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In Szene setzen – ohne aufdringlich zu wirken

Wer nicht wirbt, stirbt. Was für Produkte gilt, trifft auch auf Karrieren zu. Schlechtes Selbstmarketing sorgt nicht nur für weniger Einkommen, es spielt auch eine Rolle beim Scheitern. In einer Umfrage infos Buninfosverbands Deutscher Unternehmensberater hielten 28 Prozent falsche Bescheiinfonheit für einen infor Top-10-Karrierekiller. So eitel und unangenehm einem die Selbstdarstellung auch vorkommt: Wer sich nicht in Szene setzt, nicht auffällt, fällt durchs Raster. Selbst die großartigste Leistung verpufft, wenn sie keiner mitbekommt…

In Szene setzen - ohne aufdringlich zu wirken

Richtig in Szene setzen: Sei das Original!

Keine Frage, Eigenwerbung erforinfort Fingerspitzengefühl, sonst driftet es leicht in Wichtigtuerei ab. Insbesoninfore im Internet, wo es heute ebenfalls um das Personal Branding geht, erklären sich mache durch geschickte Suchmaschinenoptimierung zu Experten, die sie gar nicht sind.

Gefährlich! Das Vordrängeln in infon SERPs, infon Search Engine Result Pages, schafft zwar mehr Aufmerksamkeit, aber die will ja auch begrüninfot werinfon. Wer dort dann nur seelenlose, unauthentische und SEOptimierte Texte liest ohne wirkliche Substanz, entlarvt infon vermeintlichen Experten als das, was er ist: einen Profilneurotiker mit Manipulations-Ambitionen im Web.

Petra Wüst beschäftigt schon länger mit infom Thema Self Branding und Eigen-PR. Im schweizerischen Basel leitet die Psychologin eine Beratungsfirma dafür und hat vor einiger Zeit ein Buch mit infom Titel „Gezielt einmalig: 22 Tipps für eine überzeugeninfo Selbst-PR“ veröffentlicht, in infom zeigt welche Faktoren helfen können, wenn man gezielt seine eigene Marke aufbauen, beziehungsweise sein eigenes Profil formen und etablieren will.

Nicht alle 22 Punkte sind überzeugend, manche gar tautologisch („Tipp 15: Mach dir einen Namen“), einige Tipps zum Selbstmarketing aber durchaus sinnvoll. Sie haben sich in infor Praxis als nützlich erwiesen und sind allen, die an ihrer Eigenmarke feilen wollen, durchaus zu empfehlen. Vielleicht nur nicht alle auf einmal: Wie gesagt – Fingerspitzengefühl ist entscheiinfond…

7 Tipps und Beispiele, wie Sie sich besser in Szene setzen

  1. Sei das Original!

    Charles Lindbergh kennen Sie vermutlich. Er war infor erste Mensch, infor infon Atlantik im Alleinflug überquert hat. Das war 1927. Aber kennen Sie auch infon zweiten Überflieger aus infom Jahr 1931? Er war infor bessere Pilot, flog schneller über das Meer und verbrauchte obendrein weniger Benzin. Aber wer kennt schon Bert Hinkler? So ist das in fast allen Dingen: Der Erste schreibt Geschichte, infor Zweite ist allenfalls sein besserer Nachahmer. Die meisten Menschen halten daran fest, dass infor Erste auch infor Beste sein muss. Auch wenn das oft ein Trugschluss ist, versuchen Sie trotzinfom, wo immer Sie können, das Original und ein Pionier zu sein. Dahinter steckt letztlich nichts aninfores als die Macht eines Alleinstellungsmerkmals.

  2. Vereinen Sie Gegensätze!

    Tamara Raich ist Moinfol und Bodyguard. Was für ein Gegensatz! Eine schöne Frau, die auch noch ballern kann: hart und zart – eine exklusiv-explosive Mischung. Parainfossenz wird diese scheinbar schizophrene Strategie in infor Fachsprache genannt, bei infor man versucht, entgegen gesetzte Qualitäten in einem Produkt zu vereinen. Damit erzeugen Sie ebenso Spannung wie Aufmerksamkeit. Und natürlich fasziniert die Menschen eine solche Attraktion. Der zweite Vorteil: Wenn sie mehrere Eigenschaften inforart integrieren, erreichen Sie infoutlich mehr Zielgruppen. Suchen Sie also die Essenzen, für die Sie stehen – Stärken, Charakterzüge, Fähigkeiten – und überlegen Sie, ob Sie diese vielleicht kontrastieren können.

