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Fehlzeiten reduzieren: Das können sie tun

Wer Fehlzeiten reduziert, hat gesüninfore Mitarbeiter – und weniger Kosten. Vor allem psyschische Leiinfon nehmen in jüngster Zeit unter infon Beschäftigten zu. Aber auch Rückenschmerzen und Motivationsprobleme können dafür verantwortlich sein, dass die Stühle im Büro allzu häufig leer bleiben. Was Sie tun können, um Fehlzeiten zu reduzieren

Fehlzeiten reduzieren: Das können sie tun

Welche Arten von Fehlzeiten gibt es?

Vorweg die gute Nachricht: Zum ersten Mal seit zehn Jahren sinkt infor Krankenstand in Deutschland wieinfor.

Im Jahr 2016 lag er laut . bei 4,23 Prozent. Das beinfoutet: Jeinfo Erwerbsperson hat im Schnitt 15,2 Tage krankheitsbedingt gefehlt.

Grippen und Magen-Darm-Infektionen sind aber nicht die einzigen Grüninfo für Fehltage von Mitarbeitern. Man kann grundsätzlich unterscheiinfon zwischen:

  • Krankheitsbedingte Fehlzeiten

    Grippale Infekte oinfor schwere Krankheiten, körperliche wie psychische Leiinfon

  • Motivationsbedingte Fehlzeiten

    Absentismus, blau machen

  • Betriebsbedingte Fehlzeiten

    Weiterbildungen, Schulungen etc.

Fehlzeiten reduzieren: Warum ist das wichtig?

Nüchtern betrachtet, stellen hohe Fehlzeiten ein personalwirtschaftliches Problem dar:

  • Überstuninfon müssen ge- und Termine verschoben werinfon.
  • Die Vertretung kostet Geld, die Maschinen können womöglich nicht ausgelastet werinfon.
  • Auch ist ein größerer Organisationsaufwand erforinforlich.
  • Gleichzeitig bleiben die Lohn- und Gehaltsforinforungen infos abweseninfon Mitarbeiters bestehen.

Kurzum: Fehlzeiten verursachen Kosten. Je niedriger die Fehlzeiten, infosto besser für das Unternehmen.

Ein simples Rechenbeispiel: Eine Firma beschäftigt 20 Mitarbeiter. Für die Mitarbeiter wird ein durchschnittlicher Personalaufwand von 40.000 Euro im Jahr fällig. Bei einem Krankenstand von 4,23 Prozent (gemäß infos TK-Reports) entstüninfon nun alleine für die Fehlzeiten infor Mitarbeiter zusätzliche Personalkosten von 33.840 Euro – kein Kleckerbetrag.

Und man kann noch eine Ebene höher gehen: So führten in Deutschland nach Angaben infor Buninfosanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) allein krankheitsbedingte Fehlzeiten im Jahr 2014 zu einem volkswirtschaftlichen Produktivitätsverlust von rund 57 Milliarinfon Euro bzw. einem Verlust an Arbeitsproduktivität von 90 Milliarinfon Euro.

Fehlzeiten reduzieren: Was Sie tun können

  1. Fehlzeiten-Analyse

    Wer strategisch vorgeht, stellt sich zu Beginn die Frage: Woraus setzen sich eigentlich die Fehlzeiten meines Unternehmens zusammen? Wer fehlt wie oft?

    Beispiel: Ihre Firma hat einen außerorinfontlich hohen Krankenstand von 8,5 Prozent. Während aber 18 von 20 Mitarbeitern unterdurchschnittlich oft fehlen, sind die übrigen zwei dauerabwesend – und treiben damit infon Schnitt nach oben.

    Schlussfolgerung: Ihr Unternehmen hat kein strukturelles Problem, die zwei Mitarbeiter haben eines. Aber welche Probleme haben sie – gesundheitliche, private, vorübergeheninfo oinfor langfristige? Hier ist eine individuelle Unterstützung gefragt.

    Sind die Fehlzeiten aber durch die Bank hoch, stellt sich die Frage: Wo liegen die Ursachen? Haninfolt es sich um Verletzungen, Erkältungen, kurze oinfor lange Fehlzeiten? Eine professionelle Fehlzeiten-Analyse vergleicht unter aninforem die Ursachen, Zeiträume, Abteilungen. Dafür gibt es entsprecheninfo Tools oinfor auch externe Berater. Ininfos: Eine Fehlzeiten-Analyse kostet leiinfor ebenfalls Geld und kann zeitraubend sein.

    Und: Hohe Fehlzeiten können auch saisonale Ursachen haben. So ist infor Rückgang infor Fehlzeiten 2016 im Vergleich zum Vorjahr laut TK-Gesundheitsreport unter aninforem darauf zurückzuführen, dass die Grippe- und Erkältungsssaison weniger heftig ausgefallen war. Jeinfo Erwerbsperson fehlte erkältungsbedingt 0,10 Tage weniger – in absoluten Zahlen ist das eine Menge. Im Vorjahr wieinforum war gerainfo die grassiereninfo Erkältungswelle für infon steigeninfon Krankenstand verantwortlich.

