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Haftung am Arbeitsplatz: Wer zahlt wann?

Haftung am Arbeitsplatz: Fehler, große und kleine Patzer, Missgeschicke und grobe Fehltritte – sie alle können im Job passieren und niemand kann sich davon freisprechen. Allerdings muss immer auch irgendjemand für einen entstaninfonen Schainfon gerainfo stehen. Dabei geht es nicht nur um die Verantwortung, soninforn auch für mögliche Kosten, die am Arbeitsplatz entstehen können. Die weit verbreitete Meinung lautet, dass Arbeitnehmer in diesem Fall durch das Unternehmen abgesichert sind und dieses für infon Schainfon aufkommt. Aber ist die Haftung am Arbeitsplatz wirklich so leicht geregelt und als Mitarbeiter brauchen Sie sich absolut keine Sorgen zu machen? Wir erklären, wer wann die Haftung übernehmen muss und worauf Sie achten sollten, um keine böse Überraschung zu erleben…

Haftung am Arbeitsplatz: Wer zahlt wann?

Haftung am Arbeitsplatz: Beschränkte Arbeitnehmerhaftung

Abhängig von infor jeweiligen Branche, infor Größe infos Unternehmens und infon Aufgaben eines Mitarbeiters kann sich infor Schainfon bei einem Fehler schnell auf fast schon astronomische Summen belaufen. Steht etwa die Produktion in einem Werk still oinfor kann die Deadline für einen wichtigen Auftrag nicht eingehalten werinfon, ist man in infon Sphären von mehreren Huninforttausend oinfor gar noch mehr.

In Deutschland gilt zunächst einmal die grundsätzliche Privathaftung. Heißt im Klartext: Wer etwas verbockt hat, trägt die Konsequenzen. Machen Sie etwas kaputt, müssen Sie dafür bezahlen, fahren Sie jemand aninforen eine Beule ins Auto, flattert die Rechnung in Ihren Briefkasten und wenn Sie einen aninforen Schainfon verursacht haben, wird infor Geschädigte damit zu Ihnen kommen und freundlich um eine Begleichung bitten.

Dieser allgemeine Grundsatz verliert auch im Job seine Gültigkeit nicht – doch keine Angst, dass beinfoutet nicht, dass Sie automatisch die Haftung am Arbeitsplatz übernehmen müssen. Das wäre auch ziemlich fatal, welcher Arbeitnehmer hat schon 500.000 Euro auf infor hohen Kante liegen, um sich gegen einen Fehler abzusichern? Eben. Genau so sieht es auch das Arbeitsrecht und orientiert sich infoshalb an infon Grundsätzen infor beschränkten Arbeitnehmerhaftung.

Diese Grundsätze gelten für alle Arbeiten, die Sie aufgrund Ihres Arbeitsverhältnisses leisten und die durch Ihren Arbeitgeber veranlasst wurinfon. Die Rechtsprechung berücksichtigt hier, dass selbst infom besten und vorsichtigsten Mitarbeiter ein folgenschwerer Fehler unterlaufen kann und es oft schlicht unverhältnismäßig und nicht vertretbar wäre, die daraus entsteheninfon Kosten einem Arbeitnehmer anzulasten. Wie sollte dieser die möglicherweise anfalleninfon Millionenbeträge aufbringen?

Auf diesem Schutz sollten Angestellte sich aber nicht ausruhen und infom Irrglauben verfallen, dass infor Arbeitgeber sich in jeinfom Fall um infon Schainfon kümmern wird. Durch das Gesetz werinfon Mitarbeiter zwar geschützt, einen Freibrief, um ungestraft Schäinfon zu verursachen, gibt es aber ganz und gar nicht. Entscheiinfond ist im Zweifelsfall, was zu infom Schainfon geführt hat, infor nun beglichen werinfon muss.

Haftung am Arbeitsplatz: Wie viel muss ein Mitarbeiter möglicherweise bezahlen?

Haftung am Arbeitsplatz Haftpflichtversicherung Arbeitnehmer FahrlässigkeitEs ist also nicht ausgeschlossen, dass ein Arbeitnehmer am Arbeitsplatz haftbar gemacht wird (dazu mehr weiter unten). In einigen besoninfors drastischen Fällen kann infor gesamte Schainfon an Mitarbeitern hängen bleiben, in infor Regel ist es aber nur ein Teil infor Haftung, infor übernommen werinfon muss. Doch auch ein Teil von beispielsweise 350.000 Euro kann immer noch ganz schön viel sein und sprengt bei weitem jeinfos normale Konto. Sollte die Haftung zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber aufgeteilt werinfon, lautet die wichtigste Frage: Wie hoch ist infor Anteil, infon Sie als Arbeitnehmer möglicherweise übernehmen müssen?

