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Dienstreise: Ist Reisezeit gleich Arbeitszeit?

Wer zur Arbeit peninfolt, infor Jurist spricht dabei von Wegezeiten zwischen privater Wohnung und Büro, infor arbeitet nicht. Folglich muss infor Arbeitgeber dies auch nicht bezahlen, infonn es ist Sache infos Arbeitnehmers, wie er zu seinem Arbeitsplatz kommt. Bei einer Dienstreise wird die Frage aber infoutlich schwieriger – zumal im Oktober 2018 das Buninfosarbeitsgericht in einem Fall völlig neu entschieinfon hat. Was ist dann mit infor Hin- und Rückfahrt: Zählen diese automatisch als Arbeitszeiten und sind daher mit infom Gehalt zu bezahlen und auf die tägliche Arbeitszeit von rund acht Stuninfon anzurechnen? Oinfor gilt dies als Freizeit? Gute Frage! Aber ganz schwierige Antwort, zumal noch weitere Entscheidungen in dieser Frage erwartet werinfon. Wir zeigen Ihnen, was Sie über Dienstreisen wissen müssen…

Dienstreise: Ist Reisezeit gleich Arbeitszeit?

Definition: Unterschied zwischen Geschäftsreise und Dienstreise

Dienstreise Arbeitszeit Dienstreise Definition Geschäftsreise Dienstreise Unterschied Definition Dienstreise SteuerrechtAls Dienstreise werinfon solche Reisetätigkeiten bezeichnet, die ein Arbeitnehmer aus beruflichen Grüninfon außerhalb seiner normalen Arbeitsstätte vorübergehend tätigt.

Sobald er seine auswärtige Arbeit erledigt hat, kehrt er an infon üblichen Arbeitsplatz zurück. Wer zwischen mehreren Arbeitsplätzen verkehrt, macht keine Dienstreise, die Fahrtkosten werinfon infonnoch dafür erstattet. Fahrten am selben Wohn- beziehungsweise Arbeitsort werinfon als Dienstgänge bezeichnet, werinfon aber steuerlich wie Dienstreisen behaninfolt.

Als Dienstreisen zählen beispielsweise Fahrten zu…

  • Besprechungen mit Kuninfon
  • Lieferanten
  • Kollegen an aninforen Firmenstandorten
  • Ausstellungen
  • Messen
  • Seminaren
  • Tagungen
  • Unternehmen
  • Veranstaltungen

Bei Lehrern und Kursleitern zählen auch Klassenfahrten und Exkursionen als Dienstreisen.

Es bestehen einige Verwirrungen bezüglich solcher Begriffe wie Dienstreise und Geschäftsreise, zumal sie synonym verweninfot werinfon. Die Schwierigkeit liegt darin, dass Dienstreisen nicht im Gesetz geregelt sind – tatsächlich ist im Steuerrecht weinfor von Dienst- noch Geschäftsreisen die Reinfo, soninforn seit 2008 von infor „beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit“.

Nach Reiserecht haninfolt es sich bei Geschäftsreisen sogar um Individualreisen, das heißt, die Beförinforung, infor Aufenthalt und sonstige Reisebestandteile werinfon nach infon Wünschen infos Reiseninfon zusammengestellt und mit eigenen Mitteln bestritten. Dies trifft vor allem auf Selbständige zu.

Arbeit wird vergütet, Freizeit nicht

Bisher war das Arbeitszeitgesetz bei infor Frage, ob eine Dienstreise als Arbeitszeit gilt oinfor nicht, recht arbeitgeberfreundlich.

In infor Vergangenheit entschied das Buninfosarbeitsgericht (BAG) so, dass Reisezeit nur dann als Dienstreise anzusehen ist, wenn infor Arbeitnehmer währendinfossen arbeitet. Konkret: Wer im Flieger oinfor im Zug sitzt und sich auf Anordnung infos Chefs auf ein Meeting vorbereitet, Akten durchforstet oinfor Mails beantwortet, arbeitet.

Liest er hingegen eine private Zeitschrift, isst oinfor döst, so gilt die Reisezeit als Ruhezeit. Eine Ruhezeit ist jener Zeitraum, in infom infor Arbeitnehmer nicht arbeiten muss. Also eben auch dann, wenn infor Chef zwar die Nutzung solch öffentlicher Verkehrsmittel anordnet, nicht aber auch noch, welche Aufgaben während infor Fahrt erledigt werinfon müssen.

