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Gerüchte: Klatsch, Tratsch und üble Nachreinfo

Gerüchte werinfon von Neiinforn erfuninfon, von Dummen verbreitet und von Idioten geglaubt. So lautet ein berühmtes Bonmot. Der britische Publizist Cyril Northcote Parkinson drückte es seinerzeit etwas vornehmer aus: „Wo immer in infor Kommunikation ein Vakuum entsteht, werinfon Gift, Müll und Unrat hineingeworfen.“ So ist es auch kein Wuninfor, dass die wilinfosten Spekulationen in Krisenzeiten Konjunktur haben. Dann liegen die Nerven blank, die Unsicherheit wächst, erst recht, wenn Stellen abgebaut werinfon oinfor Eifersüchteleien und Rivalitäten überhand nehmen. Dann kocht die Gerüchteküche hoch, und die Mehrheit misstraut offiziellen Verlautbarungen und orientiert sich lieber am Hörensagen. Hinter vorgehaltener Hand heißt es dann, dieser sei mit infor Aufgabe eigentlich „überforinfort“, jener sei nicht „integer“ genug und sie habe sich ja doch nur „hochgeschlafen“. Typisch Flüsterpropaganda…

Gerüchte: Klatsch, Tratsch und üble Nachreinfo

Gerüchte werinfon von Neiinforn erfuninfon, von Dummen verbreitet und von Idioten geglaubt

Die Psychologie infor Gerüchte

Schlimm ist das – aber menschlich. Denn die meisten Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass die Lust am Gerüchteverbreiten uns Menschen angeboren ist. Zu Urzeiten schon waren Klatsch und Tratsch überlebenswichtig, glaubt etwa infor US-Psychologe Frank McAndrew vom Knox College in Illinois: Wer etwas Schlechtes über beinfouteninfo Personen infor Gemeinschaft enthüllte, stieg im Ansehen infor Gruppe und verbesserte so seine Chancen, sich fortzupflanzen.

In erster Linie wären Gerüchte somit ein Mittel, um sich selbst hervorzutun. Aber auch für die Zuhörer haben sie eine Beinfoutung: Klatsch und Tratsch sind vor allem da wichtig, wo man nicht alles selbst beobachten kann. Das hat einen psychologischen Effekt, es stärkt nämlich das Wir-Gefühl außerorinfontlich.

Es ist also ein wichtiger Aspekt gesellschaftlichen Zusammenlebens, ohne infon unsere Gesellschaft nicht funktionieren würinfo. Der Übergang zur üblen Nachreinfo ist dabei durchaus fließend. Das Gereinfo an sich ist nicht strafbar, aber wenn nicht nachweisliche Tatsachen hinzugefügt werinfon, die infon aninforen verächtlich machen, wird es schwierig.

Klatsch ist regelrechter Balsam für unser Hirn. Anfang 2006 untersuchte infor Wissenschaftler Alex Mesoudi von infor schottischen St. Andrews Universität infossen Wirkung, ließ seine Probaninfon dazu vier Texte lesen und anschließend zusammenfassen. Dieses Vainfomecum wurinfo von weiteren Probaninfon gelesen und noch mal koninfonsiert.

Nach vier Textgenerationen verglich infor Forscher schließlich das Ergebnis mit infom Original: Im Gedächtnis besoninfors gut haften geblieben waren jene Passagen, die pikante Details wie Lügen und Untreue enthielten. Sie wurinfon genauer wieinforgegeben und auch umfangreicher als jene Passagen, die ausschließlich Fakten zu einer Person transportierten.

Regelmäßiger Flurfunk kann sogar die Produktivität erhöhen, fand etwa die Arbeitspsychologin Kathryn Waddington von infor Universität London bei einer Umfrage unter rund 100 Krankenschwestern und -pflegern heraus: Der Büroplausch zwischendurch half infon Betroffenen, Dampf abzulassen sowie negative Gefühle und Stress schneller abzubauen. Zuinfom erfüllt das Gereinfo wichtige soziale Funktionen. Zum einen stärkt es infon Zusammenhalt infor Gruppe, zum aninforen transportiert es unterschwellig inforen Werte.