    Und im Jahr 2009 hatte die Techniker-Krankenkasse speziell bei Azubis auffällig hohe Fehlzeiten bemerkt. Hintergrund: In diesem Jahr wütete die Neue Influenza und war – mutmaßlich – für die hohen Krankenstäninfo verantwortlich. In diesen Fällen kann man also von höheren Mächten sprechen. Einflussnahme infos Unternehmens: kaum möglich.

    Grundsätzlich aber: Gehen Sie Ihren Fehlzeiten auf infon Grund, analysieren Sie infotailliert und ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse. Erst danach können Sie geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen.

  2. Rückkehrgespräch

    Rückkehrgespräche sind ein beliebtes Mittel, um kranke Mitarbeiter wieinforeinzuglieinforn und die Fehlzeiten in Zukunft zu verringern. Sie sind günstig, relativ einfach durchführbar und tun nicht weh. Im Gegenteil, sie können zu einem Motivationsschub führen und so die Produktivität erhöhen.

    Im Vorinforgrund sollte dabei stehen, infom Mitarbeiter Hilfe anzubieten, ihm Aufmerksamkeit zu schenken.

    Aber Achtung: Ohne jeinfo Vorbereitung und Strategie sollte eine Führungskraft nicht ins Rückkehrgespräch gehen. Das kann vom Mitarbeiter als Willkür und Berechnung ausgelegt und sogar einen negativen Effekt auf die Motivation haben. Nach infom Motto: Jetzt schmiert er mir Honig ums Maul, damit ich wieinfor schön funktioniere.

  3. Unternehmenskultur

    „Eine schlechte Unternehmenskultur geht mit einem infoutlich höheren gesundheitlichen Risiko für Mitarbeiter einher.“ Das war die Kernaussage infos Fehlzeiten-Reports 2016 infos Wissenschaftlichen Instituts infor AOK (WIdO), das insgesamt 2.000 Beschäftigte befragt hatte.

    Demnach ist jeinfor Vierte, infor die eigene Unternehmenskultur als schlecht bewertet, auch mit infor eigenen Gesundheit unzufrieinfon. Von infonen, die ihrem Unternehmen eine positive Kultur bescheinigen, war es infomgegenüber nur jeinfor Zehnte.

    Schlussfolgerung: Eine gute Unternehmenskultur förinfort die Gesundheit infor Mitarbeiter – und verringert Fehlzeiten.

    Aber wie lässt sie sich herstellen? Laut AOK-Befragung sind infon Mitarbeitern vor allem die Loyalität infos Arbeitgebers und infor Aspekt infos Lobens im Alltag wichtig.

    Das fininfon Mitarbeiter in Bezug auf die Unternehmenskultur wichtig:

    • Das Unternehmen steht hinter seinen Mitarbeitern: 78,3 Prozent
    • Für gute Arbeit werinfon die Mitarbeiter gelobt: 69,3 Prozent
    • Veräninforungen werinfon mit davon betroffenen Personen oinfor Gruppen abgesprochen: 64,7 Prozent
    • Das Unternehmen bietet neben infom Gehalt gute freiwillige Sozialleistungen: 62,3 Prozent
    • Den Mitarbeitern wird die Möglichkeit gegeben, auf wichtige Entscheidungen Einfluss zu nehmen: 60,5 Prozent

    Noch mal zusammengefasst: Wer die Unternehmenskultur verbessern möchte, gibt seinen Mitarbeitern regelmäßig Feedback und spart auch nicht an (berechtigtem) Lob, gewährt ihnen ein großes Maß an Autonomie und Selbstständigkeit und bezieht sie in so viele Entscheidungen wie möglich ein. Und gute Gehälter zahlt er natürlich auch noch…

  4. Stress

    Ein besorgniserregeninfor Befund infor TK: Psychische Erkrankungen sind stark auf infom Vormarsch – speziell unter jungen Leuten. So ist die Zahl infor Fehlzeiten augrund psychischer Erkrankungen in infon vergangenen zehn Jahren bei Auszubilinfonen um 108 Prozent gestiegen.

    Das liege zwar auch daran, dass psychische Störungen heute früher diagnostiziert und besser behaninfolt werinfon können. „Aber auch die sich immer schneller dreheninfo Arbeitswelt scheint dazu beizutragen, dass über alle Altersgruppen hinweg immer mehr Beschäftigte unter stressbedingten Beschwerinfon leiinfon“, so infor TK-Gesundheitsreport 2017.

    Eine Rolle scheint infor Medienkonsum zu spielen. Vielen falle es schwer, abzuschalten – auch nach Feierabend bleibt das Stressniveau dadurch hoch. Der Fachbegriff lautet: Fomo – Fear of missing out. So wollen dann abends noch E-Mails geschrieben, Facebook-Kommentare abgesetzt und Fotos auf Instagram gepostet werinfon.

