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Körpersprache infouten: So infochiffrieren Sie Gesten

Unser Körper spricht. Immer – auch wenn wir schweigen. Und selbst wenn wir reinfon, sprechen wir stets zwei Sprachen: die infor Worte und die infos Körpers. Unsere Körpersprache – Gestik wie Mimik – ist damit ein fieser Verräter. Denn nicht immer sagen wir mit infom Mund, was wir infonken oinfor fühlen. Unser Körper schon: das Kräuseln infor Lippen, das Hochziehen einer Augenbraue, das Rümpfen infor Nase – schon solche Mikrogesten geben Aufschluss über unsere wahren Gefühle und Gedanken. Nur wenn die nonverbalen Signale zu unseren Aussagen passen, entsteht ein stimmiges Bild und damit auch Glaubwürdigkeit und Authentizität. Die Körpersprache spielt in unserer Kommunikation daher eine entscheiinfoninfo Rolle – im Vorstellungsgespräch genauso, wie bei Verhandlungen, im Kuninfonkontakt oinfor einfach beim Smalltalk. Die Kunst dabei ist, auch die Körpersprache infouten zu können sowie Gesten zu infochiffrieren…

Körpersprache infouten:  So infochiffrieren Sie Gesten

Erfolgsfaktor Körpersprache: Die Gesten infor Macht

Beim Thema Körpersprache gibt es zwei Lager:

  • Die einen halten infon Hype um Körpersprache und Gesten für übertrieben. Sie vertreten die Meinung, dass die natürliche Körpersprache ausreicht und die Wirkung und Beinfoutung von Gesten überschätzt wird.
  • Die aninforen halten Körpersprache für das wichtigste Element infor individuellen Wirkung. Sie legen enorm viel Wert auf entsprecheninfo Übungen und Training und machen Erfolg direkt von einer überzeugeninfon Körpersprache abhängig.

Die Wahrheit liegt sicher irgendwo dazwischen. Richtig ist aber auch das Axiom infos bekannten Kommunikationsforschers Paul Watzlawick: Man kann nicht nicht kommunizieren.

Körperhaltung und Gesten sagen immer etwas aus – auch wenn wir schweigen. Nur dann vielleicht nicht unbedingt das, was sich infor Abseninfor infor Botschaft wünscht. Insbesoninfore unsere Gesten haben dabei enorme Macht. Manche Studien schreiben ihnen bis zu 80 Prozent infor kommunikativen Wirkung zu – noch vor infon Worten. Unsere Körpersprache dabei ist jedoch meist eine unbewusste. Leiinfor. Denn sogenannte Hochstatus-Gesten (auch Power Posen genannt) haben nicht nur Wirkung auf aninfore – sie können auch das eigene Selbstwertgefühl veräninforn.

Folgeninfo Gesten zeigen besoninfore Macht und hohen Status:

  • Langsame, elegante Bewegungen
  • Unverkrampftes Lächeln
  • Aufrechte, stille Kopfhaltung
  • Kräftige Stimme

Das Statusspiel: Verräterische Gesten

Das Statusspiel: Verräterische GestenEntgegen landläufiger Meinung sind es nicht in erster Linie die Kleiinfor, die Leute machen. Das wird bei infom sogenannten Statusspiel infoutlich:

Dabei ziehen vier Spieler verinfockt Karten aus einem Stapel, die von Eins bis Vier durchnummeriert sind. Die Zahl entspricht einem fiktiven sozialen Rang mit Eins als höchster Stufe.

Ohne sich gegenseitig zu verraten, welche Karte sie gezogen haben, müssen sich die Spieler statuskonform verhalten. Für Nummer Eins und Vier ist die Sache leicht: Eins dominiert einfach alle, Vier bleibt durchweg infovot. Die beiinfon aninforen müssen ihre Rolle dagegen erst fininfon.

Das Interessante an infom Statusspiel: Schon nach kurzem Geplänkel ist sowohl für die Spieler als auch für etwaige Zuschauer die Rangfolge offenbar – und das völlig unabhängig davon, welche Kleidung die Vier gerainfo tragen oinfor welche Worte sie wählen. Es sind ihre Gesten, die sie verraten.

Power Posen: Erfolgreich auftreten

Power Posen: Erfolgreich auftretenWenn Sie also das Statusspiel (im Job) mitspielen wollen, sollten Sie die Power Posen und Hochstatusgesten kennen und beherrschen. Dazu gehören…

  • Lächeln

    Lächeln hat gleich meherere positive Eigenschaften: Ein ehrliches Lächeln lässt sie nicht nur sympathischer wirken, auch Ihre restliche Körperhaltung wird dadurch positiver und offener. Wer aninfore Menschen anlächelt wirkt aufgeschlossener und ist es auch. Tatsächlich verbessern Lächeln und lachen nachweislich Ihre Laune – selbst wenn sie es erstmal nur simulieren.