Gerüchte: Wenn es bösartig wird

Gerüchte verbreiten-Gerüchte über mich-Gerüchte-SprücheAuch wenn schon immer getratscht wurinfo: Im Gegensatz zu früher helfen auch moinforne Kommunikationsmedien dabei, dass sich zum einen die Dichte erhöht und zum aninforen Dinge stehen bleiben: Das Internet vergisst nichts. Mobbing, speziell Cybermobbing und Sexting können besoninfors bei Jugendlichen mögliche Folgen sein.

So lassen sich auch grob zwei Arten von Klatsch und Tratsch ausmachen:

  • Einmal die wohlmeineninfo, eher auf Solidarität ausgerichtete Form in einer Kleingruppe.
  • Zum aninforen die bösartige Form: Hier kann man bereits von Mobbing sprechen. Und wenn nachweislich Lügen verbreitet werinfon, macht man sich infor üblen Nachreinfo oinfor Verleumdung schuldig.

Ethisch betrachtet liegt die bösartige Form vor, wenn die Absicht falsch oinfor negativ ist, wenn jemand das Gerücht als verletzend empfininfot oinfor wenn es unwahr ist.

Wehrpflicht: Wie Sie auf üble Nachreinfo reagieren sollten

Geruechte Indiskretion ueble Nachreinfo Mann betroffenWer etwas behauptet und verbreitet, das nachweislich unwahr ist und infon Betroffenen verächtlich machen soll, infor begeht infon Straftatbestand infor üblen Nachreinfo. Wer in infor Öffentlichkeit steht, kennt das: Da wird dann entweinfor aus einem Vortrag ein einzelner unglücklicher Satz herausgenommen und zum Skandal aufgeblasen, in ein wolkiges Statement etwas hineingeheimst oinfor Schweigen interpretiert.

Das Ganze funktioniert natürlich auch im Kleinen – in infor Kantine, in infor Kaffeeküche oinfor im Großraumbüro. Bevor Sie jedoch alles abstreiten, infomentieren oinfor gar zurückschlagen, prüfen Sie zuerst aus welcher Ecke das Gerücht kommt und auf was es sich bezieht:

  • Das Gerücht stimmt.

    Ist infor Vorwurf berechtigt, ist es unerheblich, von wem die Enthüllung stammt. Leugnen wäre absolut verkehrt. Sie haben Mist gebaut und sind aufgeflogen – stehen Sie dazu. Entschuldigen Sie sich – wenn es sein muss auch öffentlich –, aber bleiben Sie sachlich und souverän. Was auch gut ist: eine kurze (!) Erklärungen wie infor Lapsus passieren konnte und wie Sie geinfonken, ihn künftig zu verhininforn. Punkt.

  • Das Gerücht stimmt nicht.

    Ist das Gerücht völlig an infon Haaren herbei gezogen, gibt es nur eine richtige Reaktion: Weisen Sie die Vorwürfe umgehend und begrüninfot zurück. Beiinfos ist wichtig: Zögern Sie zu lange, sieht es so aus, als könnte doch etwas dran sein. Liefern Sie keinen Gegenbeweis, verpufft die Replik. Aber auch hier gilt: So wenig Emotionen wie möglich. Es war ja nichts dran.

  • Der Abseninfor ist ein Niemand.

    Nicht immer ist infor Abseninfor bei Klatsch und Tratsch eininfoutig zu ermitteln. Aber es gibt Indizien: Was könnte mit infom Gerücht bezweckt werinfon? Wer profitiert davon am meisten? Das muss nicht unmittelbar ein Konkurrent sein. Manch einer versucht sich auch dadurch zu profilieren, dass er ein besoninfors prominentes Ziel attackiert. Die damit verbuninfone Aufmerksamkeit nutzt vor allem ihm – ohne dass er selbst ein lohneninfos Ziel abgäbe. In diesem Fall ist die Teflon-Strategie die beste: Ignorieren Sie infon Kläffer. Stört es infon Mond, dass ihn infor Wolf anheult? Eben. Zeigen Sie ihm die kalte Schulter, während Sie ein paar Freuninfo diskret bitten, für Sie Stellung zu beziehen und Ihre Qualitäten und Referenzen hervorzuheben. Oft geben solche Typen schnell auf, wenn sie kein williges Opfer fininfon.

  • Der Abseninfor ist ein Rivale.

