Bewerbung 50+: Jobsuche im Alter

Der Höhepunkt kommt im Alter von 40 Jahren, danach wird es zunehmend schwerer auf dem Arbeitsmarkt. Eine Bewerbung 50+ avanciert manchmal gar zur Lotterie: Mal hat man Glück, meistens aber nicht. Sagen wir es, wie es ist: Es gibt sie nach wie vor – die Altersdiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt. Zwar stehen laut Statistik in Deutschland rund 8,8 Millionen Menschen zwischen 50 und 65 Jahren in Lohn und Brot. Gleichzeitig sind aber nur ein Drittel der 55- bis 64-Jährigen überhaupt berufstätig. Gleichzeitig suchen immer mehr Unternehmen junge Mitarbeiter, wer sich mit über 50 bewirbt, wird manchmal schon aus diesem Grund aussortiert. Aber ist die Bewerbung mit 50+ deshalb völlig chancenlos? Nein! Wir zeigen, wie die Bewerbung auch im höheren Alter funktioniert…

Bewerbung 50+: Jobsuche im Alter

Probleme, die eine Bewerbung mit 50+ überwinden muss

Warum tun sich Ältere auf dem Arbeitsmarkt so schwer? Ein Problem: Arbeitgeber fürchten, dass sich die Einstellung nicht langfristig lohnt. Rein rechnerisch haben Bewerber 50+ zwar noch circa 15 Jahre und damit eine Menge Zeit im Job – ein Kandidat mit 30 kann dem Unternehmen jedoch noch mehr als 30 Jahre erhalten bleiben. Hier lohnen sich Investitionen in einen Mitarbeiter also noch viel mehr.

Hinzu kommt, dass Personaler oftmals davon ausgehen, dass junge Mitarbeiter noch geformt werden können. Durch Schulungen und gezielte Fort- und Weiterbildungen kann die optimale Besetzung für eine Stelle erreicht werden. Bei älteren Bewerbern sind solche Entwicklungen möglicherweise schwieriger, die Entwicklungssprünge kleiner und manchmal die Veränderungsbereitschaft geringer.

Verstehen Sie das bitte nicht falsch: Das ist keine Kausalität, Motto: Ab 50 hört man auf, sich weiterzuentwickeln. Das ist Quatsch. Aber es korreliert bei vielen Menschen. So entstehen genau diese Vorurteile auf Arbeitgeberseite. Wer sich mit 50+ bewirbt, muss also gezielt diesen Stereotypen entgegenwirken.

Das ein oder andere Problem bei der Bewerbung 50+ kommt schon deshalb zustande, weil Jahrzehnte bei einem Arbeitgeber verbracht wurde und Jobsuchende sich auf einige grundlegende Veränderungen bei der Bewerbung einstellen müssen:

  • Verbreitungswege

    Zeitungen als Medium der Stellenausschreibung sind stark in den Hintergrund getreten. Wesentlich an Bedeutung gewonnen hat das Internet: Unternehmenswebseiten, Jobbörsen und soziale Netzwerke bilden die Hauptquellen. Hier informieren Sie sich und hier bewerben Sie sich ebenso.

  • Bewerbungsprozess

    Bewerbungen entsprechen mittlerweile anderen Kriterien, orientieren sich teilweise am anglo-amerikanischen Sprachraum. Bestimmte Trends spiegeln sich im Bewerbungsfoto, Aufbau oder Design wider. Die Digitalisierung betrifft auch die Zustellung der Bewerbung: Statt des Postversands wird häufig die E-Mail-Bewerbung oder die Online-Bewerbung bevorzugt. Je nach Branche wird die Bewerbung entsprechend aufwendig. In der Kreativbranche darf es dann gerne ein Bewerbungsvideo sein.

