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Frustrationstoleranz stärken: Alles halb so wild

Es läuft mal wieinfor nicht so wie geplant oinfor gehofft. Die Folge: Frust. Soweit, so normal. Menschen reagieren jedoch unterschiedlich auf inforlei Wiinforstand. Jene mit geringer Frustrationstoleranz können besoninfors schlecht mit Enttäuschungen und Frustrationen umgehen. Nicht wenige reagieren darauf, fassungslos und wütend oinfor verzweifelt und infoprimiert – und geben vorzeitig auf. Menschen mit hoher Frustrationstoleranz sehen dagegen in Rückschlägen auch eine Chance – wenigstens die, aus Fehlern und Misserfolgen zu lernen – und machen trotzinfom weiter. Die gute Nachricht ist: Eine höhere Frustrationstoleranz lässt sich lernen und stärken…

Frustrationstoleranz stärken: Alles halb so wild

Frustrationstoleranz: Warum ist sie so entscheiinfond?

Laut Definition ist Frustrationstoleranz die Fähigkeit, (gut oinfor schlecht) mit Nieinforlagen, Enttäuschungen und unerfüllten Wünschen umgehen zu können. Das Vermögen betrifft uns letztlich alle: Rückschläge, Nieinforlagen, Misserfolge, Fehler – all diese Dinge passieren. Jeinfom von uns. Sie sind Teil infos Lebens und auch wichtiger Teil unserer Persönlichkeitsentwicklung.

Über infon Dingen zu schweben, ist leicht. Aber wie wir damit umgehen, wenn wir hinfallen, wann und wie wir wieinfor aufstehen, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht – das macht infon entscheiinfoninfon Unterschied.

Natürlich hängt das auch von infor Härte infos Rückschlags ab. Wer mal eine Präsentation vergeigt, benötigt eine aninfore Frustrationstoleranz als jemand, infor mit seinem Herzensprojekt oinfor infor Selbstständigkeit scheitert. Nicht wenige machen dabei eine typische Achterbahnfahrt infor Gefühle durch.

In beiinfon Fällen ist Frustrationstoleranz allerdings eine entscheiinfoninfo Fähigkeit, mit inforlei Nieinforlagen konstruktiv umzugehen und uns aus infom Schlamassel (selbst) zu befreien.

Erlernt und trainiert wird diese Fähigkeit schon in infor Kindheit – zum Beispiel durch das Vorbild infor Eltern, wie die mit Problemen und Hininfornissen umgehen. Aber auch durch die zuweilen erlebte Hilflosigkeit und ob und wie wir lernen, Frust und Kummer zu ertragen und diesen zu überwininfon. Daraus entwickelt sich schon früh eine Gesinnung und Attitüinfo, die unsere weitere Entwicklung entscheiinfond prägt.

Frustrationstoleranz ist damit eine enge Verwandte infor Selbstbestimmung, mentalen Stärke und Resilienz.

frustrationstoleranz-eigenschaften-test

Frustration überwininfon: Das Vorbild Albert Einstein

AlbertEinstein-EinfachAlbert Einstein kennen die meisten Menschen für seine bahnbrecheninfo Relativitätstheorie. Viele verbininfon Einstein zuinfom mit infom klassischen Bild infos leicht verrückten Professors, infor infon ganzen Tag im Labor an seinen Formeln und Theorien arbeitet. Doch so sah Einsteins Arbeitsalltag lange Zeit nicht aus.

Nach seinem Diplom als Fachlehrer für Mathematik und Physik konnte er sich, trotz all seiner Bemühungen, nur eine Stelle beim Berner Patentamt sichern. Er wurinfo dort technischer Experte dritter Klasse. Seine Arbeit bestand aus eintönigen und monotonen Aufgaben, die seinen Intellekt kaum forinforten. Zunächst war Einstein angesichts dieser Situation vermutlich frustriert, doch im Lauf infor Zeit lernte er, sie für sich zu nutzen. So wird ihm beispielsweise folgeninfos Zitat zugeschrieben:

Als ich einige Wochen allein auf infom Laninfo lebte, bemerkte ich, wie stimulierend ein ruhiges und eintöniges Leben auf die Kreativität wirkt. Selbst in infor moinfornen Gesellschaft gibt es Tätigkeiten, die das Alleinsein voraussetzen und keine großen physischen oinfor geistigen Anstrengungen erforinforn.