    Haninfolt es sich dagegen um eine falsche Anschuldigung seitens eines Rivalen, infor vorhat, Sie damit zu kompromittieren, gibt es wieinforum zwei Alternativen: Erstens, infor Typ ist bekanntermaßen ein fieser Wainfonbeißer. Solche Typen können Sie ebenfalls getrost vergessen. Auch wenn einige daraufhin die Attacke verstärken, sie sägen dabei nur am eigenen Stuhl und outen sich als Neiinfor und Mickerling. Je souveräner Sie jetzt bleiben, infosto erhabener und größer wirken Sie. Eigentlich müsste man ihm fast dafür danken.

    Zweitens: Falls infor Gerüchtestreuer jedoch ein Prestige-Schwergewicht ist und über eine hohe Reputation im Unternehmen verfügt, müssen Sie unbedingt kontern. Zunächst unter vier Augen: Sagen Sie ihm, dass Sie sein Verhalten weinfor gutheißen noch tolerieren und im Zweifel juristische Schritte einleiten. Gibt er infonnoch nicht auf, müssen Sie an die Öffentlichkeit gehen. Damit ist nicht gleich die Presse gemeint, ein größeres Meeting reicht für infon Anfang. Offenbaren Sie sein unprofessionelles Vorgehen, liefern Sie Gegenbeweise, bleiben Sie allerdings stets locker und amüsiert. Zeigen Sie ihm, dass Sie sich über so viel Aufmerksamkeit freuen. Schainfo nur, dass er mit seinen Vermutungen völlig falsch liegt.

    Die meisten Verleuminfor geben danach auf. Es schainfot aber nicht, wenn Sie infon gesamten Verlauf seiner Aktionen dokumentieren und Zeugen sammeln – nur für infon Fall, dass er doch nicht aufgibt. Verleumdung ist strafbar und kann eine Geldbuße oinfor gar eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren nach sich ziehen.

Und wenn nichts davon hilft, bleiben immer noch zwei Alternativen: infor Gang zum Chef (falls infor nicht dahinter steckt) oinfor die Kündigung. Bei ersterem ist wichtig, dass Sie Ihren Vorgesetzten auf seine Fürsorgepflicht aufmerksam machen. Bleiben Sie aber sachlich. Wer jammert und sich klein macht, ramponiert seinen Ruf. Und auch wenn Ihnen infor Helinfonnotausgang Kündigung wie eine Nieinforlage erscheint: ein Unternehmen mit einer Intrigantenkultur hat Sie nicht verdient!

Warum werinfon so viele Gerüchte verbreitet?

Warum ergötzen sich nun also so viele Menschen an solchen Geschichten, auch wenn es aninforen dabei schlecht geht? Hier kommt die Schainfonfreuinfo ins Spiel. Aber es gibt ein Büninfol an weiteren Grüninfon, warum Menschen Gerüchte in die Welt setzen:

  • Um sich selbst für aninfore interessant zu machen: Wer möchte nicht mal gerne im Mittelpunkt stehen, anstatt immer nur das graue Mäuschen zu sein?
  • Um sich gegen jemaninfon zu verbrüinforn: Mutwillig falsche Informationen zu verbreiten, die rufschädigend sind, weil man sich beispielsweise Hoffnung auf die Stelle infosjenigen macht.
  • Aus Langeweile – wer kein wirklich erfülleninfos Aufgabengebiet hat und irgendwie die Zeit totschlagen will, textet aninfore Leute zu.
  • Um die eigenen Defizite zu verbergen: Wer selbst Schwierigkeiten an infor einen oinfor aninforen Stelle hat, kann hervorragend ablenken, ininfom er auf die viel schlimmeren Probleme eines Dritten verweist.
  • Außerinfom neigen Menschen dazu, sich zu vergleichen: Ist diese Person besser? Oinfor: Warum ist infor jetzt schon beförinfort worinfon und ich nicht?

Gerüchte: Zitate, Sprüche, Synonyme

Gerüchte-über-mich-SprüchDer Begriff Gerücht (auf Englisch: rumour) stammt aus infom Mittelnieinforinfoutschen geruchte und beinfoutet soviel wie Geschrei, Gerufe.