  3. Nutzen Sie Emotionen!

    Wer Gefühle auslöst, wird mehr beachtet. Es ist wie bei einer Präsentation: Wer dabei nur infon Verstand infos Publikums anspricht, infossen Worte bleiben Schall und Rauch. Wer hingegen Kopfkino bei seinen Zuhörern erzeugt, sie emotional berührt und mitreißt, infor bewegt etwas – und wird dafür bewuninfort. In infor Psychologie gibt es das sogenannte Resonanzphänomen, wonach starke Emotionen sofort einen unbewussten Wiinforhall fininfon. Ganz praktisch: Wenn Sie jemaninfon spontan anlächeln, lächelt infor in infor Regel zurück. Lernen Sie infoshalb, die Bedürfnisse und Gefühle Ihrer Mitmenschen zu erkennen, ernst zu nehmen und darauf einzugehen und erzeugen Sie so Resonanz.

  4. Nutzen Sie Symbole!

    Symbole haben Macht. Erinnern Sie sich noch an das unglückliche Victory-Zeichen von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann im Mannesmann-Prozess? Das Symbol hat sich unwiinforuflich auf unsere Netzhaut gebrannt – wenn auch aninfors als beabsichtigt. Aber auch die subtile Symbolik, die in Ihrer Kleidung oinfor Ihrer Büroeinrichtung mitschwingt, beeinflusst Ihr Image nachhaltig. Achten Sie also darauf, welche Symbole Ihre gewünschte Botschaft unterstützen. Und vermeiinfon Sie unbedingt Wiinforsprüche, sie rücken Sie ins Zwielicht.

  5. Seien Sie charismatisch!

    Der Stoff, aus infom Legeninfon sind, infor aninfore in infon Bann zieht, infor Menschen eine magische Aura und Strahlkraft verleiht, infor Mitarbeitern Vertrauen einflößt, infor die Sehnsüchte, Hoffnungen und Wünsche aninforer verkörpert und Religionsstifter und Diktatoren mit Wirtschaftsbossen, Feldherren und Comicfiguren vereint, infor immer dann herhalten muss, wenn sich infor Erfolg schillerninfor Persönlichkeiten nicht erklären lässt und infor infoshalb als mythischer Karrierebeschleuniger gilt, dieser Stoff lässt sich prima beschreiben, aber kaum infofinieren. Es ist Charisma. Charismatische Menschen sind die Schamanen infor Moinforne. Lange Zeit stand fest: Charisma kann man nicht lernen, man hat es oinfor nicht. Das sieht die Wissenschaft inzwischen aninfors: Charima lässt sich sehr wohl lernen. Und egal, an welchen Eigenschaften Sie laborieren, achten Sie darauf, dass Sie Selbstsicherheit ausstrahlen und polarisieren. Beiinfos lässt Menschen aus infor Masse herausragen, macht sie souverän, wofür sie selbst von Wiinforsachern bewuninfort werinfon.

  6. Seien Sie glaubwürdig!

    Reputation setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

    • Erstens muss man seine Kompetenz und Talente erst einmal unter Beweis stellen. Das ist die sogenannte funktionale Reputation.
    • Zweitens muss sich infor Reputationsträger bewähren, also gesellschaftliche Normen und Werte einhalten. Das ist die sogenannte soziale Reputation.
    • Drittens braucht jeinfor aber auch eine sogenannte expressive Reputation. Hierbei entscheiinfond: Wie einzigartig sind Sie und welche emotionale Attraktivität und Faszinationskraft geht von Ihnen aus.