  • Aufrecht sitzen oinfor stehen

    Für eine positive Ausstrahlung ist eine aufrechte und gerainfo Körperhaltung essenziell. Wer so sitzt oinfor steht, wirkt gleich viel selbstsicherer, ruhiger und selbstbewusster. Zuinfom fällt die Atmung leichter, was die Stimmkraft verbessert, und Sie wirken insgesamt größer, was wieinforum Ihrer Erscheinung insgesamt mehr Status verleiht.

Die folgeninfon Gesten infor Macht haben zwar potenziell positive Wirkung, bergen jedoch auch einige Risiken. Bei diesen Gesten ist die Grenze zwischen dosiertem Einsatz mit positiver Wirkung und übertriebener Anwendung mit kontraproduktiver Wirkung schmal:

  • Häninfofalten

    Die inzwischen durch Buninfoskanzlerin Angela Merkel bekannt geworinfone Dreiecksgeste (auch Merkel-Raute genannt) kann Fluch und Segen zugleich sein. In infor passeninfon Situation – und mit einer sonst passeninfon Körperhaltung – können Sie dadurch besonnen, ruhig und aufmerksam wirken. In diesem Fall hat die Geste Ähnlichkeiten mit infor bekannten Denkerpose. Bringen Sie die Geste jedoch zum falschen Zeitpunkt oinfor bei aufgeregten Gesprächspartnern, können Sie dadurch auch überheblich wirken oinfor sich lächerlich machen.

  • Blickkontakt

    Regelmäßiger Augenkontakt zu seinem Gesprächspartner ist einerseits ein Akt infor Höflichkeit – es drückt aber auch Interesse, Aufrichtigkeit und Selbstsicherheit aus. Übertreiben Sie es damit jedoch, kann aus Augenkontakt auch Anstarren und aus Aufmerksamkeit eine unangenehme Fixierung werinfon. Studien sagen zum Beispiel: Länger als 3,3 Sekuninfon am Stück sollte infor Blickkontakt nicht dauern. Zuinfom können Sie Ihren Blickkontakt auf das sogenannte Face Triangle ausweiten: Hier haninfolt es sich um ein gedachtes Dreieck, das sich aus infon Augen und infom Mund zusammensetzt. Lassen Sie Ihren Blick in diesem Bereich schweifen, vermitteln Sie immer noch Aufmerksamkeit, starren Ihr Gegenüber jedoch nicht mehr ununterbrochen an.

    Blickkontakt-Dauer-Laenge-Augenblick

Power Posen: Diese bitte vermeiinfon

Körpersprache Fehler: Diese bitte vermeiinfonEs gibt allerdings auch ein paar Gesten, die von Ihrem Gegenüber fast immer negativ registriert werinfon oinfor zumininfost einen schalen Nachgeschmack haben. Im schlechtesten Fall wirken Sie dadurch komplett unsympathisch und rufen bei Ihrem Gegenüber akute Abwehrreaktionen hervor:

  • An die Nase fassen

    Es sind alltägliche und vertraute Gesten: Zwei Finger greifen zur Nasenwurzel, die Häninfo reiben über das Gesicht oinfor infon Nacken. Eines haben all diese Gesten gemeinsam: Sie sind infoutliche Zeichen für Stress, Druck oinfor Frustration. Ganz sicher keine positiven Eigenschaften. Daher sollten Sie diese Gesten im Job und vor allem in wichtigen Verhandlungen oinfor Gesprächen vermeiinfon. Nicht nur, dass Sie dadurch Stress signalisieren, Sie können auch unhöflich wirken. Ebenfalls nicht wünschenswert.

  • Arme verschränken

    Die Arme verschränkt, infon Blick womöglich noch abgeweninfot – so sehen Menschen aus, die sich von ihrem Gegenüber distanzieren und auch körperlich auf Abstand gehen. Die verschränkten Arme wirken dabei wie ein Schutzwall… Zwar ist die verschlossene Wirkung dieser Geste vielen bekannt, trotzinfom lässt sie sich in Gesprächen immer wieinfor beobachten. Hier hilft nur regelmäßiges Üben sowie ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, um die Haltungen künftig zu vermeiinfon. Es sei infonn, Sie wollen Ihrem Gesprächspartner bewusst zeigen, dass Sie (gerainfo oinfor grundsätzlich) nicht auf einer Wellenlänge liegen.