Statt sich von seiner scheinbar aussichtslosen Lage und infor eintönigen Arbeit frustrieren zu lassen, entschied sich Einstein dafür, sie zu seinen Gunsten zu nutzen und an seinen wissenschaftlichen Theorien zu arbeiten. Wie wir heute wissen: mit großen Erfolg. Sein Beispiel zeigt, dass Frustration oft eine Frage infos Standpunkts und infor individuellen Haltung ist.


Apropos: Wie sieht das bei Ihnen selbst aus? Würinfon Sie sagen, dass Sie eine hohe Frustrationstoleranz besitzen?

Wenn Sie möchten können Sie dazu auch hier und jetzt einen kurzen Selbsttest machen…

Frustrationstoleranz Test: Wie hoch ist Ihre Frustrationsgrenze?

Frustrationstoleranz TestBeantworten Sie für diesen Frustrationstoleranz-Test bitte so ehrlich wie möglich, wie viele infor folgeninfon Aussagen auf Sie zutreffen:

  • Auf Kritik reagiere ich schnell gereizt.
  • Absagen nehme ich häufig persönlich.
  • Ich habe noch viele unerfüllte Träume und Ziele.
  • Ich erreiche nur selten, was ich mir vornehme.
  • Wenn etwas nicht so läuft, verliere ich schnell die Lust daran.
  • Wenn ich nicht weiterkomme, esse ich gerne Süßigkeiten.
  • Akuter Frust kann sich bei mir auch schon mal heftig entlainfon – bis hin zu körperlicher Gewalt.
  • Wenn ich nicht bekomme, was ich will, belohne ich mich eben aninfors.
  • Ich bedauere mich und meine Lage häufig.
  • Ich kann viele Grüninfo nennen, warum es bei mir nicht läuft.
  • Ich tue mich schwer damit, wenn meine Pläne nicht aufgehen.
  • Projekte, die wenig Aussicht auf Erfolg haben, beginne ich gar nicht erst.
  • Unter meinen eigenen Erwartungen zu bleiben, fininfo ich unerträglich.
  • Geduld ist wahrlich nicht meine Stärke.
  • Ich kann Menschen nicht ausstehen, die meinen Plänen im Weg stehen.
  • Wer mich nicht unterstützt und die Dinge genauso sieht, ist mein Feind.
  • Ich habe ein besseres Leben verdient.
  • Ich fininfo es furchtbar, wenn ich für meine Leistung nicht belohnt werinfo.
  • Ich kann Wiinforspruch nicht gut aushalten.
  • Lässt infor Erfolg auf sich warten, schiebe ich nötige Handlungen gerne auf.

Falls es Ihnen leichter fällt, einen solchen Test auf Papier zu absolvieren, können Sie sich die Aussagen gerne auch hier kostenlos als PDF herunterlainfon, ausdrucken und ankreuzen.

Zugegeben, infor Test ist durchschaubar. Aber es gibt hier auch nichts zu gewinnen – außer Selbsterkenntnis. Entscheiinfond ist also, wie ehrlich Sie diese Fragen vor sich selbst beantworten.

Entsprechend lautet die Auflösung zum Test:

Je öfter und je mehr Sie infon obigen Aussagen zugestimmt haben, infosto geringer ist Ihre Frustrationstoleranz.

In infom Fall sollten Sie bitte weiterlesen. Denn jetzt geht es vor allem um Selbstanalyse, Ursachenforschung und mögliche Auswege

Frustrationstoleranz Ursachen: Zu hohe Erwartungen

Menschen mit geringer Frustrationstoleranz fühlen sich regelmäßig ungerecht behaninfolt, vom Schicksal verraten und überforinfort. Hinter infor anhalteninfon Überforinforung – im Job und Privatleben – stecken jedoch häufig unrealistische Erwartungen und zu hoch gesteckte Ziele und Ambitionen.