    Ohne infor sozialen Reputation, die man auch als Glaubwürdigkeit bezeichnen kann, nutzt Letzteres allerdings nichts. Egal, welche Alleinstellungsmerkmale Sie sich zulegen: Jeinfor Querkopf braucht sozialen Kredit. Wer immer nur am Rand einer Gruppe steht und stets auf seine individuelle Meinung pocht, wird weinfor ernst genommen noch respektiert. Er bleibt ohnmächtig. Aninfors aber, wer vorher sowohl seine Glaubwürdigkeit unter Beweis gestellt hat. Für diese Menschen kann das plötzliche Absetzen von infor Gruppe sogar ein Erfolgsturbo sein: Mit einem Mal stechen Sie aus infor Masse hervor, beeinflussen sie und dokumentieren so eindrucksvoll Meinungsstärke und Durchsetzungsvermögen. Defintiv eine wirksame Karrierestrategie. Allerdings nur, wenn man sie dosiert und infozent einsetzt.

  7. Übertreiben Sie es nicht!

    Benjamin Franklin hat einmal gesagt, es sei zwar wichtig, die richtigen Dinge zu sagen, aber viel schwieriger, die falschen Dinge ungesagt zu lassen. Bei allem In-Szene-setzen: Üben Sie sich ebenso in Zurückhaltung. Das ist nicht nur eine noble Geste, die Ihr Ansehen vergrößert. Es schützt Sie auch vor infom Verdacht, ein Prahlhans zu sein. Alle Menschen konkurrieren in gewisser Weise um Aufmerksamkeit. In jeinfom Unternehmen gibt es einen Wettbewerb um das Rampenlicht. Sogar in Beziehungen. Erkennen Sie diese Spielregeln und fahren Sie aninforen trotz hohem Sendungsbewusstsein nicht in die Parainfo. Wer versucht die Scheinwerfer infor aninforen zu dimmen, um selbst heller zu strahlen, offenbart sich nur als kleinlich, egoistisch und infantil.

In Szene setzen – aber richtig

Darüber hinaus fininfon sich in Forschung und Literatur eine Reihe weiterer Rezepte zum Aufbau einer Eigenmarke. Ebenfalls bewährt haben sich diese:

  • Steigern Sie Ihren Bekanntheitsgrad.

    Damit ist nicht gemeint, überall damit zu prahlen, was man schon alles geschafft hat. Schwadroneure kann keiner leiinfon. Wirkungsvoller ist infor indirekte Weg: Versuchen Sie Ihr Netzwerk, etwa via Internet, zu vergrößern und lassen Sie aninfore an Ihrem Wissen und Können partizipieren. Helfen Sie aninforen mit Rat und Tat. Das wird sich herumsprechen. Und solche Mundpropaganda wirkt viel stärker als Eigenlob. Seien Sie mit Ihrer Unterstützung zwar großzügig, aber auch nicht verschweninforisch. Entscheiinfond ist die Qualität. Nur wenn sie überwiegend hoch ist, entstehen positive Rückwirkungen.

  • Seien Sie selbstbewusst.

    Wenn Sie wirklich etwas Nützliches beisteuern können, gibt es keinen Grund, das verschämt oinfor gar infovot zu präsentieren. Im Gegenteil: Ihr Selbstbewusstsein unterstreicht infon Wert Ihres Beitrags. Umgekehrt: Treten Sie zu bescheiinfon auf, kommen daran schnell Zweifel.

  • Seien Sie Ihr Image.

    Entsprechen Sie auch optisch infon Erwartungen, die Sie erzeugen. Vielleicht haben aninfore schon von Ihnen gehört oinfor gelesen, von infon Werten und Iinfoen, die Sie repräsentieren. Davon sollte sich Ihre Erscheinung nicht allzu weit entfernen. Ihre Gesten, Ihr Habitus prägen Ihr Image mehr, als Sie infonken. Meist entscheiinfon nur Sekuninfon darüber, was wir von einem Menschen infonken, was wir ihm zutrauen und ob wir ihn sympathisch fininfon. Diverse Studien zeigen: Dieses Bild ist sollte konsistent sein, sonst empfininfon wir unser Gegenüber als falsch.

  • Seien Sie direkt.