  • Fertigkeiten

    Mit der Zeit haben sich gefragte Fähigkeiten bei Arbeitgebern gewandet. Womit früher noch gepunktet werden konnte, gilt heute vielleicht schon als Selbstverständlichkeit. Für eine erfolgreiche Bewerbung mit 50+ sollten Sie sich deshalb genau informieren, welche Kompetenzen in Ihrer Branche, dem angestrebten Beruf und dem jeweiligen Arbeitgeber gefragt sind.

Leider sind das nicht die einzigen Probleme, auf die Sie bei einer Bewerbung mit 50+ stoßen können. Weitere Schwierigkeiten, die Sie überwinden müssen, sind…

  • Doppelmoral von Unternehmen

    Viele Arbeitgeber suchen explizit nach Kandidaten, die bereits Berufserfahrung mitbringen und über fundiertes Wissen in ihrem Bereich verfügen. Eigentlich die perfekte Chance für Best Ager, aber trotzdem haben diese hier oft das Nachsehen. Schuld ist die Doppelmoral von Unternehmen. Motto: Berufserfahrung ja, aber bitte bei möglichst jungen Bewerbern.

  • Unterschiedliche Gehaltsvorstellungen

    Es ist nur verständlich, dass ein Best Ager andere Gehaltsvorstellungen mitbringt als ein Uni-Absolvent, der gerade seine erste Anstellung nach dem Studium sucht. Doch genau das kann auch oft zum Problem werden, denn wenn Unternehmen die Wahl haben, entscheiden Sie sich oftmals für die kostengünstigere Variante. Welches Unternehmen möchte schon mehrere Tausend Euro jährlich mehr für einen Mitarbeiter in der gleichen Position bezahlen?

  • Fehlende Bewerbungskenntnisse

    Viele Best Ager waren vor ihrer Jobsuche für viele Jahre oder gar Jahrzehnte in einem festen Arbeitsverhältnis. Sie hatten schlichtweg keinen Grund, das eigene Bewerbungswissen regelmäßig aufzufrischen und sich darüber zu informieren, welche Anforderungen gestellt werden. Dieses Wissen lässt sich natürlich nachholen und vor der Bewerbungsphase erlernen, doch haben es andere Kandidaten hier oftmals einfacher, da sich mit den Jahren viel verändert hat.

  • Geringere Flexibilität

    Um auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein, ist es heutzutage oftmals nötig, sehr flexibel zu sein, insbesondere was den Arbeitsort angeht. Pendeln ist nicht immer möglich und so kann ein Umzug nötig sein. Haben Best Ager sich über viele Jahre ein Leben und eine Existenz an einem Ort aufgebaut, fällt es jedoch viel schwerer, alles hinter sich zu lassen. Junge Bewerber sind dabei deutlich flexibler. Sie sind nicht an einen Ort gebunden, haben oftmals noch keine Familie und können frei entscheiden, wo Sie einen Job antreten wollen.

Häufige Fehler bei der Bewerbung 50+

Das vermeintliche Manko des Alters beginnt vor allem im Kopf. Viele ältere Bewerber, die vielleicht auch schon ein paar Absagen kassiert haben, rücken ihr Lebensalter immer mehr in den Mittelpunkt: Es wird zur Entschuldigung und Rechtfertigung für die stockende Karriere.

Entsprechend versuchen die Bewerber mit 50+ genau gegen dieses unterschwellige Handicap und herrschende Vorurteile in der Bewerbung anzuschreiben. Effekt: Das genaue Gegenteil – sie verstärken so nur noch mehr den Fokus auf das Alter und nicht auf Ihre eigentlichen Stärken und Qualitäten.

Weitere Fehler, die bei der Bewerbung 50+ immer wieder gemacht werden, sind:

  • Starre Vorstellungen

    Es ist nicht leicht, nach vielen Jahren einen Neustart bei einem anderen Arbeitgeber zu schaffen. Erfahrene Mitarbeiter tun sich schwer damit, die Veränderungen zu akzeptieren. Sie haben sehr konkrete Vorstellungen davon, wie der Job aussehen soll, wie hoch die Bezahlung ausfallen sollte und welche Aufgaben im Vordergrund stehen. Die fehlende Flexibilität macht die Jobsuche besonders schwierig.

