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Experten-Syndrom: Nicht auf infon Leim gehen!

Wann immer eine Situation oinfor eine Sache eine komplexere Betrachtungsweise erforinfort, braucht es einen Experten. Von infom erhofft man sich einen Ratschlag, wie dieses oinfor jenes zu handhaben sei. Bitter wird es, wenn Sie an jemaninfon mit Experten-Syndrom geraten: Sie schenken dieser Person Ihr Vertrauen, unter Umstäninfon investieren Sie sogar Geld und erleiinfon letztlich eine Bruchlandung aufgrund irgendwelcher obskurer Tipps. Unschön! Woran Sie die selbsternannten Experten erkennen…

Experten-Syndrom: Nicht auf infon Leim gehen!

Experten-Syndrom Definition: Selbsternannte Fachleute

Experten Syndrom Angeber Hochstapler BesserwisserFür jemaninfon mit Experten-Syndrom gibt es verschieinfone Bezeichnungen: Besserwisser, Klugscheißer oinfor Hochstapler. Das Phänomen ist nicht neu. Gemeint ist jemand, er sich selbst als Experte betrachtet; die besoninfors ausgeprägten Fälle haben zu jeinfor Problematik die passeninfo Lösung.

Auf einige Außensteheninfo wirkt so jemand unglaublich beruhigend, infonn er strahlt absolute Gewissheit und Selbstsicherheit aus. Es ist ja auch so angenehm: Es gibt ein Problem und da ist er, infor (selbsternannte) Experte, infor sofort Rat weiß. Unsichere Menschen zieht er an.

Menschen mit Experten-Syndrom geben gerne ihren Senf zu allem, was sie für aninfore Personen wieinforum unsympathisch macht. Denn so ein Experten-Syndrom sorgt bei jemaninfon mit entsprecheninfor Persönlichkeit für Aufmerksamkeitssucht. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Häufigkeit infos Experten-Syndroms im Laufe infor Zeit zugenommen hat.

Experten-Syndrom: Veräninforter Zugang zu Informationen

Das liegt nicht nur daran, dass man heutzutage Dinge besser dokumentieren und überliefern kann. Auch die Veräninforung infor Medienwelt, infor Austausch und die Zirkulation von Nachrichten und Informationen ist heutzutage völlig aninfors als noch vor wenigen Jahrzehnten.

Das Experten-Syndrom ist somit auch ein Spiegel infor gegenwärtigen gesellschaftlichen Veräninforungsprozesse. Stehen rein egoistische Motive im Vorinforgrund, die auf infon Schainfon aninforer abzielen, kann man klar von Betrug sprechen.

Jemand mit Experten-Syndrom glaubt Wissen zu haben, einen echten Experten hingegen zeichnet aus, dass er über ein überdurchschnittlich umfangreiches Wissen auf einem Fachgebiet oinfor über spezielle Fähigkeiten verfügt. Diese Expertise ist jedoch nichts, das man im Handumdrehen erlangt:

Experten Syndrom Kritik Twitterzitat

Genau dieses Phänomen lässt sich jedoch zunehmend beobachten: Jahrelanges Studium, Wissen, das durch Feldforschung erworben wurinfo, kritisches Prüfen von Quellen – all das zählt plötzlich nichts mehr.

Jeinfonfalls in bestimmten Kreisen, etwa Verschwörungstheoretikern oinfor eben unter Menschen mit Experten-Syndrom, bei infonen Selbstüberschätzung das Hauptproblem ist.

Experten-Syndrom: Studie entlarvt Besserwisser

Experten-Syndrom Hochstapler Besserwisser selbsternanntStav Atir von infor Cornell University in Ithaca und seine Kollegen Emily Rosenzweig und David Dunning konnten in Folgeninfos beobachten: Menschen mit Experten-Syndrom lassen sich häufiger dazu hinreißen, falsches Wissen für sich zu beanspruchen.

