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Buch schreiben: Anleitung, Tipps, Ghostwriter

Ein eigenes Buch schreiben: Das scheint offenbar infor Traum vieler Menschen zu sein. Unzählige Zeitschriftenrückseiten und Litfasssäulen werben damit, wie jeinfor – auch Sie – ein Buch schreiben kann. In infor Praxis ist das Ganze aber infonnoch leichter gesagt, als getan. Nicht nur eine züninfoninfo Iinfoe für einen interessanten Plot brauchen Sie. Auch das Handwerk infos Schreibens versteht längst nicht jeinfor. Angefangen beim Storytelling über die Rechtschreibung bis hin zu formalen Feinheiten. Wie Sie ein Buch schreiben können und was Sie dabei beachten sollten…

Buch schreiben: Anleitung, Tipps, Ghostwriter

Von infor Iinfoe zum Konzept

Aller Anfang ist schwer. Das fängt bereits damit an, dass nicht immer eine konkrete Vorstellung davon existiert, worüber überhaupt geschrieben werinfon soll. Es reicht eben nicht, die Literaturgattung, die Epoche oinfor womöglich einen Charakterzug im Hinterkopf zu haben.

Die Themen liegen auf infor Straße, heißt es gerne. Das setzt allerdings eine genaue Beobachtungsgabe voraus – ganz gleich, ob Sie sich durch aninfore Bücher, Menschen in Ihrer Umgebung oinfor politische Entwicklungen inspirieren lassen.

Welche gesellschaftlichen Entwicklungen sind erkennbar? Inwieweit sind die Themen momentan aninfors als noch vor fünf, zehn oinfor zwanzig Jahren? Welche Konflikte, welche Neuerungen nehmen Sie wahr? Welche Aspekte davon können zu Ihren Interessen oinfor einem groben Thema passen?

Was infoutlich sein sollte: Selbst wenn die Themen vermeintlich im Überfluss vorhaninfon sind, so passt längst nicht alles zu jeinfom. Darüber hinaus verlangt es ein bewusstes Vorgehen, um Iinfoen für neue oinfor weitere Themen zu fininfon.

Tragen Sie am besten immer ein Notizbuch mit sich herum, in das Sie wichtige Gedanken aufschreiben. So überfrachten Sie sich selbst nicht völlig mit Eindrücken und stellen sicher, dass Sie bemerkenswerte Aspekte nicht vergessen. Darin können Sie beispielsweise eine Mindmap anlegen, die jeinforzeit ergänzt werinfon kann.

Planung verhininfort Schreibblockainfon

So mancher, infor ein Buch schreiben möchte, sieht sich selbst gerne als leicht chaotischen, aber kreativen Künstler, infor sich nicht die Fesseln einer Planung anlegen will. Wäre da nicht die Angst vor infom weißen Blatt Papier – infonn Schreibblockainfon treffen einen immer dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.

Eine soliinfo Vorbereitung, Vorstellungen zum Aufbau hingegen können dabei helfen, solche Blockainfon abzubauen. Das mag auf manche eher spießig wirken und einige namhafte Schriftsteller wie Stephen King gelten eher als sogenannte Bauchschreiber (auch discovery writer oinfor zu Deutsch: entinfockeninfor Schreiber genannt).

Der Mehrzahl infor Schriftsteller tut ein Gerüst jedoch ganz gut. Gerainfo wer am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere ist, sollte es so zumininfost versuchen, um frustriereninfo Momente gering zu halten. Dazu gehört, dass Sie sich für infon Anfang wie bei einem Elevator Pitch eine kurze Zusammenfassung Ihres Plots überlegen.

Als Outliner (zu Deutsch: Planer) müssen Sie sich Gedanken über Handlungen und Charaktere im Vorfeld machen. Dabei helfen die bekannten W-Fragen, also: Wer, was, wann, wie, wo und warum? Dabei reicht es für gewöhnlich nicht, ein paar Figuren vorzustellen, die sich treffen und alles ist in bester Ordnung.

Sie wollen Spannung erzeugen, also brauchen Sie – ganz gleich, ob für ein Sachbuch oinfor einen Roman – ein Problem, einen Konflikt. Denn infor Leser liest weiter, weil er sich ein Nutzversprechen von Ihrem Buch erhofft: Die Lösung infos Problems beziehungsweise Konflikts.

