Gehaltstabelle: Das können Sie verdienen

Geld ist nicht alles im Leben. Zufriedenheit, Spaß an der Arbeit, gute Beziehungen zu Kollegen und dem Chef oder auch der Sinn hinter der eigenen Tätigkeit – zahlreiche Faktoren spielen eine große Rolle. Fakt ist aber: Die harten Euro-Zahlen im Arbeitsvertrag sind und bleiben herausragende Kriterien für die Jobwahl. In der Gehaltstabelle bekommen Sie einen Überblick darüber, wie viel in verschiedenen Berufen, Branchen und Unternehmen bezahlt wird. So können Sie Ihren eigenen Marktwert besser einschätzen, Gehaltsverhandlungen vorbereiten oder die eigene Neugier stillen. Über Geld redet man bekanntlich nicht, doch möchte jeder wissen, wie er in einer Gehaltstabelle abschneidet. Wir zeigen Ihnen die Gehaltstabelle für verschiedene Berufe und Branchen sowie Azubis und Praktikanten…

Gehaltstabelle: Das können Sie verdienen

Gehaltstabelle 2019: Mehr Gehalt, höhere Preise

Die Bezahlung ist gar nicht so leicht zu vergleichen. Schon deshalb, weil sich viele Arbeitnehmer bei diesem Thema am liebsten ausschweigen. Selbst im Freundeskreis ist Geld ein heikles Thema, noch zurückhaltender sind die meisten Menschen ihren Kollegen gegenüber. Ob der Büronachbar wohl mehr oder weniger verdient? Großes Interesse ist vorhanden, anders als die Bereitschaft, darüber zu sprechen.

Hinzu kommt: Wie viel Gehalt am Ende des Monats auf dem Konto landet, hängt von vielen Faktoren ab. Ausbildung, Studium, Branche und nicht zuletzt von den eigenen Lohnverhandlungen. Aber auch von Bundesland zu Bundesland variieren die Gehälter enorm. Wer für seinen Berufseinstieg in ein anderes Bundesland zieht, kann auf diese Weise schnell mehrere Tausend Euro pro Jahr mehr verdienen – für die gleiche Tätigkeit in ein und derselben Branche.

Im Gesamtbild ist die Entwicklung in der Gehaltstabelle grundsätzlich positiv. In vielen Bereichen sind die Einkommen gestiegen und Mitarbeiter dürfen sich in Deutschland über laut Prognosen und Erhebungen um durchschnittlich 2,9 Prozent mehr Lohn freuen. Das zeigt sich in der Gehaltstabelle, für Arbeitnehmer bleibt aber leider nicht so viel davon übrig. Aufgrund von gestiegenen Verbraucherpreisen und Inflation liegt das reale Lohnwachstum nur bei nur rund 1 Prozent.

Gehaltstabelle: Gehälter in verschiedenen Bereichen

Jedes Jahr werden verschiedene Studien, Erhebungen und Gehaltstabellen erstellt, um einen Überblick über die Bezahlung in unterschiedlichen Branchen und Berufen zu ermöglichen. Eine davon ist die Gehaltsübersicht von des Personaldienstleisters Robert Half. Auf dieser Basis haben wir die folgende Gehaltstabelle für Sie erstellt, die Ihnen die Gehälter für Mitarbeiter mit mehreren Jahren Berufserfahrung im Finanz- und Rechnungswesen, im IT-Bereich sowie im kaufmännischen Bereich zeigt:

  • Finanz- und Rechnungswesen

    • Sachbearbeiter Buchhaltung: 38.000 Euro
    • Finanzbuchhalter: 43.750 Euro Euro
    • Bilanzbuchhalter: 53.750 Euro
    • Leiter Buchhaltung: 79.500 Euro
    • (Junior-)Controller: 42.000 Euro
    • (Senior-)Controller: 81.750 Euro
    • Vertriebscontroller: 54.000 Euro
    • Steuerfachangestellter: 42.750 Euro
    • Financial Analyst: 65.250 Euro
    • Steuerberater: 86.500 Euro
    • Chief Financial Officer (CFO): 147.250 Euro
  • IT-Bereich