  • Keine Anpassung

    Einige ältere Bewerber schaffen es nicht, sich an die neue Bewerbungssituation anzupassen und Rücksicht auf die Entwicklungen der letzten Jahre zu nehmen. So entstehen Bewerbungsunterlagen, die schlichtweg nicht mehr zeitgemäß sind und Personaler eher noch in ihren Befürchtungen bestätigen.

  • Fehlende Motivation

    Gerade Bewerber 50+ haben das Gefühl, sich besonders durch ihre Fähigkeiten abheben zu müssen. In den Bewerbungen wird deshalb lang und breit auf die verschiedensten Hard Skills eingegangen, die in den letzten Jahren erworben wurde. Diese Qualifikationen sind natürlich auch wichtig, gerade bei der Bewerbung 50+ sollten Sie sich allerdings darauf konzentrieren, die eigene Motivation herauszuarbeiten, um mögliche Vorurteile gleich zu Beginn entkräften zu können.

Darüberhinaus werden bei einer Bewerbung 50+ immer wieder Fehler im Anschreiben gemacht. Zu den typischen Formulierungsfehlern gehören etwa die vier folgenden Beispiele, die zeigen, wo Fallstricke und falsche Blickwinkel lauern…

  • Mit meinen 51 Lebensjahren möchte ich…

    Ziele zu haben, ist nicht verkehrt. Hier aber wird das Alter sogar noch betont. Dreifach falsch! Erstens, weil so womöglich schlafende Hunde geweckt werden; zweitens, weil das Lebensalter keinerlei Qualitätskriterium darstellt; drittens, weil der neue Arbeitgeber nicht die Wohlfahrt ist. Nicht wie Sie sich verwirklichen möchten interessiert, sondern wie das Unternehmen von Ihnen profitiert. Betonen Sie besser das – und streichen Sie beim Korrekturlesen Ihrer Bewerbungsunterlagen alle Formulierungen ohne Aussagekraft.

  • Ich kann auf 20 Jahre Berufserfahrung zurückblicken…

    Das ist schön, dass Sie das können. Aber der Blickwinkel ist falsch: Sie blicken zeitlich zurück – in Ihre Vergangenheit. Personaler aber blicken nach vorne, sie suchen die künftige Idealbesetzung für eine Stelle und damit jemanden, der diese Herausforderung meistern kann. Erfahrung, die Sie allein in Jahreszahlen messen, sind daher ein denkbar schwaches Argument. Viel wichtiger in Anschreiben und Lebenslauf sind bisherige Erfolge. Sie belegen, wo und wie Sie echten Mehrwert geschaffen haben. Ideal ist, wenn Sie dies sogar durch Zahlen untermauern können. Verzichten Sie daher im Anschreiben auf die Erwähnung der Berufsjahre, die sieht der Personaler sowieso im Lebenslauf. Betonen Sie eher, dass Sie sämtliche sogenannten Muss-Qualifikationen (also alle in der Stellenanzeige verlangten) mitbringen – zu 100 Prozent. Schon 95-Prozent-Kandidaten werden oft aussortiert.

  • In meiner Laufbahn habe ich meine Lernfähigkeit bewiesen…

    Hinter dieser Formulierung steckt ein gefährlicher Trugschluss: Immer dann, wenn ältere Bewerber glauben, ihr Wissen sei nicht mehr aktuell oder gar veraltet und ihre Qualifikationen nicht ausreichend, weisen sie auf ihre Lernbereitschaft hin – Motto: Den Job kann ich zwar nicht, aber ich würde es gerne lernen. Erliegen Sie bitte nicht dieser Illusion. Offenheit und Lernwille können fehlende Kompetenzen nicht kompensieren. Allenfalls Uniabsolventen wird noch eine gewisse Formbarkeit zugesprochen – und selbst die haben es schwer, wenn Muss-Qualifikationen fehlen. Mit 50+ kann man sich diese Bewerbung sparen. Auch wenn es hart ist: Erwerben Sie diese Kompetenzen entweder oder bewerben Sie sich besser auf eine andere Stelle.