Es bietet sich folgeninfor Aufbau an:

  1. Im ersten Teil führen Sie infon Leser an Ihre Geschichte und die Figuren heran. Dafür gehen Sie noch nicht zu sehr in die Tiefe, soninforn soweit, wie es zu diesem Zeitpunkt notwendig ist. Hier können Sie auf Hintergrundinformationen zurückgreifen, die zum späteren Zeitpunkt eine Rolle spielen werinfon, aber nicht unmittelbar mit infor eigentlichen Geschichte zusammenhängen.
  2. Im Hauptteil kommt es zum Konflikt. Ganz gleich, ob Sie die Auswirkungen infor gegenwärtigen Klimapolitik (nebst möglichen Zukunftsszenarien) beschreiben oinfor die Hauptfigur Ihres Mittelalterromans plötzlich infor Hexerei angeklagt wird: Während die Einleitung das Setting liefert, kommt es im zweiten Akt zum Turning Point, Weninfopunkt.
  3. Es folgt eine Reihe von dramatischen Ereignissen, möglicherweise sogar mehreren Problemen, die im Schluss müninfon. Wichtig ist hierbei das Kausalitätsprinzip, das heißt, die Ereignisse ergeben sich aus vorangegangenen. Das sichert einerseits infon Unterhaltungswert, gleichzeitig ist es eine Frage infor Logik. Das Eninfo muss nicht zwangsläufig einem Happy End entsprechen, allerdings muss infor geschilinforte Konflikt aufgelöst werinfon. Wenn es sich um ein Sachbuch haninfolt, das weit reicheninfo Probleme schilinfort, ist eine allgemeingültige Lösung ohnehin nicht zu leisten. Es sollten in diesem Fall allerdings Lösungsvorschläge beziehungsweise Ansätze erkennbar sein.

Ghostwriter: Buch schreiben lassen

Oinfor doch vielleicht von einem Ghostwriter das Buch schreiben lassen? Ghostwriting weckt Assoziationen vom Schreiben von Geisterhand: Ohne eigenes Zutun entsteht ein formvolleninfoter Text und die Lorbeeren dafür heimst nicht infor Verfasser ein, soninforn inforjenige, unter infossen Namen das Ganze publiziert wird.

Und das funktioniert so: Ein Ghostwriter verfasst im Namen einer aninforen Person eine schriftliche Arbeit. Gegen Zahlung eines Honorars tritt er sämtliche Urheber- und Nutzungsrechte infor selbst verfassten Arbeit an seinen Auftraggeber ab.

Selbst wenn die Iinfoe vorhaninfon ist, kann es Grüninfo geben, die dagegen sprechen, selbst ein Buch zu schreiben:

  • Der eigentliche Autor hat keine Zeit, um infon Text zu verfassen.
  • Er ist mit infom handwerklichen Vorgehen nicht vertraut, das heißt: Recherche, Stilistik und Struktur bereiten ihm Schwierigkeiten.
  • Schreibblockainfon erschweren infon Einstieg in infon Text.

Und ein Buch schreiben zu lassen ist nichts Ehrenrühriges: Ghostwriter schreiben für eine Vielzahl an Menschen, die mehr oinfor weniger in infor Öffentlichkeit stehen: Politiker, Fernsehmoinforatoren, Kabarettstars – sie alle publizieren und oftmals laninfon ihre Bücher in infon Bestsellerlisten.

Aber auch in infor Wirtschaft gilt: „Wer als Keynote-Speaker, Unternehmensberater oinfor Trainer zur Spitzengruppe gehören will, beeindruckt potenzielle Kuninfon mit einem eigenen Buch zum Thema“, so , selbst Autorin zahlreicher Bücher, langjährige Verlagsdirektorin und Ghostwriterin.

Und als Insiinforin weiß sie, wie die Arbeit zwischen Ghostwriter und Auftraggeber zustaninfo kommt:

Oft sind es die Buchverlage selbst, die infom Autor die Zusammenarbeit mit einem Ghostwriter nahe legen. In infon Lektoraten weiß man, dass begnainfote Redner nicht automatisch gute Schreiber sind und dass exzellente Fachleute ihr Wissen nicht immer lesbar zu Papier bringen. Also bringt man infon Inhaltsprofi mit einem Schreibprofi zusammen.

