Handy-Knigge: So verhalten Sie sich korrekt

In der heutigen Zeit kann doch wirklich jeder mit einem Smartphone umgehen. Wer braucht da einen Handy-Knigge? Kinder lernen den ersten Umgang schon in jungen Jahren, Jugendliche starren rund um die Uhr aufs Handy und auch für Erwachsene ist das Smartphone aus dem Alltag nicht wegzudenken. Häufiger Gebrauch garantiert jedoch nicht, dass dieser richtig oder gut ist. Umso notwendiger ist ein Handy-Knigge, denn der richtige Umgang mit dem Smartphone erhitzt die Gemüter. Wann darf das Handy genutzt werden? Wann sollten Sie es besser auslassen? In unserem Handy-Knigge beantworten wir zahlreiche Fragen und zeigen Ihnen das richtige Verhalten mit dem Smartphone…

Handy-Knigge: So verhalten Sie sich korrekt

Handy-Knigge: Verbote zum Schutz vor Schaden

Egal, wo Sie unterwegs sind: Überall sehen Sie Menschen, die gerade am Smartphone hängen. Sie eilen mit dem Telefon am Ohr durch die Straßen oder haben den Blick nach unten auf die Bildschirme gesenkt. Besonders auffällig ist dies in Zügen oder U-Bahnen. Fast niemand scheint hier seine Umgebung zu beachten, alle versinken in einer digitalen Welt, lesen unterwegs Mails und Nachrichten oder vertreiben sich die Zeit mit Apps und Spielen.

Kaum vorstellbar, die Nutzung des Handys verbieten zu wollen – einige Regeln tun jedoch genau das. So gibt es Bestimmungen und sogar gesetzliche Vorschriften, die dem Handy-Knigge genau vorschreiben, wann welche Funktionen des Smartphones genutzt werden dürfen. Einige dieser Vorgaben wurden jedoch mit den Jahren gelockert, ergänzt oder sogar revidiert, andere sind weiterhin aktiv und müssen beachtet werden:

  • Handy-Knigge im Krankenhaus

    Lange Zeit waren Handys im Krankenhaus völlig verboten. Gleichzeitig wurden diese Verbote häufig ignoriert beziehungsweise konnten sich nicht flächendeckend durchsetzen. Dem Verbot lag die Annahme zugrunde, dass Handys medizinische Gerätschaften stören und somit im schlimmsten das Leben von Patienten gefährden könnten.

    Mittlerweile ist die Technik sowohl bei den medizinischen Geräten als auch bei Smartphones derart fortgeschritten, dass sie als unbedenklich eingestuft werden. Studien zufolge würde lediglich eine Entfernung von unter einem Meter sich störend auswirken können und somit gelten einschränkende Empfehlungen für die Handynutzung meist nur auf Intensivstationen.

  • Handy-Knigge im Flugzeug

    Ähnlich wie im Krankenhaus führen technische Neuerungen dazu, dass der Handygebrauch während des Fluges nun teilweise gestattet ist. Neben den befürchteten Gefahren für die Technik des Flugzeugs sind es allerdings auch die technischen Voraussetzungen, die ein Telefonieren über den Wolken häufig nicht ermöglichen: Viele Verkehrsmaschinen haben einen Aluminiumrumpf, der Funksignale kaum weiterleitet. Dazu kommt noch die Reiseflughöhe, so dass viele Mobilfunknetze außerhalb der Reichweite liegen. Die meisten Airlines erlauben eine Nutzung im Flugmodus, teilweise werden sogar gegen eine Gebühr WLAN-Netze angeboten, um während des Fluges Zugang zum Internet zu haben.