  • Kaufmännischen Bereich

    • Sekretär: 35.000 Euro
    • Vorstandsassistent: 59.500 Euro
    • Immobilienkaufmann: 32.500 Euro
    • Vertriebsassistent: 40.750 Euro
    • Sachbearbeiter Vertrieb: 38.500 Euro
    • Personalsachbearbeiter: 40.750 Euro
    • Call-Center-Agent: 26.250 Euro
    • Kundenberater: 37.250 Euro
    • Einkäufer: 50.000 Euro
    • Personalreferent: 54.000 Euro
    • Personalleiter: 76.250 Euro
[Quelle: Robert Half Gehaltsübersicht]

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In diesen Berufen verdient man am meisten

Dass man als Vorstandsvorsitzender, Top-Manager oder Geschäftsführer eines erfolgreichen Unternehmens sehr gut verdient und nicht am Hungertuch nagt, ist keine Überraschung. Wer es ganz nach oben bei einem Arbeitgeber schafft, befindet sich auch in einer Gehaltstabelle in den obersten Regionen.

Aber welche Berufe sind im Ranking ganz oben und bringen im Schnitt die beste Bezahlung mit? Darauf hat das Portal gehalt.de eine Antwort gesucht und kam zu dem Ergebnis, dass vor allem der Finanzsektor sowie die Medizin gut bezahlt werden – hier zeigen wir Ihnen, wer die Gehaltstabelle anführt:

  • Oberarzt

    Ärzte sind in der Gehaltstabelle klassischerweise ganz weit oben zu finden, wobei gilt: Mit steigender Position, Spezialisierung und Erfahrung kann das Gehalt bis zu mehreren Hunderttausend Euro im Jahr betragen. Im Durchschnitt kann ein Oberarzt rund 115.000 Euro pro Jahr verdienen und führt damit die Gehaltstabelle von gehalt.de an.

  • Mergers & Acquisitions Specialist

    Unternehmen analysieren, kaufen, fusionieren oder verkaufen. Durch Übernahmen und den Kauf beziehungsweise Verkauf von Unternehmensanteilen kann viel Geld verdient werden. Mit einem jährlichen Durchschnittsgehalt von circa 100.000 Euro schaffen es die Spezialisten im Mergers & Acquisition Bereich auf Platz 2 der Gehaltstabelle.

  • Fondsmanager

    Fondsmanager verwalten Kapital, legen es – im besten Fall gewinnbringend – an und sorgen so dafür, dass Anleger positive Renditen erwirtschaften. Am Kapitalmarkt wird dabei nicht nur eine Menge Geld investiert, sondern auch verdient. Mit fast 84.000 Euro pro Jahr liegen Fondsmanager ein gutes Stück oberhalb des Durchschnitts.

  • Facharzt

    Neben Oberärzten schaffen es auch Fachärzte in die Gehaltstabelle der besonders gut bezahlten Berufe. Zwar können diese nicht ganz mit der Bezahlung von Oberärzten mithalten, doch mit durchschnittlich knapp 81.000 Euro im Jahr dürfen sie sich dennoch über ein hohes Gehalt freuen.

  • Key Account Manager

    Sie kümmern sich im Unternehmen um die wichtigsten Kunden, analysieren Bedürfnisse, erkennen Potenziale und bringen für jede Frage und jedes Problem die passenden Lösungen und Antworten, um für volle Zufriedenheit zu sorgen. Um die Kundenbindung zu steigern, bezahlen Arbeitgeber für Key Account Manager im Durchschnitt ein Gehalt von mehr als 75.000 Euro.

  • Regionalverkaufsleiter

    Wer im Verkauf aufsteigt und es bis zum Reginalverkaufsleiter schafft, erhöht nicht nur die Verantwortung, die er im Job trägt, sondern gleichzeitig den Verdienst. Mit circa 74.500 Euro schlägt das Gehalt zu Buche.

  • Versicherungsmathematiker

    Tarife erstellen, berechnen, präsentieren. Die Produktentwicklung vorantreiben. Statistiken aufbereiten. Renten- und Leistungsbewertungen vornehmen. Versicherungsmathematische Gutachten erstellen. Versicherungsmathematiker übernehmen verschiedene Aufgaben und dürfen sich dabei über eine Bezahlung von 71.000 Euro freuen.