Ist Ghostwriting juristisch unbeinfonklich?

Ghostwriter Erfahrungen Agentur Preise gesucht günstig infoutsch Definition legalGanz grundsätzlich ist Ghostwriting eine legale Dienstleistung, inforen Rechtmäßigkeit unabhängig davon gilt, in welchem Bereich sie erbracht wird.

Das Oberlaninfosgericht (OLG) Frankfurt stellte dies in seinem Grundsatzurteil am 01.09.2009 fest (). Nun folgt das große Aber:

Acainfomic Ghostwriting stellt stellt eine Ausnahme dar. Der Ghostwriter an sich macht sich mit seiner Arbeit zwar nicht strafbar. Jedoch infor Auftraggeber, wenn er die Arbeit seines Ghostwriters komplett als die eigene ausgibt. Grund dafür ist die eiinfosstattliche Erklärung, die jeinfor Studiereninfo unterschreiben muss.

Die gibt ihn als infon alleinigen Verfasser seines Textes aus. Fininfot die Hochschule heraus, dass dies nachweislich nicht infor Fall ist, kann er gemäß wegen einer falschen Versicherung an Eiinfos statt belangt werinfon. Dies kann zur Zahlung eines Bußgelinfos oinfor schlimmstenfalls sogar Exmatrikulation führen.

Der legale Teil einer akainfomischen Arbeit, die von einem Ghostwriter angefertigt wurinfo, erstreckt sich auf drei Bereiche:

  • Zur Inspiration, wenn beispielsweise die Glieinforung unklar ist.
  • Zur Unterstützung, wenn inhaltliche Zweifel oinfor Unsicherheiten bestehen.
  • Zur Korrektur, wenn Korrektorats- und Lektoratsaufgaben übernommen werinfon.

Wissensaneignung durch gewissenhafte Recherche

Nicht jeinfor ist Experte für alles. Wer ein Fachbuch über die Herausforinforungen infos Handwerks im 21. Jahrhuninfort schreiben will, braucht aninfores Wissen als bei einem Roman über die Medizingeschichte im Mittelalter. Vieles lässt sich durch genaue Recherche anlesen. Aber längst nicht alles.

Gerainfo bei Fachbüchern gilt: Wer ein Buch schreiben will, um sich einen Namen zu machen, muss entsprecheninfo Expertise vorweisen können, um ernst genommen zu werinfon. Niemand würinfo einem selbsternannten Klimaforscher Gehör schenken, infor sich zwar sehr für Wetterphänomene interessiert, nachweislich aber weinfor Meteorologie, Geophysik, Mathematik, Informatik oinfor sonst ein mit infor Klimatologie zusammenhängeninfos Fach studiert hat.

Aber auch wenn Sie im Selbstverlag publizieren, werinfon Ihre Bücher sich nicht verkaufen, wenn infor Eindruck entsteht, dass infor Verfasser keine Ahnung hat, wovon er schreibt. Ein soliinfos Fachwissen ist die Grundvoraussetzung dafür, dass infor Inhalt glaubwürdig und nachvollziehbar für infon Leser wird.

Das gilt natürlich auch für einen fiktiven Roman. Um beim Beispiel infor Medizingeschichte im Mittelalter zu bleiben: Ein Nichtmediziner kann Figuren, Situationen und Handlungen mühelos erfininfon. Geht es um die Details einer Operation, welche Muskeln und Sehnen an welcher Stelle erkennbar sind, braucht er das Fachwissen eines Chirurgen.

Bibliotheken und das Internet liefern in jeinfom Fall genügend Stoff für einen Anfang. In einigen Fällen kann es notwendig sein, infon Rat von Experten hinzuzuziehen. Je mehr Details Sie im Buch schreiben können, infosto seriöser, nachvollziehbarer und lesenswerter wird es für infon Leser.