  • Handy-Knigge im Auto

    Anders sieht es beim Autofahren aus. Hier gilt die Regel: Handy am Steuer wird meistens teuer – zumindest, wenn Sie ohne Freisprechanlage erwischt werden. Infolge der Smartphonenutzung kommt es regelmäßig zu Unfällen, leider immer wieder mit Todesfällen und schwersten Verletzugnen – dabei sind überhöhte Geschwindigkeit, zu dichtes Auffahren oder verspätete Reaktionen aufgrund der Ablenkung die Hauptursachen. Das Handyverbot gilt nicht nur fürs Telefonieren, sondern auch für Textnachrichten oder jede andere Nutzung des Handys während der Fahrt.

  • Handy-Kniggean der Tankstelle

    Hier ist der Pächter genau genommen für entsprechende Verbote zuständig. Früher war der Gebrauch außerhalb des Autos verboten. Man befürchtete Funkenbildung für den Fall, dass ein Handy auf den Boden fällt und sich Gase entzünden. Inzwischen wurden auch hier an vielen Tankstellen die Bestimmungen gelockert – vermutlich auch deshalb, weil kein solcher Fall jemals bekannt wurde.

Welche Handy-Regeln gelten in der Schule?

Handy-Knigge Schule Regeln PDF Benimmregeln Regeln Tipps richtiger UmgangDer Gebrauch von Smartphones in der Schule hat sich in den letzten Jahren immer wieder als problematisch erwiesen. Ursprünglich von Eltern als Schutz und Hilfsmittel für ihre Kinder gedacht – etwa, um einen sicheren Heimweg zu ermöglichen oder eine schnelle Kontaktmöglichkeit zu gewährleisten – hat sich das Smartphone zum Störfaktor im Schulbetrieb entwickelt.

Handys werden genutzt, um sich durch Klassenarbeiten zu mogeln, sie stören den Unterricht, weil Schüler sich völlig ungehemmt mit Spielen, Musik und Klingeltönen die Zeit vertreiben.

Ein weiterer Aspekt sind die umfangreichen technischen Möglichkeiten, etwa Filmaufnahmen. Die unreflektierte Nutzung der Videofunktionen, aber auch des Internets hat sozialen Problemen wie Cybermobbing und Sexting den Weg bereitet. Schwierig sind auch Videos mit zweifelhaftem und oftmals gewalttätigem Inhalt, die sich auf Schulhöfen meist schnell verbreiten. Mangelnde Medienkompetenz der Eltern, aber auch uneinheitliche Regeln bergen indes weiteres Konfliktpotential.

So schwanken die Bestimmungen über den Handygebrauch in Schulen je nach Bundesland und Schule. Grundsätzlich gilt: Handys sind nicht verboten, aber die Benutzung kann verboten werden.

Schüler dürfen natürlich nicht ohne Zustimmung der Person Videoaufnahmen machen, das gilt auch für Aufnahmen von Lehrern. Auch die Nutzung im Unterricht und in Klassenarbeiten ist meistens verboten, weshalb Lehrer die Smartphones zumindest vorübergehend einkassieren dürfen.

Handy-Knigge: Etikette im geschäftlichen Alltag

Wer jetzt allerdings meint, der unpassende Gebrauch von Smartphones sei lediglich ein Phänomen bei Schülern und Jugendlichen, irrt gewaltig. Dafür muss man nur mal mit Geschäftsreisenden im Zug sitzen oder seine Kollegen im Meeting beobachten:

Das Handy ist überall dabei, es wird ständig darauf geschaut und die Aufmerksamkeit gilt nur noch dem Telefon. Gängige Verhaltensregeln werden so regelmäßig außer Kraft gesetzt. Gesprächspartner werden schlichtweg ignoriert, weil der Bildschirminhalt viel interessanter zu sein scheint. Noch schlimmer wird es, wenn das Handy tatsächlich klingelt. Hier wird jede Konversation sofort abgebrochen und dem Gegenüber ins Wort gefallen, um sofort ans Handy gehen zu können.

Jeder will ständig erreichbar sein, um bloß nichts zu verpassen – was dazu führt, dass die Gelegenheit zum Gespräch und Austausch mit den anwesenden Personen verpasst wird. Grob unhöflich, äußerst unprofessionell und zudem störend, wenn nur aufs Handy gestarrt wird, anstatt sich dem zu widmen, worum es im Dialog oder Meeting eigentlich geht.