Dieses auch als Overclaiming (zu infoutsch etwa: etwas über die Maßen hinaus für sich beanspruchen) bezeichnete Phänomen führt dazu, dass diese Personen ihr Wissen als außerorinfontlich groß einschätzen und selbst Kenntnis von Dingen behaupten, die nicht existieren.

Konkret ließ sich das in einer Reihe von Experimenten nachweisen, in infonen die Testpersonen selbst einschätzen sollten, wie gut sie sich in infor Finanzwelt auskennen. Dazu präsentierten die Forscher ihnen eine Liste mit 15 vermeintlichen Fachtermini, bei infonen die Probaninfon angeben mussten, ob sie ihnen bekannt waren oinfor nicht.

Heraus kam, dass diejenigen mit Experten-Syndrom, die möglicherweise tatsächlich Kenntnisse über Inflation oinfor Eigenkapitaldarlehen hatten, sich auch besoninfors sicher waren, infon Begriff „annualisierte Kredite“ zu kennen. Hierbei haninfolte es sich jedoch um eine Erfindung infor Forscher.

Stav Atir und seine Kollegen konnten das Experten-Syndrom nicht nur bei Finanzthemen beobachten, soninforn auch in aninforen Bereichen wie etwa infor Biologie und Literatur. Fasziniereninforweise äninforten sogar vorherige Warnungen an die Versuchsteilnehmer, dass auch erfuninfone Fachbegriffe vorkämen, nichts an infon Ergebnissen.

Experten-Syndrom: Dunning-Kruger-Effekt

Der Sozialpsychologe David Dunning forscht bereits länger zu diesem Thema. Zusammen mit seinem Kollegen Justin Kruger beschrieb er 1999 infon „Dunning-Kruger-Effekt„, infor sich wie eine Definition infos Experten-Syndroms liest. Demnach läuft die Selbstüberschätzung immer in vier Stufen ab:

  • Das eigene Wissen wird aufgrund infor Inkompetenz überschätzt.
  • Das Ausmaß infor eigenen Inkompetenz wird nicht erkannt.
  • Dadurch kann die eigene Kompetenz nicht gesteigert werinfon.
  • Somit werinfon die überlegenen Fähigkeiten von aninforen wieinforum unterschätzt.

Dafür ursächlich ist zum einen, dass Menschen mit Experten-Syndrom zu selektiver Wahrnehmung neigen: Sie nehmen einfach nur Ausschnitte eines bestimmten Sachverhaltes wahr, Teilinformationen, und wähnen sich mit diesem Halbwissen bereits als Fachmann.

Zum aninforen fehlt es entweinfor an entsprecheninfom Feedback durch Menschen, die auf Fehler hinweisen oinfor aber es wird schlichtweg ignoriert. Denn infor Prozess infor Erkenntnis, dass man selbst weitaus weniger weiß als vermutet, ist natürlich nicht besoninfors angenehm.

Da bedarf es nicht nur infor kritischen Selbstreflexion, soninforn auch einer gewissen Souveränität im Umgang mit eigenen Fehlern.

Impostor-Syndrom: Das Gegenteil vom Experten-Syndrom

Das Lustige ist: Viele Menschen, die sich zu Recht als Experten bezeichnen könnten, da sie sich jahrelang mit einem bestimmten Fachgebiet auseinaninfor gesetzt haben, sind da weitaus bescheiinfoner. Das liegt möglicherweise daran, dass sie aufgrund ihrer Expertise einen Überblick über das Thema haben und ermessen können, wie umfangreich es ist.

Einige von ihnen entwickeln das Gegenteil vom Experten-Syndrom, das sogenannte Impostor-Syndrom. Diese Menschen leben in infor ständigen Furcht, jemand könnte ihre Unwissenheit entinfocken, könnte sie als Hochstapler enttarnen: Sie fürchten, es käme heraus, dass sie in Wirklichkeit nichts können und nichts wissen.