  • Jetzt möchte ich noch einmal durchstarten…

    Das klingt nach hoch gekrempelten Ärmeln, Top-Motivation, dem Blick nach vorne und zweitem Frühling… denken Sie! Ein Irrtum. Denn es drückt zugleich blumig aus, dass Sie mit der bisherigen Entwicklung nicht zufrieden waren und dass Sie vor allem die eigene Karriere im Blick haben. Natürlich ist es wichtig, dass Sie im Anschreiben Ihre Motivation herausarbeiten. Aber was hat der Arbeitgeber davon, dass Sie noch mal durchstarten wollen? Und was, wenn die angestrebte Position doch Vieles beinhaltet, was Sie bisher gemacht haben? Dann stellt man am Ende eine Fachkraft ein, die sich bald schon langweilen und frustrierter sein wird als je zuvor. Statt Durchstarten gibt’s eine Bruchlandung. Diesen Verdacht sollten Ältere erst gar nicht nähren.

Diese Fähigkeiten verbessern sich im Alter

Bewerbung 50+ Job im AlterBei einer Bewerbung 50+ werden selten die Vorzüge des Alters gesehen. Der Fokus scheint immer auf den Problemen und Nachteilen zu liegen. Zu Unrecht, denn Wissenschaftler sind sich längst einig, dass einige Fähigkeiten mit dem Alter immer besser werden.

Biochemisch betrachtet sind am menschlichen Gehirn vor allem zwei Dinge interessant:

  • Sein Potenzial ist schier unerschöpflich und
  • mit zunehmendem Alter wird es immer besser.

Wer älter wird, dem baut der Geist Brücken statt Krücken: So verbessert sich mit dem Alter etwa…

  • das Sprachvermögen,
  • die Ausdrucksvielfalt nimmt zu
  • die kristalline Intelligenz
  • der Zugang zu Synonymen und Antonymen fällt leichter.

Der Zugriff auf Gelerntes gelingt bei Arbeitnehmern 50+ besser, da dem vorhandenen Wissen lediglich neue Bausteine hinzu gefügt werden. Das ist hochgradig effizient.

Zudem nimmt im Alter die Fähigkeit, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren und Ablenkungen zu ignorieren, zu. Auch komplexes Denken fällt leichter, wodurch selbst bei komplizierten Problemen bessere Lösungen gefunden werden können. Dies geht Hand in Hand mit der Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.

Tipps für die Bewerbung 50+

Gerade bei älteren Arbeitnehmern sind die Choreografie und der Aufbau der Bewerbungsunterlagen essenziell. Hier lässt sich durchaus geschickt tricksen (siehe auch HIER). Gemeint sind damit weniger geschliffene Formulierungen, sondern vielmehr aussagekräftige Inhalte so zu präsentieren, dass sie möglichst vorteilhaft wirken.

Neben reinen Formalia (Tipps und Informationen finden Sie in den zahlreichen Dossiers am Ende dieses Artikels), gilt es vor allem das Alter in den Hintergrund zu rücken und durch geballte Kompetenz und Erfolge zu punkten – und das so authentisch wie möglich.

Heißt im Klartext: Bei einer Bewerbung 50+ sollte nicht Ihr Alter im Vordergrund stehen, sondern all die Stärken und Vorzüge, die Sie für das Unternehmen mitbringen. Wer behauptet, davon würde es nicht genügend geben, irrt sich:

  • Sie verfügen über mehr Berufserfahrung.
  • Sie brauchen keine Einarbeitung.
  • Sie bringen eine bessere Menschenkenntnis mit.
  • Sie haben eine größere emotionale Reife.
  • Sie lassen sich durch Rückschläge nicht aus der Bahn werfen.
  • Sie haben mehr Geduld.
  • Sie können gut mit Konflikten umgehen.
  • Sie sind sich Ihrer Stärken und Schwächen bewusst und können dieses Wissen nutzen.
  • Sie sind besonders loyal und warten nicht nur auf das nächstbessere Angebot.
  • Sie zeigen besonders große Zuverlässigkeit.
  • Sind können besser mit Verantwortung umgehen.
  • Sie sind sehr motiviert und wollen es sich und anderen beweisen.