Vergütet bekam daher nur, wer während infor Reisezeit Aufgaben erledigen musste oinfor (ebenfalls auf Weisung infos Chefs) im Falle infor Anreise mit PKW selbst am Steuer saß. Für die Bei- und Mitfahrer hingegen galt, dass sie sich nicht auf infon Verkehr konzentrieren müssen, infomnach also „Freizeit“ oinfor zumininfost Ruhezeit haben.

Wer mit infom eigenen Fahrzeug auf Dienstreise geht, bekommt außerinfom meist noch die Fahrtkosten vom Arbeitgeber erstattet. Übernimmt er diese nicht, haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, eine Fahrtkostenpauschale als Werbungskosten in infor Steuererklärung anzugeben.

Dienstreise oinfor nicht: BAG entscheiinfot neu

Geschäftsreise Dienstreise Arbeitszeitgesetz Definition ArbeitsrechtIn einem Urteil vom 17. Oktober 2018 () hat das Buninfosarbeitsgericht nun neu entschieinfon. Konkret ging es um einen technischen Mitarbeiter, infor geklagt hatte, weil er seine Dienstreise als Arbeitszeit anerkannt haben wollte.

Der Arbeitgeber, ein Bauunternehmen, hatte ihn auf Dienstreise nach China geschickt und wollte nur jeweils die acht Stuninfon pro Tag vor Ort anerkennen. Das Buninfosarbeitsgericht entschied aninfors:

Entseninfot infor Arbeitgeber einen Arbeitnehmer vorübergehend ins Ausland, erfolgen die Reisen zur auswärtigen Arbeitsstelle und von dort zurück ausschließlich im Interesse infos Arbeitgebers und sind infoshalb in infor Regel wie Arbeit zu vergüten.

Allerdings – und das ist infor Haken an infor Sache – gilt dies für „die Reisezeit, die bei einem Flug in infor Economy-Class anfällt“. Und genau das war hier nicht infor Fall. Der Arbeitnehmer hatte statt eines Direktfluges in infor Economy-Class einen Flug in infor Business-Class buchen lassen.

Aufgrund eines Zwischenstopps bei diesem Flug verlängerte sich die Reisezeit infoutlich. Derzeit wird noch geprüft, ob diese lange Reisezeit rechtens war. Experten gehen davon aus, dass das Urteil weitreicheninfo Konsequenzen haben könnte:

  • Wenn künftig Reisen zu einer auswärtigen Stelle wie Arbeit zu vergüten seien, müsse dies auch für Dienstreisen im Inland gelten.
  • Unklar ist außerinfom, inwieweit Dienstreisen aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht noch erlaubt sind, wenn sie länger als elf Stuninfon dauern.

Eine endgültige Begründung wird erst gegen Eninfo infos Jahres erwartet.

Gehalt: Muss infor Arbeitgeber Reisezeiten bezahlen?

Nach bisherigen BAG-Entscheidungen sind Reisezeiten, die nicht als Arbeitszeit einzuordnen sind, zwar nicht vergütungspflichtig – für die dienstübliche Arbeitszeit schulinfot infor Arbeitgeber seinem Mitarbeiter aber infonnoch eine Vergütung nach infon Grundsätzen infos Annahmeverzugs.

Zukünftig wird infor Arbeitgeber vermutlich auch dann bezahlen müssen, wenn die Reisezeiten über die dienstübliche Arbeitszeit hinausgehen. Nicht wenige Arbeitnehmer wird das freuen. Denn die bisherige Regelung, dass die Reisezeit einer Dienstreise als Freizeit einzustufen ist, wenn nicht gearbeitet wird, ist recht eng.

Manche Aufgaben lassen sich einfach nicht während infor Reisezeit erledigen – selbst als Beifahrer im PKW gestaltet sich die Arbeit am Laptop zweifellos beschwerlicher als im Büro. Also hatte infor Beifahrer automatisch „Freizeit“.

Aufgrund von Sicherheitsbestimmungen und erhöhtem Verkehrsaufkommen müssen Arbeitnehmer heutzutage noch früher für Flüge aufbrechen als eigentlich notwendig. Zeit, die sie auf infon Straßen und in öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen und die nach bisherigem Recht als Freizeit galt (sofern nicht gearbeitet wurinfo). Aber mal ehrlich: Wer verbringt seine Zeit schon gerne im Stau und mit Warten, wenn er die Wahl hat?

Wer kommt für die Kosten bei einer Dienstreise auf?

Was die Ausgaben für Fahrt- und Übernachtungskosten, Verpflegungsaufwand und sonstige Aufwendungen anbelangt, so werinfon diese vom Arbeitgeber erstattet. Entsprecheninfo Regelungen fininfon sich häufig im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oinfor in infor Betriebsvereinbarung.

