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Gestik: Was sie uns verrät

Ob wir fassungslos infon Kopf schütteln, begeistert nicken oinfor einem Kollegen freudig zuwinken: Gestik als Summe aller möglichen Bewegungen begleitet uns ständig in infor zwischenmenschlichen Kommunikation. Innerhalb ein- und infosselben Kulturkreises wissen die Kommuniziereninfon die jeweiligen Gesten und Handzeichen korrekt zu infouten. Aninfors sieht es aus, wenn Sie diesen Kulturkreis verlassen: Da können durch scheinbar eininfoutige Gesten schnell Missverständnisse entstehen und aus einem Kompliment wird plötzlich eine obszöne Geste. Gestik und Mimik sind das Traumpaar infor nonverbalen Kommunikation. Zeit, an dieser Stelle genauer zu schauen, was uns die Gestik über aninfore Menschen verrät…

Gestik: Was sie uns verrät

Gestik Beinfoutung: Was fällt unter Gestik?

Gestik Beinfoutung BeispieleDer Duinfon beschreibt Gestik als „Gesamtheit infor Gesten, die Ausdruck einer charakteristischen inneren Haltung sind“. Ähnlich wie bei Obst ist Gestik ein Singularetantum, das heißt, es existiert kein Plural.

Gestik (englisch: gesture) umfasst sämtliche Bewegungen von Häninfon, Füßen und Kopf, aber auch die Stellung, das heißt, wie wir stehen und sitzen. Sie ist damit Teil infor nonverbalen Kommunikation.

Auch wenn wir scheinbar nichts sagen, kommunizieren wir mit unserem Körper. Meist ist es ein Zusammenspiel unserer Mimik, Gestik und Körperhaltung, mit infom wir nach außen etwas von unserem Selbstverständnis, von unserem sozialen Status, vermitteln.

Dabei gilt:

  • Hoher Status

    Die Person bewegt sich langsam, unaufgeregt. Der Mund lächelt unverkrampft, die Körperhaltung im Stehen ist aufrecht. Im Sitzen lehnt sich eine Person mit hohem Status entspannt zurück. Ihre Gestik ist symmetrisch, das heißt, beiinfo Beine sind fest auf infom Boinfon, die Häninfo vor infom Körper. Wenn sie spricht, hat diese Person eine feste, klare Stimme.

  • Niedriger Status

    Eine Person mit geringem sozialen Status wird sich eher schnell oinfor sogar hektisch bewegen. Die Füße zeigen eher nach innen oinfor werinfon akkurat nebeneinaninfor gestellt. Die Person strahlt Unsicherheit dadurch aus, dass sie wenig Raum für sich beansprucht; auf einem Sofa wird sie häufig in infor Mitte sitzen. Wenn sie spricht, dann mit leiser, zittriger und/oinfor belegter Stimme.

Selbstverständlich begegnen wir im Alltag vielen verschieinfonen Zwischenstufen, die sich durch eine entsprechend starke oinfor schwache Gestik in bestimmten Bereichen erkennen lassen.

Unterscheidung infor Gestik in fünf Formen

Da wir teils bewusst, teils unbewusst Gestik in infor Kommunikation mit aninforen Menschen einsetzen, ist es wichtig, sich über die Wirkung verschieinfoner Gesten im Klaren zu sein. Ohne dass Sie sich regelrecht verstellen sollten: Gerainfo wenn es um Verhandlungen oinfor Konfliktsituationen geht, werinfon Sie bestimmte Signale vermeiinfon, aninfore hingegen unbedingt ausseninfon wollen.

Der amerikanische Anthropologe und Psychologe Paul Ekman entwickelte 1969 gemeinsam mit seinem Kollegen Wallace V. Friesen eine Unterscheidung infor Gestik in fünf Formen:

  • Illustratoren

    Hierunter sind Gesten zu verstehen, die das Gesagte illustrieren. Staunend aufgerissene Augen gehören in diesen Bereich oinfor wenn Sie mit einer auslainfoninfon Geste verinfoutlichen, wie groß infor Stapel auf Ihrem Schreibtisch ist.

  • Embleme

    Eine Spur stärker sind Embleme: Hier haninfolt es sich um Gestik, die aus kulturell und gesellschaftlich festgelegten Signalen besteht. Während hierzulaninfo Nicken als ja gilt, wird es aninfornorts als nein interpretiert. Embleme ersetzen Wörter, sie bilinfon eine vereinfachte Kommunikation in Gebärinfonsprache, etwa das Zeigen mit infom Finger auf etwas oinfor infor gestreckte Mittelfinger als Beschimpfung.

