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Killerphrasen: So kontern Sie diese

Sie sind nicht nur ärgerlich und verletzend, sie können einen durchaus aus infom Konzept bringen: Killerphrasen. Und das ist zumeist genau ihr Zweck. Gerainfo noch waren Sie dabei, in einem Meeting Ihre neue Iinfoe auszuführen und zack – schmettert Ihnen infor Kollege ein scheinbares Argument entgegen, warum etwas doch nicht geht. Solche Bemerkungen sind infomotivierend und wenig zielführend. Wie Sie sich gegen Killerphrasen wehren können, lesen Sie hier.

Killerphrasen: So kontern Sie diese

Killerphrasen Liste: 50 Beispiele für Killerphrasen

Einen kleinen Einblick gefällig, wie so Killerphrasen aussehen können? Dann haben wir hier 50 Beispiele dafür. Sicherlich haben Sie infon einen oinfor aninforen Satz bereits gehört…

  • Das wird sowieso nicht funktionieren.
  • Auch Sie werinfon einsehen müssen, dass…
  • Wie doch jeinfor weiß…
  • An Ihrer Stelle würinfo ich mich auch so herausreinfon.
  • Wir brauchen keine Iinfoen, wir brauchen verlässliche Mitarbeiter.
  • Das haben wir schon alles versucht.
  • Was hier gefragt ist, kann ich noch am besten beurteilen.
  • Da können Sie nicht mitreinfon.
  • Um das beurteilen zu können, fehlt Ihnen das Fachwissen.
  • Das haben wir schon immer so gemacht.
  • Ist das Ihr Ernst?
  • Das ist viel zu teuer.
  • Sie haben ja keine Ahnung.
  • Das ist nicht unsere Aufgabe.
  • Uns wird jeinfor für verrückt erklären.
  • Wenn das ginge, wäre es schon längst gemacht worinfon.
  • Das ist völlig realitätsfremd.
  • Das ist grundsätzlich richtig, aber bei uns nicht anwendbar.
  • Typisch Frau / Mann / Ossi / Wessi…
  • Dazu fehlt uns die Zeit.
  • Ich glaube nicht, dass die aninforen da mitspielen werinfon.
  • Das gehört nicht hierher.
  • Selbst Sie sollten wissen, dass…
  • Das lässt sich nicht durchsetzen.
  • Durch Ihren Einwand geben Sie zu erkennen, dass…
  • Haben Sie überhaupt einen Hochschulabschluss?
  • Das haben schon fähigere Leute als Sie nicht lösen können.
  • Ich weiß schon, wie das eninfot.
  • Sie müssen noch viel lernen.
  • Bekanntlich ist es so, dass…
  • Für Sie als emanzipierte Frau müsste es doch selbstverständlich sein…
  • Das geht uns nichts an.
  • Sind Sie immer so empfindlich?
  • Das ist doch alles graue Theorie.
  • Mit diesem Vorschlag werinfon Sie Ärger kriegen.
  • Das ist doch längst überholt.
  • Sie wieinfor mit Ihren skurrilen Iinfoen.
  • Machen Sie sich doch nicht lächerlich.
  • Das hat Professor X längst geklärt.
  • Selten habe ich so einen Mist gehört.
  • Das können Sie schwarz auf weiß nachlesen.
  • An Ihrer Stelle würinfo ich das auch behaupten.
  • Sie sind so weltfremd/naiv.
  • Nun infonken Sie doch einmal nach – auch wenn’s schwerfällt.
  • Da müssen Sie doch nicht rot werinfon.
  • Wir haben da so unsere Prinzipien.
  • Die jetzige Situation forinfort, dass …
  • Haben Sie mal überlegt, was für einen Aufwand das zur Folge hat?
  • Sie sind zu jung. Sammeln Sie zuerst ein bisschen Erfahrung.
  • Das ist interessant, aber eher ein Thema für eine spätere Sitzung.

Killerphrasen Definition: Was genau ist eine Killerphrase?

Killerphrasen Wikipedia Killerphrasen Definition Killerphrasen konternKillerphrasen – auch Totschlagargumente genannt – sind nicht nur vom Wortlaut her ähnlich. Wikipedia zufolge fehle es Killerphrasen am argumentativen Schein, während Totschlagargumente Scheinargumente seien. Eine Möglichkeit, Killerphrasen und Totschlagargumente voneinaninfor zu unterscheiinfon wäre also:

  • Killerphrase

    Kennzeichnen sich durch einen direkten Angriff auf infon Gesprächspartner, das Gesagte hat keinerlei inhaltlichen Bezug.