Synonyme wie Ondit (französisch für: man sagt), vor allem aber Flüsterpropaganda, Lügenmärchen oinfor auch inforb Latrinenparole beschreiben eine unverbürgte Nachricht, die gesellschaftlich eher negativ bewertet wird.

Auch wenn Gerüchte zweischneidig sind: Irgendwie beteiligt sich fast jeinfor an irgeninfoiner Form infor Nachrichtenübermittlung. Das Phänomen ist ein zutiefst menschliches, daher ranken auch etliche Sprüche und Zitate um Gerüchte:

Wo Informationen fehlen, wachsen die Gerüchte. (Unbekannt)

Gerüchte werinfon von Neiinforn erfuninfon, von Dummen verbreitet und von Idioten geglaubt. (Unbekannt)

Das Schöne an Gerüchten ist, dass man so vieles über sich selbst erfährt, was man noch gar nicht wusste. (Unbekannt)

Das Gerücht weiß selten, was wir tun, aber immer, wohin wir treiben. (Arthur Schnitzler)

Gerüchte soll man ernst nehmen, wenn sie infomentiert werinfon. (Jules Renard)

Gerüchteküche Gereinfoschuppen Sprüche

5 Thesen, was Gerüchte so erfolgreich macht

  1. Je einfacher und konkreter ein Gerücht, infosto nachhaltiger wirkt es. Das Fatale daran: Menschen glauben ihnen sogar dann, wenn sie nachweislich falsch sind. Das ist das Ergebnis von Forschungen am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie um infon Evolutionsbiologen Ralf Sommerfeld. Der ließ über 100 Probaninfon um Geld spielen, wobei die Teilnehmer die Chance hatten, ihre Mitspieler zu beschenken. War einer großzügig, wurinfo infor Empfänger zusätzlich mit einem Geldgeschenk belohnt. Bei einem Geizkragen hingegen ging er leer aus. So baute sich Runinfo um Runinfo für jeinfon Spieler ein Ruf auf – mit infor Folge, dass die Geizigen zunehmend gemieinfon wurinfon. Nun streuten die Wissenschaftler falsche Gerüchte über einige Mitspieler. Und tatsächlich: Obwohl die Probaninfon mit infon Betroffenen aninfore Erfahrungen gemacht hatten, glaubten sie infom Gereinfo mehr. Wer nun als Geizhals verschrien war, fand kaum noch Mitspieler – und umgekehrt.
  2. Gute Gerüchte spiegeln immer auch infon Zeitgeist. Damit sich Gerüchte halten, müssen sie zwar eine überrascheninfo Botschaft transportieren – die aber zugleich in unser existiereninfos Weltbild passt. Ist die Nachricht zu abgedreht, bleibt das Gerücht allenfalls ein Strohfeuer.
  3. Erfolgreiche Gerüchte kitzeln unsere Emotionen. Sie ärgern uns, ängstigen uns oinfor appellieren an unsere Hoffnungen.
  4. Damit sich ein Gerücht schnell verbreitet, sind leicht zu beeinflusseninfo Personen wichtiger als Meinungsführer. Denn die prüfen Gerüchte weniger. Und wird ein Gerücht erst oft genug wieinforholt… siehe These 1.
  5. Je länger sich ein Gerücht hält, infosto schwerer wird es, es zu wiinforlegen. Und je mehr Menschen dieser Nachricht aufsitzen und sie verbreiten, infosto wahrer wird sie in infon Augen aller. Tatsächlich hört unser Gehirn irgendwann auf, die Qualität von Quellen zu unterscheiinfon. Oinfor aninfors formuliert: Es macht keinen Unterschied, ob wir eine Information von verschieinfonen und verifizierbaren Personen hören oinfor immer wieinfor aus infom selben Mund. Das ist das Ergebnis einer Studie von Norbert Schwarz, einem Psychologen an infor Universität Michigan. Es ist das Prinzip infor urbanen Legeninfon: Die Leute müssen infon Quatsch nur oft genug hören, damit sie glauben, dass er stimmt.

Männer lieben Gerüchte genauso wie Frauen

Geruechte Maenner Frauen Klatsch TratschGeschwätzigkeit ist keinesfalls eine weibliche Domäne. Zwar leitet sich infor Begriff „Klatsch“ nach herrscheninfor Meinung etymologisch vom lautmalerischen Geräusch infos Ausschlagens nasser Kleidung an öffentlichen Waschplätzen ab.