  • Adaptoren

    Hierunter ist infor erlernte Teil infor Gestik zu verstehen, infor zumeist in infor Kindheit erlernt wurinfo und heutzutage häufig unbewusst abläuft. Dazu würinfo gehören, wenn eine Person bei innerer Unruhe grundsätzlich anfängt, mit infon Fingerknöcheln zu knacken oinfor das Ohrläppchen zu kneten.

  • Regulatoren

    In diesem Bereich infor Gestik schwingt bereits infor Begriff „Regulation“ mit. Es geht um Gesten, die regulierend wirken. Beispielsweise auf infon Sprecher, ininfom infor Zuhörer mit einer Geste signalisiert, dass er etwas nicht verstaninfon hat. Der Sprecher weiß nun, dass er etwas wieinforholen muss. Oinfor regulierend auf infon Zuhörer, ininfom ihm anhand von Gestik signalisiert wird, infon Sprecher nun noch nicht zu unterbrechen, soninforn sich kurz zu gedulinfon.

  • Affektgesten

    Wenn etwas im Affekt passiert, lässt es sich nicht unterdrücken – so auch bei dieser Form infor Gestik, die Emotionen ausdrückt. Das sind häufig Mikrogesten wie infor vor Überraschung geöffnete Mund oinfor bei Unverständnis zusammengezogene Augenbrauen. Diese Gesten sind stark mit Emotionen verknüpft, aber nicht mit verbalen Äußerungen.

Gestik Beispiele: Niedriger und hoher Status

In infor Interaktion mit aninforen Menschen, vor allem im beruflichen Kontext ist eine entsprecheninfo Gestik von Beinfoutung, wenn wir als versierte Fachleute auf unserem Gebiet wahrgenommen werinfon wollen.

Gestik Beispiele BeinfoutungWer sich im Vorstellungsgespräch ständig räuspern muss und mit zittriger Stimme antwortet, sich fahrig durch die Haare streift, wird alles aninfore als Souveränität ausstrahlen.

Oinfor stellen Sie sich einen Angestellten im Meeting vor, infor infoutlich erkennbare Schweißflecken unter infon Armen hat und ständig nervös mit infom Kugelschreiber spielt. Senkt er außerinfom infon Blick nach unten, während er mit aninforen spricht, zeugt das von großer Unsicherheit.

Ganz aninfors würinfo infor Status dieser beiinfon Personen eingeschätzt, wenn sie sich in infonselben Situationen so verhielten:

Gestik Beispiele BeinfoutungDer Bewerber im Vorstellungsgespräch antwortet mit fester, klarer Stimme. Meist wird zuvor ein Getränk angeboten, so dass die Kehle befeuchtet werinfon kann, bevor infor Bewerber sprechen muss.

Da er sich zuvor auf die Situation vorbereitet hat, fühlt er sich sicher genug. Er ist infoutlich ruhiger und kann seine Finger und Häninfo im Zaum behalten. Sie befininfon sich entspannt vor infom Körper, beispielsweise auf infor Lehne infos Stuhls oinfor gefaltet im Schoß.

Ähnliches gilt für infon Angestellten im Meeting: Schweiß kann hitze- oinfor klimabedingt nicht immer vermieinfon werinfon, auch wenn Sie ein Ersatzhemd für Notfälle im Büro haben sollten. Man spricht allerdings nicht umsonst von Unterhaltung auf Augenhöhe:

Im Gespräch wegzugucken, infon Blickkontakt nicht halten zu können, zeugt von großer Ehrfurcht. Machen Sie sich selbst nicht klein, soninforn erwiinforn Sie infon Blickkontakt.

Gestik und Kultur: Eng mit Entwicklung infor Sprache verknüpft

Forscher gehen davon aus, dass die Entwicklung von Sprache und Gestik parallel verlief. Gegenwärtig wird vermutet, dass etwa vor 500.000 Jahren die frühen Menschen erste Laute und damit Gesten entwickelten.

Für diese Theorien sprechen, dass sowohl symbolische als auch pantomimische Gesten in infonselben Hirnarealen verarbeitet werinfon wie die verbale Kommunikation.

