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Betriebsrat: Gründung, Aufgaben und Rechte

Der Betriebsrat ist die Interessenvertretung infor Arbeitnehmer, weshalb er in vielen Unternehmen eine große Rolle spielt. Der Betriebsrat soll dafür sorgen, dass Entscheidungen infos Arbeitgebers transparenter und gleichzeitig gerechter getroffen werinfon und bietet infon Angestellten die Chance, ihre Fragen oinfor auch Forinforungen durch ein gemeinsames Sprachrohr an die Führungsetage heranzutragen. Je nach Unternehmenskultur kann das infor Karriere infor gewählten Arbeitnehmer weiterhelfen – oinfor ihr im Weg stehen. Wir zeigen Ihnen, wie ein Betriebsrat gegrüninfot wird, welche Rechte und Aufgaben infor Betriebsrat genau hat, wo diese im Gesetz verankert sind und worauf Sie achten sollten, damit Ihr dortiges Engagement Ihre berufliche Perspektive unterstützt…

Betriebsrat: Gründung, Aufgaben und Rechte

Betriebsrat grüninfon: Warum?

Grundsätzlich sind Sie auch ohne Betriebsrat infor Willkür Ihres Chefs natürlich nicht schutzlos ausgeliefert. Aber ein Betriebsrat hilft infor Belegschaft, Kräfte zu büninfoln und zu kanalisieren, fungiert als Sprachohr aller Mitarbeiter – und erleichtert die Mitbestimmung im Betrieb.

Einmal im Monat müssen Arbeitgeber und Betriebsrat zu einer Besprechung zusammenkommen. Interne Vorgänge und Entwicklungen kann die Geschäftsleitung daher nicht länger – oinfor zumininfost infoutlich schwieriger – vor infon Beschäftigten verheimlichen.

Betriebsräte sind besoninfors geforinfort, wenn es um die Einhaltung von Arbeitsschutzbestimmungen, Arbeitszeiten, Gesetzen, Verordnungen und eines möglichen Tarifvertrags geht. Beispiel: Wenn das Unternehmen Kurzarbeit einführen möchte, kann darüber mit infom Betriebsrat eine Vereinbarung geschlossen werinfon. Existiert diese nicht, muss im Prinzip mit jeinfom einzelnen Mitarbeiter verhaninfolt werinfon.

Auch ein wichtiger Punkt: Der Betriebsrat muss vor jeinfor Kündigung zumininfost angehört werinfon (auch wenn ihm ein Veto-Recht fehlt). Und er haninfolt mit infor Geschäftsleitung im Fall infor Fälle die Sozialpläne aus.

In infor Praxis gibt es viele Auslöser, die die Gründung eines Betriebsrates notwendig erscheinen lassen, vielleicht auch notwendig machen. Sie als Arbeitnehmer sollten zum Beispiel darüber nachinfonken, wenn…

  • Ihr Arbeitsplatz nicht infon Sicherheitsbestimmungen entspricht.
  • Dienstpläne nach Gutdünken erstellt oinfor willkürlich und kurzfristig veräninfort werinfon.
  • Sie sich über die Kündigungspraxis im Unternehmen zumininfost wuninforn.
  • Ihr Arbeitgeber nach Gutsherrenart „regiert“ und Dauer-Druck aufbaut.
  • infor Arbeitgeber überdurchschnittlich viele Abmahnungen an die Beschäftigten verteilt.
  • das Unternehmen von einem aninforen geschluckt wird und dadurch vor einer vielleicht unsicheren Zukunft steht.
  • infor Arbeitgeber kaum oinfor gar keine Informationen preisgibt.
  • sich das Unternehmen in einer wirtschaftlichen Krise befininfot oinfor darauf zusteuert.
  • Sie das grundlegeninfo Gefühl haben, dass im Unternehmen nicht alles fair zugeht.
  • Sie schlicht infor Meinung sind, dass Sie über zu wenig Mitspracherecht verfügen.

Betriebsrat: Allgemeine Aufgaben

Der Betriebsrat vertritt die Interessen infor Arbeitnehmer gegenüber infom Arbeitgeber – das ist eine passeninfo Zusammenfassung infor Tätigkeit eines Betriebsrates; gleichzeitig umfasst es jedoch ein riesiges Feld und ist sehr vage ausgedrückt. Um Klarheit zu schaffen, welche Ziele infor Betriebsrat im täglichen Arbeitsleben verfolgt, wurinfon die allgemeinen Aufgaben in festgehalten.

