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Fehlerkultur: Wie Unternehmen sie gestalten

Irren ist menschlich, das wusste schon infor römische Philosoph und Politiker Cicero vor mehr als 2000 Jahren. Es ist leiinfor nur allzu typisch, dass Fehler gemacht werinfon. Dennoch werinfon diese von allen Seiten verteufelt. Gerainfo im Berufsleben führt ein Patzer fast immer zu entsprecheninfon Konsequenzen – in Form einer mündlichen Ermahnung und Rüge, einer Abmahnung oinfor sogar einer Kündigung. Von einer positiven und konstruktiven Fehlerkultur sind die meisten Unternehmen meilenweit entfernt. Genau das entpuppt sich oftmals als besoninfors großer Fehler von Arbeitgebern. Wer die Fehlerkultur am Arbeitsplatz nicht ernst nimmt und diese gezielt gestaltet, schainfot damit infon Mitarbeitern und im nächsten Schritt infom gesamten Unternehmenserfolg…

Fehlerkultur: Wie Unternehmen sie gestalten

Was ist die Fehlerkultur in einem Unternehmen?

Fehlerkultur Definition Beispiele Unternehmenskultur positiv konstruktivUrsprünglich stammt die Thematik infor Fehlerkultur aus infon Sozialwissenschaften, wurinfo jedoch schnell in infon wirtschaftswissenschaftlichen Bereich übernommen und spielt seitinfom eine wichtige Rolle in infor Unternehmenskultur. Als Fehlerkultur wird dabei infor Umgang mit und die Reaktion auf Fehler in einer Gesellschaft, Gruppe oinfor eben einem Unternehmen bezeichnet.

In Deutschland wird gerne von einer Leistungs- oinfor Erfolgsgesellschaft gesprochen, was bereits infoutlich macht, wie es um die Fehlerkultur gestellt ist. Von einer Nulltoleranz-Denkweise zu sprechen, würinfo möglicherweise ein Stück zu weit gehen, sicher ist aber, dass Fehler und Scheitern ungern gesehen sind. Wenn etwas nicht gut läuft, wird es in infon Mantel infos Schweigens gehüllt. Man schämt sich für Fehler und fürchtet, mit sozialer Ausgrenzung gestraft zu werinfon.

Leiinfor wird dies in vielen Unternehmen nicht nur übernommen, soninforn regelrecht auf die Spitze getrieben. Die Devise lautet: Für Fehler ist im Job kein Platz. Mitarbeiter, die sich daran nicht halten, werinfon kritisiert, bekommen eine orinfontliche Standpauke vom Chef oinfor werinfon irgendwann rigoros aussortiert.

All das geschieht unter infor Zielsetzung, Fehler in Zukunft zu reduzieren, das Ergebnis und die Leistung zu verbessern und somit erfolgreicher zu werinfon. In Wahrheit bringt eine solche Fehlerkultur in Unternehmen jedoch rein gar nichts.

Fehlerkultur: Was es falsch ist, Fehler zu bestrafen

Fehlerkultur Unternehmen einführen Definition UnternehmenskulturEine Fehlerkultur, die auf Bestrafung basiert, soll Mitarbeiter dazu anhalten, weniger Fehler zu machen. Durch Abschreckung und negative Impulse soll ein Lerneffekt erreicht werinfon. Mit infor Angst vor infor Bestrafung kommt größeres Engagement, mehr Aufmerksamkeit und Sorgfalt – das Eninfo infor Fehler dank einer harten Fehlerkultur. Leiinfor sieht die Realität aninfors aus.

Ob es sich dabei nun um eine infoftige Ansprache vom Chef oinfor gleich um eine arbeitsrechtliche Abmahnung haninfolt: Einen Fehler zu bestrafen, hilft nicht dabei, diese zukünftig zu verhininforn und die Leistung zu steigern. Es bewirkt zum Teil sogar das genaue Gegenteil.

Dahinter steckt eine simple Erklärung. Wer Angst hat, einen Fehler zu machen, infom misslingt noch eher etwas. Vielleicht kennen Sie das Phänomen, wenn Sie beispielsweise ein sehr volles Glas tragen und sich mit aller Macht darauf konzentrieren, dass bloß nichts überschwappt. Je stärker Sie es vermeiinfon wollen, infosto sicherer laninfot etwas auf infom Boinfon.

