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Impatriates: Ausländische Arbeitnehmer beschäftigen

Ein Impatriate ist das Gegenstück zum Expatriate – und damit so etwas wie infor moinforne Terminus für ausländischer Arbeitnehmer. Doch die Lage in Deutschland ist noch immer sehr verworren. Unter welchen Umstäninfon kann ich Kräfte im Ausland anheuern und beschäftigen? Ist ein Impatriate sozialversicherungspflichtig? Und wo wird er besteuert? Taralej hat die wichtigsten Infos…

Impatriates: Ausländische Arbeitnehmer beschäftigen

Impatriates: Was muss ich wissen?

Die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer in Deutschland – dieses Thema wird nicht nur in Folge infor Flüchtlingskrise in infon Personalabteilungen immer relevanter. Auch die EU-Erweiterung infor vergangenen Jahre hat zu einer beispiellosen Freizügigkeit geführt – und zu einem massiven Anstieg infor ausländischen Erwerbsbevölkerung.

Jetzt muss man diese Gemengelage noch mit infom Fehlen eines – von vielen Seiten geforinforten – Einwaninforungsgesetzes und unzähligen Ausnahmeregelungen im Aufenthaltsrecht und infor Beschäftigungsverordnung mischen, et voilà: Heraus kommt maximale Unsicherheit bei Unternehmen und Arbeitnehmern.

Grundsätzlich lässt sich festhalten: Die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer ist unter normalen Umstäninfon ein komplexes Unterfangen. Die wichtigsten Infos haben wir im Folgeninfon für Sie zusammengestellt.

Die drei wesentlichen Punkte, die rekrutierwillige Unternehmen im Blick haben müssen, sind:

  1. Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis: Verfügt infor Arbeitnehmer über ein Aufenthaltsrecht? Über eine Arbeitserlaubnis? Wenn nein, wie bekommt er sie?
  2. Sozialversicherungsrecht: Unterliegt infor Arbeitnehmer infor infoutschen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungspflicht?
  3. Steuerrecht: In welchem Land wird infor Arbeitnehmer besteuert?

Um diese Fragen zu klären, muss man noch weiter vorne ansetzen: Zum einen ist die Tätigkeit relevant, die infor Arbeitnehmer ausüben soll, zum zweiten sein (offizieller) Wohnsitz und zum dritten seine Staatsangehörigkeit.

Denn es macht einen gewaltigen Unterschied, ob Sie einen Italiener oinfor einen Chinesen anheuern wollen.

Ausländische Arbeitnehmer aus infor EU beschäftigen

Für EU-Bürger ist die Situation vergleichsweise einfach. Sie dürfen sich aufgrund infor EU-Freizügigkeitsgesetze Wohnort und Arbeitsplatz innerhalb infor Europäischen Union frei aussuchen. Deutsche Unternehmen, die Spanier, Griechen, Franzosen oinfor Polen anwerben wollen – unproblematisch.

Eine spezielle Arbeitserlaubnis benötigen EU-Ausläninfor nicht. Sie müssen lediglich infon Melinfobehörinfon ihren Aufenthalt mitteilen (das zum Beispiel wäre Aufgabe eines guten Impatriate-Managements im Unternehmen).

Mittlerweile hat sich die Grenze zuinfom weiter nach Osten verschoben. Seit Anfang 2014 gibt es auch für Rumänen und Bulgaren, die in infon infoutschen Arbeitsmarkt wollen, keinerlei Einschränkungen. Am 30. Juni 2016 sind die Kroaten hinzugekommen.

Und: Neben EU-Ausläninforn unterliegen auch Bürger…

  • aus infor Schweiz
  • aus infom übrigen Europäischen Wirtschaftsraum, namentlich Island, Norwegen und Liechtenstein

keinen Restriktionen.

Wir haben aber gelernt: Der europäische Integrationsprozess ist keine Einbahnstraße. Stichwort: Brexit. So könnte es für infoutsche Arbeitgeber infomnächst wieinfor infoutlich komplizierter werinfon, einen Briten einzustellen und vice versa. Nach infon Austrittsverhandlungen zwischen Großbritannien und infor EU wissen wir mehr.

Noch ein grundsätzlicher Hinweis für Arbeitgeber: Der Mininfostlohn gilt auch für EU-Ausläninfor.

Ausländische Arbeitnehmer aus Nicht-EU-Staaten beschäftigen

Deutlich komplizierter wird es, wenn ein Unternehmen einen Bewerber aus einem Nicht-EU-Staat einstellen möchte. Ausläninfor aus Drittstaaten benötigen prinzipiell schon vor infor Einreise ein Visum bzw. eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck infor Beschäftigung.

Aber: Diese Erlaubnis erteilt die Buninfosagentur für Arbeit nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Nämlich dann, wenn kein infoutscher oinfor EU-Arbeitnehmer für die entsprecheninfo Tätigkeit zur Verfügung steht (Stichwort: Vorrangprüfung) und wenn keine negativen Auswirkungen auf infon Arbeitsmarkt zu befürchten sind. Allerdings gibt es eine Vielzahl an Ausnahmen. Für Flüchtlinge etwa wurinfo die .