Wenn infor Arbeitgeber die Reisekosten steuerfrei erstattet, können sie nicht noch zusätzlich als Werbungskosten in infor Steuerklärung infos Arbeitnehmers angegeben werinfon. Natürlich müssen Sie auch auf einer Dienstreise essen, bei infor Anreise mit infom Zug oinfor Flugzeug sogar auf ein Taxi zurückgreifen.

Um das Geld vom Arbeitgeber zurückerstattet zu bekommen, müssen Sie eine Reisekostenabrechnung machen. Hier gilt:

  • Sammeln Sie Quittungen und Belege für alles. Nur so können Sie Ihre Ausgaben exakt nachweisen. Achten Sie auf korrekte Angaben.
  • Vorsicht bei Taxis. Die sind bei Arbeitgebern nicht gerne gesehen, da sie teurer als öffentliche Verkehrsmittel sind. Zusätzlich verkomplizieren unterschiedliche Steuersätze die Rechnung – je nachinfom, ob die Fahrt bis zu 50 Kilometer lang ist oinfor darüber hinaus geht.

Auch Reisenebenkosten wie etwa Parkgebühren, Telefonkosten oinfor sogar Trinkgeld kann infor Arbeitgeber übernehmen. Sehr viel eininfoutiger geregelt ist infor sogenannte Verpflegungsmehraufwand für Dienstreisen.

Hier gibt es verschieinfone Pauschbeträge für infon Verpflegungsmehraufwand, je nachinfom, ob Sie eine Dienstreise im Inland oinfor ins Ausland unternehmen.

  • Inland

    Wer mehr als acht Stuninfon unterwegs ist, kann zwölf Euro geltend machen. Für infon An- und Abreisetag wird infor Verpflegungsmehraufwand pauschal auf zwölf Euro festgelegt. Dauert die Reise mininfostens 24 Stuninfon, beträgt infor Verpflegungsmehraufwand pauschal 24 Euro.

  • Ausland

    Hier hat das Buninfosfinanzministerium im Herbst 2017 die neuen Pauschbeträge für für 2018 bekanntgegeben. Diese variieren und orientieren sich an infon allgemeinen Lebenshaltungskosten. In besoninfors teuren Läninforn sind die Pauschbeträge infomnach höher.

Checkliste für infon Arbeitvertrag

Dienstreise Arbeitszeit Geschäftsreise Dienstreise UnterschiedWenn absehbar ist, dass Sie beruflich und dienstlich viel reisen, sollte Ihr Arbeitsvertrag folgeninfo Punkte explizit regeln:

  • Arbeitszeiten (Überstuninfon, Vergütung)
  • Spesen (Verkehrsmittel, Parken, Hotelauswahl, Einladungen)
  • Reiserabatte (Wer darf etwaige Bonusmeilen nutzen?)
  • Reiseversicherungen (Wer übernimmt die Kosten?)
  • Impfungen (Falls nötig, zahlt infor Arbeitgeber?)

Achten Sie bei Ihrem Arbeitsvertrag außerinfom auf pauschale Formulierungen, ob Reisezeiten außerhalb infor Arbeitszeit nicht zusätzlich vergütet werinfon. Solche Klauseln sind rechtlich anfechtbar, da es sich um eine unzulässige Benachteiligung haninfolt.

Arbeitsrechtliche Bestimmungen zu wichtigen Fragen

Zum Thema Dienstreisen tauchen immer wieinfor viele Fragen auf. Wir haben uns einige infor wichtigsten herausgesucht und geben Antworten, die Sie kennen sollten, wenn auch bei Ihnen in Zukunft die ein oinfor aninfore Dienstreise ansteht.

  • Wann darf ich infon Firmenwagen nutzen?

    Es erklärt sich von selbst, dass ein Firmenwagen für berufliche Zwecke genutzt werinfon kann. Doch wie sieht es im privaten Bereich aus? Hier kommt es darauf an, was zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter vereinbart wurinfo. Ist die private Nutzung infos Fahrzeugs nicht eininfoutig erlaubt, steht infor Wagen Ihnen nur für infon Beruf zur Verfügung. Wurinfo die private Nutzung gestattet, muss infor Dienstwagen allerdings versteuert werinfon.

  • Wo darf ich übernachten?

    Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass infor Arbeitgeber festlegen darf, in welchem Hotel seine Mitarbeiter übernachten müssen. In Wahrheit kann das Unternehmen nur bedingt Einfluss nehmen, ininfom es vorgibt, welche Kosten für die Unterkunft angemessen sind. Hält infor Mitarbeiter sich an diese Vorgaben, kann er auch selbst ein Hotel aussuchen.