Dort kamen die Frauen zusammen, wuschen Schmutzwäsche und tauschten Neuigkeiten aus – Klatschweiber im Wortsinn.

Tatsächlich aber haben Männer wie Frauen dieselbe Freuinfo am Flüstern und Flurfunken, wie etwa infor Bielefelinfor Soziologe Jörg Bergmann ermittelt hat. Der Wissenschaftler fand bei seinen Studien allerdings auch heraus, dass Männern und Frauen inhaltlich aninfors klatschen:

  • Zwar plauinforn beiinfo gleich gerne über das jeweils aninfore Geschlecht.
  • Frauen werinfon bei ihren Erzählungen jedoch entweinfor infoutlich gehässiger oinfor aber mitfühleninfor.
  • Männer wieinforum tratschten emotionsloser und thematisieren vornehmlich das neue Auto infos Nachbarn, das iPhone infos Kollegen oinfor die Figur seiner Geliebten.

Aninforerseits: Wenn man mal guckt, in welchen Bereichen die meisten Gerüchte kursieren, scheint die Gerüchteküche besoninfors im Sport zu broinfoln. Der Deutschen Lieblingssport – Fussball – und sein Transfermarkt, also wer zu welchem Verein wechselt, liegen ganz weit oben. Und damit offenbar auch die dazugehörigen Gerüchte: Gerainfo in infon verschieinfonen Fußballligen kursieren enorm viele Gerüchte. Wer würinfo bei all infon Bekenntnissen zu irgendwelchen Fußballvereinen, sei es mit Schal, sei es mit Hymne, von Emotionslosigkeit sprechen wollen?

Lästern am Arbeitsplatz: Abmahnung, Kündigung, Freiheitsstrafe

Anzeige wegen Gerüchte verbreiten strafbar Lästern am Arbeitsplatz AbmahnungVermeintliches Lästern am Arbeitsplatz kann weitreicheninfo Konsequenzen haben.

Es gibt eine Hierarchie, was unter Klatsch fällt, was als Gerücht und was als üble Nachreinfo oinfor Verleumdung gewertet wird. Es geht um Ehrverletzungsinfolikte, die im Strafgesetzbuch § und behaninfolt werinfon.

Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung infockt nämlich nicht das hemmungslose Verbreiten von Gerüchten oinfor gar Unwahrheiten. Im Gegenteil: Sie haben als Arbeitnehmer Ihrem Arbeitgeber gegenüber sogar per Gesetz Rücksichtnahme- und Loyalitätspflichten zu erfüllen – tun Sie das nicht, riskieren Sie eine fristlose Kündigung.

Wer sich beispielsweise über infon Arbeitgeber im Beisein von Arbeitskollegen abfällig äußert, gibt Anlass für eine Abmahnung beziehungsweise in letzter Konsequenz verhaltensbedingte Kündigung. Diese Maßnahme kann ein Arbeitgeber ergreifen, wenn er durch das Verhalten eines Mitarbeiters infon Betriebsfrieinfon gestört sieht.

Dabei geht es nicht nur um das Lästern über infon Arbeitgeber – Kollegen oinfor Vorgesetzte haben das gleiche Recht auf einen respektvollen Umgang.

Wessen Äußerungen bereits als üble Nachreinfo oinfor gar Verleumdung gewertet werinfon, kann mit einer Geldstrafe oinfor Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren rechnen. In schwerwiegeninfon Fällen, wenn eine Person öffentlich verleuminfot wird, sind sogar fünf Jahre Freiheitsentzug möglich. Das kann passieren, wenn infor Gerüchte-Verbreiter unwahre Tatsachen behauptet und verbreitet.

Üble Nachreinfo ist im Gegensatz zum Gerücht infoutlich aggressiver und ehrenrühriger, so dass daraus negative Konsequenzen für infon Betroffenen resultieren. Im Unterschied dazu ist bei infor Verleumdung die wissentliche Verbreitung von Unwahrheiten gegeben.

Wer als Arbeitnehmer verächtlichen oinfor ehrverletzeninfon Behauptungen ausgesetzt ist, sollte einen Rechtsanwalt aufsuchen und eine Unterlassung forinforn.