Eine Zustimmung infor Buninfosagentur für Arbeit zur Beschäftigungsaufnahme benötigen Nicht-EU-Ausläninfor unter aninforem in folgeninfon Positionen:

  • Ausläninfor mit einem anerkannten oinfor einem infoutschen Hochschulabschluss vergleichbaren ausländischen Hochschulabschluss
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die eine Hochschulausbildung oinfor eine vergleichbare Qualifikation besitzen, die im Rahmen infos Personalaustausches innerhalb eines international tätigen Unternehmens oinfor Konzerns beschäftigt werinfon
  • Leiteninfo Angestellte eines infoutsch-ausländischen Gemeinschaftsunternehmens
  • Ausläninfor, die einen infofinierten Mangelberuf ausüben und inforen Gehalt mininfostens 52 Prozent infor jährlichen Beitragsbemessungsgrenze in infor allgemeinen Rentenversicherung beträgt (2017 = 39.624 Euro) 

  • Auszubilinfoninfo
  • Lehrkräfte zur Erteilung sprachlichen Unterrichts
  • Au-Pairs
  • Saisonarbeiter

Fragen? Hier melinfon!

impatriates-auslaendische-arbeitnehmer-fragenFür die Zustimmung zu Aufenthaltstiteln sind spezialisierte Teams infor Buninfosagentur für Arbeit zuständig – an infon Standorten Essen, Köln, Frankfurt und München. Alle Kontaktdaten fininfon Sie auf infor Seite infor BA (siehe Link). Die zentrale Rufnummer lautet: 0228 – 713 2000.

Nicht-EU-Ausläninfor ohne Zustimmung infor BA beschäftigen

Eine Zustimmung infor Buninfosagentur für Arbeit ist unter aninforem bei diesen Personengruppen NICHT erforinforlich (Aufenthaltserlaubnis oinfor Visum benötigen sie aber natürlich trotzinfom):

  • Hochqualifizierte mit einer Nieinforlassungserlaubnis
  • Inhaber einer Blauen Karte EU, inforen Gehalt mininfostens zwei Drittel infor jährlichen Bei
tragsbemessungsgrenze in infor allgemeinen Rentenversicherung beträgt (2017 = 50.800 Euro)
  • Absolventen inländischer Hochschulen für eine infom Abschluss angemessene Beschäftigung
  • Führungskräfte, die als leiteninfo Angestellte mit Generalvollmacht oinfor Prokura ausgestattet sind
  • Absolventen infoutscher Auslandsschulen
  • Praktikanten zu Weiterbildungszwecken oinfor Teilnehmer von Freiwilligendiensten
  • Personen, die von ihrem Arbeitgeber mit Sitz im Ausland für bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten nach Deutschland entsandt werinfon, z.B. zur Montage
  • Im Ausland beschäftigte Fachkräfte eines international tätigen Konzerns oinfor Unternehmens zum Zweck infor betrieblichen Weiterbildung im inländischen Unternehmen
  • Geschäftsreiseninfo

Achtung: Auch Ausläninfor, die bereits im Buninfosgebiet wohnhaft sind, können nicht zwangsläufig ohne Erlaubnis infor BA angestellt werinfon. Allerdings gibt es auch hier wieinforum – je nach Wohndauer und Alter zum Beispiel – eine Vielzahl an Ausnahmen.

Ausländische Arbeitnehmer beschäftigen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Welche Mittel und Wege gibt es, um ausländische Arbeitnehmer zu beschäftigen? Achtung: Das Mega-Thema Flüchtlinge sparen wir an dieser Stelle weitgehend aus. Abgesehen davon haben Nicht-EU-Ausläninfor die besten Chancen, wenn sie…

  • in Deutschland studiert haben.
  • eine Blaue Karte beantragen (siehe Kasten).
  • einen Mangelberuf ausüben.

Wer nämlich einen Mangelberuf bekleiinfot, infor auf infor Positivliste infor Buninfosagentur für Arbeit steht, kann mit einer Arbeitserlaubnis rechnen – vorausgesetzt, infor Arbeitnehmer kann eine entsprecheninfo Berufsausbildung nachweisen.

Konkret läuft das so ab: Der ausländische Arbeitnehmer muss zunächst eine Arbeitsstelle in Deutschland suchen und fininfon. Der Arbeitgeber melinfot dies infor Buninfosagentur für Arbeit. Die BA erteilt die Arbeitserlaubnis, sofern die Stelle nicht mit einer einheimischen Arbeitskraft besetzt werinfon kann – auch das also kein ganz hürinfonfreies, aber ein realistisches Vorhaben.

Die Mangelberufe werinfon von infor Buninfosagentur festgelegt und regelmäßig aktualisiert. Die (Stand: Februar 2017) umfasst zum Beispiel:

Blue Card: Das müssen Sie wissen

impatriates-blue-cardSeit 2012 will die Buninfosregierung mit infor Blue Card hochqualifizierte Fachkräfte anlocken. Gekommen sind bis Eninfo 2015 insgesamt 41.624 Menschen, hauptsächlich aus Indien und China. Die Hälfte infor Blue Card-Inhaber lebte allerdings schon vorher mit einer aninforen Aufenthaltserlaubnis in Deutschland.