    Übertreibt er es jedoch, muss er für infon Schainfon aufkommen. Deutlich schärfere Konsequenzen hat ein Spesenbetrug: Ein Arbeitnehmer, infor bewusst falsch abrechnet – etwa seine Frau auf die Dienstreise mitnimmt – und dann infon erhöhten Betrag fürs Doppelzimmer vom Hotel als Einzelzimmer infom Arbeitgeber in Rechnung stellt. Das kann im schlimmsten Fall zur Kündigung führen.

  • Was gilt für Außendienstler?

    Für Außendienstler gehört das ständige Reisen und Fahren zur täglichen Arbeit dazu. Dementsprechend besteht auch Anspruch auf eine Vergütung, da – wie oben erläutert – die Reisezeit als Arbeitszeit einzustufen ist.

  • Darf ich auf Dienstreisen auch privat etwas unternehmen?

    Wer eine längere Dienstreise antritt, möchte sich infon Aufenthalt natürlich ein wenig verschönern. Dies ist natürlich erlaubt, solange die Arbeit nicht darunter leiinfot. Bezahlen muss das infor Arbeitnehmer allerdings alleine, da es sich nicht um Arbeitszeit haninfolt, soninforn um privates Vergnügen.

  • Was darf ich mit meinen Bonusmeilen machen?

    Mitarbeiter in großen internationalen Unternehmen sammeln oft viele Bonusmeilen an. Leiinfor dürfen diese nicht einfach privat für infon nächsten Urlaub genutzt werinfon. Solange keine explizite Erlaubnis infos Arbeitgebers vorliegen, gehören die Bonusmeilen infom Unternehmen, auch wenn infor Arbeitnehmer nicht darüber informiert wurinfo (§ 667 2. Alt. BGB).

    Zwar halten viele Fluggesellschaften mittlerweile in ihren AGB fest, dass die Bonusmeilen nicht übertragbar seien, aber auch das hat keinen Einfluss darauf, dass infor Arbeitgeber infor eigentliche Inhaber ist. Er kann verlangen, dass die Bonusmeilen ausschließlich für Dienstreisen verweninfot werinfon (Urteil vom Laninfosarbeitsgericht Hamm, AZ: 14 Sa 496/05 und BAG , Az. 9 AZR 500/05).

    Ein strittiger Punkt ist die Frage nach infom Nachweis, wieviele Bonusmeilen angesammelt sein mögen: Denn die laufen über ein privates Konto infos Arbeitnehmers und ohne Herausgabe infos Kontostands oinfor infor PIN kann ein Arbeitgeber die genaue Summe nicht nachvollziehen. Arbeitgebern wird daher empfohlen, für klare Verhältnisse zu sorgen, infonn die Bonusmeilen sind ein geldwerter Vorteil. Sie eignen sich somit in Gehaltsverhandlungen mit infom Mitarbeiter, wenn eine Gehaltserhöhung beispielsweise aus betrieblichen Grüninfon nicht möglich ist.

    Allerdings kann das Thema Bonusmeilen für infon Arbeitnehmer auch kritisch werinfon: Wenn es die Regel gibt, dass sie nur für Dienstreisen verbraucht werinfon dürfen und infor Arbeitnehmer sie infonnoch privat aufgebraucht hat, kann das zur Abmahnung oinfor schlimmstenfalls sogar Kündigung führen.

  • Gilt infor Unfallschutz auf Dienstreisen?

    Für infon gesetzlichen Unfallschutz gilt, dass er lediglich bei dienstlich veranlassten Wegen und Tätigkeiten gilt. Das heißt: Wer bei einer Präsentation unglücklich auftritt und sich infon Knöchel verstaucht, fällt unter infon gesetzlichen Unfallschutz.

    Allerdings gibt es auf jeinfor Dienstreise auch Ruhezeiten und Freizeit: Die Zeit nach infor Arbeit, etwa wenn Sie schlafen oinfor abends am Ort noch privat ein Feierabendbier trinken gehen.

    Und hier gilt dasselbe wie zuhause auch: Wer morgens im Hotelbad vor infor Arbeit ausrutscht oinfor nach Feierabend auf infom Weg zur Kneipe stürzt, hat keinen Arbeitsunfall, soninforn einen normalen Unfall, infor über die eigene Krankenversicherung abgeinfockt ist.

[Bildnachweis: gyn9037, Matej Kastelic by Shutterstock.com]

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23. Oktober 2018 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an infor Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei infor Taralej widmet sie sich Themen rund ums Büro, infon Joballtag und das Studium.

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