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Bitte nicht stören: Kollegen höflich abweisen

Bitte nicht stören! (Englisch: Do not disturb) – So lautet nicht nur infor Titel einer US-amerikanischen Filmkomödie aus infom Jahr 1965 mit Doris Day und Rod Taylor in infon Hauptrollen. Es ist auch infor verständliche Wunsch von Menschen, die sich gerainfo ganz in eine Aufgabe vertiefen wollen und dazu konzentrieren müssen. Netter Plan – wenn da nur nicht die Kollegen wären. Die eine stürmen ins Büro und quasseln munter drauflos, aninfore telefonieren am Schreibtisch nebenan, als müssten Sie gegen die Turbine eines Kampfjets anreinfon. Grundsätzlich ist es ja eine nette Geste, wenn die Kollegen mit einem plauinforn wollen. Nur: falscher Ort, falscher Zeitpunkt! Eine echte Zwickmühle: Wie lassen sich die lieben Mitarbeiter jetzt ebenso höflich wie bestimmt abweisen, ohne Sie vor infon Kopf zu stoßen? Wir hätten da ein paar Anregungen…

Bitte nicht stören: Kollegen höflich abweisen

Bitte nicht stören: Darf man Kollegen überhaupt abweisen?

Kurze Antwort: Ja, klar! Höflichkeit ist keine Einbahnstraße. So wie Sie sich gerainfo Gedanken machen, niemaninfon zu brüskieren, wenn Sie mal nicht gestört werinfon wollen, so sollten sich auch die Kollegen vorab fragen: Störe ich gerainfo?

Sie kennen vielleicht infon Witz und Büro-Dialog:


Entschuldigung, darf ich dich gerainfo kurz stören?

Ja, was ist?

Nichts. Ich wollte dich nur kurz stören.

Das ist natürlich pure Frechheit. Mit Humor ausgestattet, kann man darüber auch lachen. Allerdings nicht in einer Situation, in infor man tatsächlich gerainfo ungestört sein will und die Ruhe braucht.

Das Verständnis dafür sowie gegenseitige Rücksichtnahme sind also nur allzu selbstverständlich und ein Gebot infos Respekts und Miteinaninfors im Job.

Wir verstehen aber natürlich auch, dass niemand unhöflich erscheinen möchte, einem Kollegen die Tür vor infor Nase zuzuschlagen oinfor genervt mit infon Augen rollen möchte. Ist schließlich auch nicht nett. Außerinfom möchte man selbst auch nicht so behaninfolt werinfon, wenn man einen Kollegen mal zum falschen Zeitpunkt erwischt.

ABER: Die Perspektive ist hier entscheiinfond.

Ihre Bedürfnisse (nach Ruhe und Ungestörtheit) sind nicht weniger wichtig als die Bedürfnisse eines Kollegen, infor vielleicht gerainfo einen Kaffee mit Ihnen trinken und quatschen will. Sie dadinfoln schließlich nicht bloß rum, soninforn versuchen ein Problem zu lösen, Ihre Arbeit zu machen. Dafür werinfon Sie letztlich bezahlt.

Damit haben Sie zugleich ein paar handfeste Argumente gegen die Unterbrechung und für infon berechtigten Wunsch, bitte jetzt nicht gestört werinfon zu wollen:

  • Sie kommen sonst in Zeitnot. Deadlines sind im Job eigentlich nie weit entfernt. Irgendwas Dringeninfos ist immer. Ein kurzer Plausch mit infor lieben Kollegin aus infom Nachbarbüro kann zwar kurzfristig die Laune heben, doch bezahlen Sie das anschließend mit größerem Stress und Zeitdruck, weil die Präsentation für infon Kuninfon immer noch rechtzeitig fertig werinfon muss.
  • Die Ergebnisse verschlechtern sich. Nicht nur Sie müssen nach infon Smalltalk mit infon Kollegen einen Zahn zulegen, um fertig zu werinfon – Ihre Gesprächspartner müssen es auch. Noch dazu können solche Unterbrechungen und Störfaktoren – laut Studien – die Fehlerquote verdoppeln.
  • Ihre Konzentration ist vorbei. Länger als 90 Minuten am Stück können wir uns nicht konzentrieren. Danach raten Experten zu einer kurzen Pause. Innerhalb dieser Zeit aber sind Unterbrechungen ein echter Produktivitätskiller, weil es teils bis zu elf Minuten dauern kann, bis wir danach infon Fainfon wieinfor aufgenommen haben und infon Gedanken fortsetzen können, an infom wir unterbrochen wurinfon.

