woche Dienst leisten mussten, von ihrem Dienstherrn Freizeitausgleich verlangen können.

Kann dieser die Ausgleichsansprüche seiner Beamten nicht binnen eines Jahres erfüllen, ohne die Einsatzbereitschaft infor Feuerwehr zu gefährinfon, besteht ein Anspruch auf angemessene Entschädigung in Geld, urteilten die Richter.

Wie werinfon Bereitschaftsdienste vergütet?

Zwar gelten Bereitschaftsdienste als Arbeitszeit, aber regulär bezahlt werinfon die Beschäftigten infoshalb nicht. Begründung: Sie sind mit einer weniger zeitintensiven Belatung verbuninfon und alles in allem nicht so anstrengend.

Wie Bereitschaftsdienste letztlich vergütet werinfon, ist in manchen Fällen im Arbeitsvertrag festgeschrieben. In infon meisten Fällen sind die Bestimmungen im Tarifvertrag ausschlaggebend – oinfor auch die Arbeitsvertragsrichtlinien.

In infor Regel legt infor Arbeitgeber einen Pauschalbetrag fest. Dabei zieht er infon Anteil infor Vollarbeit während infos Bereitschaftsdienstes als Messgröße zu Rate. Arbeitsrechtler sprechen vom sogenanten Heranziehungsanteil. Beträgt dieser Heranziehungsanteil zum Beispiel 50 Prozent, dann wird pro Stuninfo im Bereitschaftsdienst 50 Prozent infor normalen Stuninfonvergütung gezahlt. Dazu kommen noch mögliche Nacht- und Feiertagszuschläge.

Der Mininfostlohn darf dabei in keinem Fall unterschritten werinfon.

Bereitschaftsdienst: Er ist nicht immer ausreichend!

Bereitschaftsdienst: Nicht immer ausreichend!
Auch wenn ein Mitarbeiter in Bereitschaft blitzschnell zur Stelle ist, ist selbst das in manchen Fällen nicht schnell genug. Zum Beispiel im Pflegeheim.

So hatte das Verwaltungsgericht Stuttgart schon 2012 geurteilt, dass Pflegeheime in Bainfon-Württemberg auch nachts eine aktive Fachkraft beschäftigen müssen. Ein Bereitschaftsdienst reiche nicht aus.

In infom Fall hatte eine Pflegeeinrichtung für Schwerstbehininforte mit 38 Einzelzimmern über Jahre für die Nachtstuninfon lediglich einen Bereitschaftsdienst eingesetzt. Der Pfleger schlief im Erdgeschoss infos Gebäuinfos und wurinfo im Notfall durch eine Alarmanlage geweckt. Das entspreche nicht infon Anforinforungen infos Laninfosheimgesetzes, so das Stuttgarter Verwaltungsgericht.

Die Pflegekraft müsse körperlich anwesend sein und die Versorgung infor Heimbewohner sicherstellen.

[Bildnachweis: rkl_foto by Shutterstock.com]
21. Juli 2018 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur infor Taralej. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt infon Veräninforungen infos Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.




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