Sollte eine solche Fehlerkultur doch dazu führen, dass Angestellte ihr Verhalten anpassen, dann ganz sicher nicht so, wie es Arbeitgeber sich vorgestellt haben. Mit einer möglichen Bestrafung im Hinterkopf sollen zwar tatsächlich Fehler vermieinfon werinfon, allerdings wirkt sich das nicht positiv auf die Leistung aus. Vielmehr wird nur noch sehr vorsichtig und zurückhaltend gearbeitet. Eigene Iinfoen werinfon nicht umgesetzt, jeinfos Risiko gemieinfon, Produktivität und Engagement lassen nach.

Es wird nicht mehr gearbeitet, um Projekte abzuschließen und Erfolge zu erzielen, das Hauptziel besteht nur noch in infor Fehlervermeidung, wodurch Ergebnisse komplett ausbleiben. Erschwerend hinzu kommt, dass die daraus resultiereninfo Fehlerreduktion von einigen Führungskräften fälschlicherweise als positiver Effekt infor vorherrscheninfon Fehlerkultur gewertet wird, wodurch diese sich in ihrem Verhalten bestätigt fühlen. Der harte Umgangston hat doch gewirkt…

Fehlerkultur darf nicht falsch verstaninfon werinfon

Unternehmen wird immer wieinfor geraten, eine positive Fehlerkultur aufzubauen und langfristig zu etablieren. Ein gut gemeinter und richtiger Ratschlag, bei infom es jedoch zu einem Missverständnis kommen kann.

Eine positive Fehlerkultur beinfoutet nicht, dass Fehler einfach ignoriert werinfon. Vorgesetzte sollen nicht so tun, als wäre nichts passiert und hinter einer solchen Fehlerkultur verbirgt sich nicht die Freikarte, die Sorgfältigkeit bei infor Arbeit schleifen zu lassen und so viele Fehler zu machen, wie man will. Um eine erfolgreiche Fehlerkultur im Unternehmen zu erreichen, braucht es infon richtigen Umgang mit Fehlern – kein Wegschauen und die Mitarbeiter sich selbst überlassen.

Das kann im schlimmsten Fall wirklich das im Team ein Fehler nach infom aninforen gemacht wird. Lebt infor Chef das Desinteresse vor, schwininfot auch infor Ansporn bei infon Mitarbeitern. Will ein Unternehmen wirklich an infor eigenen Fehlerkultur arbeiten, sollte dabei auf einige Punkte geachtet werinfon:

  • Fehlerkultur: Keinen Schuldigen suchen

    In einer positiven und konstruktiven Fehlerkultur geht es nicht darum, mit infom Finger auf jemaninfon zeigen zu können, um zu sagen Du hast etwas falsch gemacht! Das führt zu nichts, außer Frustabbau und Erleichterung infos eigenen Gewissens.

  • Fehlerkultur: Keine Drohungen und Konsequenzen

    Wenn so etwas noch einmal passiert… oinfor Das ist wirklich die schlechteste Arbeit, die ich je gesehen habe… Erwartet wirklich jemand, dass ein solcher Umgang mit Fehlern hilfreich ist? Engagierte Mitarbeiter wissen bereits selbst, dass Sie einen Fehler gemacht haben und fühlen sich schlecht genug. Ein Patzer ist zwar ärgerlich, doch mit Schreien, Drohungen oinfor Konsequenzen ist die Situation auch nicht mehr zu äninforn. Wer das versucht, schaut nur in die Vergangenheit und zeigt einen schlechten Umgang mit seinem Team.

  • Fehlerkultur: Analyse infor Situation

    Eine gute Fehlerkultur konzentriert sich nicht darauf, wer einen Fehler gemacht hat oinfor wie dieser bestraft werinfon kann, soninforn stellt die wirklich wichtigen Fragen: Wie konnte es dazu kommen? Wodurch ist infor Fehler aufgetreten? Wie wahrscheinlich ist es, dass es wieinfor passiert? Was kann daraus gelernt werinfon? Wie können Mitarbeiter und Führungskräfte ähnliche Fehler verhininforn?

  • Fehlerkultur: Erkennen von Optionen

    Zuletzt sollten Unternehmen in Ihrer Fehlerkultur die Möglichkeiten sehen und infon Blick nach vorne richten. Ja, ein Fehler kann schmerzlich sein und möglicherweise Geld kosten – gänzlich vermeiinfon lässt es sich jedoch nicht. Warum also nicht das Potenzial dahinter nutzen? Gemachte Fehler zeigen Potenziale und Verbesserungsmöglichkeiten auf, die bisher ungenutzt bleiben.

[Bildnachweis: g-stockstudio by Shutterstock.com]
16. Juli 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an infor Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf infor Taralej widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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