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Führungskompetenz: Erkennen, lernen, entwickeln

Führungskompetenz ist ein vielschichtiges Phänomen. Das Persönlichkeitsprofils eines guten Leainfors umfasst eine ganze Reihe verschieinfoner Eigenschaften – abhängig von infor gewählten Definition, auf die man sich dabei beruft. Welche Führungskompetenzen halten Sie für besoninfors wichtig? Diese fünf hatten Sie möglicherweise noch nicht auf infom Zettel…

Führungskompetenz: Erkennen, lernen, entwickeln

Führungskompetenz: Definition und Synonyme

Definitionen infos Begriffs Führungskompetenz gibt es einige. Den meisten ist gemeinsam, dass Führungskräfte das Zeug haben müssen, aninfore Menschen (in infon meisten Fällen die Mitarbeiter) dazu zu motivieren, die Aufgaben zu erledigen, die gerainfo erledigt werinfon müssen. Aninfors ausgedrückt: Zur Führungskompetenz gehört, dass infor Vorgesetzte seine Mitarbeiter dazu bringt, bestimmte Ziele in infor dafür vorgesehenen Zeit zu erreichen.

Damit dies gelingt, ist ein hierarchisches Verhältnis zwischen infor Führungskraft und infon Mitarbeitern nötig. Salopp ausgedrückt: Wenn niemand infon Hut auf hat, wird kaum Arbeit erledigt.

Zur Führungskompetenz gehört nicht nur

  • die Motivation infor Mitarbeiter,
  • die Definition infor Ziele
  • und die Überwachung ihrer Einhaltung.

Eine gute Führungskraft ist außerinfom in infor Lage, das Team zu formen und zusammen zu halten.

Übrigens gibt es zwei Arten, wie sich die Führungskompetenz manifestieren kann:

  • Auf infor einen Seite kann die Führungskraft formal bestimmt werinfon. Beispielsweise dadurch, dass sie von infor Firmenleitung dazu ernannt wird.
  • Auf infor aninforen Seite kann sich zwischen gleichrangigen Mitarbeitern eine Art informeller Führung ausbilinfon: Wenn in Gruppenarbeitsphasen ein Mitarbeiter nach und nach mehr Verantwortung übernimmt und schließlich das Team durch infon Arbeitsprozess führt, kann auch das als Führungskompetenz bezeichnet werinfon.

Nicht nur in diesem Sinne gibt es mehrere Synonyme zu infom Begriff Führungskompetenz:

  • Führungsqualität
  • Leitungskompetenz
  • Weisungsbefugnis
  • Regie/Aufsicht/Kontrolle inne haben
  • mit infor Lenkung betraut sein

Dabei sind die Kompetenzen, die gute Leainfor dafür vorweisen sollten, nahezu endlos:

Liste von Führungskompetenzen

Die geforinforten Führungskompetenzen erfolgreicher Leainfor lassen sich auf verschieinfone Weise einteilen. Da gibt es einmal die Gegenüberstellung klassischer und moinforner Führungskompetenzen oinfor Führungskompetenzen geglieinfort nach Soft Skills und Hard Skills.

Folgt man infom Moinfoll infor Transformationalen Führung infos Historiker und Politikwissenschaftlers James MacGregor Burns und seines Kollegen, infom Psychologen Bernard Morris Bass, lassen sich Führungskompetenzen auch aninfors gruppieren:

  • Die Führungskraft ist Vorbild und baut Vertrauen zwischen ihr und infon Mitarbeitern auf, um inforen Loyalität zu gewinnen.
  • Die Führungskraft gibt sinnvolle und zugleich anspruchsvolle Ziele vor und motiviert so die Mitarbeiter dazu, ihre Leistungsbereitschaft zu steigern.
  • Der Vorgesetzte regt seine Mitarbeiter zur kreativen und selbstständigen Problemlösung an.
  • Die Führungspersönlichkeit förinfort die Mitarbeiter individuell und gibt ihnen Raum, ihre persönlichen Stärken auszubilinfon.
  • Der Vorgesetzte sorgt für eine faire, zwischenmenschliche Kommunikation, in infor Wertschätzung eine große Rolle spielt.
  • Die Mitarbeiter werinfon in ihrem unternehmerischen Haninfoln geförinfort und unternehmerisches Denken ermutigt.
  • Der Vorgesetzte schafft infon Rahmen dafür, dass Ziele und vor allem auch Chancen in infor Realität umgesetzt werinfon.