Dabei spielt es dann kaum eine Rolle, ob das Smartphone im Vibrationsalarm den Tisch erschüttert oder laut klingelt. Beides stört gleichermaßen die Konzentration aller Teilnehmer im Meeting. Wer sich lieber mit dem Handy beschäftigt, statt aktiv zuzuhören und sich zu beteiligen, sagt damit zudem deutlich: Anderes ist mir viel wichtiger, außerdem sind die Vorgänge am Handy besser und interessanter. Eine Außenwirkung, die Ihren beruflichen Chancen nicht gerade zuträglich ist.

Es sind im Wesentlichen drei Faktoren, die Sie beim Umgang mit dem Smartphone in beruflichen Situationen bedenken sollten:

  • Anlass

    • Bei einem Meeting sollte die Aufmerksamkeit eigentlich beim jeweiligen Redner liegen. In Ausnahmefällen kann es notwendig sein, telefonisch erreichbar zu sein. Auch Notizen oder Protokolle am Tablet sind solche Ausnahmen im geschäftlichen Alltag.
    • Sind Sie im Restaurant, sollten Sie ebenfalls das Handy lautlos stellen. Wenn Sie ein wichtiges Gespräch erwarten, entfernen Sie sich nach Möglichkeit nur kurz (empfohlen wird die Dauer eines Toilettengangs) und verhalten sich möglichst leise.
    • Während eines Gesprächs sollten Sie das Handy übrigens nie auf dem Tisch liegen lassen, egal wo Sie gerade sind. Ihr Gegenüber könnte sich dadurch wenig geschätzt fühlen. Besser, Sie tragen das Handy in der Hosentasche und stellen den Vibrationsalarm ein.
    • Sorgen Sie von Anfang an für klare Kommunikation. Informieren Sie Ihren Gesprächspartner darüber, dass Sie keinesfalls unhöflich sein wollen, aber dass Sie einen wichtigen Anruf erwarten, der sich leider nicht verschieben lässt. Offenheit und Ehrlichkeit sorgen hierbei für größeres Verständnis.
  • Lautstärke

    Je nachdem, wo Sie sich aufhalten, stellen Sie den Klingelton nach Möglichkeit ganz aus. Auch Tastentöne oder Vibrationsalarm rufen Irritation hervor und lenken im Meeting oder Gespräch ab. Als besonders unangenehm werden auch laute, aufdringliche Klingeltöne (beispielsweise in Form von Liedern) empfunden. Zudem wirkt es alles andere als professionell, wenn bei einem Anruf plötzlich Helene Fischer in Ihrer Tasche zu singen beginnt.

    Ebenso penetrant wie die Lautstärke des Gerätes sind allerdings häufig auch deren Besitzer: Die Übertragung von Smartphones ist sehr gut, Sie müssen nicht in den Hörer brüllen, damit man Sie am anderen Ende verstehen kann. Das ist für alle anderen nur nervig und störend, egal wo Sie sich gerade befinden.

    Denken Sie außerdem daran, dass die Gesprächsinhalte nicht zwangsläufig für fremde Ohren bestimmt sind. Neben dem Störfaktor sind geschäftsinterne Informationen ein weiterer Punkt, den Sie beim Handy-Knigge beachten müssen.

  • Dauer

    Wenn Sie im Meeting oder im Restaurant beim Geschäftsessen unbedingt telefonieren müssen, halten Sie das Telefonat kurz und entfernen sich von den Anwesenden, um nicht zu stören. Ein absolutes No Go und Tabu ist es, einfach am Tisch sitzen zu bleiben und das Gespräch am Telefon zu beginnen. Damit zwingen Sie alle Anwesenden, auf Sie zu warten – absolut unprofessionell!