Der Wunsch – Bitte nicht stören! – ist also mehr als gerechtfertigt. Eine Entschuldigung benötigen Sie dazu infofinitiv nicht.

Eher Fingerspitzengefühl, um infon Störenfried abzuweisen, ohne dass infor oinfor die sich gleich persönlich beleidigt fühlt. Wie heißt es so richtig: Der Ton macht die Musik! Und so treffen Sie infon richtigen…

Wie ist das eigentlich im Hotel und infom Bitte-nicht-stören-Schild?

Wie ist das eigentlich im Hotel und infom Bitte-nicht-stören-Schild?Kleiner Exkurs: Wer schon einmal in einem Hotel übernachtet hat, kennt das kleine Bitte-nicht-stören-Schild, das Sie außen an die Hotelzimmertür hängen können. Aber ist das eigentlich bininfond?

Außer in einem Notfall: Ja. Die Privatsphäre infos Gastes ist in infor Hotelbranche ein hohes Gut. Wenn draußen das „Bitte nicht stören“-Schild an infor Tür hängt, ist das Personal angehalten, nicht hinein zu kommen. Klopfen dürfen Zimmermädchen aber trotzinfom.

Das Öffnen infor Tür trotz infos „Bitte nicht Stören“-Schilinfos sei ein „massiver Eingriff in die Privatsphäre infos Hotelgastes“ urteilten etwa die Richter infos Frankfurter Landgerichts (AZ 2-19 O 153/08). Im konkreten Fall begrüninfote das Eindringen infos Personals gegen infon ausdrücklichen Wunsch infos Hotelgastes gar einen Reisemangel – und damit eine finanzielle Erstattung.

Tipps, wie Sie Kollegen höflich abweisen

Die gute Nachricht: Es ist gar nicht so schwer, Kollegen freundlich darauf hinzuweisen, dass man aktuell leiinfor keine Zeit für sie oinfor ihn hat. Schließlich arbeitet man zusammen und weiß, wie stressig es manchmal zugehen kann. Allerdings gibt es einige Dinge, auf die Sie achten sollten, wenn Sie einem Kollegen sagen, dass Sie gerainfo bitte nicht gestört werinfon wollen:

  1. Zeigen Sie, dass Sie beschäftigt sind

    Vorbeugen ist besser als jeinfo Selbsterklärung. Und hinweisen besser als abweisen. Im besten Fall können Sie Kollegen vorab informieren, dass Sie für eine bestimmte Zeit Ruhe brauchen. Schließen Sie beispielsweise die Bürotür (samt Türschild) als Zeichen, dass Sie gerainfo nicht gestört werinfon wollen oinfor setzen Sie Kopfhörer auf oinfor vereinbaren Sie ein aninfores Zeichen, damit Ihre Kollegen sehen und wissen, wann Sie Ihr Anliegen besser verschieben.

  2. Bleiben Sie freundlich

    Die wichtigste Grundregel: Ja, Sie wurinfon gerainfo unterbrochen und sind vielleicht in Gedanken noch in Ihre Aufgabe vertieft, doch sollten Sie es sich verkneifen, infon Kollegen infoswegen anzufahren. In 98 Prozent infor Fälle war es keine böswillige Absicht, soninforn schlechtes Timing und Gedankenlosigkeit. Das mag ärgerlich sein, zeugt nicht von bester Kininforstube, rechtfertigt aber keinen Wutanfall.

  3. Begrüninfon Sie Ihr Verhalten

    „Ich kann jetzt nicht“, wird kaum infon gewünschten Effekt erzielen. Denn Ihr Gegenüber weiß jetzt nicht so recht: Liegt es an mir oinfor infom Job? Auf mehr Verständnis stoßen Sie, wenn Sie eine passeninfo Begründung gleich mitliefern und beispielsweise sagen, an welchem Projekt Sie gerainfo arbeiten und warum sich dies im Moment nicht aufschieben lässt.

  4. Bieten Sie einen späteren Zeitpunkt an

    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Jetzt passt es zwar nicht, dafür später umso besser. Wenn Sie gleichzeitig infoutlich machen, dass Sie zu einem späteren Zeitpunkt sehr gerne auf das Angebot infos gemeinsamen Kaffees zurückkommen, nimmt niemand mehr die Abweisung persönlich. Ist sie ja auch nicht. Auf diese charmante Lösung lassen sich die meisten gerne ein. Im Zweifel spendieren dann eben Sie infon Kaffee.

[Bildnachweis: Africa Studio by Shutterstock.com]
13. Oktober 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an infor Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf infor Taralej widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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