Warum Sie großartiger sind, als Sie denken

Wahre Größe lässt sich nicht daran erkennen, wie einer Menschen mit hohem Sozialstatus behandelt oder gar selbst hofiert wird. Sie verrät sich vielmehr in Kleinigkeiten, in der Persönlichkeit und Charakterreife und -stärke. Leider sind diese Eigenschaften selten zu finden, weil viele Ursache mit Wirkung verwechseln: Sie wollen respektiert und bewundert werden, vergessen aber, dass dies die Folgen von monumentalen Werten und persönlicher Integrität sind. So etwas entwickelt keiner über Nacht, aber oft finden sich bereits gute Ansätze, die sich entwickeln lassen. Weswegen manche vielleicht schon viel großartiger sind, als Sie denken

Warum Sie großartiger sind, als Sie denken

Wie sich wahre Größe offenbart

Es gibt immer zwei Dimensionen, wahre Größe zu zeigen:

  • Sich selbst gegenüber.
  • Gegenüber anderen.

Wie oft gehen wir mit uns zu hart ins Gericht oder legen einen viel zu hohen Maßstab an, wenn es um die Bewertung der eigenen Aufgaben geht? Natürlich erwartet jeder von sich selbst das Beste. Diese Einstellung kann auch motivieren und das eigene Selbstbewusstsein steigern. Wahre Größe sich selbst gegenüber zeigt sich aber vor allem in den Niederlagen und Rückschlägen.

Umgekehrt offenbart sich die Größe gegenüber anderen gerade dort, wo wir mit Menschen umgehen und wie wir jene behandeln, zu denen wir nicht aufsehen oder von denen wir nicht profitieren werden.

Zugegeben, dabei gibt es einige wirklich unsympathische Verhaltensweisen und Eigenschaften – diese 7 zum Beispiel:

7 unsympathische Angewohnheiten

Nicht zuhören können

Immer nur reden, reden, reden… Kennen Sie das, wenn Sie jemandem etwas von sich erzählen, preisgeben oder Gefühle teilen – und der- oder diejenige erzählt sofort eine eigene Geschichte, Motto: Ja, das kenne ich. Das ging mir genauso als ich… blablabla. Dann denkt man: Schön, dass dein Leben so großartig ist, aber eigentlich suche ich gerade einen Zuhörer! Nichts gegen mitreißende Eloquenz und geschliffene Rhetorik. Doch wird dabei oft jene Eigenschaft vergessen, die weitaus weniger kräftezehrend wirkt und obendrein viel anziehender wirkt: das Zuhören können. Jedenfalls ist uns kein Beispiel bekannt, dass sich jemand um Kopf und Kragen zugehört hätte. Was das Reden anbelangt, aber sehr wohl…

Nicht gönnen können

Schon in der Bibel gilt Neid als Todsünde. Und es ist ja auch so: Wer im Leben Erfolg hat, muss nicht lange auf Eifersucht, Neider und Missgünstlinge warten, die ihm nicht mal das Schwarze unter den Nägeln gönnen. Das ist manchmal anstrengend, manchmal ärgerlich, zuweilen kann Neid aber auch motivierend sein (als höchste Form der Anerkennung). Aber im Zwischenmenschlichen stößt die Eigenschaft jedoch massiv ab. Solche Menschen vergleichen sich ständig mit anderen, sind undankbar und in der Folge zutiefst unzufrieden – und lassen das jeden spüren, dem es irgendwie und scheinbar besser geht. Gefährlich! Denn statt in anderen Bonzen oder Besserverdiener zu sehen, könnten sie ebenso als Teil-Vorbilder dienen, von denen man immer auch etwas lernen kann.