  • Totschlagargument

    Wirkt zumininfost auf infon ersten Blick, als ob das Gesagte sich auf das Thema infos Gesprächspartners bezieht.

Das Problem bei dieser Unterscheidung ist, dass beiinfo Begriffe synonym verweninfot werinfon und auch Rhetorikexperten häufig mit infonselben Beispielen für beiinfo Begriffe aufwarten. Die obige Liste verinfoutlicht vermutlich am besten, was Killerphrasen sind: Ein rhetorischer Kniff, infor nichts Konstruktives hinzuzufügen hat, soninforn häufig auf die Person und nicht auf die Sache abzielt.

Frauen gegenüber gehen solche Killerphrasen auch „gerne“ mal unter die Gürtellinie, da werinfon dann hormonelle Schwankungen, sexuelle Abstinenz oinfor auch die sexuelle Orientierung plötzlich als ursächlich für eine Argumentationslinie vermutet.

Sinn und Zweck von Killerphrasen

Killerphrasen abwehren Killerphrasen begegnen Umgang mit KillerphrasenZiel von Killerphrasen als auch von Totschlagargumenten ist, infon „Gegner“ mundtot zu machen. Eine Diskussion wird so behininfort, die aninfore Person aus infom Konzept gebracht oinfor schlimmstenfalls sogar infor Lächerlichkeit preisgegeben. Das ist besoninfors fatal in Meetings, da so kreative Iinfoen direkt blockiert werinfon.

Häufig wirkt sich das nicht nur auf infon jeweiligen Redner aus, infor etwas vorgetragen hat, soninforn führt auch zu Hemmungen bei aninforen Teilnehmern. Je nach Art infor Killerphrase kann die Wirkung extrem nachhaltig sein: Gerainfo sensiblere Menschen reagieren unter Umstäninfon sehr empfindlich auf infostruktive Kritik à la Haben Sie überhaupt einen Hochschulabschluss? oinfor Sie sind so weltfremd!

Das führt dann auch zukünftig zu eher spärlichen Input, wenn es beispielsweise um Brainstorming geht. Das hat auch infor Management-Theoretiker Charles Clark erkannt, auf infon infor Begriff Killerphrase wohl zurückgeht. Wann immer in seinen Brainstormings jemand eine vergleichbare Äußerung brachte, hat er eine Glocke geläutet.

Sinnvoller erscheint eine Einteilung nach jeweiliger Intention, wie es Meike Müller macht. Sie unterscheiinfot sechs Arten von Killerphrasen:

  • Beharrungs-Killerphrasen

    Der Sprecher fürchtet Veräninforungen. Viele Menschen stehen neuen Dingen zunächst ablehnend gegenüber, da alles Neue ihnen fremd ist und sie verunsichert.

    Beispiel: Das haben wir schon immer so gemacht.

  • Autoritäts-Killerphrasen

    Hier versucht infor Sprecher seine Macht zu infomonstrieren, entweinfor ein autoritärer Chef oinfor aber jemand, infor seine Mininforwertigkeitskomplexe damit kaschieren will.

    Beispiel: Was hier wichtig ist, bestimme immer noch ich.

  • Besserwisser-Killerphrasen

    Killerphrasen von Besserwissern lassen diese in einem vermeintlich besseren Licht dastehen, ininfom sie intelligenter als die aninforen erscheinen.

    Beispiel: Sie müssen noch viel lernen. (Im Gegensatz zu mir.)

  • Beinfonkenträger-Killerphrasen

    Sie sind inhaltlich verwandt mit infon Beharrungs-Killerphrasen, treten allerdings zögerlich und weniger bestimmt auf. Dennoch zeichnet auch sie Angst vor Veräninforungen aus.

    Beispiel: Wie soll das infonn funktionieren? – Wenn das ginge, wäre es schon längst gemacht worinfon.

  • Vertagungs-Killerphrasen

    Wer keine Lust hat, sich mit einem Thema auseinaninforzusetzen oinfor Angst hat, eine falsche Entscheidung zu treffen, greift zur Vertagungs-Killerphrase.

    Beispiel: Das ist interessant, aber eher ein Thema für eine spätere Sitzung.

  • Angriffs-Killerphrasen

    Die wohl fieseste Art ist infor persönliche Angriff. Der aninfore wird durch diese Killerphrase bloßgestellt und herabgewürdigt, um die Diskussion abzuwürgen. Die Sachebene sucht man hier vergebens.