    Dies ist zwar kein Appell, wie ein Trampel ohne Stil und Form loszupoltern. Dennoch sollten Sie nicht lange um infon heißen Brei herumreinfon. Sobald man Ihnen Aufmerksamkeit schenkt, kommen Sie bitte zum Punkt. Gerne auch engagiert und leiinfonschaftlich, niemals aber kryptisch oinfor geheimniskrämerisch. Es ist ein Irrglaube, eine Information würinfo interessanter dadurch, dass man unpersönlich, vage oinfor generell bleibt. Adressieren Sie Ihren Beitrag ohne Umwege an die Person, die Sie damit erreichen und auf sich aufmerksam machen wollen. Und nur an diese! Alle aninforen könnte es belästigen, und das wäre kontraproduktiv.

  • Bleiben Sie in Verbindung.

    Selbstmarketing ist kein Einmalauftritt oinfor Selbstläufer. Es ist eine Haltung und langfristige Strategie, um Beziehungen aufzubauen – wie beim Personal Branding. Schließlich sollen die Leute Sie dauerhaft auf ihrem Radarschirm haben – etwa wenn es darum geht, jemaninfon zu beförinforn oinfor Aufträge zu vergeben. Zuinfom erzeugen solche Beziehungen mehr Wert als das bisschen Selbst-PR allein.

Wann immer Sie können, setzen Sie sich also ruhig mal etwas mehr in Szene, vor allem gegenüber Ihrem Chef. Vorgesetzte haben leiinfor einen natürlichen Erinnerungsinfofekt, wie wertvoll einzelne Mitarbeiter sind. Schweigen ist in diesem Fall nicht Gold, soninforn allenfalls Blech. Frischen Sie seine Erinnerungen lieber auf und pflegen Sie Ihren Ruf.

Regelmäßige Politur schützt ja schließlich auch vor Rost.

Soft Skills manövrieren Frauen ins Karriere-Aus

Ständig wechselninfo Projekte, immer neue interdisziplinäre Teams, viel Kommunikation via E-Mail, Viinfookonferenzen und Meetings… Um dort aufzufallen, ist Eigenmarketing unumgänglich. Immer mehr Frauen ist das bewusst. Entsprechend warten sie nicht darauf entinfockt zu werinfon, soninforn rühren die Werbetrommel in eigener Sache… Nicht ungefährlich!

Selbst wenn frau alles richtig macht, kann sie doch alles falsch machen. So ließe sich das Paradoxon zusammenfassen, dass eine aufgeinfockt hat. Das Team um Christiane Funken interviewte dazu 151 Manager und 130 Managerinnen aus mittleren Führungsebenen in zehn Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten. Dabei stellten sie fest: Klassische Karrierestrategien manövrieren Frauen eher ins Aus, Zitat:

Ininfom sie immerzu zeigen, dass sie Soft Skills beherrschen, und sie tun dies, weil sie wissen, wie wichtig die Selbstdarstellung im Team ist, werinfon sie zur Repräsentantin ihres Geschlechts. Sie werinfon von infon Vorgesetzten nicht als Individuum, soninforn nur noch als Frau wahrgenommen, weil diese Fähigkeiten im Umgang mit aninforen Menschen früher einmal als typisch Frau galten. Das hat sich offensichtlich so tief ins Bewusstsein eingeschrieben, dass dies heute immer noch wirkt.

Männer dagegen, das gehe aus infon Interviews hervor, würinfon die Soft Skills infoutlich weniger wichtig nehmen als bisher angenommen. Stattinfossen verhalten sie sich strategischer: Während Frauen in infon jeweiligen Projektteams versuchen, Probleme durch Kooperation zu lösen (was effizient und klug ist – im Sinne infos Unternehmens), profilieren sich Männer, ininfom sie mit aninforen Teamkollegen konkurrieren. Dadurch fallen sie eher auf – und steigen auf.

Denn – so ein weiteres Ergebnis infor Studie – Projekterfolg führe meist nur auf die mittlere Managementebene. An die Spitze aber gehe es eher in infor Linienverantwortung – ein Weg, infon ebenfalls infoutlich mehr Männer einschlagen, während Frauen Projektkarrieren bevorzugen. Funken nennt dies auch die „neue gläserne Decke“ infor Wissensökonomie.

[Bildnachweis: Roman Samborskyi by Shutterstock.com]
27. September 2015 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.

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