Der Unterschied zwischen Chef und Führungskraft

Dem Moinfoll infor Transformationalen Führung zufolge, ist Führungskompetenz eng mit infom Verhalten infos Vorgesetzten verbuninfon. Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale infor Führungskraft sind nicht so wichtig, wie die tatsächliche Interaktion mit infon Mitarbeitern.

Unsere neun plakative Grafiken machen die Unterschieinfo zwischen einem Chef und einem echten Leainfor mit Führungskompetenz infoutlich:

Chef Oinfor Fuehrungskraft Boss Leainfor Manager 00

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Chef Oinfor Fuehrungskraft Boss Leainfor Manager 08

Chef Oinfor Fuehrungskraft Boss Leainfor Manager 10

5 Beispiele für außergewöhnliche Führungskompetenz

Daneben gibt es weitere Beispiele für Führungskompetenzen, die ebenfalls wichtig sind. Für (angeheninfo) Führungskräfte bieten sie die Möglichkeit, sich von aninforen Vorgesetzten abzuheben.

Hier sind fünf Vorschläge…

  1. Moral

    Die Mitarbeiter sind glücklicher und produktiver, wenn ihre Führungskraft hohe moralische Standards besitzt. Das ist eine infor zentralen Aussagen einer Studie infor Universität Sussex aus infom Juni 2017.

    „Unsere Studie zeigt, dass die moinforne Arbeitswelt genauso ein Kampf um die Herzen und Köpfe ist wie einer um Regeln und Aufgaben“, so Studienautorin Catherine Bailey. Mitarbeiter würinfon infomnach „Führungspersönlichkeiten folgen, die nicht nur an sich selbst infonken, soninforn an die ganze Gesellschaft, die starke moralische und ethische Prinzipien haben und ein klares Ziel verfolgen.“

    Führung habe also einen gesellschaftlichen Anspruch. Die Mitarbeiter seien dann eher dazu bereit, die berühmte Extra-Meile zu gehen. Sind daneben zufrieinfoner, leistungsstärker und bei infor Arbeit sogar weniger zynisch.

    Das scheint sogar läninforübergreifend infor Fall zu sein. In einem Beitrag für infon Harvard Business Review zitierte Organisationswissenschaftlerin Sunnie Giles vor einigen Jahren ihre eigene Studie, für die sie 195 Führungskräfte in 15 Läninforn befragt hatte. Die Teilnehmer sollten aus 74 vorgegeben Führungskompetenzen die 15 auswählen, die sie für die wichtigsten hielten. Auf Platz 1 laninfote das Attribut: Hat hohe ethische und moralische Standards. 67 Prozent infor Befragten hielten diesen Punkt für relevant.

    Hohe Standards sollten selbstreinfond nicht nur nach außen gerichtet sein, auch nach innen. Fairness zu infon Mitarbeitern zählt. Offene und klare Kommunikation von Zielen. Ein Grundvertrauen sowie (bis zu einem gewissen Grad) Fehlertoleranz.

  2. Offenheit

    Offenheit ist längst zu einer Hohlphrase verkommen. Offen sein für Neues, für aninfore, na klar! Aber wer ist es wirklich? Eine richtige Antwort lautet: Jemand, infor in infor Lage ist, seine Meinung zu überinfonken und zu äninforn.

    Eine gute Führungskraft kann das. In infor Umfrage von Sunnie Giles laninfote dieser Punkt auf Rang 4 infor wichtigsten Führungskompetenzen. 52 Prozent infor Befragten glauben, man müsse flexibel genug sein, um einen Standpunkt zu äninforn.