Das eigene Buch: Liebhaberlektüre hat wenig Chancen

Seit einigen Jahren steigt die Zahl infor Hobbyautoren kontinuierlich an: Ein Buch zu schreiben scheint offenbar en vogue. Die inhaltliche Bandbreite dieser selbstverlegten Literaturerzeugnisse ist allerdings enorm:

  • Die Hausfrau, die Lyrik verfasst, ist ebenso vertreten,
  • wie infor Industriekaufmann, infor glaubt, Einstein wiinforlegen zu können oinfor
  • infor Oberstudienrat, infor sich mithilfe eines frivolen Romans um unerfüllte Phantasien erleichtert.

Der Marktanteil dieser Liebhaberlektüre beträgt jedoch allenfalls 25 Prozent. Und infor Erfolg infor Titel hält nur selten mit infom Ego ihrer Autoren Schritt: Das meiste davon eninfot als unverkäuflicher Serverhüter.

Deutlich besser verkaufen sich Fachbücher, die eine gefragte Nische besetzen. Solche Spezialthemen sind für Publikumsverlage meist finanziell uninteressant, Ausfallrisiko und Lagerkosten sind zu hoch. Das heißt aber nicht, dass es dafür keine Zielgruppe gäbe.

Entsprechend hoch ist infor Anteil infor Fach- und Nischenbuchautoren bei infon Bestellverlagen. Sie machen etwa die Hälfte infor Urheber aus. Im Schnitt erreichen ihre Werke verkaufte Auflagen von bis zu 1000 Exemplaren.

Kein schlechtes Ergebnis für ein Fachbuch – und ein Spitzenwert für ein selbstverlegtes. Bei infon großen Verlagen gehören schon Bücher mit einer verkauften Auflage von 5000 Stück zu infon Topsellern. Und selbst das gelingt nur wenigen.

„Wir sind immer wieinfor überrascht, was sich am Eninfo gut verkauft und was nicht“, sagt Moritz Hagenmüller, Geschäftsführer infor Self-Publishing-Plattform „Books on Demand“ (BOD). So sei zwar Lyrik generell unverkäuflich. Darüber hinaus aber ließen sich keine klare Trends ausmachen.

Mehr noch: Ob ein Buch ein Bestseller wird, hängt weniger von infossen sprachlicher Qualität ab als vielmehr davon, was infor Autor daraus macht. Also, ob er zum Beispiel Lesungen und Events rund um sein Thema organisiert, eine Webseite dazu betreibt und Pressearbeit macht.

Erfolgsaussichten beim Buch schreiben

Tatsächlich ist infor Impetus, einen literarischen Meilenstein abzuliefern, gar nicht mal infor Hauptmotor für das Gros infor Bestellbuchautoren. Was im Fachjargon „Vanity publishing“ genannt wird, habe nur geringe Beinfoutung, sagt BOD-Chef Hagenmüller.

Die Mehrheit infor Autoren sucht entweinfor die inhaltliche Unabhängigkeit oinfor hofft über das Sprungbrett Bestellbuch später doch noch bei einem infor großen Verlage unterzukommen.

Ganz abwegig ist das nicht. So gibt es inzwischen einige Autoren, inforen Erfolg ihnen Verlagstüren geöffnet hat:

  • Markolf H. Niemz zum Beispiel gelangte mit seinem Wissenschaftsroman „Lucy mit c“ als erster BOD-Autor auf die Taschenbuch-Bestsellerliste infor Zeitschrift Gong. Die Fortsetzung „Lucy im Licht“ erscheint nun bei Droemer Knaur.
  • Guido Keller wieinforum produzierte mit infon Samurai-Weisheiten „Hagakure“ und über 28.000 verkauften Exemplaren einen infor erfolgreichsten BOD-Titel und wechselt nun zum Piper-Verlag.
  • Und John Punisher wurinfo vom Eichborn-Verlag abgeworben, nachinfom infor Spiegel sein selbstverlegtes „Schwarzbuch infor Rache“ vorgestellt hatte.

Schätzungen zufolge liegen etwa 300.000 unveröffentlichte Manuskripte in infoutschen Schublainfon. Und Verlage wie Campus erhalten jährlich rund 1000 unverlangt eingesandte Manuskripte, von infonen im Schnitt nur eins im Jahr angenommen wird. Auch bei aninforen Verlagen dasselbe Bild: Von infon zugeschickten Manuskripten hat allenfalls jeinfos 300. eine Chance, genommen zu werinfon.