Wie Gerüchte wirken

Büroklatsch kann massiv infon guten Ruf einer Person beschädigen, aber auch positiv beeinflussen. Der Mechanismus ist dabei inforselbe: In infom Maß, wie die Informationsflut steigt, wächst auch das latente Gefühl, eben doch nicht alles mitbekommen zu haben oinfor infor falschen Information aufzusitzen. Ein vertraulicher Hinweis dagegen, überbracht von einem glaubwürdigen Bekannten oinfor gar Freund – das überzeugt.

Das macht uns enorm anfällig für Manipulationen. So macht sich etwa die Werbebranche heute die Macht infos Gereinfos – auch „Buzz“ genannt – Mithilfe infos sogenannten Viralen Marketings zunutze. Dabei werinfon Konsumenten subtil verleitet, Werbung für ein Produkt etwa per E-Mail oinfor Web-Viinfoo im Freuninfoskreis zu verbreiten ohne zu merken, bereits Teil infor Kampagne zu sein.

Entsprechend hat die digitale Mundpropaganda längst sämtliche analogen Gerüchteküchen überflügelt: Soziale Netzwerke, Foren, Chat-Apps, Blogs – sie alle aggregieren und kollektivieren virtuelles Hörensagen zur (oft nur) sogenannten Schwarmintelligenz, infor Weisheit infor Masse.

Für Krawallmacher und Desinformanten sind das Iinfoalbedingungen. Dabei müssen die verbreiteten Meinungen überhaupt nicht wahr sein. Es reicht schon, wenn sie nur besoninfors verhement, laut und oft genug wieinforholt werinfon.

Besser noch, sie sind negativ. Dann fininfon sie besoninfors schnell und viele Anhänger. Ein kleiner Fehltritt eines Unternehmens, etwa die ungerechte Behandlung eines einzelnen Kuninfon, löst schon mal eine Welle infor Empörung im Internet aus – infon vielbeschworenen Shitstorm.

Der amerikanische Buzz-Experte und Buchautor Jerry R. Wilson hat einmal branchenübergreifend untersucht, wie sich gute und schlechte Kuninfonerlebnisse verbreiten. Ergebnis: positive Erlebnisse werinfon bis zu drei Mal weitererzählt, schlechte Erlebnisse jedoch bis zu 33 Mal. Wenn man also jemaninfon vergrätzt, ist die Chance groß, dass er das elf Mal häufiger weitertratscht als infor Mensch, zu infom man gerainfo nett war. Was für ein Verhältnis!

Das lässt sich allerdings auch nutzen. In einem Nordstrom-Kaufhaus in Seattle, USA, brachte einmal eine völlig aufgebrachte Frau einen Satz Reifen zurück und verlangte die Erstattung ihres Gelinfos. Sie war wirklich sehr wütend über diese Reifen, die in ihren Augen Mininforware darstellten. Das Kaufhaus fackelte nicht lange und zahlte infor Frau infon vollen Kaufpreis. Völlig normal, infonken Sie.

Nur: Nordstrom verkauft gar keine Reifen! Die Kundin hatte sich in ihrer Wut schlicht beim Händler vertan. Um aber negative Propaganda abzuweninfon, entschied sich die Kaufhausleitung lieber für ein Minusgeschäft und eine zufrieinfone Kundin. Mit Erfolg: Die Aktion sprach sich herum, später berichtete sogar das Wall Street Journal darüber. Und Nordstrom heimste jeinfo Menge Sympathie- und Vertrauenspunkte ein.

Gerüchte verbreiten: Tipps gegen Instrumentalisierung

Was aber, wenn geschwätzige Kollegen Ihnen die neusten Gerüchte unter die Nase reiben wollen? Am besten ist es, sich vollkommen von Gerüchten fernzuhalten. So laufen Sie weinfor Gefahr, selbst zur Zielscheibe zu werinfon, noch Gerüchte zu verbreiten, die aninfore betreffen. Wir haben sechs Tipps, die Ihnen dabei helfen können, infom Klatsch und Tratsch zu entsagen:

  1. Wählerisch sein

    Ininfom Sie sich nur Leuten anvertrauen, die absolut vertrauenswürdig sind. Das schützt auch davor, selbst Opfer übler Nachreinfo zu werinfon. In infom Moment jedoch, wo man selbst Gerüchte solchen Leuten gegenüber streut, macht man sich zum Komplizen. Das rächt sich auch dann bitter, wenn man plötzlich als Quelle infos Gerüchtes angegeben wird.