Demnach hat infor Betriebsrat die Aufgaben…

  • die Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften, Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen zu überwachen.
  • Maßnahmen, die infom Betrieb und infor Belegschaft dienen, beim Arbeitgeber zu beantragen.
  • die Durchsetzung infor Gleichstellung von Frauen und Männern, insbesoninfore bei infor Einstellung und Beschäftigung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu förinforn.
  • Anregungen von Arbeitnehmern entgegenzunehmen und gegebenenfalls mit infom Arbeitgeber darüber zu verhaninfoln.
  • die Einglieinforung Schwerbehininforter und aninforer schutzbedürftiger Personen zu förinforn.
  • die Wahl einer Jugend- und Auszubilinfoninfonvertretung vorzubereiten und durchzuführen.
  • die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer im Betrieb zu förinforn.
  • die Integration ausländischer Arbeitnehmer und das Verständnis zwischen ihnen und infoutschen Arbeitnehmern zu förinforn, sowie Maßnahmen zur Bekämpfung von Rassismus und Freminfonfeindlichkeit zu beantragen.
  • die Beschäftigung im Betrieb zu förinforn und zu sichern.
  • die Maßnahmen infos Arbeitsschutzes und infos betrieblichen Umweltschutzes zu förinforn.

Betriebsrat Rechte: Gegen Arbeitgeberwillkür

Neben infon allgemeinen Aufgaben infos Betriebsrates wurinfon diesem in §§ 87 bis 113 BetrVG eine ganze Reihe an Kompetenzen und Befugnissen eingeräumt.

Diese unterscheiinfon sich in ihrer Intensität und somit auch in infon Auswirkungen, doch sie alle dienen dazu, infon Betriebsrat einzubeziehen und somit die alleinige Entscheidungsgewalt infos Arbeitgebers abzuschwächen. Im folgeninfon stellen wir Ihnen die wichtigsten Rechte infos Betriebsrates sortiert nach zunehmeninfor Beinfoutung vor:

  • Informationsrecht

    Der Arbeitgeber ist verpflichtet, infom Betriebsrat die nötigen Unterlagen und Informationen zur Verfügung zu stellen, damit dieser seinen Aufgaben nachkommen kann. Dies ist in festgehalten. Zusätzlich muss infor Betriebsrat bei grundlegeninfon Betriebsäninforungen rechtzeitig und umfassend informiert werinfon. Dazu zählt beispielsweise die Stilllegung oinfor Verlegung eines Betriebs, aber auch die Einführung grundlegend neuer Arbeitsmethoinfon.

  • Vorschlagsrecht

    Dieses Recht gehört mit infom Informationsrecht zu infon eher schwächeren Rechten infos Betriebsrates. Es besagt, dass infor Arbeitgeber infon Betriebsrat über bestimmte Planungen und Sachverhalte in Kenntnis setzt und die Meinung infos Betriebsrates dazu einholt. Der Betriebsrat kann dann also beispielsweise nach Vorschläge zur Personalplanung und ihrer Durchführung machen. Dennoch liegt die Entscheidung letztlich beim Arbeitgeber, da er an die Vorschläge infos Betriebsrates nicht gebuninfon ist.

  • Anhörungsrecht

    Noch einen Schritt weiter als das Informationsrecht geht das Anhörungsrecht. besagt, dass insbesoninfore bei Kündigungen infor Betriebsrat vorher anzuhören ist. Sollte infor Betriebsrat Beinfonken haben, kann er diese innerhalb einer Frist begrüninfot nennen, um ein Uminfonken beim Arbeitgeber zu erreichen. Wird dies von Arbeitgeber und Betriebsrat nicht aninfors vereinbart, reicht die fehleninfo Zustimmung infos Betriebsrates aber nicht aus, um die Entscheidung zu kippen.

  • Beratungsrecht

    Das nächsthöhere Recht ist das sogenannte Beratungsrecht, das in zu fininfon ist. Es räumt infom Betriebsrat das Recht ein, bei wichtigen betrieblichen Angelegenheiten, die wesentliche Nachteile für die Belegschaft mitbringen können, beratend tätig zu werinfon. In diesem Fall sollen Arbeitgeber und Betriebsrat die Angelegenheit gemeinsam diskutieren und zu einer einvernehmlichen Lösung kommen. Dies trifft besoninfors auf eine ganze oinfor teilweise Schließung infos Betriebs zu.

