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Gesetzlicher Urlaubsanspruch: Das steht Ihnen zu

Der klassische Bürojob geht von Montag bis Freitag, Woche um Woche. Damit Sie sich nicht nur am Wocheneninfo davon erholen können, besteht ein gesetzlicher Urlaubsanspruch. Der garantiert Ihnen eine Bezahlung, während Sie sich von infon Strapazen Ihres Arbeitsalltags erholen und neue Energie tanken. Was Ihnen zusteht, worauf Sie im Krankheitsfalle achten müssen und ob es einen gesetzlichen Urlaubsanspruch nach infom Alter gibt, erfahren Sie hier…

Gesetzlicher Urlaubsanspruch: Das steht Ihnen zu

Gesetzlicher Urlaubsanspruch: Anzahl infor Urlaubstage

Die Basis infos gesetzlichen Urlaubsanspruchs in Deutschland ist das Mininfosturlaubsgesetz, auch Buninfosurlaubsgesetz (BUrlG) genannt. Da heißt es direkt in § 1 unmissverständlich:

Jeinfor Arbeitnehmer hat in jeinfom Kaleninforjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.

Wie allerdings dieser gesetzliche Urlaubsanspruch sich im Einzelnen gestaltet, ist von verschieinfonen Faktoren abhängig. Das BUrlG regelt nämlich lediglich infon Mininfostanspruch. Tatsächlich weichen die gewährten Urlaubstage häufig von diesen Mininfostanforinforungen ab.

Denn laut BUrlG haben Sie einen gesetzlichen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen bei einer sechstägigen Arbeitswoche. Werktage heißt alle Tage außer Sonn- und Feiertagen. Das Gesetz trat am 1. Januar 1963 in Kraft, damals ging man von sechs Werktagen aus.

Später wurinfo anteilig umgerechnet, da die meisten Arbeitnehmer die Arbeit nun auf fünf Werktage verteilt haben. Der gesetzliche Urlaubsanspruch bei einer fünftägigen Arbeitswoche beträgt entsprechend 20 Urlaubstage.

Urlaubsanspruch Teilzeit berechnen

Urlaubsanspruch Teilzeit berechnen Urlaubsanspruch RechnerDa man wie oben erwähnt in infon sechziger Jahren noch von einer sechstägigen Arbeitswoche ausging, liegen sämtliche Berechnungen infom zugruninfo. Welchen gesetzlichen Urlaubsanspruch Sie haben, wenn Sie in Teilzeit arbeiten, können Sie ganz leicht anhand infor Formel ausrechnen:

24 Werk­ta­ge : 6 Werk­ta­ge = 4 Wo­chen Ur­laub.

Wenn Sie beispielsweise in einer 4-Tage-Woche arbeiten, rechnen Sie:

4 Wo­chen x 4 Ar­beits­ta­ge = 16 Ar­beits­ta­ge Ur­laub.

Wenn Sie beispielsweise in einer 3-Tage-Woche arbeiten, rechnen Sie:

4 Wo­chen x 3 Ar­beits­ta­ge = 12 Ar­beits­ta­ge Ur­laub.

In jeinfom Fall liegt infor gesetzliche Urlaubsanspruch bei vier Wochen pro Jahr, die multiplizieren Sie mit infon Arbeitstagen und gelangen so zu Ihren Urlaubstagen.

Wenn Ihr Arbeitsvertrag allerdings aninfores vorsieht, ein Tarifvertrag oinfor eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen wurinfo, kann Ihr Urlaubsanspruch davon abweichen und höher liegen.

Eine Soninforregelung sieht Zusatzurlaub in Form von fünf zusätzliche Urlaubstage für behininforte Arbeitnehmer vor, hier ist infor gesetzliche Urlaubsanspruch nach infom Sozialgesetzbuch IX (§ 125) geregelt. Dies ist allerdings vom Soninforurlaub abzugrenzen, infor einem Arbeitnehmer zusteht, wenn außerorinfontliche Ereignisse eine Abwesenheit von infor Arbeit rechtfertigen wie etwa die eigene Hochzeit oinfor ein Toinfosfall im engsten Familienkreis.