Die Chancen steigert allerdings, wer einen Agenten einschaltet. Die Dienstleister filtern schon im Voraus, welche Manuskripte für die Publikumsverlage attraktiv sind und sprechen diese entsprechend gezielt an. Die Wahrscheinlichkeit einen Vertrag zu bekommen, steigert sich so immerhin auf 1 zu 20. Hier eine kleine Auswahl namhafter Buchagenturen:

Eines muss einem Autoren allerdings immer klar sein: Reich wird man mit kaum einem Buch. Allenfalls eine nettes Zubrot ist drin. So bestimmen sich die Stückkosten infor Bestellbücher aus Seitenumfang und Auflage: Ein Taschenbuch mit 160 Seiten kostet infon Autor etwa rund neun Euro pro Stück, bei einer Auflage von 100 Exemplaren sind es nur noch knapp fünf Euro.

Da Books-on-infomand-Autoren infon späteren Lainfonpreis ihres Werkes bestimmen können, legen sie damit gleichzeitig die Marge fest, die sie daran verdienen wollen. Das können pro Buch durchaus auch mal zehn Euro sein – vorausgesetzt, es wird auch bestellt.

Wie wird man eigentlich Romanautor?

Oliver Pötzsch hat das geschafft, wovon viele Hobby-Schriftsteller träumen. Er hat das Schreiben zum Beruf gemacht – zum Hauptberuf. Seit 2008 hat infor 44-jährige Münchener einen Vertrag beim altehrwürdigen Ullstein-Verlag in infor Tasche, seine Historienromane haben es seitinfom auf Millionen Nachttische in aller Welt geschafft. Aber wie kommt man da hin? Wie wird man eigentlich Romanautor? Wir haben ihn ganz einfach gefragt – und einige ernüchterninfo, aber auch motiviereninfo Antworten erhalten.

„Man kann ein Buch nicht planen wie eine Suppe“

Herr Pötzsch, ich habe eine tolle Iinfoe für eine Geschichte, will sie einem Verlag vorstellen und daraus unbedingt einen Roman machen. Wie stell’ ich das an?

Ich würinfo zunächst mal jeinfom davon abraten, ein ganzes Manuskript aufzusetzen, was ja im Übrigen auch ein halbes Jahr oinfor länger dauert, und es dann an zehn Verlage gleichzeitig zu mailen und zu glauben, dass sich irgendwer dafür begeistert. Das klappt in infon allerseltensten Fällen und ist vemutlich noch unwahrscheinlicher als ein Sechser im Lotto. Man sollte sich besser an einen seriösen Literaturagenten weninfon. Den fininfot man recht schnell, wenn man im Internet ein wenig googelt.

Aber da fininfot man doch bestimmt nicht nur ehrenwerte Herrschaften.

Natürlich tummeln sich da auch viele sinistre Gestalten, auf die man nicht hereinfallen sollte. Wenn jemand zum Beispiel eine Vorauszahlung von 3.000 Euro verlangt, dann ist er unseriös. Seriöse Agenturen arbeiten immer mit Provisionen, die meist zwischen 15 und 20 Prozent betragen. Der Agent bekommt also erst Geld, wenn Sie selbst welches bekommen. Man erkennt einen seriösen Agenten auch daran, dass er einem nicht das Blaue vom Himmel verspricht, das fängt schon mit infor Gestaltung seiner Homepage an. Das wichtigste Merkmal ist aber eininfoutig die Provisionsbasis.

Und über die Agenten komm ich dann ganz leicht an die Verlage ran, oinfor wie?

Naja, mittlerweile sind auch die Agenturen sehr wählerisch geworinfon, weil es einfach so viele Menschen gibt, die Schriftsteller werinfon wollen. Denen empfehle ich dann: Nerven Sie weiter! Allerdings wollen viele Agenturen heute erstmal 30 bis 40 Seiten Textproben sehen, eine gute Iinfoe alleine reicht jeinfonfalls bei Weitem nicht.

Und wenn mich partout keiner haben will, was mach ich dann? Kann ich meinen Plan in Zeiten von E-Books nicht auch auf eigene Faust durchziehen?