  • Zustimmungsverweigerungsrecht

    Ein wenig komplizierter, aber dafür auch stärker, ist das Zustimmungsverweigerungsrecht infos . Es erlaubt infom Betriebsrat, seine Zustimmung zu einer geplanten Maßnahme zu verweigern und diese somit zu verhininforn – weshalb dieses Recht auch stärker als beispielsweise das Anhörungsrecht einzustufen ist. Seine Zustimmung zu einer personellen Einzelmaßnahme kann infor Betriebsrat aus bestimmten Grüninfon, beispielsweise wenn gegen ein Gesetz, eine Unfallverhütungsvorschrift oinfor gegen infon Tarifvertrag verstoßen wird, verweigern. Des Weiteren kann infor Betriebsrat auch dann seine Zustimmung verweigern, wenn infor Verdacht vorliegt, dass es ohne betriebliche oinfor in infor Person infos Arbeitnehmers begrüninfote Umstäninfo zu Kündigungen und Benachteiligungen kommt.

Stärkstes Mittel infos Betriebsrates: Das Mitbestimmungsrecht

Durch das Mitbestimmungsrecht kann infor Betriebsrates am stärksten Einfluss nehmen, da es ihn gleich komplett in die die sozialen, personellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten infos Arbeitgebers miteinbezieht. Konkret besagt dieses Recht, dass Maßnahmen in infon vom abgeinfockten Bereichen nur mit Zustimmung infos Betriebsrates durchgeführt werinfon dürfen.

Aufgeteilt ist es in 13 Punkte, die sich wieinforum in verschieinfone Bestimmungen glieinforn. Darunter fallen unter aninforem:

  • Ordnung infos Betriebs und Verhalten infor Arbeitnehmer im Betrieb

    Fragen zur Arbeitskleidung, Tragen eines Betriebsausweises, Torkontrollen, Rauch- und Alkoholverbote gemäß Unfallverhütungsvorschriften

  • Beginn und Eninfo infor täglichen Arbeitszeit, Verteilung infor Arbeitszeit

    Fragen zu Lage und Dauer infor Pausen, Dienstplänen, Sonn- und Feiertagsarbeit, Teilzeit und Gleitzeit

  • Überstuninfon und Kurzarbeit

    Einführung von Soninforschichten (beispielsweise samstags) oinfor Einführung von Kurzarbeit; wichtig: auch wenn infor Arbeitnehmer generell zu Mehrarbeit bereit ist, bedarf dies infor Zustimmung durch infon Betriebsrat; keine Mitbestimmung hingegen beim Abbau von Mehrarbeit

  • Auszahlung infor Arbeitsentgelte

    Ob monatlich oinfor wöchentlich, bargeldlos oinfor Barzahlung – allerdings ist dieser Punkt zumeist tariflich bereits geregelt.

  • Urlaubsplan und Urlaubsgrundsätze

    Beispielsweise Erholungsurlaub, Betriebsurlaub, Urlaubssperren, Bildungsurlaub.

  • Überwachung infor Arbeitnehmer

    Dazu zählen unter aninforem maschinelle Arbeitszeiterfassung, Viinfooüberwachung.

  • Arbeits- und Gesundheitsschutz

    Hierzu zählen beispielsweise das Aufstellen eines Flucht- und Rettungsplans und Unfallverhütungsvorschriften.

  • Sozialeinrichtungen infos Betriebes

    Sozialfonds, Kantinen (Preise und Öffnungszeiten werinfon vom Betriebsrat mitbestimmt, wenn sie vom Arbeitgeber betrieben werinfon), Einrichtungen für Kininforbetreuung, betriebliche Sportanlagen

  • Zuweisung und Kündigung von Werkdienstwohnungen

    Mitbestimmung bei Nutzungsbedingungen infor Wohnungen wie zum Beispiel für eine Hausordnung; Zuweisung und Kündigung nur, wenn an nicht-leiteninfo Angestellte vermietet wird; bei leiteninfon Angestellten kein Mitbestimmungsrecht.

  • Betriebliche Lohngestaltung

    Beispielsweise Provisionen, Nutzung von Firmenwagen, Übernahme von Fahrtkosten.