    Besser ist es, wenn Sie sich kurz entschuldigen, am besten mit einem Verweis auf das anfangs bereits erwähnte, leider nicht verschiebbare Telefonat. Ebenso verbietet es sich allerdings, Ihren anwesenden Gesprächspartner lange warten zu lassen. Heißt: Das Telefonat sollte niemals länger als wenige Minuten dauern.

Die Empfehlungen rund um die Etikette im Handy-Knigge haben vor allem eins gemeinsam: Es geht um Respekt. Im Umgang mit Ihren Kollegen, aber auch im privaten Bereich zeigen Sie Wertschätzung, wenn Sie auf unnötige Anrufe verzichten und allgemein einen rücksichtsvollen Umgang mit dem Smartphone demonstrieren.

Sie signalisieren Aufnahmebereitschaft und Aufmerksamkeit, wenn Sie nicht noch schnell private Textnachrichten im Meeting absetzen oder mitten im Gespräch aufspringen, um ein Telefonat anzunehmen.

Kennen Sie Phubbing?

Handy-Knigge Smartphone Regeln Etikette PhubbingHaben Sie schon einmal den Begriff Phubbing gehört? Er setzt sich aus den beiden englischen Wörtern phone und snubbing zusammen, was so viel bedeutet wie jemanden mit dem Handy „vor den Kopf stoßen“.

Das Besondere am Begriff des Phubbings ist allerdings: Er ist eine Hoax – eine Falschmeldung. Die Werbeagentur McCann Erickson erfand den Begriff seinerzeit für einen Kunden, um so eine virale Kampagne zu starten. Durchaus erfolgreich übrigens – es wurde viel über den neuen Negativtrend des Phubbing berichtet. Doch erfundener Begriff hin oder her: Phubbing ist durchaus Realität.

Es gehört zu jenen modernen Smartphone-Unsitten, die unsere Mitmenschen in den Wahnsinn treiben können und hat jetzt zumindest einen Namen. Besonders schlimm: Jeder ist schon einmal einem Phubber begegnet – oder hat schon einmal jemand anderen gephubbt: Es sind die Menschen, die lieber E-Mails beantworten, Fotos hochladen, Nachrichten schreiben oder die neuesten Facebook Updates kontrollieren – gerade dann, wenn sie eigentlich mit einem Kollegen zusammen essen oder sich mit der guten Freundin unterhalten wollen – Smartphone statt soziales Umfeld.

Phubbing kennen wohl auch die meisten Redner: In fast jedem Vortrag wird inzwischen mehr get, get oder gesimst, statt dem Redner zuzusehen. Getreu dem Motto: „Hoffentlich sagt er gleich etwas Gutes“ wird nur auf den nächsten baren Satz gewartet, das Smartphone schon im Anschlag, den Hashtag voreingestellt.

Tipps: Die wichtigsten Regeln zum Handy-Knigge

Leider kennen viele Menschen nahezu alle Funktionen und Möglichkeiten eines Smartphones, beherrschen aber nicht einmal die grundsätzlichen Regeln der Etikette und des Handy-Knigges. Sie springen von einem Fettnäpfchen ins nächste, gehen ihrem Umfeld regelmäßig auf die Nerven und rufen bei anderen Menschen verständnisloses Kopfschütteln hervor.

Glücklicherweise können Sie viele Punkte aus dem Handy-Knigge lernen und in Ihrem Umgang mit dem Smartphone übernehmen. Wir haben die wichtigsten Tipps und Regeln für Sie zusammengefasst und aufgelistet:

  1. Geben Sie Ihrem Handy niemals Vorrang

    Das Smartphone stellt für einige Menschen regelrecht den Lebensmittelpunkt dar. Alles dreht sich nur um die nächste Nachricht, den nächsten Anruf, den nächsten Like auf einem Social Media Profil. Großer Fehler! Priorität sollten immer die Menschen haben, mit denen Sie gerade tatsächlich Zeit verbringen. Freunde, Familie, Kollegen… Lassen Sie das Handy einfach mal in der Tasche und konzentrieren Sie sich auf das, was im echten Leben um Sie herum passiert.