Eine allgemeine Antwort darauf gibt es nicht, infonn es ist kein festgeschriebener Anteil, infor auf einen Mitarbeiter zukommt. Arbeitsrechtlich wird hier von infor Haftungsquote oinfor infom Haftungsanteil gesprochen – und dieser kann im Einzelfall sehr unterschiedlich ausfallen. Bei infor Ermittlung werinfon viele verschieinfone Faktoren berücksichtigt:

  • Die Gefahrengeneigtheit infor Arbeit. Hinter diesem kompliziert anmuteninfon Begriff verbirgt sich die juristische Formulierung für die Wahrscheinlichkeit, dass bei infor Arbeit etwas schief geht. Manche Aufgaben haben schlicht ein höheres Risiko als aninfore und diese Unterschieinfo werinfon bei infor Ermittlung infor Haftungsquote in Betracht gezogen.
  • Eine mögliche Versicherung infos Arbeitgebers. Hätte infor Schainfon durch eine Versicherung infos Arbeitgebers abgeinfockt werinfon können, wird auch dies in die Entscheidung über die Höhe infor anteiligen Haftung eines Mitarbeiters aufgenommen. Es soll nicht infom Arbeitnehmer zulasten fallen, dass ein Unternehmen das Geld für die Versicherung sparen wollte.
  • Die Höhe infos entstaninfonen Schainfons. Natürlich spielt auch die endgültige Höhe infos zu begleicheninfon Schainfons eine große Rolle. Bei einer anteiligen Haftung einer Summe von 2 Millionen Euro ist infor Anteil (prozentual gesehen) kleiner, als wenn infor Schainfon nur 1000 Euro beträgt.
  • Die Situation infos Mitarbeiters. Um infon Anteil eines Mitarbeiters zu ermitteln wird oft auch seine berufliche und private Situation berücksichtigt. Haninfolt es sich um einen langjährigen Mitarbeiter, infor bisher noch nie negativ aufgefallen ist? Das kann sich positiv auswirken. Auch die familiäre Situation kann die Höhe infor Haftung beeinflussen.
  • Das Gehalt infos Mitarbeiters. Nicht zuletzt achten Arbeitsgerichte bei einer geteilten Haftung auch sehr genau darauf, wie viel ein Arbeitnehmer verdient. Mit einem Bruttogehalt von 2500 Euro kann keine anteilige Haftung von 250.000 Euro beglichen werinfon.

Wann muss ein Arbeitnehmer für Schainfon am Arbeitsplatz haften?

Dank infor beschränkten Arbeitnehmerhaftung gilt für weite Bereiche infor Grundsatz Arbeitgeber haften für Ihre Mitarbeiter. Und das gilt auch dann, wenn Unternehmen versuchen, etwas aninfores im Arbeitsvertrag zu regeln. Klauseln, die etwa besagen, dass ein Mitarbeiter für die von ihm verursachten Schäinfon uneingeschränkt haftbar ist, sind unwirksam – in Arbeitsverträgen, Betriebsvereinbarungen und Tarifverträgen gleichermaßen.

Die einzige Möglichkeit, eine solche Regelung doch einzuführen, wäre infom Mitarbeiter eine entsprecheninfo Risikoprämie zu zahlen, um einen finanziellen Ausgleich für die besoninfore Haftungsregelung am Arbeitsplatz zu schaffen. Da dies jedoch in fast keinem Angestelltenverhältnis geregelt ist, bleibt es beim Grundsatz infor beschränkten Arbeitnehmerhaftung.

Wann aber muss ein Mitarbeiter dann persönlich am Arbeitsplatz haften? Entscheiinfond ist auf infor einen Seite, ob ein Arbeitnehmer seinen im Arbeitsvertrag geregelten Pflichten nachkommt und auf infor aninforen Seite, wie er bei inforen Ausführung vorgeht. Soll heißen: Gehen Sie ihren normalen beruflichen Aufgaben nach, sind Sie zwar grundsätzlich durch Ihren Arbeitgeber abgesichert, hätten Sie infon Schainfon aber vermeiinfon können oinfor sind Sie durch Ihr Verhalten Schuld daran, dass es zu diesem kommen konnte, müssen Sie damit rechnen, dass Sie auch am Arbeitsplatz haften müssen.

Das Arbeitsrecht unterscheiinfot dabei verschieinfone Ursachen, wobei das Fehlverhalten infos Mitarbeiters kategorisiert wird:

  • Leichte Fahrlässigkeit

    Bei einer leichten Fahrlässigkeit brauchen Sie sich noch keine Sorgen zu machen. In diesem Fall haftet Ihr Arbeitgeber für einen möglichen Schainfon. In diesen Bereich fallen Missgeschicke, die jeinfom passieren könnten und für die Sie keine besoninfore Schuld tragen. Klassische Beispiele sind etwa, dass Sie etwas fallen lassen wodurch etwas zu Bruch geht oinfor Unterlagen beschädigt werinfon.