  • Vertriebsleiter

    Auch hier gilt: Beruflicher Aufstieg macht sich bezahlt. Die Verdienstmöglichkeiten im Vertrieb können sehr unterschiedlich sein, schaffen Sie es hingegen bis zum Vertriebsleiter, macht sich dies auf dem Lohnzettel bemerkbar – mit mehr als 67.500 Euro pro Jahr.

  • Wertpapierhändler

    Wertpapiere günstig einkaufen und teurer wieder verkaufen. Was einfach klingt, ist in der Praxis harte Arbeit, erfordert ein enormes Fachwissen und ist mit großem Risiko verbunden. Die besten Wertpapierhändler werden durch ihr Können reich, im Schnitt kann damit laut gehalt.de ein Verdienst von 65.000 Euro erwirtschaftet werden.

  • Business Developer

    Was muss ein Unternehmen tun, um erfolgreich zu werden und es zu bleiben? Welche Schritte sind nötig? Welche Märkte müssen bedient werden? Wie können Kunden gewonnen und begeistert werden? Business Developer sind maßgeblich am langfristigen Erfolg eines Unternehmens beteiligt und werden dafür mit durchschnittlich 62.500 Euro entlohnt.

Denken Sie daran, dass diese Liste nicht zwangsläufig vollständig ist. So verdienen beispielsweise Fluglotsen oder Piloten sehr gut, sind in der Gehaltstabelle jedoch nicht aufgeführt.

Europäische Gehaltstabelle: Wo ist die Bezahlung am höchsten?

Gehaltstabelle 2019 Deutschland Berufe Lohn Brutto NettoAuch innerhalb Europas sind die Gehaltsunterschiede immens. Wer seine Lohntüte randvoll machen möchte, für den gibt es eigentlich nur ein mögliches Ziel. Kleiner Hinweis: Es liegt südlich von uns…

Laut Zahlen von Eurostat verdienen die Schweizer pro Arbeitsstunde am meisten – 29,50 Euro vor Abzug aller Steuern und Sozialabgaben. Auf Platz zwei folgt mit Norwegen ein weiteres Nicht-EU-Land. Deutschland liegt im Mittelfeld, während Bulgarien von allen untersuchten Ländern mit gerade einmal 1,70 Euro pro Stunde ganz unten rangiert.

  • Schweiz: 29,50 Euro
  • Norwegen: 28,00 Euro
  • Dänemark: 25,50 Euro
  • Schweden: 18,50 Euro
  • Deutschland: 15,70 Euro
  • Frankreich: 14,90 Euro
  • Großbritannien: 14,80 Euro
  • Italien: 12,50 Euro
  • Spanien: 9,80 Euro
  • Portugal: 5,10 Euro
  • Bulgarien: 1,70 Euro

Gehaltstabelle für Azubis

Das ganz große Geld verdient man als Azubi noch nicht. Was aber nicht bedeutet, dass es nicht schon während der Lehrjahre erhebliche Einkommensunterschiede zwischen den Berufen geben würde. Ein Mechatroniker verdient während der Ausbildung mehr als ein Metallbauer, eine Industriekauffrau wesentlich mehr als eine Medizinische Fachangestellte.

Wie die Bezahlung im Allgemeinen lässt sich auch beim Gehalt für Auszubildende ein positiver Trend beobachten und Azubis verdienen mehr als in den Vorjahren – so liegt der durchschnittliche Verdienst eines Auszubildenden in Deutschland bei 876 Euro. Allerdings war die Steigerung des Durchschnittsgehalts für Azubis geringer als in den letzten Jahren.