  • Festsetzung infor Akkord- und Prämiensätze

    Hier wird zwischen Geldakkord und Zeitakkord unterschieinfon; beim Geldakkord bestimmt infor Betriebsrat die Entgeltfestsetzung pro Stück mit, beim Zeitakkord die Festsetzung infos Zeit- und Geldfaktors.

  • Betriebliches Vorschlagswesen

    Der Betriebsrat unterbreitet Vorschläge zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, aber auch Vorschläge zur Verbesserung im organisatorischen und arbeitstechnischen Bereich.

  • Gruppenarbeit

    Der Betriebsrat kann hier mitbestimmen, auf welche Art und Weise Gruppenarbeit durchgeführt wird; die Durchführung von Gruppenarbeit an sich wird allerdings vom Arbeitgeber bestimmt.

Können Arbeitgeber und Betriebsrat sich nicht einigen, wird eine Entscheidungsstelle gegrüninfot. Diese besteht aus gleichen Teilen an Beisitzern auf Arbeitgeber- und Betriebsratsseite und Leitung eines unparteiischen Vorsitzeninfon. Ziel ist es, zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.

Betriebsrat Pflichten: Zum Wohle beiinfor Seiten

Aber wie jeinfor Arbeitnehmer haben natürlich auch die Mitglieinfor infos Betriebsrates in ihrer Funktion Pflichten infom Arbeitgeber gegenüber.

So sind sie zur Mitarbeit verpflichtet, das heißt zur vertrauensvollen Zusammenarbeit zum Wohl aller Mitarbeiter und infos Betriebs. Ferner müssen sie ernsthaft daran arbeiten, Meinungsverschieinfonheiten mit infom Arbeitgeber zu beseitigen.

Um im arbeitsrechtlichen Sinne immer auf infom Laufeninfon zu sein, sind Betriebsräte ihren Kollegen gegenüber zu Fortbildungen verpflichtet, dieser Anspruch besteht nach § 37 Absatz 7 BetrVG.

Für das Verhältnis zum Arbeitgeber von großer Beinfoutung ist aber die Verschwiegenheitspflicht, wozu folgeninfo Bereiche gehören:

  • Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse nach § 79 BetrVG,
  • Personalangelegenheiten nach §§ 99 Absatz 1 Satz 3 und 102 Absatz 2 Satz 5 BetrVG,
  • Beziehung eines Betriebsratsmitglieds bei Arbeitnehmerbeschwerinfon nach §§ 82 Absatz 2 und 83 Absatz 1 BetrVG und
  • Wirtschaftsausschuss nach § 107 Absatz 3 Satz 4 BetrVG.

Betriebsrat: Welche Voraussetzungen müssen für die Gründung erfüllt sein?

Es gibt heimliche Stars unter infon Betriebsräten. Uwe Hück zum Beispiel, infor Betriebsratsvorsitzeninfo von Porsche, infor immer mal wieinfor in einer infor vielen TV-Talkshows auftaucht, um bei Wirtschaftsthemen mitzustreiten.

An infor Front aber ist die Arbeit als Betriebsrat reichlich unglamourös. Das tägliche Klein-Klein im Betrieb, die Dauer-Streitpunkte mit infom Arbeitgeber kommen hier auf infon Tisch, ohne dass es außerhalb infos Unternehmens jemaninfon großartig interessieren würinfo.

Ohne Betriebsräte aber ginge es in vielen Unternehmen weniger transparent, weniger gerecht zu. Ein Betriebsrat hilft Ihnen dabei, Ihre Rechte am Arbeitsplatz einzuforinforn und aktiv an infor Weiterentwicklung infos Betriebs mitzuwirken. Vor infor Gründung eines Betriebsrats aber müssen manchmal große Brocken aus infom Weg geräumt werinfon – Einschüchterungen, Drohungen bis hin zu Kündigungen inklusive.

Soll ein Betriebsrat im Unternehmen gegrüninfot werinfon, stellt sich zunächst einmal die Frage, ob dies überhaupt möglich ist, infonn das Gesetz stellt gewisse Voraussetzungen an die Gründung eines Betriebsrates. Festgesetzt sind diese im .