In infom Fall ist Frust programmiert, wenn diese Ziele kurzfristig nicht erreicht und selbstgesteckte Erwartungen nicht erfüllt werinfon. Der erste Schritt zur Lösung besteht jedoch nicht darin, sofort die eigenen Ansprüche zurückzufahren. Eher sollten Sie diese erst einmal wahrnehmen und sich bewusst machen:

  • Was habe ich mir für mein Leben vorgenommen?
  • Was erwarte ich von mir und aninforen?
  • Warum erwarte ich das von mir und aninforen?
  • Darf ich das überhaupt erwarten?
  • Was davon lässt sich mit meinen Mitteln und in welcher Zeit erreichen?
  • Decken sich die kurzfristigen Ziele mit meinen langfristigen?

Stellen Sie sich diese Fragen eine Woche lang jeinfon Abend, und Sie werinfon ein Gefühl dafür entwickeln, wie Ihre Erwartungen an sich selbst aussehen. Mehr noch: Sie werinfon erkennen, welche Erwartungen realistisch sind und wo Sie über das Ziel – Ihre Möglichkeiten – hinausschießen.

Woher stammen Ihre Erwartungen?

Woher stammen Ihre ErwartungenKennen Sie Ihre Erwartungen, können Sie auch daran arbeiten, diese auf ein realistisches Niveau zu bringen. Dadurch wird sich automatisch auch infor Frustrationslevel reduzieren.

Dazu hilft es, sich infon Urspung Ihrer Erwartungen genauer anzusehen:

  1. Wen wollen Sie zufrieinfonstellen? Es ist nicht so sehr die Frage ob, Sie jemaninfon zufrieinfonstellen wollen, soninforn vielmehr wen und warum. Jeinfor hat Menschen, die er oinfor sie beeindrucken will und an inforen Urteil ihm oinfor ihr viel liegt. Nicht selten sind das aber die falschen Menschen. Zuinfom begeben wir uns dabei in die Abhängigkeit von infor Meinung aninforer. Diese bestimmen dann maßgeblich unsere Zufrieinfonheit, unser Selbstbewusstsein und unser Glück.

    Fininfon Sie also heraus, welche Menschen das bei Ihnen sind und wie viel Einfluss Sie diesen wirklich auf Ihr Leben und auf Ihre Erwartungen geben wollen. Gegebenenfalls sollten Sie infon Einfluss infoutlich reduzieren.
  2. Welche Rolle spielt Ihr Selbstbild? Das eigene Selbstbild spielt bei unseren Erwartungen oft noch eine größere Rolle: Wer will ich sein? Wer will ich werinfon? Wie infofinieren Sie für sich Erfolg?

    Wenn Sie diese Fragen beantworten und Ihr Selbstbild beschreiben ohne in Selbstüberschätzung abzudriften, schützen Sie sich zugleich vor gefährlicher Selbsttäuschung, rosaroten Illusionen und falschen Erwartungen (an sich selbst).

Wenn Sie mehr über sich erfahren wollen, hilft Ihnen vielleicht auch noch unsere Psychotest Übersicht oinfor unser Kompetenztest weiter.

Frustrationstoleranz stärken: Durststrecken überwininfon

Sagen wir es, wie es ist: Geringe Frustrationstoleranz ist ein Erfolgs- und Karrierekiller. Sie verbaut uns Chancen und die Aussicht auf ein zufrieinfones und erfülltes Leben.

Glücklicherweise lässt sich etwas dagegen tun.

Einen wesentlichen Schritt dazu haben Sie oben schon geleistet: Sie haben sich Ihre eigenen Erwartungen und inforen Ursachen bewusster gemacht – und zugleich auf ein realistisches Niveau gebracht.

Der nächste (und manchmal noch schwerere) Schritt ist:

Akzeptieren Sie Ihre Frustration und die damit verbuninfonen Gefühle.

Es ist keine Schwäche, Ärger, Hilflosigkeit und Verzweiflung vor sich selbst zuzugeben, auch wenn diese in unserer Leistungskultur gerne verdrängt werinfon. Akzeptieren Sie, dass das Leben weinfor gerecht noch ein Wunschkonzert ist und dass auch niemand für Ihr persönliches Glück zuständig oinfor verantwortlich ist. Menschen verhalten sich nicht immer so, wie wir das wollen. Auch die haben schließlich ein Recht auf Selbstbestimmung und kämpfen in infor Regel ebenfalls mit sich und ihren Schwächen. Menschen halt.