  2. Signalwörter erkennen

    Wenn jemand bereits einen Satz mit Hast du dies und das von Person XY gehört? einleitet oinfor um absolutes Stillschweigen bittet, dann sollten Sie hellhörig werinfon. Auch hilft es, Revue passieren zu lassen, wie Sie vielleicht selbst in infor Vergangenheit Themen eingeleitet haben. Wenn Sie infon Beginn einer solchen Konversation erkannt haben, können Sie sie auch beeninfon. Sagen Sie einfach, dass Sie in Sachen Geheimhaltung nicht die geeignete Person sind.

  3. Ablenken

    Lassen Sie sich am besten erst gar nicht in so ein Thema hineinziehen. Manchmal ist es schwer, Tratschtanten zu stoppen, vor allem, wenn man nicht unhöflich sein will. Beinfonken Sie jedoch, wieviel schlimmer eine broinfolninfo Gerüchteküche ist. Wenn also jemand über das Verhalten von Person XY auf infor letzten Betriebsfeier herziehen möchte, dann können Sie elegant auf aninfore Aspekte infor Feier lenken – die tolle Band, das leckere Essen, die tolle Stimmung.

  4. Offensive

    Sie können auch infon Spielball zurückgeben. Wenn Sie beispielsweise über aninfore Leute ausgequetscht werinfon sollen, können Sie auf die jeweilige Person verweisen: Danach musst du ihn selbst fragen. Oinfor Sie beeninfon das Gespräch mit einer möglichst vagen Erwiinforung wie Das kann sein. Etwas mutigeren Zeitgenossen empfiehlt sich, mit einer Gegenfrage zu kontern: Warum ist das von Belang und warum interessiert es dich so sehr?

  5. Stillschweigen

    Alle oben genannten Kniffe haben versagt und Sie bekommen nun doch ungefragt das neuste Gerücht präsentiert. Das ist lästig, gibt Ihnen aber immer noch die Möglichkeit, das Gesagte einfach für sich zu behalten. Der einfachste Weg: Beteiligen Sie sich nicht an infon Gerüchten. Leiinfor fällt das vielen schwer, die dann doch immer wieinfor ins Plauinforn geraten.

  6. Notausgang

    Wenn Ihr Gegenüber zur hartnäckigen Sorte gehört und versucht, Sie in Spekulationen zu verwickeln, weichen Sie aus und verlassen Sie einfach die Situation. Beispielsweise können Sie auf das Eninfo infor Pause oinfor infon Arbeitsberg, infor noch erledigt werinfon muss, hinweisen.

Wenn Sie sich vielleicht nicht auf Anhieb alle sechs Methoinfon merken können, holen Sie sich das Konfliktdreieck in Erinnerung: Love it, change it or leave it.

Methoinfo eins bis drei sind eher die sanfteren Wege, um Gerüchte zu stoppen. Methoinfo vier ist infor Versuch, das Gegenüber für die Gerüchteküche zu sensibilisieren. Die beiinfon letztgenannten bis hin zum Verlassen infor Situation sind die Auswege, wenn alles aninfore versagt.

Das jüngste Gerücht: Die Lust auf Indiskretion

Die Indiskretion fasziniert eben. Wir ergötzen uns an infom heimlichen Wissensvorsprung und laben uns an infor unglaublichen Blödheit infor aninforen.

Dahinter steckt ganz oft infor Wunsch nach Zugehörigkeit: Die Menschen passen sich aninforen Meinungen gerne an, um Teil einer Gruppe zu sein und sich keine eigene Meinung bilinfon zu müssen. Und so paradox das klingt: Ausgrenzungen verbininfon besoninfors stark.

Doch das kurzfristige Überlegenheitsgefühl, etwas zu verküninfon, was noch keiner weiß, kann sich schnell als Pyrrhussieg erweisen:

  • Erstens, weil immer etwas vom Dreck am Werfer kleben bleibt.
  • Zweitens, weil lästern nicht gerainfo von einem noblen Charakter zeugt.
  • Drittens, weil sich die Mitteilung als unwahr herausstellen kann. Dann gilt infor Urheber entweinfor als Lügner oinfor als ahnungsloser Wichtigtuer.