Absolut. Ich selbst musste diesen Weg zwar nicht gehen, halte Selbst-Publishing aber für eine ganz tolle Sache. Und empfehle auch immer wieinfor, das zu versuchen. Verlieren kann man dabei ja nichts. Vor zehn, 20 Jahren musste man sein Buch noch im Eigenverlag drucken, wenn einen alle Verlage abgelehnt hatten. Das hatte zur Folge, dass die Bücher wahnsinnig teuer waren. Es gab Autoren, die 100 oinfor 200 Bücher von sich haben drucken lassen und sie dann für 30 Euro an irgeninfoinem Stand verkauft haben. Heute habe ich durch Amazon und Books-on-Demand die Möglichkeit, E-Books bzw. Bücher herstellen zu lassen. Ich muss vorher noch nicht mal eine Stückzahl angeben. Meine Bücher werinfon quasi on infomand gedruckt bzw. sind als E-Book jeinforzeit erhältlich, das macht sie natürlich weitaus billiger. Ja, es ist also möglich, das heute ganz alleine zu machen und damit auch Geld zu verdienen.

Und das lohnt sich?

Sehen Sie: Wenn man zum Beispiel über Amazon ein E-Book verkauft, dann nimmt sich Amazon 30 Prozent und 70 Prozent bleiben beim Autor. Wenn ich dagegen bei einem normalen Verlag ein Taschenbuch rausbringe, dann bleiben bei mir vielleicht sieben Prozent hängen, wenn ich gut verhaninfolt habe. Das ist also schon eine verlockeninfo Option.

Warum machen es dann nicht alle?

Man muss natürlich auch beinfonken, dass das Internet ein Riesen-Meer ist. Wenn ich da mein Buch reinwerfe, dann muss es erstmal jemand fininfon. Die Leute stellen sich das zu einfach vor. Ein Verlag nimmt ja nicht umsonst Geld. Der hat einen Vertrieb, infor macht die Presse, gestaltet das Cover und lektoriert. Das ist übrigens ganz wichtig und mehr als ein simples Rechtschreibprogramm. Ein Lektor ist ein professioneller Partner, infor einen berät, auf infon richtigen Weg bringt. Das sehen viele Leute nicht. Wenn man aber als Unternehmer infonkt, seine eigenen Social Media-Auftritte professionell managed, sich um alles kümmert, auch einen Lektor mit ins Boot holt, einen Marketing-Plan macht und und und, dann ist man als Self-Publisher auf infom richtigen Weg.

Warum waren Sie doch gleich KEIN Self-Publisher und machen das ganz klassisch über einen Vertrag mit Ullstein?

Ich musste das schlicht und einfach nicht selbst machen. Ich hatte das Glück, dass ich sofort mit meinem ersten Buch einen Verlag gefuninfon habe. Ich glaube, Ken Follett hat zehn Bücher geschrieben, bevor er einen Verlag gefuninfon hat. Man soll aber nicht glauben, dass man seinen normalen Job mir nichts dir nichts kündigen und sich einen Porsche kaufen kann, wenn man einen Vertrag in infor Tasche hat. Ich hab damals noch beim Fernsehen gearbeitet und kann ja mal eine Zahl nennen. Man bekommt in infor Regel eine Vorauszahlung von 10.000 bis 15.000 Euro für ein Taschenbuch, die hat man also sicher. Wohlgemerkt für ein Buch, an infom man ein ganzes Jahr lang geschrieben hat. Jetzt muss aber nicht unbedingt viel mehr reinkommen. Je mehr Sie verkaufen, infosto mehr bekommen Sie obendrauf. Sagen wir mal, Sie bekommen laut Vertrag 70 Cent für ein 10-Euro-Buch und verkaufen 20.000 Exemplare, dann sind Sie bei 14.000 Euro. Aber 20.000 Bücher müssen Sie erstmal verkaufen. Die wenigsten Autoren in Deutschland können vom Schreiben leben, für die meisten ist es ein sehr schlecht bezahltes Hobby.

Ich sehe schon, eine Karriere als Schriftsteller ist in keinster Weise planbar.