  2. Gefährden Sie weder sich noch andere

    Zahlreiche Unfälle passieren aufgrund von Handynutzung. Klassischerweise im Auto, doch auch am Bahngleis oder sogar für Fußgänger kann das Smartphone gefährlich sein. Wer nicht aufpasst und wahrnimmt, was um ihn herum passiert, ist eine Gefahr für sich und andere. Sollte es ein wichtiger Anruf sein, der nicht warten kann, dann suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie sich darauf konzentrieren können.

  3. Spionieren Sie niemanden aus

    Das Smartphone ist immer Privatsache. Egal ob Kollege oder Freund – wenn Ihr Gegenüber Ihnen sagen oder zeigen will, was sich auf seinem Handy befindet, wird dieser es von sich aus tun. Zu versuchen, einen heimlichen Blick zu erhaschen oder gar das das Handy durchstöbern, wenn der andere gerade nicht da ist, ist ein absolutes Tabu. Ein solches Eindringen in die Privatsphäre schädigt das Vertrauen nachhaltig und kann das Ende einer Beziehung bedeuten.

  4. Melden Sie sich mit Ihrem Namen

    Jeder kennt die Situation: Sie wählen eine Nummer, es klingelt und dann kommt vom anderen Ende der Leitung nur ein kurzes: „Ja?“ Das wirkt nicht nur unfreundlich, sondern birgt auch Gefahr für Missverständnisse. Vielleicht hat man sich verwählt und weiß nicht, dass man einen falschen Gesprächspartner am Telefon hat. Darum gilt: Melden Sie sich am besten mit Ihrem vollen Namen. Der Vorname allein wirkt im beruflichen Kontext zu vertraut, nur den Nachnamen zu verwenden, wirkt kurz angebunden und wenig einladend.

  5. Suchen Sie Ihren Klingelton mit Bedacht aus

    Bei der Auswahl Ihres Klingeltons sollten Sie immer daran denken, dass auch Ihr Umfeld in den Genuss kommen wird, diesen zu hören. Gerade im Beruf kann es von Vorteil sein, einen klassischeren Klingelton zu wählen. Ihnen mag die neueste Schlagermusik gefallen, aber was wird wohl Ihr Geschäftspartner denken, wenn er diesen Ton aus Ihrer Tasche hört? Dabei gilt: Wenn Sie das Gefühl haben, Ihren Klingelton in der Öffentlichkeit verstecken zu müssen, sollten Sie ihn lieber ändern.

  6. Lassen Sie Ihr Handy in der Tasche

    Wenn Sie sich mit jemandem treffen, hat Ihr Handy auf dem Tisch nichts zu suchen. Mit dieser Geste zeigen Sie, dass Sie nur darauf warten, bis endlich der erlösende Anruf kommt und Sie sich etwas anderem widmen können. Selbst wenn Sie sich dem Gespräch zuwenden und nicht ans Telefon gehen, wenn es klingelt, lenkt es doch ab. Und es bleibt die Frage: Warum legen Sie es auf den Tisch, wenn Sie ohnehin nicht telefonieren wollen?

  7. Nutzen Sie die Stummtaste Ihres Smartphones

    Es gibt einige Situationen, in denen Ihr Smartphone nicht klingeln sollte: Ein wichtiges Meeting mit dem Kunden, ein Vorstellungsgespräch oder auch der Vortrag eines Redners auf einem Event. Auch wenn es absolut selbstverständlich sein sollte, passiert es immer wieder. Erinnern Sie sich darum regelmäßig daran, Ihr Handy auf lautlos zu stellen. Das erspart Ihrem Umfeld den Ärger und Ihnen die peinlich berührten Blicke der anderen, wenn Sie hektisch in Ihrer Tasche wühlen, um das Smartphone auszuschalten.