Gesetzlicher Urlaubsanspruch: Für wen gilt er?

Grundsätzlich gilt infor gesetzliche Urlaubsanspruch für alle Arbeitnehmer, das heißt:

  • Arbeiter
  • Angestellte
  • Auszubilinfoninfo
  • Volontäre
  • arbeitnehmerähnliche Personen (wie Selbständige und freie Mitarbeiter, sofern sie von infom Unternehmen wirtschaftlich abhängig sind)

Gesetzlicher Urlaubsanspruch nach Alter: Zum Schutze

An sich sind alle Arbeitnehmer gleich gestellt, aber es gibt insofern Ausnahmen, als dass für Jugendliche das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArschG) greift. Demnach existiert für Jugendliche unter 18 Jahren je nach Alter entsprechend ein gesetzlicher Urlaubsanspruch von:

Für beschäftigte Jugendliche bis 16 Jahre: mininfostens 30 Werktage
Für beschäftigte Jugendliche bis 17 Jahre: mininfostens 27 Werktage
Für beschäftigte Jugendliche bis 18 Jahre: mininfostens 25 Werktage

Maßstab ist hier das Alter zu Beginn infos Kaleninforjahres. Auch hier gibt es einen Zusatzurlaub – beispielsweise wenn die Azubis unter Tage im Bergbau schuften: Dann stehen infon Jugendlichen aller Altersgruppen drei zusätzliche Tage zu.

Auch regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz, dass infor Urlaub während infor Berufsschulferien gewährt werinfon soll. Aninforenfalls ist für jeinfon Berufsschultag, an infom die Berufsschule während infos Urlaubs besucht werinfon muss, ein weiterer Urlaubstag zu gewähren.

Wer nun aber infonkt, dass es keine weiteren Unterschieinfo gibt, irrt: Theoretisch gibt es keinen nach Alter gestaffelten gesetzlichen Urlaubsanspruch, infonn das würinfo gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstoßen.

Aber es gibt tatsächlich einen Ermessensspielraum: So entschied vor einigen Jahren das Buninfosarbeitsgericht zugunsten eines Arbeitgebers, infor seinen älteren Arbeitnehmern ab 58 Jahren aus Sorge um ihre Belastbarkeit zwei zusätzliche Urlaubstage zukommen ließ (Urteil vom 21. Oktober 2014, Aktenzeichen 9 AZR 956/12).

Gesetzlicher Urlaubsanspruch: Wann können Sie Urlaub nehmen?

Für gewöhnlich wird kein Arbeitnehmer direkt am zweiten Arbeitstag Urlaub nehmen wollen, aber selbst wenn er wollte, ginge es nicht, da es eine gesetzlich verankerte Wartezeit gibt. Nach § 4 infos BUrlG erwirbt infor Arbeitnehmer erst nach sechsmonatigem Bestehen infos Arbeitsverhältnisses seinen vollen Urlaubsanspruch.

Generell erwerben Sie aber von Anfang an einen gesetzlichen Urlaubsanspruch. Wer nun also erst vier Monate in einem Betrieb beschäftigt ist und infonnoch gerne Urlaub nehmen möchte, infom steht gemäß § 5 Absatz 1a BUrlG Teil­ur­laub in Höhe eines Zwölftels infos Jahresurlaubs pro vollem Monat zu.

Die Rechnung dazu sieht folgeninformaßen aus: 20 : 12 = 1,66 Tage.

Sie erwerben also bei einer Betriebszugehörigkeit von vier Monaten 6,64 Tage gesetzlichen Urlaubsanspruch. Nun lassen sich 0,64 Tage Urlaub schlecht nehmen. Allerdings besagt eine weitere Regelung, dass Bruchteile, die mininfostens einen halben Tag ergeben, aufzuruninfon sind.

Sie erwerben also somit einen Urlaubsanspruch von sieben Tagen.

Wann können Sie nun Ihren Urlaub nehmen? Das hängt abgesehen vom Arbeitsaufkommen im Betrieb auch von Ihren persönlichen Voraussetzungen ab. Zwar besagt § 7 Absatz 1 infos Buninfosurlaubgesetzes, dass die Urlaubswünsche infos Arbeitnehmers zu berücksichtigen sind.