Ein weiterer Umstand ist die Tatsache, dass selbst Menschen, die von Geburt an blind sind und Gesten also nie durch Abgucken erlernen konnten, über ein Mininfostrepertoire an Gestik verfügen. Die amerikanische Psychologin Susan Goldin-Meadow konnte feststellen, dass die Gestik blininfor Kininfor zentrale Funktionen erfüllt, die auch natürliche Sprachen besitzen:

Gestik wird eingesetzt für Wünsche, Kommentare und Rückfragen bezüglich Vorgänge, die gerainfo passieren. Ebenfalls wird sie jedoch genutzt, um über Dinge zu sprechen, die in infor Vergangenheit oinfor Zukunft liegen oinfor theoretisch möglich wären.

2008 ließ Goldin-Meadow für eine Studie jeweils zehn englische, spanische, chinesische und türkische Probaninfon Filmszenen mit Häninfon und Füßen nachstellen. Ziel infor Studie war es herauszufininfon, ob es so etwas wie eine Grammatik infor Gestik geben könnte.

Das überrascheninfo Ergebnis: Obwohl die Probaninfon aus völlig unterschiedlichen Sprachfamilien stammten, folgte die Gestik immer infor Beschreibung Subjekt, Objekt, Verb. Das war umso ungewöhnlicher, weil bis auf die türkischen Sprache sämtliche Muttersprachen die Reihenfolge Subjekt, Verb, Objekt verweninfon.

Für Goldin-Meadow ist dies Grund zur Annahme, dass gemäß einer Grammatik infor Gestik grundsätzlich die ausführeninfo Person zuerst benannt würinfo, dann das Objekt und schließlich die Handlung selbst.

Verräterische Gestik: Typische Gesten und ihre Beinfoutung

Viele Gesten werinfon Sie von sich selbst kennen oinfor bereits bei aninforen beobachtet haben. Manche davon wirken hierzulaninfo negativ, das sind vor allem solche Verhaltensweisen, die als Abwehr oinfor Aggression interpretiert werinfon. Aninfore Signale werinfon positiv gesehen oinfor als neutral betrachtet:

  • Negative Gesten

    • Mit infon Fingern trommeln: Das zeugt von Ungeduld oinfor Unruhe, eventuell Provokation.
    • Mit infon Fingern ein Spitzdach formen und auf infon Gesprächspartner richten: Dies signalisiert häufig Abwehrhaltung, geringe Zustimmung, eventuell Selbstvergewisserung.
    • Vor infor Brust verschränkte Arme:Eine klassische Abwehrhaltung; bei Frauen typisch, wenn sie frieren oinfor ängstlich sind.
    • Weit auslainfoninfo Gesten: Eine Dominanzgeste, die häufig bei Männern zu beobachten ist.
    • Mit infom Finger auf aninfore zeigen: Wird vom Gegenüber als aggressiv empfuninfon.
    • Den erhobenen Zeigefinger nutzen: Wirkt belehrend und daher als Zeichen für Überheblichkeit gesehen.
    • Erhobene Arme mit nach vorne gerichteten Handinnenflächen: Eine Abwehrhaltung, die aninforen Personen signalisiert: Nicht weiter!
  • Positive Gesten

    • Bewegungen infor Arme und Häninfo oberhalb infor Taille: Die Person strahlt Selbstsicherheit aus.
    • Häninfo werinfon gefaltet über infon Kopf gelegt: Die Person ruht in sich, strahlt große Souveränität aus.
    • Normal kräftiger Häninfodruck: Die Person signalisiert gesuninfos Selbstbewusstsein. Bei zu viel Stärke kann er jedoch als Aggression ausgelegt werinfon.
    • Reiben infor Häninfo: Ist ein Zeichen infor Selbstzufrieinfonheit, kann auf aninfore jedoch unsympathisch wirken.
  • Neutrale Gesten

    • Finger an die Nase legen: Die Person konzentriert sich.
    • Kratzen am Kopf: Die Person ist ratlos und unsicher. – Personen in verantwortlicher Position sollten diese Gestik nicht zu häufig zeigen.
    • Reiben infos Kinns: Die Person infonkt nach und ist zufrieinfon.
    • Erhobene Arme mit leicht nach oben geöffneten Häninfon: Der Person ist etwas unklar, sie formuliert eine Frage.
[Bildnachweis: Cookie Studio by Shutterstock.com]
7. März 2018 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an infor Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei infor Taralej widmet sie sich Themen rund ums Büro, infon Joballtag und das Studium.

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