Einige Ausbildungen werden dabei besonders gut bezahlt – hier haben wir für Sie Berufe zusammengestellt, bei denen Sie in der Ausbildung von einem hohen Azubi-Gehalt profitieren:

  • Fluglotsen: Schon im zweiten Lehrjahr können Fluglotsen weit über 2.000 Euro im Monat verdienen und bekommen somit mehr als viele Arbeitnehmer in anderen Berufen, die über viele Jahre Berufserfahrung verfügen. Allerdings ist das Auswahlverfahren sehr hart und nur wenige Bewerber werden tatsächlich genommen und ausgebildet.
  • Polizist: Als Anwärter bei der Polizei liegt das Gehalt in der Ausbildung zwischen 1.000 und 1.200 Euro. Unterschiede kann es dabei zwischen dem mittleren und gehobenen Dienst geben.
  • Finanzwirt: Finanzwirte gehören ebenfalls zu den gut bezahlten Ausbildungen und bekommen ein monatliches Gehalt von 1.050 Euro bis 1.100 Euro brutto.
  • Maurer: Liegen Azubis zum Maurer im ersten Jahr noch unterhalb des Durchschnitts, schaffen sie es im zweiten Jahr bereits auf rund 1.000 Euro im Monat – teilweise sogar darüber. Im dritten Jahr kann dann ein Azubi-Gehalt von bis zu 1.400 Euro erzielt werden.
  • Bankkaufmann-kauffrau: Das Bankwesen ist ein beliebter Arbeitgeber für zahlreiche Auszubildende. Diese verdienen dabei durchschnittlich zwischen 1.000 Euro und 1.050 Euro.
  • Versicherungskaufmann/-kauffrau: In der Versicherungsbranche kann viel Geld verdient werden – darüber dürfen sich bereits Azubis freuen. Mit knapp über 1.000 Euro im Monat ist die Vergütung ein ganzes Stück über dem bundesweiten Durchschnitt.
  • Physiklaboranten: Klassischerweise zahlt die Chemiebranche besonders gut, doch bei Auszubildenden sind es die Physiklaboranten, die eine hohe Bezahlung erhalten. Knapp 1.000 Euro sind hier monatlich drin.
  • Fachinformatiker: ´Der IT-Bereich boomt seit Jahren und Ausbildungen werden immer beliebter. Als Fachinformatiker gibt es dazu eine überdurchschnittliche Bezahlung zwischen 900 und 950 Euro im Monat.

Gehaltstabelle für Praktikanten

Seit dem 1. Januar 2015 profitieren auch Praktikanten vom Mindestlohn. Ausgenommen sind Praktika von bis zu drei Monaten sowie Pflichtpraktika, im Rahmen des Studiums zum Beispiel. So gibt es den Anspruch nicht für jeden, sondern vor allem für freiwillige Praktika, die länger als drei Monate dauern.

Dennoch ist der Effekt des Mindestlohns über die letzten Jahre spürbar positiv. Laut Praktikantenspiegel des Beratungsunternehmens Clevis Consult erhalten Praktikanten durchschnittlich 1098,67 Euro pro Monat. Vor der Einführung des Mindestlohns für Praktikanten waren es noch 300 Euro weniger. Bei einem Pflichtpraktikum liegt das Gehalt bei 940 Euro, freiwillige Praktika bringen hingegen circa 1.240 Euro.

Auffällig sind auch die Branchenunterschiede. Das verdienen Praktikanten je nach Branche…

  • Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung: 1.420,31 Euro
  • IT,Internet & Telekommunikation: 1.262,37 Euro
  • Banken, Finanzen & Versicherungen: 1.240,78 Euro
  • Konsum- und Gebrauchsgüter: 1.233,48 Euro
  • Gesundheit und Pharma: 1.109,64 Euro
  • Medien und Marketing: 1.087,13 Euro
  • Chemie: 1.066,67 Euro
  • Forschung und Wissenschaft: 1.003,67 Euro
  • Luft- und Raumfahrt: 1.000 Euro
  • Baugewerbe/-industrie: 996,92 Euro
  • Bildung und Training: 983,00 Euro
  • Fahrzeugbau/-zulieferer: 911,47 Euro
  • Transport und Logistik: 872,98 Euro
  • Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik: 861,15 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau: 843,48 Euro
  • (Personal-)Dienstleistungen: 836,61 Euro
  • Energie, Bau- und Rohstoffe: 809,35 Euro
[Bildnachweis: Syda Productions by Shutterstock.com]

3. Januar 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Taralej. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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