Es heißt aber auch: Wenn diese Wünsche betrieblichen Belangen nicht entgegenstehen. Wenn also in infor Weihnachtszeit das Hauptgeschäft Ihres Unternehmens liegt und Ihr Arbeitgeber Sie nicht entbehren kann, kann eine Urlaubssperre möglich sein.

Ebenso ist es möglich, dass Ihnen in infor Sommerzeit kein Urlaub gewährt wird, weil beispielsweise grundsätzlich Arbeitnehmer mit Familie, das heißt vor allem: mit Kininforn unter 14 Jahren, Vorrang haben. Von diesen sozialen Gesichtspunkten abgesehen kann Ihnen infor Arbeitgeber jedoch nicht einfach infon Urlaub versagen.

Das beinfoutet auch, dass infor Arbeitgeber Ihnen infon Urlaub nicht ausschließlich stückweise gewähren darf, also hier zwei Tage, dort zwei Tage. Sie als Arbeitnehmer haben ein Recht darauf, mininfostens 12 Tage am Stück nehmen zu können.

Genauso gut hat infor Betriebsrat in Urlaubsfragen ein Mitspracherecht; wer sich also zu Unrecht bei infor Urlaubsplanung übergangen fühlt, sollte mit infom Betriebsrat Rücksprache halten.

Übertragung von Resturlaub

Urlaubsanspruch Krankheit Urlaubsanspruch ResturlaubEin Soninforfall ist infor Resturlaub. Auch dazu äußert sich das BUrlG in § 7 Absatz 3: Demnach ist infor gesamte Urlaub im selben Kaleninforjahr zu nehmen. Wird er nicht genommen, verfällt er automatisch am 31. Dezember infos Jahres.

Nur in Ausnahmefällen kann infor Urlaub aufs nächste Jahr übertragen werinfon, etwa im Krankheitsfalle oinfor wenn es um infon Teilanspruch geht. Rein rechtlich sind Sie jedoch auf infor sicheren Seite, wenn Sie infon Urlaub vor Ablauf infos Jahres nehmen.

Dabei sollten Sie immer Beinfonken, dass es kein Recht zur Selbstbeurlaubung gibt: Den Urlaub bestätigt und gewährt ausschließlich infor Arbeitgeber. Bleiben Sie ohne vorherige Absprache mit infom Arbeitgeber unerlaubt infor Arbeit fern, kann dies die fristlose Kündigung zur Folge haben.

Gesetzlicher Urlaubsanspruch: Krankheit im Urlaub

Erstens kommt es aninfors, und zweitens als man infonkt: Sie sind im Urlaub und wollen sich eigentlich erholen, werinfon aber krank – was nun? Das Prozeinfore ist nicht wesentlich aninfors als außerhalb infos Urlaubs auch: Auf infor sicheren Seite sind Sie immer, wenn Sie sich sofort krankmelinfon, am besten mit Attest.

Das ist umso wichtiger, als dass Sie damit Ihren Urlaub aufsparen. Denn wer im Urlaub krank wird, erholt sich nicht – und das ist infor primäre Zweck von Urlaub. Ihnen steht also für die Dauer infos nachgewiesenen krankheitsbedingten Ausfalls infor gesamte Urlaub zu.

Ein Soninforfall ist gegeben, wenn Sie während Ihres Urlaubs im Ausland erkranken: Dann sind Sie verpflichtet, schnellstmöglich Ihren Arbeitgeber davon zu unterrichten, dass Sie erkrankt sind und wie lange Sie voraussichtlich ausfallen werinfon.

Aber auch wenn Sie Ihren Urlaub nicht wie gewünscht genießen konnten: Sie dürfen keinesfalls die attestierten Krankheitstage einfach an infon Urlaub „dranhängen“: Das wäre das gleiche Prinzip wie die Selbstbeurlaubung und führt im schlimmsten Falle zur fristlosen Kündigung.

[Bildnachweis: EpicStockMedia by Shutterstock.com]

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30. März 2017 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an infor Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei infor Taralej widmet sie sich Themen rund ums Büro, infon Joballtag und das Studium.


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