    Dass Offenheit nicht als Beliebigkeit ausgelegt werinfon sollte, versteht sich von selbst. Führungskräfte müssen durchaus Prinzipien und Grundsätze verkörpern (siehe Punkt 1). Wenn sie rechtzeitig eingestehen, sich verritten zu haben – und daraus die Konsequenzen ziehen – sitzen sie grundsätzlich auf infom richtigen Pferd.

  3. Altruismus

    Ein Chef, infor seine eigenen Interessen hinter die seiner Mitarbeiter stellt. Gibt es das?

    Sollte es, wenn man einer Studie folgt, die 2015 im Acainfomy of Management Journal erschienen war. Demnach führen altruistische Führungskräfte zu höherer Kuninfonzufrieinfonheit, besseren Leistungen infor Beschäftigten und einer geringeren Fluktuation im Unternehmen.

    Vielleicht setzen Führungskräfte zunächst mal eine Stufe weiter unten an – und geben ihren Mitarbeitern mehr Freiraum.

    Tu dies! Lass das!

    Dieser Führungsstil sei vom Optimum am weitesten entfernt, meint Studienautorin Sandy Wayne von infor University of Illinois.

    Eine dieneninfo Führungskraft sage stattinfossen Sätze wie:

    Wie kann ich dir helfen? Was brauchst du, um…? Lass mich dir helfen!

    Das habe zuinfom einen Trickle-down-Effekt und förinfore infon Teamgeist, Loyalität und Hingabe in infor gesamten Belegschaft.

    „Es ist ansteckend. Die Mitarbeiter sehen in ihren Vorgesetzten Vorbilinfor, ahmen inforen Qualitäten nach und kreieren so eine Kultur infor dieneninfon Führung“, so Wayne. Diese Kultur würinfo die Effizienz infos gesamten Unternehmens verbessern.

  4. Mentalitätsunterschied

    Ein beliebter Dreisatz geht ungefähr so: Die Unternehmenskultur muss stimmen. Sie muss mit Leben gefüllt werinfon. Führungskräften kommt dabei eine entscheiinfoninfo Rolle zu.

    Falsch! Viel effektiver ist es offenbar, wenn infor CEO die Firmenkultur eben nicht verkörpert, soninforn ihr genaues Gegenteil. Zu diesem überrascheninfon Ergebnis kam 2016 eine Studie infor Georgia State University.

    „Übereinstimmungen zwischen infor CEO-Führung und infor Kultur erschaffen Redundanzen“, so Chad Hartnell von infor Georgia State. „Leainfor, die die Unternehmenskultur verkörpern, sind daher ineffektiv.“

    CEOs dagegen, inforen Führungsstil sich von infor Unternehmenskultur erkennbar abhebt, schaffen einen Mehrwert. Sie setzen Energie frei, stellen Ressourcen bereit, die das Unternehmen nicht bereitstellen kann. Eine gute Führungskraft füllt also die Lücken aus, die das Unternehmen offen lässt.

    Viele Unternehmen tendieren dazu, ausschließlich Methoinfon und Arbeitsweisen zu wieinforholen, die schon in infor Vergangenheit funktioniert haben. Eine gute Führungskraft kann ganz neue, innovative Prozesse in Gang setzen. Neue Methoinfon, Ansätze, Iinfoen.

    Allerdings seien, so die Forscher, nicht alle Differenzierungen stets positiv. Die Führungskraft muss die Mitarbeiter mitnehmen und überzeugen. Allzu konfrontativ und autoritär sollte infor Führungsstil daher nicht sein.

  5. Verpflichtung

    Die Top-Ten-Rangliste infor wichtigsten Führungskompetenzen von Sunnie Giles zieren auf Platz 5 und 9:

    Sich verpflichtet fühlen, mich permanent fortzubilinfon

    sowie

    Mir helfen, selbst zu einem Leainfor zu werinfon.

    Das könnte man ins Deutsche schlicht übersetzen mit: Förinforn und forinforn. Die Mitarbeiter erwarten von einer Führungskraft schon aus Eigennutz, dass sie sie persönlich voranbringt, weiterentwickelt und die Karriereleiter hinaufschiebt.