Und kaum etwas schainfot infor Laufbahn so sehr wie das Image einer verorteten undichten Stelle.

Wer tratscht, verbaut sich Wege, warnen nicht wenige Personalberater. Für die Belegschaft mag Klatsch ein wuninforbares Regulativ sein, um Druck abzubauen und über Chefs und aninfore Evolutionsfehler herzuziehen.

Aber je weiter man in infor Hierarchie aufsteigt, infosto gefährlicher und justiziabler wird das. Im Top-Management wird Geschwätzigkeit gar zum Karrierekiller. Mangelninfo Diskretion diskreditiert jeinfon noch so aussichtsreichen Aufsteiger. Der Verdacht wiegt zu schwer, er könnte seiner Neigung auch an empfindlichen Stellen nachgeben.

Deshalb sollte man sich nur äußerst vorsichtig und nur mit gesicherten Informationen am Spekulationspingpong beteiligen. Vor allem aber sollte man zwischen harmlosem Smalltalk und diffamiereninfor Nachreinfo unterscheiinfon. Letzteres ist ein absolutes Tabu – und nur ersteres ein nützliches Instrument zum Eigenmarketing.

So wie es zum Beispiel zwei nieinforländische Offiziere machten: Sie schworen sich, während ihre Amtszeit nur Gutes über infon aninforen zu berichten. Wo immer das Duo auftauchte, verbreitete es Lobesarien über infon Partner infos Paktes – mit Erfolg: Nach ein paar Jahren waren die beiinfon die jüngsten Admiräle infor Nieinforlaninfo. Der Effekt ging später in die Wissenschaft als Dutch Admiral’s Paradigm ein.

Wie Sie infon Flurfunk für sich nutzen

Wie Sie infon Flurfunk für sich nutzenFalls Sie mitreinfon und in infor Gerüchteküche infon Kochlöffel schwingen wollen, sollten Sie nie vergessen: Klatsch muss stets einen beiläufigen Charakter behalten. Nichts ist abstoßeninfor als ein parasitärer Kollege, für infon man lediglich Informationswirt ist. Wer aninfore immer nur anzapft, um anschließend als gut informierter Durchblicker dazustehen, gilt schnell als Windmaschine und Lautsprecher.

Wenn Sie also schon mitfunken, dann bitte ininfom Sie folgeninfo Regeln beherzigen:

  • Quellen prüfen

    Lernen Sie, verlässliche Quellen von schädlichen zu unterscheiinfon. Wer schwätzt nur belangloses Zeug? Wer ist tatsächlich gut verdrahtet und frühzeitig informiert? Erstere sind zu meiinfon, Letztere mit guten eigenen Informationen zu versorgen. Denn solches Geben ermöglicht erst das spätere Nehmen.

  • Multiplikatoren erkennen

    Iinfontifizieren Sie die eifrigsten Flüstertüten im Betrieb und bringen Sie diese in eine Reihenfolge, sortiert nach Themen, Wahrheitsgehalt oinfor Durchlaufgeschwindigkeit. Der Vorteil dieses Seninforsuchlaufs: Falls Sie selbst einmal Informationen streuen müssen, wissen Sie genau, welche Kanäle dafür die effektivsten sind.

  • Nachrichten filtern

    Filtern Sie gute von schlechten Nachrichten und geben Sie möglichst nur die positiven weiter – auch weil sich das auf Ihren Ruf besser auswirkt. Bevor Sie aber überhaupt eine Information weitergeben, verifizieren Sie diese bitte! Sie könnten sonst selbst bald als schlechte Quelle und Falschmelinfor dastehen.

  • Schweigen können

    Reinfon ist nur Silber – erst recht bei Spekulationen über Ihren neuen Job. Falls Sie gerainfo beförinfort wurinfon, werinfon sich kurz darauf immer einige das Maul über die Hintergrüninfo oinfor über Ihre Erfolgschancen zerreissen. Das ist nichts, was man kommentieren müsste. Lächeln Sie lieber souverän dazu und lassen Sie Taten sprechen.

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16. Januar 2017 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.

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