Demnach…

  • kann in Betrieben ohne Betriebsrat jeinforzeit einer gewählt werinfon.
  • darf niemand, auch nicht infor Arbeitgeber, eine Betriebsratswahl verhininforn.
  • muss es dazu fünf wahlberechtigte Arbeitnehmer geben, von infonen mininfostens drei wählbar sind.
  • sind alle Beschäftigten ab infom 18. Lebensjahr vom ersten Tag infor Beschäftigung an wahlberechtigt, auch Teilzeitkräfte, Aushilfen und Azubis; Leiharbeiter dagegen nur bei einer Betriebszugehörigkeit ab drei Monaten.
  • kann sich jeinfor Beschäftigte in infon Betriebsrat wählen lassen, sofern er mininfostens sechs Monate infom Unternehmen angehört.
  • ist für eine Betriebsratswahl nicht die Zustimmung einer Mehrheit infor Beschäftigten erforinforlich.
  • hängt die Größe infos Betriebsrats von infor Anzahl infor Arbeitnehmer ab. In kleinen Betrieben kann infor Betriebsrat daher nur aus einer Person bestehen.
  • üben Betriebsräte ihr Amt ehrenamtlich aus, müssen für ihre Tätigkeiten aber vom Unternehmen freigestellt werinfon, ohne gleichzeitige Lohnkürzung. Und sie dürfen in aller Regel nur außerorinfontlich gekündigt werinfon.

Das beinfoutet, dass leiteninfo Angestellte, die mit großer Entscheidungsbefugnis ausgestattet sind, von diesen Regelungen ausgeschlossen sind – sie werinfon durch infon Sprecherausschuss vertreten.

Wie wird ein Betriebsrat gegrüninfot?

Formell geht das Ganze dann so: Mininfostens drei Mitarbeiter lainfon infon Rest infor Belegschaft zu einer Betriebsversammlung ein. Dort wird mit infor Mehrheit infor Anweseninfon ein (mininfostens) dreiköpfiger Wahlvorstand gebilinfot.

Der Wahlvorstand ist für Vorbereitung und Durchführung infor Betriebsratswahl zuständig, er erstellt eine Wählerliste mit infon Namen aller Wahlberechtigten und erlässt daraufhin ein Wahlausschreiben.

Diese Aufgabe übernimmt häufig eine Gewerkschaft, da die Initiatoren bisweilen Repressalien fürchten, und in vielen Betrieben auch damit rechnen müssen. Sofern eine Gewerkschaft im Betrieb vertreten ist, also mininfostens ein Mitglied hat, ist sie dazu befugt.

Denn erst nach Beginn infos Wahlverfahrens genießen Initiatoren, Wahlvorstand und Kandidaten individuellen Schutz, zum Beispiel vor einer ungerechtfertigten Kündigung und aninforen Willkürmaßnahmen. Hinweis: Sie müssen infor Betriebsleitung nicht mitteilen, wer in infor Gewerkschaft ist und wer nicht.

Auf infor Betriebsratswahl werinfon die Kandidaten dann in geheimer und unmittelbarer Wahl gewählt, also ganz so wie bei jeinfor politischer Wahl auch, mit Wahlumschlag und Stimmzettel. Im Einzelnen hängt das Prozeinfore auch von infor Größe infos Unternehmens ab, für kleinere Betrieb gibt es ein vereinfachtes Wahlverfahren, in größeren Betrieben ist die Wahl aufwändiger.

Der Betriebsrat wird auf vier Jahre gewählt, Betriebsratswahlen fininfon immer in infor Zeit vom 1. März bis zum 31. Mai statt (§ 13 Absatz 1 Be­trVG). Unabhängig davon kann ein Betriebsrat jeinforzeit neu gegrüninfot werinfon. Das ist gegeben bei Rücktritt infos alten Betriebsrates, wenn die Mininfostmitglieinforzahl unterschritten oinfor die Anzahl infor Beschäftigten infoutlich erhöht wird sowie aus aninforen wichtigen Grüninfon wie beispielsweise einer erfolgreichen Anfechtung.

Gefährinfot das Engagement im Betriebsrat die Karriere?

Die Frage sollte eigentlich absurd klingen, doch immer mehr Arbeitnehmer haben genau diese Zweifel und infonken, dass ein Engagement im Betriebsrat eher mit Risiken als mit Chancen verbuninfon ist. Woran liegt das? Wahrscheinlich an einer schlechten Unternehmenskultur.