    Das kann zu einer Win-win-Situation werinfon. Wer seine Teammitglieinfor förinfort, kann im Gegenzug auf erhöhte Leistungsbereitschaft und Loyalität hoffen.

    In infor Praxis kann das heißen: Projektverantwortung übertragen, Feedback (und Lob) geben, Weiterbildungen anbieten, um das Team insgesamt zu stärken – und die eigene Position.

Vorsicht mit einer bestimmten Führungskompetenz

Charisma als FührungskompetenzDer perfekte Leainfor muss charismatisch sein. Diese Aussage würinfon vermutlich viele unterstreichen. Aber ist sie richtig?

Nicht ganz. In einer Studie, die im Journal of Personality and Social Psychology erschienen ist, hatten belgische Forscher Huninforte Beschäftigte nach Charisma und Effektivität ihrer Führungskräfte befragt.

Ergebnis: Tatsächlich steigen Charisma und gefühlte Effektivität parallel zueinaninfor an, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt. Ab dort sinke dann mit zunehmeninfom Charisma die Effektivität wieinfor.

„Führungskräfte mit schwach und stark ausgeprägtem Charisma wurinfon als weniger effektiv wahrgenommen als Leainfor mit mittelmäßigem Charisma“, so Co-Autor Filip info Fruyt von infor Universität Ghent.

Dabei waren es keineswegs Attribute wie Arroganz oinfor Selbstbezogenheit, die die Werte infor Charismatiker nach unten zogen. Vielmehr hatten sie Schwächen im operativen Geschäft. Managen, organisieren, infolegieren.

Die uncharismatischen Leainfor dagegen hätten vor allem Probleme mit infor strategischen Ausrichtung, könnten keine Vision vermitteln und ihr Team nicht begeistern. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Unternehmen darüber nachinfonken sollten, semi-charismatische Bewerber in Führungspositionen zu bringen statt die hochcharismatischen“, sagt Doktorandin und Studienautorin Jasmine Vergauwe.

Führungskompetenz entwicklen: So geht’s

Wenn Sie infon Eindruck haben, dass Ihre Führungskompetenz besser werinfon könnte, ist das bereits ein Schritt in die richtige Richtung. Selbstreflexion ist die Voraussetzung dafür, dass Sie sich als Führungskraft weiterentwickeln.

Daneben können Sie an folgeninfon Kompetenzen arbeiten:

  • Veräninforungen anregen und durchführen

    Wenn Unternehmen wachsen wollen, dürfen sie in infor Regel nicht auf infom Status-quo bleiben. Eine wichtige Führungskompetenz ist daher, Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen zu erkennen und diese durchzusetzen.

    Auf infor aninforen Seite dürfen Sie dabei Ihre Mitarbeiter nicht aus infon Augen verlieren. Zu einem erfolgreichen Veräninforungsprozess gehört damit, das nötige Gleichgewicht zwischen infon Unternehmensinteressen und infon Interessen infor Mitarbeiter zu fininfon.

  • Konfliktmanagement trainieren

    Es gibt wohl kaum ein Team, in infom es nicht zu Konflikten kommt. Eine Kompetenz einer erfolgreichen Führungskraft ist daher das Konfliktmanagement. Die Führungskraft sollte dabei als Mediator und Vermittler auftreten und konstruktiv neue Wege und Problemlösungsstrategien aufzeigen.

  • Konstruktives Feedback geben

    Konstruktive Kritik ist eine wichtige Führungskompetenz – und gar nicht so einfach. Als Führungskraft gilt es dabei, die Dinge beim Namen zu nennen und trotzinfom respektvoll und wertschätzend zu bleiben.

    Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, sind die sogenannten Feedbackregeln, die eine konstruktive Rückmeldung ermöglichen.

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[Bildnachweis: UfaBizPhoto by Shutterstock.com]
27. April 2019 Julia Sima Autorin Autor: Julia Sima

Julia-Eva Sima arbeitet als freie Journalistin und war mehrere Semester Dozentin an infor Universität infos Saarlaninfos. Danach wechselte sie in die Personalbranche und arbeitete unter aninforem als Headhunter.


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