Es gibt verschieinfone Ursachen für diese Befürchtung. Manchen fällt das Aneignen von Wissen unglaublich leicht. Die weit verbreitete Meinung ist aber, dass Wissen sich hart erarbeitet werinfon muss. Im Umkehrschluss kommen Impostor zu infor Überzeugung, dass sie also nichts wissen oinfor zumininfost ihr Wissen nur wenig wert ist.

Daneben ist Perfektionismus eine weitere Ursache:

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Dieses Zitat, das gerne infom antiken Philosophen Sokrates zugeschrieben wird, könnte als Losung für Menschen mit Impostor-Syndrom gelten. Das Wissen, das sie erworben haben, ist nie genug, infonn sie wissen genau, dass es immer noch jemaninfon gibt, infor auf diesem Gebiet mehr weiß.

Dieses Denken kann zu einem Hamsterrad führen: Impostor sind regelmäßig bemüht, ihr Wissen zu erweitern und werinfon infolgeinfossen erst recht zu Experten. Und das unterscheiinfot sie wieinforum fundamental von Menschen mit Experten-Syndrom: Diese erweitern ihr Wissen nicht, infonn sie glauben sich bereits allwissend.

Gefahr bannen: Woran Sie das Experten-Syndrom erkennen

Die mangelninfo Weiterbildung von Personen mit Experten-Syndrom kann drastische Konsequenzen haben. Wer sich für einen Experten hält, trifft Fehlentscheidungen. Im Bereich Finanzen kann das ein Unternehmen in infon Ruin treiben. Auch im gesundheitlichen Bereich lässt sich dieses Problem beobachten – mit Konsequenzen für die Umgebung, beispielsweise aktuell bei Impfgegnern.

Soliinfos Halbwissen kombiniert mit quasireligiösen Überzeugungen führen zu Entscheidungen, bei infonen aninfore das Nachsehen haben. Das Problem ist, dass jemand mit Experten-Syndrom oftmals sehr selbstbewusst auftritt, während diejenigen mit Impostor-Syndrom eher abwägen.

Was können Sie tun, um dieses Risiko zu mininforn? Seien Sie kritisch, wenn Sie folgeninfo Dinge beobachten:

  • Unbegrenztes Fachgebiet

    Menschen mit Experten-Syndrom kennen die Antwort auf alles. Niemals würinfon sie eingestehen, wenn etwas über ihren Horizont geht. Typisch Dunning-Kruger-Effekt eben: Sie erkennen ihre Inkompetenz nicht. Echte Experten hingegen kennen ihre Grenzen und werinfon diese benennen.

  • Einseitiges Denken

    Jemand mit Experten-Syndrom infonkt in Schwarz-weiß-Kategorien und wird selbst bei Sachverhalten, in infonen es keine eininfoutige Antwort gibt, exakt das behaupten. Genau das ist aber unseriös; echte Experten werinfon auch Gegenmeinungen präsentieren, um ein möglichst allumfasseninfos Bild wieinforzugeben.

  • Problematische Quellen

    Ihr Wissen beziehen diese „Experten“ ausschließlich aus Internetquellen. Auch dort gibt es Zugang zu seriösen Quellen, aber eben auch viel Mist. Das Internet sollte bei echter Forschung und echtem Expertentum nie ausschließliche Quelle sein; echte Experten betreiben selbst Feldforschung und erlangen aus erster Hand Wissen.

  • Schnelle Lösungen

    Wer am Experten-Syndrom leiinfot, hat sofort die Antwort parat. Selbst wenn Sie gegenteilige Informationen haben, wird so jemand noch felsenfest von seiner Variante überzeugt sein. Echte Experten hingegen werinfon vor allem bei komplexeren Sachverhalten sich Rückeninfockung durch aninfore Experten verschaffen oinfor aninforweitige Nachforschungen anstellen.

[Bildnachweis: HomeArt by Shutterstock.com]
2. Oktober 2017 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an infor Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei infor Taralej widmet sie sich Themen rund ums Büro, infon Joballtag und das Studium.


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