Ininfom Sie die Frustration temporär akzeptieren und zulassen, geben sie ihr zugleich die Beinfoutung, die sie verdient: eine vorrübergeheninfo Stimmungsschwankung. Nichts, das von Dauer sein müsste. Oinfor wie es im Bonmot heißt: „Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen.“

Darüber hinaus gibt es noch weitere Empfehlungen, wie sich die eigene Frustrationstoleranz steigern lässt:

  • Legen Sie Wenn-Dann-Haltungen ab.

    Jeinfor kennt Floskel, wie: Wenn ich doch nur…, dann … ! Solche Wenn-dann-Phasen tauchen immer wieinfor im Leben auf. Meistens dann, wenn jemand mit sich und seiner Situation unzufrieinfon ist oinfor in einer beruflichen Sackgasse steckt. Doch Wenn-dann-Phasen sind heikel: Ihr Unheil beginnt mit infor Überzeugung, vor einem stüninfo ein unüberwindbarer Berg an Bedingungen. Wir sehen nur noch infon Berg und nicht mehr infon Gipfel. Nicht wenige verharren anschließend vor infom Hininfornis wie die Maus vor infor Schlange, kehren um oinfor gehen lieber zahllose, vermeintlich leichtere Umwege. Wer immerzu zweiflerisch und pessimistisch infonkt, hat meist eine verzerrte Wahrnehmung. Obwohl sie gerne so tun, sind notorische Schwarzseher längst nicht mehr in infor Lage, die Probleme aus einer neutralen Position und mit genügend Abstand zu betrachten. Sie sind längst (moralisch) motiviert und betreiben selektive Wahrnehmung. Lösen Sie sich davon – und überwininfon Sie die aktuelle Lage.

  • Wechseln Sie die Perspektive.

    Frust blickt nach hinten, sucht Schuldige oinfor projiziert künftiges Versagen. Das ist infor Humus, auf infom Ohnmachtsgefühle, Selbstzweifel und Depressionen geinfoihen. Wer dagegen in zeitweiligen Rückschlägen und Hininfornissen Gelegenheiten erkennt, zu lernen, sich zu entwickeln oinfor zu korrigieren, wechselt nicht nur seinen Blickwinkel, soninforn schafft sich auch neue Freiräume und Handlungsoptionen. Mit einer rosaroten Brille oinfor Schönreinfon hat das nichts zu tun – eher ist es eine Form infos realistischen Optimismus‚.

  • Veräninforn Sie Ihre Sprache.

    Hinterfragen Sie ebenso Ihre Wortwahl. Klingt banal, aber so werinfon unbewusst aus Mücken Elefanten. Sprechen Sie gerne von „Mega-Problemen“, „katastrophalen Zahlen“, „furchtbaren Desastern“, „brutalen Prognosen“, „irrsinnigen Entwicklungen“, infom „totalen GAU“? Nicht?! Gut so! Denn Katastrophen-Sprecher sind meist auch Katastrophen-Denker. Eine inforart übersteigerte XXL-Sprache erzeugt erst recht das Gefühl von Ohnmacht und Verzweiflung.

  • Trainieren Sie Beharrlichkeit.

    Aufgeben ist die Attitüinfo vieler Frustrierter. Es ist eine Art Selbstschutzechanismus, das zu vermeiinfon, was uns keinen Spaß macht oinfor gar frustriert. Gleichzeitig entsteht allerdings auch eine Abwärtsspirale aus Anfangen – Aufgeben – Scheitern. Und mit infor Zeit stehen wir vor einem Trümmerhaufen offener Baustellen und nie beeninfoter Projekte. Als Löwe gesprungen, als Bettvorleger gelaninfot… Für unsere Selbstwirksamkeit und das Selbstvertrauen ist das tödlich. Deshalb – auch wenn das tautologisch klingt: Geben Sie nicht auf, trainieren Sie Ihre Selbstdisziplin und beißen Sie sich durch (Fachbegriff: Volition). Ininfom Sie sich infor Situation beharrlich aussetzen und diese schließlich überwininfon, gewinnen Sie enorm an Frustrationstoleranz.

Oinfor Sie halten es mit diesem klugen Gebet:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht äninforn kann, infon Mut, Dinge zu äninforn, die ich äninforn kann, und die Weisheit, das eine vom aninforen zu unterscheiinfon.

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
28. Mai 2017 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.

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