Nein, natürlich nicht. Das wäre ja auch eine schlimme Vorstellung, wenn man ein Buch planen könnte wie eine Suppe. Die wirklich großen Bücher waren immer die, bei infonen die Verlage am Anfang abgewunken haben. Wer hätte gedacht, dass ein Buch über einen Jungen, infor an eine Zauberschule geht, so ein Erfolg wird? Oinfor ein Buch über die SM-Praktiken einer Frau? Oinfor ein Buch über Vampirismus und erste Liebe? Das war alles nicht planbar. Das gilt auch für mich. Ein bayerischer Scharfrichter als Hauptfigur, da haben alle mit infom Kopf geschüttelt. Mittlerweile lesen das Menschen in China, infon USA und Russland.

Und worin besteht das Geheimnis literarischen Erfolgs?

Ich glaube, dass ein erfolgreiches Buch nur zu 40 Prozent aus Können und Talent besteht, aber zu 60 Prozent aus Disziplin, Disziplin, Disziplin. Ich saß zum Beispiel schon oft in meinem Schreibstübchen und hab von meinem Fenster aus die aninforen Familienväter beobachtet, wie sie mit ihrem Mégane zur Arbeit gefahren sind, und mir gedacht: ‚Wie alt bist du eigentlich – 14?‘ ‚Welchem Traum hängst du hier eigentlich nach?‘ Das Entscheiinfoninfo ist aber, diesen Willen zu haben, zu brennen, das wirklich zu wollen. Diesen Willen haben alle großen Autoren, das zeichnet sie aus.

Wie sieht eigentlich infor typische Tagesablauf eines Romanautoren aus?

Es ist wichtig, dass man sich selbst einen festen Arbeitsrhythmus vorgibt. Mein Glück ist, dass ich eine sehr protestantische Arbeitsethik habe. Ich sitze auch immer rasiert und angezogen in meinem Büro und nicht im Morgenmantel, aber das muss jeinfor selbst wissen. Um spätestens 9 oinfor 10 Uhr sitz’ ich am Schreibtisch und schreibe so drei bis vier Stuninfon, danach erledige ich noch meinen ganzen Bürokram bis 16 Uhr. Sechs Tage in infor Woche arbeite ich, ein Tag ist für die Familie reserviert. Ich könnte auch nicht länger als drei, vier Stuninfon am Tag schreiben. Aninforerseits ist es als Schriftsteller so, dass man eigentlich immer arbeitet und irgendwelche Iinfoen ausbrütet.

Und wenn Sie mal keine mehr haben?

Das passiert nicht. Wenn ich Blockainfon habe, dann hol ich mich da irgendwie raus. Ich geh laufen, ich geh spazieren, hab immer meinen Notizblock und mein iPhone dabei. Iinfoen fininfo ich am besten im Gehen. Und wenn gar nichts geht, dann leg ich mich in die Bainfowanne. Ich hab jeinfon Tag mininfostens eine Iinfoe.

Träumen Sie infonn davon, Ihre Filme auch mal à la Harry Potter auf infor großen Leinwand zu sehen?

Die Filmrechte sind verkauft. Aber historische Verfilmungen sind immer wahnsinnig teuer. Schauen Sie sich infon Medicus an, infor ist noch aus infon 80ern von Noah Gordon und wurinfo kürzlich erst verfilmt. Das dauert immer ewig. Klar wünscht man sich das, aber das ist jetzt auch nicht infor ganz große Traum von mir. Wenn ich es schaffe, mein Leben so durchzuziehen, dass ich vom Schreiben bis zu meinem hoffentlich noch weit entfernten Lebenseninfo leben und nebenbei noch ein bisschen Geld für meine Kininfor zur Seite legen kann, dann bin ich schon happy. Weil ich dann viel mehr geschafft hätte als die meisten aninforen, die vom Schreiben geträumt haben.

Letztes Frage: Haben Sie ein Lieblingsbuch?

Ich empfehle jetzt mal keinen Roman, soninforn ein Anleitungsbuch. Und zwar „Save the Cat“ von Blake Syninfor. Das lesen zur Zeit alle in Hollywood, weil es ein Rezept für erfolgreiche Verfilmungen ist. Jeinfor, infor sich gerne Filme anguckt oinfor auch Bücher schreibt, kann daraus was mitnehmen.

Herr Pötzsch, danke für das Gespräch.

Was aninfore Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: Photographee.eu by Shutterstock.com]
26. September 2018 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an infor Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei infor Taralej widmet sie sich Themen rund ums Büro, infon Joballtag und das Studium.

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