Keine Verantwortung übernehmen

Wie heißt es so schön: Der Erfolg kennt viele Väter, der Misserfolg nur einen. Bei diesen Menschen ist es genau umgekehrt: Schuld haben immer nur die anderen, die Umstände sowieso. Ihr Schicksal sind ihre Mitmenschen, die sie für alles und jede schwierige Situation verantwortlich machen. Anziehend wirkt das nicht, schon gar nicht glaubwürdig oder reif. Das Gegenteil ist der Fall: Wer Verantwortung übernimmt, vielleicht auch seine Schwächen eingesteht und ehrlich Hilfe sucht, wird nicht nur respektiert, sondern auch größer: Hier ist jemand, der zu sich und seinem Handeln in aller Konsequenz steht.

Alles negativ sehen

Keine Bange, das wird kein Verkaufsgespräch für eine rosarote Brille. Gesunde Skepsis und kritische Analyse sind enorm wertvoll und können vor großem Schaden bewahren – im Privaten ebenso wie in Unternehmen. Aber es gibt Menschen, die haben einen toxischen, infektiösen Charakter. Ihr Schwarzsehen und Negativismus und ihre destabilisierende Wirkung überträgt sich auf alle in ihrer Umgebung: Sie finden in jeder Suppe ein Haar, den Haken in jeder Idee und sie treten schon auf die Bremse, bevor der Motor überhaupt gestartet wurde. Das ist nicht nur abstoßend: Wer solche Menschen nicht meidet, wird von ihnen unweigerlich in den Abgrund gerissen.





Kein Gespür haben

Man könnte auch sagen: Solche Menschen besitzen keinerlei Empathie und Impulskontrolle. Sie agieren erratisch bis eruptiv und lassen Ihren Gefühlen völlig unkontrollierten freien Lauf. Je nach Laune und Lage. Im Positiven könnte man hier auch große Leidenschaft unterstellen. Doch dieses Verhalten geht darüber hinaus: Dahinter steckt starke Egozentrik, denn letztlich sehen diese taktlosen Typen nur Ihre eigenen Emotionen, nicht aber die der anderen oder wie ihre auf diese wirken. Womöglich ist es ihnen sogar egal. Sie machen, was sie wollen – egal, ob es andere behindert oder verletzt. Nicht wenige Chefs agieren genau so.

Sich für besser halten

Diese Unart muss man nicht lange erklären: Es ist Arroganz. Diese Menschen sind grob, unhöflich und unpünktlich – und sie sind davon überzeugt, etwas Besseres zu sein als alle anderen. Man könnte auch sagen, Sie beherrschen die Kunst zur Miniaturisierung: Sie manchen jeden klein, der sich auf Ihre Augenhöhe wagt. Daraus schöpfen sie dann sogar noch Selbstsicherheit und Balsam für ihr Ego: andere kritisieren, ungefragt beratschlagen, nieder machen – Hauptsache, sie stehen in der Relation darüber. Solche Menschen sind berechnend – und zutiefst unsympathisch.

Schlecht über andere reden

Gerüchte werden von Neidern erfunden, von Dummen verbreitet und von Idioten geglaubt, lautet ein berühmtes Bonmot. Tatsächlich sind Klatsch und Tratsch ein wichtiger sozialer Kitt: Sie funktionieren wie ein Ventil, verbinden aber auch und gehören zum Statusspiel – wie jedes Herrschaftswissen. Doch es gibt einen Unterschied zwischen Flurfunk und Flüsterpropaganda auf der einen Seite und Läsereien auf der anderen Seite. „Haste schon gehört…?“ Dahinter kann sich ebenso ein nützlicher Wissensvorspruch verbergen wie eine gemeine Intrige und pure Bosheit. Wer schon in der Gerüchteküche mitkochen will, sollte dabei positiv und amüsant bleiben. Schandmäuliges Geläster mag niemand auf Dauer. Und am Ende bleibt der meiste Dreck doch nur am Werfer hängen.



Bevor Sie nun ausschließlich nach negativen Seiten suchen: Womöglich sind Sie viel großartiger, als Sie meinen!

Welche dieser 9 Eigenschaften großartiger Menschen entdecken Sie auch bei sich selbst?

[Bildnachweis: Taralej.info]
25. August 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Taralej. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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