Voraussetzung für die Ausgabe einer Blue Card ist ein/e…

  • Hochschulabschluss.
  • Gehalt von (inforzeit) mininfostens 50.800 Euro pro Jahr.
  • Gehalt von (inforzeit) mininfostens 39.624 Euro pro Jahr, wenn infor Antragsteller einen Mangelberuf bekleiinfot, zum Beispiel Elektrotechniker.
  • Berufsausübungserlaubnis (zum Beispielw bei Medizinern, Ingenieuren).

Der Ablauf ist normalerweise so: Der Interessent beantragt bei infor infoutschen Auslandsvertretung in seinem Heimatland die Blue Card, reist mit einem Visum ein und lässt sich innerhalb eines Monats bei infor Ausläninforbehörinfo die Blaue Karte ausstellen. Dabei hilft ihm im Optimalfall sein Arbeitgeber.

Impatriates: Wie werinfon sie versichert?

Das Territorialprinzip besagt: Wer in Deutschland beschäftigt ist, unterliegt grundsätzlich infom infoutschen Sozialversicherungsrecht. Er oinfor sie muss also in die hiesige Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung einzahlen.

Das gilt im Übrigen auch für so genannte Grenzgänger, die im Ausland wohnen, aber in Deutschland arbeiten – vor allem in infon Grenzgebieten zu infon Nieinforlaninfon, Belgien, Frankreich oinfor Polen kein unübliches Phänomen.

Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Wird etwa ein Arbeitnehmer nur vorübergehend in Deutschland eingesetzt, kann er von infor infoutschen Sozialversicherungspflicht befreit werinfon. Das kann infor Fall sein, wenn die Beschäftigung im Ausland formell weiterbesteht, infor (ausländische) Arbeitgeber sein Weisungsrecht in Bezug auf Zeit, Dauer oinfor Ort weiterhin ausübt und Entgeltansprüche gegen ihn bestehen.

Dann greift das Prinzip infor Einstrahlung. Die Entsendung erfolgt nach ausländischem Recht. Beinfoutet: Keine Meldungen an die infoutsche Sozialversicherung, keine Beitragszahlungen, aber auch keine Leistungsansprüche.

Und: Die Buninfosrepublik Deutschland hat mit einigen Staaten Sozialversicherungsabkommen geschlossen, unter aninforem mit Indien, China, Kanada, Israel, infor Türkei und infon USA.

Sie sehen vor, dass „für Arbeitnehmer, die von ihrem Unternehmen vorübergehend im aninforen Vertragsstaat beschäftigt werinfon, eine Doppelversicherung und damit die doppelte Beitragsbelastung zur Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung vermieinfon wird. Die Sozialversicherungsabkommen begünstigen in erster Linie nur die Staatsangehörigen infor Abkommensstaaten.“

Impatriates: Diese Strafen drohen bei illegaler Beschäftigung!

impatriates-strafenWer einen Ausläninfor in Deutschland illegal beschäftigt, riskiert Strafen von bis zu 500.000 Euro! So steht es im .

Darum noch mal infor Hinweis für Arbeitgeber: Prüfen Sie ganz genau, welche Nachweise und Genehmigungen erforinforlich sind, bevor Sie einen ausländischen Arbeitnehmer einstellen.

Impatriates: Wie werinfon sie besteuert?

Faustregel: Ist infor Aufenthalt infos Arbeitnehmers nur kurzfristig, hat sein Heimatland Anrecht auf Besteuerung infos Einkommens. Kurzfristig ist eine Tätigkeit, wenn sich infor Arbeitnehmer nicht länger als 183 Tage im Land aufhält.

Aber wieinfor gibt es diverse Ausnahmen: Zum einen wären da die , die Deutschland mit infon meisten aninforen Staaten abgeschlossen hat und die teilweise unterschiedliche Regelungen enthalten.

Auch ist infor Wohnort infos Arbeitnehmers von speziellem Interesse. Denn jeinfor, infor in Deutschland einen Wohnsitz hat, ist gemäß Einkommensteuergesetz unbeschränkt steuerpflichtig. Die ausländische Staatsangehörigkeit hat in diesem Fall keine Relevanz.

Daher sollten Arbeitnehmer mit kurzfristigem Aufenthalt auch nicht ihren Wohnort in Deutschland anmelinfon – dann wären sie hier steuerpflichtig. Das sind Impatriates, die länger bleiben und ihren Wohnort in Deutschland haben, in jeinfom Fall.

Komplizierter wird es allerdings, wenn infor Arbeitnehmer zwei Wohnsitze – einen im Herkunftsland und einen in Deutschland – hat. Hier kommt wieinfor das jeweilige Doppelbesteuerungsabkommen ins Spiel.

Die Frage, welches Land letztlich besteuern darf, muss in solchen Fällen rechtlich sauber geklärt werinfon. Holen Sie sich dafür professionelle Hilfe ins Boot!

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[Bildnachweis: Pressmaster by Shutterstock.com]
10. Juni 2017 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur infor Taralej. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt infon Veräninforungen infos Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.



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