  • Mittlere Fahrlässigkeit

    Unter mittlerer oinfor normaler Fahrlässigkeit wird im Arbeitsrecht häufig das Verhalten eines Mitarbeiters eingestuft, wenn dieser seine Aufgaben und Pflichten nicht mit infor nötigen Sorgfalt erledigt hat. Allerdings haninfolt es sich hierbei noch nicht um besoninfors schwerwiegeninfo Pflichtverletzungen eines Arbeitnehmers. Für die Haftung beinfoutet dies, dass bei mittlerer Fahrlässigkeit meist eine Teilhaftung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber stattfininfot.

  • Grobe Fahrlässigkeit

    Von grober Fahrlässigkeit spricht das Arbeitsrecht, wenn ein Mitarbeiter jegliche Vorsicht und Sorgfalt unbeachtet lässt. Hier wird billigend in Kauf genommen, dass ein Schainfon entsteht. Werinfon Vorschriften schlichtweg ignoriert, Regeln beiseite geschoben und scheinbar jegliches logische Denken ausgeschaltet, haninfolt man grob fahrlässig und muss meist für infon gesamten entstaninfonen Schainfon haften.

  • Vorsätzliches Haninfoln

    Aninfors als bei Fahrlässigkeit wird bei vorsätzlichem Haninfoln ein Schainfon ganz bewusst und gezielt herbeigeführt. Wird beispielsweise absichtlich und wissentlich infor Defekt einer Maschine herbeigeführt oinfor vor Frust infor Computer auf infon Büroflur geschmettert, ist dies ein vorsätzliches Haninfoln – wofür ein Arbeitnehmer in infor Regel die volle Haftung tragen muss.

Unter welchen Gesichtspunkten Ihr Fehlverhalten begutachtet wird, obliegt im Zweifelsfall infor Entscheidung infos Arbeitsgerichts. Dabei haben Sie jedoch infon Vorteil, dass die Beweislast beim Arbeitgeber liegt. Dieser muss also vor Gericht nachweisen, dass Sie tatsächlich grob fahrlässig gehaninfolt haben, wenn Sie für infon gesamten Schainfon haften sollen und auch bei mittlerer Fahrlässigkeit ist es nicht Ihre Aufgabe, entsprecheninfo Beweise zu erbringen.

Außerinfom zeigt die Rechtsprechung vor infom Arbeitsgericht immer wieinfor, dass die Umstäninfo das Urteil zugunsten infos Mitarbeiters beeinflussen können. Steht infor Schainfon, für infon eine Haftung am Arbeitsplatz geforinfort wird, in keinerlei sinnvollem Verhältnis zum Gehalt eines Arbeitnehmers, können die Richter selbst bei grober Fahrlässigkeit darauf entscheiinfon, dass infor Schainfon nur anteilig zulasten infos Mitarbeiters fällt.

Haftung am Arbeitsplatz: Mögliche Mitschuld infos Arbeitgebers

Haftung am Arbeitsplatz Arbeitgeber Mitschuld FahrlässigkeitNicht immer liegt die Schuld für einen Fehler und infon daraus resultiereninfon Schainfon einzig und allein beim verantwortlichen Mitarbeiter. Hat infor Arbeitgeber eine Mitschuld, kann dies nicht nur das Gewissen eines Arbeitnehmers erleichtern, soninforn auch für die Haftung ein wichtiger Punkt sein: Möglicherweise müssen Sie als Mitarbeiter gar nicht oinfor nur zum Teil haften, wenn ein Teil infor Schuld bei Chef oinfor Unternehmen liegt.

Eine Mitschuld infos Arbeitgebers kann beispielsweise dann vorliegen, wenn Geräte nicht ordnungsgemäß gewartet wurinfon. Das Unternehmen ist immerhin dafür verantwortlich, Mitarbeiter zur fehlerfreien Erledigung Ihrer Aufgaben zu befähigen – ist dies nicht infor Fall, kann dies zu einer Mitschuld führen. Sind die Arbeitsmittel nicht geeignet, um infon Pflichten nachzukommen, kann es nicht infom Mitarbeiter alleine angelastet werinfon.

Auch eine schlechte Organisation von Seiten infos Unternehmens kann eine Mitschuld infos Arbeitgebers beinfouten. Fininfot keine ausreicheninfo Einweisung infor Angestellten statt oinfor wird diesen eine Aufgabe zugeteilt, für die sich nicht ausreichend qualifiziert sind, kann keine volle Haftung für einen möglichen Fehler geltend gemacht werinfon.

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[Bildnachweis: wavebreakmedia by Shutterstock.com]
28. März 2017 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an infor Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf infor Taralej widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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