  8. Sagen Sie Bescheid, wenn Sie den Lautsprecher benutzen

    Bei einem Telefonat ist das Gesagte in der Regel nur für die Ohren des direkten Gesprächspartners gedacht – und so wird es auch formuliert. Verzichten Sie also darauf, ohne Vorwarnung den Lautsprecher einzuschalten. In einem solchen Fall ist das Unheil ansonsten schon programmiert. Ein unbedachtes Wort, das an die falschen Ohren gelangt und schon ist Streit im Anmarsch. Halten Sie sich vor Augen, dass Sie es auch nicht gutheißen würden, wenn Ihre Gespräche vor großem Publikum stattfinden würden.

  9. Fassen Sie sich auf dem Anrufbeantworter kurz

    Sie haben Ihren Gesprächspartner nicht erreicht, wollen aber eine Nachricht hinterlassen? Grundsätzlich eine gute Idee, wenn Sie es richtig machen. Eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter sollte den Grund Ihres Anrufs kurz zusammenfassen. Soll heißen: Wer sind Sie, warum haben Sie angerufen und unter welcher Nummer können Sie zurückgerufen werden? Denken Sie auch daran, Ihre Telefonnummer langsam durchzugeben und eventuell zu wiederholen. So kommt diese sicher fehlerfrei bei Ihrem Gegenüber an.

Sonderfall Diensthandy: Darauf müssen Sie achten

Handy-Knigge Smartphone Regeln Etikette Diensthandy Schule PDFBekommen Sie vom Arbeitgeber ein Diensthandy, gelten dafür zunächst einmal dieselben Regeln, wie für ein privates Smartphone. Ob es sich nun um das berufliche oder Ihr eigenes Telefon handelt: Es bleibt grob unhöflich, wenn Sie andere damit stören oder nur auf den Bildschirm schauen und Ihren Gesprächspartner ignorieren. Trotzdem gibt es beim Handy-Knigge einige Besonderheiten zu beachten, wenn es sich um ein Diensthandy handelt.

Vorneweg: Freuen dürfen Sie sich über diese Geste des Arbeitgebers in jedem Fall. In der Regel hat es gute Gründe, wenn der Chef Ihnen ein Handy überlässt. Diensthandys erfreuen sich in den letzten Jahren zwar wachsender Beliebtheit und Verbreitung, bleiben aber weiterhin eher die Ausnahme. Solch eine Form der Wertschätzung vom Unternehmen spricht erst einmal für sich.

Allerdings hat das berufliche Telefon nicht nur Vorteile, sondern birgt auch einige mögliche Fallen für Arbeitnehmer. Allen voran: Das Diensthandy darf man zwar mit nach Hause nehmen und nutzen – aber eben nur in dem vom Arbeitgeber vorgegebenen Rahmen.

Konkret heißt das: Wird das Telefon zur rein beruflichen Nutzung überlassen, darf der Arbeitnehmer es auch nur für genau diese Zwecke verwenden. Privates Telefonieren oder surfen im mobilen Internet sollten dann ausschließlich auf dem privaten Smartphone stattfinden. Wer sich darüber hinwegsetzt, riskiert arbeitsrechtliche Konsequenzen und kann vom Chef für sein Fehlverhalten abgemahnt werden.

Eine weitere Falle: Sie sollten sich nicht in Sicherheit wiegen und das berufliche Handy trotz Verbot privat nutzen. Es ist ein Irrglaube, dass der Chef davon nichts mitbekommt. Wurde die private Nutzung ausdrücklich untersagt, steht es dem Arbeitgeber frei, zu überprüfen, ob der Mitarbeiter sich auch daran hält. Tauchen dann private Telefonate oder Nachrichten auf, droht die Abmahnung und auch das Vertrauen vom Chef steht auf dem Spiel.

[Bildnachweis: Halfpoint by Shutterstock.com]
15. Januar 2019 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Taralej widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.



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