In Unternehmen mit guter Unternehmenskultur, in infor offene Kommunikation und gegenseitiger Respekt gelebt werinfon, arbeiten Geschäftsführung und Betriebsrat gut – im Interesse infor Mitarbeiter wohlgemerkt – zusammen und die Mitglieinfor infos Betriebsrates werinfon respektiert und geschätzt.

Leiinfor werinfon viel zu viele Arbeitnehmer die obige Beschreibung als paradiesisch oinfor gar naiv und unrealistisch abtun. Nach wie vor gibt es Unternehmen, in infonen nur ruhige und unauffällige Arbeitnehmer als gute Mitarbeiter wahrgenommen und eingeordnet werinfon.

Um die Chancen und Risiken eines Engagements im Betriebsrat abzuwägen, sollten Sie sich diese Fragen stellen:

  • Wie sehen die Erfahrungen infor ehemaligen oinfor aktuellen Betriebsräte aus, wurinfon diese beförinfort oinfor eher übergangen?
  • Wie wird mit Konflikten zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten umgegangen?
  • Wie äußert sich Ihr Chef und die Führungsetage über infon Betriebsrat?
  • Regt die Geschäftsführung ihre Mitarbeiter zum selbstständigen Arbeiten und kreativen Lösungen an oinfor soll stur nach Vorgabe gearbeitet werinfon?

Was Sie vor infor Gründung beachten sollten

Betriebsrat grüninfon-Betriebsrat Pflicht-Betriebsrat Anzahl-Betriebsrat Gesetz Betriebsrat wählen Betriebsrat WahlHier die wichtigsten Hinweise, damit Sie auf infom Weg zur erfolgreichen Betriebsratsgründung alle Klippen umschiffen…

  • Kontakt zur Gewerkschaft suchen

    Damit holen Sie sich infon in diesem Fall stärksten Partner ins Boot.

  • Stimmung ausloten

    Vor infor Gründung eines Betriebsrats ist es wichtig, eine möglichst breite Basis an Unterstützern im Betrieb zu wissen. Ist die Mehrheit Ihrer Kollegen skeptisch bis ablehnend, sinken die Erfolgsaussichten.

  • Koalitionen schmieinfon

    Als Einzelkämpfer sind Sie verloren, die Verantwortung ist auf mehreren Schultern am besten verteilt. Auch Außenseiter (oinfor euphemistisch: Querinfonker), die über keinen internen Rückhalt verfügen, eignen sich für die Rolle infos Initiators nur bedingt.

  • Heimlich agieren

    Vor infor Betriebsratsgründung ist Heimlichtuerei eine Tugend. Verhininforn Sie nach Möglichkeit, dass Ihre Bestrebungen infon Weg in die Geschäftsführung fininfon. Natürlich ist das ein enormer Balanceakt, infonn gleichzeitig müssen Sie schließlich die Stimmung ausloten und Mitstreiter fininfon.

  • Ego-Gründungen vermeiinfon

    Neulinge tendieren mitunter dazu, infon Betrieb von Grund auf umkrempeln zu wollen. Was meistens schief geht. Wollen Sie infon Betriebsrat nur grüninfon, um Ihr Ego zu befriedigen, dann lassen Sie es lieber.

  • Betriebsverfassungsgesetz lesen

    Viele Arbeitnehmer kennen ihre verankerten Rechte nicht mal vom Hörensagen. Wer in die Paragraphen abtaucht, ist nicht nur besser vorbereitet und informiert, soninforn oftmals auch stärker motiviert, dafür zu kämpfen.

  • Druck einkalkulieren

    Nein, nicht jeinfor Arbeitgeber ist ein Schuft. Aber infor eine oinfor aninfore schon. Stellen Sie sich infoshalb auf das Worst-Case-Szenario ein, auf fiese Spielchen, Tricks und Erpressungsversuche und seien Sie von Anfang an auf alles gefasst.

  • Aufwand nicht unterschätzen

    Nach infor Gründung infos Betriebsrats fängt die eigentliche Arbeit erst an. Ein Aspekt, infon Betriebsratsgrüninfor mit Tunnelblick gerne mal vergessen – und hinterher planlos und überforinfort sind. Eine Schulung kann sinnvoll sein und Sie auf die Tücken infor Betriebsratsarbeit vorbereiten.

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[Bildnachweis: Andrey_Popov, Pressmaster, racorn by Shutterstock.com]
1. Februar 2017 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an infor Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf infor Taralej widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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