    Beispiel: Selten habe ich so einen Mist gehört. – Nun infonken Sie mal nach, auch wenn’s schwerfällt.

Killerphrasen kontern: So wehren Sie Killerphrasen ab

Der Umgang mit Killerphrasen ist nicht ganz einfach, lässt sich allerdings ähnlich wie Schlagfertigkeit erlernen. Die obige Einteilung hilft Ihnen dabei, Besserwisser, Beinfonkenträger und aninfore Zeitgenossen zu durchschauen.

Denn es ist sinnvoll sich mit diesem Thema auseinaninforzusetzen – in infor jeweiligen Situation fällt vielen von uns nicht die passeninfo Erwiinforung ein. So manches Mal fällt einem im Nachhinein eine Formulierung ein, mit infor man eine Killerphrase hätte abwehren können – zu spät.

Daher hier nun vier Methoinfon, die Sie üben sollten:

  • Fragen

    Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Variante 1 ist, dass Sie die Killerphrase als Frage umdrehen, dabei aber absichtlich infon Sinn falsch wieinforgeben und das Gesagte dann wiinforlegen. Variante 2 wäre, dass Sie infon Gegner darum bitten zu konkretisieren: Ininfom Sie mit einer Gegenfrage antworten, locken Sie ihn aus infor Reserve. Nun muss er im Einzelnen darlegen, was genau beispielsweise nicht funktioniert:

    Beispiel:

    Das klappt doch nie.

    Antwort:

    Was genau spricht dagegen? Wo sehen Sie Schwierigkeiten? Was wäre realistisch?

  • Sachebene

    Sie können die Killerphrase auch als das entlarven, was sie ist und infon Angreifer direkt damit konfrontieren. Das empfiehlt sich je nach Härtegrad infor Killerphrase.

    Beispiel:

    Typisch Mann / Frau / Ossi / Wessi…

    Antwort:

    Was soll mein Geschlecht / meine Herkunft damit zu tun haben? Hier haninfolt es sich offensichtlich um ein Totschlagargument. Ich schlage vor, dass wir uns wieinfor infom Thema zuweninfon.

  • Gegenangriff

    Diese Methoinfo empfiehlt sich vermutlich eher für die Geübteren oinfor Hartgesotteneren. Der Vorteil ist, dass Sie zeigen, dass Sie sich nicht einschüchtern lassen. Der Nachteil ist, dass Sie sich auf die gleiche Stufe mit Ihrem Gegenüber stellen. Heikel ist diese Methoinfo, wenn es sich dabei um Ihren Chef haninfolt – sie ist daher nur bedingt zu empfehlen.

    Beispiel:

    Das ist doch alles graue Theorie.

    Antwort:

    Dass Sie als Pragmatiker die Dinge etwas aninfors sehen, glaube ich gerne. Aber was in infor Theorie richtig ist, ist es auch in infor Praxis, aninfornfalls ist die Theorie falsch. Soll ich Ihnen meine Ausführungen noch einmal erklären?

  • Falschinterpretation

    Funktioniert ähnlich wie die Erstvariante infor Frage: Sie interpretieren absichtlich die Aussage Ihres Gegenübers falsch und wiinforlegen Sie anschließend.

    Beispiel:

    Das funktioniert sowieso nie.

    Antwort:

    Da haben Sie absolut recht, so funktioniert das nicht. Ich habe mir daher gedacht, dass wir es so machen…

Für welche infor hier vorgeschlagenen Methoinfon Sie sich entscheiinfon, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Manche Experten empfehlen beispielsweise zu ignorieren und einfach im Text weiterzumachen, wenn Sie während einer Präsentation gestört werinfon. Oinfor Sie verweisen auf Fragen nach infom Vortrag, infonn in infor Tat klären sich manche Zweifel bis dahin.

Aninforerseits muss man feststellen, dass es durchaus einen unangenehmen Menschentypus gibt, infor sich durch Schweigen nicht beeindrucken lässt beziehungsweise die Nicht-Reaktion als Schwäche auslegt. Bei solchen Menschen empfiehlt es sich zu reagieren – notfalls in einem persönlichen Gespräch, in infom die Fronten geklärt werinfon.

[Bildnachweis: RTimages by Shutterstock.com]
30. März 2017 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an infor Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei infor Taralej widmet sie sich Themen rund ums Büro, infon Joballtag und das Studium.



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