Gleichzeitig sollen Sie Ihre Bewerbung 50+ nicht überladen. Weniger ist mehr. Wählen Sie Stärken aus, die zum Job passen und mit denen Sie wirklich punkten könne. Masse allein ist nicht überzeugend.

Aber auch mit diesen Bewerbungstipps und -tricks können Sie bei der Bewerbung 50+ punkten:

  • Konzentrieren Sie sich auf aktuelle Punkte

    Bei der Bewerbung 50+ kommt Ihnen entgegen, dass sich der amerikanische Lebenslauf durchgesetzt hat, bei dem aktuelle Stationen zuerst genannt werden. Diese Form sollten Sie unbedingt nutzen, da bei einem chronologischen Lebenslauf zuerst zahlreiche Informationen kommen, die bereits einige Zeit zurückliegen.

    Auch bei Fort- und Weiterbildungen können Sie besonders punkten, wenn es sich um Wissen und Know How handelt, dass auf dem aktuellen Stand ist und nicht zehn oder mehr Jahre zurückliegt. Wenn es sich dabei um maßgebliche Qualifikationen handelt, können Sie diese natürlich auch angeben, besser kommt aber an, was nicht so lange zurück liegt. Was zu lange her ist und keinen sehr direkten Bezug zur Stelle hat, sollten Sie lieber weglassen.

  • Gefestigte Verhältnisse

    Mit gestiegenem Alter haben Sie vielleicht schon eine Immobilie – und die macht buchstäblich immobil. Andererseits ist das aber auch ein Indiz für ein gefestigtes privates Umfeld. Kinder? Die sind schon aus dem Gröbsten raus. Work-Life-Balance? Haben Sie sich längst geschaffen. Entsprechend gefestigt sind sie auch im Job: integer und loyal. So schnell wechseln Sie nicht mehr, dafür bringen Sie sich noch einmal voll ein… diszipliniert und diskret. Spielen Sie diese Vorzüge souverän und gezielt aus!

  • Ausgeprägte Soft Skills

    Aufgrund Ihrer Erfahrungen gibt es kaum einen Kollegentypus, mit dem Sie nicht schon zusammen gearbeitet haben. Ihre Menschenkenntnis hilft Ihnen dabei, Kollegen nach einer Weile recht zuverlässig einzuschätzen. Das macht sich im Umgang bezahlt, denn Sie können angemessen auf unterschiedliche Bürotypen reagieren. Das führt zu einem entspannterem Arbeitsklima, denn Sie können mit Konflikten umgehen.

  • Modernes Bewerbungsfoto

    Wenn sich Ältere bewerben, sollte die Bewerbungsmappe Modernität ausstrahlen – und so schon optisch allen Klischees entgegen wirken. Achten Sie also beispielsweise auf ein moderne Layout der Bewerbung (natürlich nicht zu kreativ – das wirkt gewollt), mehr aber noch auf ein frisches Bewerbungsfoto: kräftige Farben, frischer Hintergrund – alles, nur kein Oma-Image. Extra-Tipp: Lassen Sie sich im Halbprofil ablichten. Auch das wirkt schon jünger als ein Frontalbild. Und sollte es zu einem Videochat via Skype kommen, achten Sie bitte auf einen frischen Hintergrund (keine Schrankwand), gute Ausleuchtung (auf Falten und Schlagschatten achten) sowie ein flottes Outfit. Allein schon, dass Sie Videochats können, beweist Modernität. Weitere Tipps zur Videobewerbung finden Sie HIER.