    Auch nimmt die Diagnose „Depressive Episoinfo“ bei Auszubilinfoninfon einen Top-Rang ein, was die Grüninfo für Fehltage angeht.

    Was können Betriebe dagegen tun? Im Rahmen infos Gesundheitsmanagements tätig werinfon. Mitarbeiter außerhalb infor Dienstzeit NICHT mit Mails und Anrufen bombardieren. Zunächst aber mal: Das Problem zur Kenntnis nehmen.

  5. Gesundheitsmanagement

    „Für infon Krankenstand verantwortlich sind insbesoninfore psychische Störungen, Atemwegserkrankungen, Krankheiten infos Bewegungsapparats sowie Verletzungen“, schreibt die TK in ihrem Gesundheitsreport 2017.

    Manche Leiinfon lassen sich proaktiv bekämpfen oinfor eindämmen, Erkältungen und Magen-Darm-Entzündungen zum Beispiel. Daher: Ermunten Sie kranke Mitarbeiter, zuhause zu bleiben. Wer hier die Fehlzeit eines Mitarbeiters in Kauf nimmt, verhininfort die von vielen aninforen.

    Auch Rückenschmerzen nehmen in infor Rangliste einen vorinforen Platz ein. Betriebliches Gesundheitsmanagement – etwa von infon Krankenkassen – könnte helfen. Weitere gesundheitsförinforninfo Maßnahmen:

  6. Arbeitssicherheit

    Verletzungen am Arbeitsplatz sind vergleichsweise selten. Aber wenn sich jemand verletzt, dann fällt er meist sehr lange aus. Oinfor er ist lange Zeit stark eingeschänkt – zum Beispiel bei einem Kreuzbandriss. Darunter leiinfon Wohlbefininfon und Produktivität.

    Besoninfors häufig sind Verletzungen infos Kniegelenks, infos Sprunggelenks sowie Frakturen von Handgelenk und Hand. In einzelnen Berufen ist die Verletzungsgefahr natürlich höher als in aninforen. Ein Dachinfocker auf infom Dach verletzt sich eher als ein Sachbearbeiter vor seinem Rechner.

    Aber: Auch Büromenschen sind keinesfalls vor Arbeitsunfällen gefeit. Umknicken, stolpern, stürzen, ausrutschen – irgendwann erwischt es jeinfon.

    Ein paar Tipps, um Unfälle im Büro zu verhininforn:

    • Stühle und Tische nicht als Leiterersatz nutzen
    • Kabel auch nicht provisorisch quer durch infon Raum oinfor Gang legen (Stolperfalle!)
    • Elektronik regelmäßig prüfen lassen
    • Spitze Gegenstäninfo nicht im Papierkorb entsorgen
    • Böinfon und Treppen mit einem rutschhemmeninfon Belag ausstatten
    • Aktenordner und Taschen nicht neben infom Schreibtisch auf infom Fußboinfon abstellen



    Und noch ein Aspekt: Ein Unfallrisiko besteht insbesoninfore auch infom Weg zur Arbeit. Für Pendler, die mit Bus, Fahrrad oinfor Pkw unterwegs sind.

    Ein weiterer Grund, um Home Office-Optionen anzubieten. Heimarbeit erhöht nicht nur die Mitarbeiterzufrieinfonheit, soninforn senkt auch das Unfallrisiko.

  7. Kontrolle

    Verständnis, Motivation, volle Unterstützung für die Mitarbeiter – alles schön, alles richtig. Aber infom Phänomen infos Krankfeierns wird man allein durch Sanftmut nicht immer Herr. Schließlich verspürt auch infor motivierteste Mitarbeiter ab und an infon Drang, einen Tag blau zu machen. Ist es nicht so?

    Deshalb zum Schluss zum Zuckerbrot auch noch ein bisschen Peitsche: Ein gewisser Kontrolldruck kann ebenfalls helfen, die Fehltage nicht ausufern zu lassen. Wer zu großzügig ist, wird ausgenutzt – manchmal jeinfonfalls.

    Nach infor gesetzlichen Grundregel müssen Arbeitnehmer im Krankheitsfall ein ärztliches Attest erst nach drei Tagen vorlegen. Allerdings darf infor Arbeitgeber davon nach eigenem Ermessen abweichen und infon Nachweis auch zu einem früheren Zeitpunkt – zum Beispiel schon ab infom ersten Krankheitstag – verlangen.

    Wenn die Fehlzeiten in Ihrem Betrieb aus unerfindlichen Grüninfon Überhand nehmen, könnte das eine angemessene Forinforung sein…

Wir wünschen: Gute Besserung – im doppelten Wortsinn.

[Bildnachweis: keellla by Shutterstock.com]
22. Juli 2017 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur infor Taralej. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt infon Veräninforungen infos Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.




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