  • Flexibles Gehalt

    Die Gehaltsvorstellungen sind bei Bewerbern mit 50+ ein besonders sensibles Thema. Denn tatsächlich konkurrieren sie mit vielen jüngeren Bewerbern, die auch meist günstiger auf dem Arbeitsmarkt zu haben sind. Sie sollten daher ihr Gehaltsvorstellungen realistisch hinterfragen, ob diese beim Jobwechsel wirklich steigen können und müssen und auch zum Betrieb passen. Alternative zwei: Sie argumentieren (wenn es passt) mit Vorzügen: Sie bringen wichtige Kundennetzwerke und Kontakte mit, sparen Einarbeitungszeit und können mit ihren Kenntnissen die Aufgaben in kürzerer Zeit bewältigen.

  • Berufliches Netzwerk

    Kontakte zu haben ist ein großer Vorteil bei Bewerbungen. Wenn Sie im Laufe Ihrer bisherigen Karriere ein großes Netzwerk aufgebaut haben, ist es völlig legitim, es für die Bewerbung 50+ zu nutzen. Sprechen Sie Bekannte bei anderen Unternehmen an, hören Sie sich um, holen Sie Informationen ein. Vielleicht werden Sie von Ihrem Netzwerk sogar für eine freie Stelle empfohlen.

Hier finden Sie Muster und Vorlagen für die Bewerbung 50Plus

Anschreiben Bewerbung 50  MusterGanz grundsätzlich gilt, dass eine Bewerbung 50+ den gleichen Regeln folgt wie jede andere Bewerbung. Natürlich rücken Sie Ihre Vorzüge in den Vordergrund – in Ihrem Fall Ihre Erfahrung.

Darauf dürfen Sie sich jedoch nicht ausruhen, das heißt, Sie müssen den Personaler davon überzeugen, dass Sie ganz im Hier und Jetzt leben und sich gegenwärtigen Herausforderungen bewusst sind. Gerade aktuelle Weiterbildungen helfen dabei, viele Vorurteile zu entkräften.

Damit können Sie nicht nur etwaige Lücken im Lebenslauf überbrücken, sondern bleiben beispielsweise bei digitalen Entwicklungen am Ball.

Nutzen Sie für Ihre Bewerbung 50+ gerne unsere kostenlosen Muster und Vorlagen

Wichtig bei all diesen Mustern ist, dass Sie diese jedes Mal individuell anpassen und etwas umgestalten. Es sähe sicher nicht gut aus, wenn eine(r) Ihrer Mitbewerber(innen) zufällig exakt dieselbe Vorlage verwendet.

Vorlagen und Muster für das Bewerbungsschreiben

Zum Durchblättern der Vorlagen bitte die orangen Pfeile nutzen. Zum Herunterladen der jeweiligen kostenlosen Vorlage einfach auf das Vorschaubild klicken


Initiativbewerbung
Vorlage 1
Initiativbewerbung
Vorlage 2
Blindbewerbung
Vorlage 1
Bewerbungsschreiben Initiativbewerbung Muster CoverBewerbungsschreiben Initiativbewerbung Vorlage CoverBewerbungsschreiben Blindbewerbung Vorlage Muster Cover
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Bewerbung für
eine Ausbildung
Bewerbung für
ein Praktikum 1
Bewerbung für
ein Praktikum 2
Bewerbungsschreiben Vorlage Ausbildung CoverBewerbungsschreiben Praktikum1 Muster CoverBewerbungsschreiben Praktikum2 Vorlage Cover
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Bewerbung als
Altenpflegerin
Bewerbungsschreiben
als Erzieherin
Ausbildungsanschreiben
zum Rettungssanitäter
Bewerbung Altenpflegerin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster CoverBewerbung Erzieherin Bewerbungsschreiben Vorlage Muster CoverBewerbung Ausbildung Rettungssanitaeter Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Beispiel Cover
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Anschreiben für
eine Duale Ausbildung
Bewerbungsschreiben
als Werkstudent
Bewerbung für
eine Masterarbeit
Bewerbungsschreiben Duale Ausbildung Vorlage CoverBewerbungsschreiben Vorlage Werkstudent CoverBewerbungsschreiben Vorlage Masterarbeit Cover
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Bewerbungsschreiben
als Aushilfe
Bewerbungsschreiben
als Verkäufer
Bewerbungsschreiben
für einen Minijob
Bewerbungsschreiben Vorlage Aushilfe CoverBewerbungsschreiben Vorlage Verkaeuferin CoverBewerbungsschreiben Muster Minijob Cover
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Bewerbung bei der
Deutschen Bahn
Bewerbungsschreiben
für LIDL
Muster für Medizinische
Fachangestellte
Bewerbung Deutsche Bahn Bewerbungsschreiben Muster Vorlage CoverBewerbung Fuer Lidl Bewerbungsschreiben Vorlage Muster CoverBewerbung Medizinische Fachangestellte Anschreiben Vorlage Muster Beispiel Cover
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Bewerbung bei der
Bundeswehr
Bewerbungsschreiben
für die Bundespolizei
Bewerbungsschreiben
für den Zoll
Bundeswehr Bewerbung Bewerbungsschreiben Beispiel Muster CoverBundespolizei Bewerbung Bewerbungsschreiben Muster CoverBewerbung Zoll Anschreiben Vorlage Muster Cover
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für ein FSJ
Bewerbungsschreiben
als Projektleiter
Bewerbungsschreiben
als Industriemechaniker
Fsj Bewerbung Anschreiben Muster Vorlage CoverBewerbung Reinigungskraft Bewerbungsschreiben Vorlage Beispiel Muster CoverBewerbung Als Industriemechaniker Anschreiben Muster Vorlage Cover
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als Assistentin
Bewerbungsschreiben
für den Empfang
Bewerbung nach
einer Fortbildung
Bewerbungsvorlage Assistentin Anschreiben CoverBewerbungsvorlage Empfang Anschreiben CoverBewerbungsvorlage Fortbildung Anschreiben Cover
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Bewerbung auf
eine Stellenanzeige
Anschreiben für einen
Projektmanager
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Mechatroniker
Bewerbung als
Pädagogin
Bewerbung als
Ausbildungsleiter
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als Beraterin
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als Senior Consultant
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Vorlagen und Muster für den tabellarischen Lebenslauf





Bewerbung 50+: Arbeitgeber denken um

Die gute Nachricht ist: Das Blatt wendet sich. Dazu trägt nicht nur das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bei, umgangssprachlich als Antidiskriminierungsgesetz bezeichnet. Viele Unternehmen realisieren inzwischen, dass altersgemischte Teams erfolgreicher sind und vielfältigere Ideen liefern.

Und da die Deutschen insgesamt immer älter werden, müssen die Unternehmen ohnehin umdenken und ihre Personalpolitik dem demografischen Wandel anpassen. Einige Arbeitgeber nutzen diese Chance, gezielt ältere Fachkräfte zu rekrutieren, bereits mit großem Erfolg. Andere werden früher oder später – gezwungenermaßen – nachziehen.

Im Zuge des Fachkräftemangels steigen außerdem die Gehälter an, das höhere Gehalt als Gegenargument bei Bewerbungen 50+ zählt nicht mehr. Ebenso wenig wie die Unterstellung, dass ältere Arbeitnehmer nicht mehr so leistungsfähig seien. Denn nicht nur die Lebenserwartung hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Die Menschen sind auch wesentlich fitter als je zuvor. Nicht umsonst heißt es: 40 ist das neue 20.

Für Sie ergeben sich so aber auch wieder neue Chancen – zum Beispiel, indem Sie sich im Internet oder telefonisch nach dem Umgang mit Diversity-Themen im Unternehmen erkundigen. Weisen die Teams dort bereits eine gute Mischung in Sachen Geschlecht, Internationalität und Vorbildung aus, ist auch ein Altersmix oft kein Problem…

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[Bildnachweis: stockfour by Shutterstock.com]
17. Juni 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Taralej. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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