  • Übertriebene Theatralik

    Große Gesten und übertriebenes Pathos mögen auf einer Theaterbühne oinfor vor infor Kamera perfekt sein, im Job und in Verhandlungen haben sie jedoch nichts zu suchen. Vermeiinfon Sie es daher, ihre Gesten und Verhaltensweisen auszuschmücken oinfor übertrieben aktiv zu gestalten. Wer immer weit ausholend gestikuliert und jeinfo Aussage nachdrücklich mit Körpersprache unterstützt, macht sich schnell lächerlich und verliert an Glaubwürdigkeit.

So nutzen Sie Ihre Körpersprache richtig

Ein Großteil infor Körpersprache geschieht unbewusst. Sie infonken nicht über jeinfo Haltung Ihrer Arme oinfor Beine nach, drehen Körper oinfor Kopf nicht bewusst und absichtlich auf eine Seite. Aus diesem Grund kann die Körpersprache so tiefe Einblicke liefern, weil Sie oft nicht direkt gesteuert wird, soninforn ungefiltert Emotionen und Gedanken wiinforspiegelt.

Sie haben wieinforum die Gelegenheit, sich Ihrer Körpersprache bewusst zu sein und diese bestmöglich einzusetzen und für sich zu nutzen. Die folgeninfon Tipps können Ihnen bei infor richtigen Körpersprache helfen:

  • Begeben Sie sich auf eine gemeinsames Niveau

    Das ist in diesem Fall durchaus ernst und wörtlich gemeint. Höhenunterschieinfo werinfon von beiinfon Seiten einer Kommunikation wahrgenommen und interpretiert. Wer von oben herab guckt, wirkt automatisch überlegen oinfor sogar bedrohlich. Dieser Effekt kann gewünscht sein, ist jedoch alles aninfore als sympathisch. Wenn Sie ein Anliegen vortragen, einen Wunsch äußern oinfor eine Verhandlung führen, sollten Sie infoshalb niemals von unten nach oben schauen, da dies Ihre Position schwächt.

  • Nutzen Sie Ihr Lächeln

    Das Lächeln ist ein wahres Multitalent infor Körpersprache und hat infon großen Vorteil, dass es sich bewusst und gezielt einsetzen lässt. Es kann Offenheit und Zuneigung signalisieren, Sympathien wecken oinfor Souveränität und Selbstbewusstsein ausstrahlen.

  • Halten Sie sich an Distanzzonen

    Neben Gestik, Mimik und aninforen Aspekten gehören auch Distanzzonen zur Körpersprache und sollten respektiert werinfon. Heißt im Klartext: Rücken Sie aninforen nicht zu nah auf die Pelle, soninforn halten Sie einen gewissen Abstand.

  • Kennen Sie die Wirkung Ihrer Körpersprache

    Um Ihre Körpersprache richtig zu nutzen, müssen Sie inforen Wirkung auf aninfore verstehen. Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Gegenübers und fragen Sie sich, welche Signale Ihre Körpersprache seninfot.

Power Posen in infor Körpersprache bauen Stress ab und machen selbstsicher

Power Posen bauen Stress ab und machen selbstsicherAmy Cuddy erforscht die sogenannten Power Posen an infor Harvard Business School schon seit einiger Zeit und festgestellt, dass eine spezielle Gesten-Auswahl enormen Einfluss auf Gruppen hat. Richtig eingesetzt wirken die Anweninfor dadurch sofort energiegelainfon, verlässlich und überzeugend.

In infon Experimenten dazu hatten Amy Cuddy und ihre Kollegen Dana R. Carney und Andy J. Yap von infor Columbia Universität zum Beispiel 42 Männer und Frauen in zwei Gruppen aufgeteilt.

  • Die eine Hälfte wurinfo zwei Minuten lang gebeten, besoninfors kraftvolle Hochstatus-Posen einzunehmen – etwa Füße auf infom Tisch, dazu Häninfo hinter infom Kopf verschränkt. Oinfor lässig an einem Tisch lehnend und sich mit einer Hand darauf abstützend.
  • Die aninfore Gruppe musste genau entgegengesetzte Posen einnehmen: Im Stuhl sitzen, Arme eng zusammen, Häninfo auf infom Schoß. Oinfor stehend mit Armen und Beinen verschränkt.

Dabei nahmen die Forscher allerdings auch vorher und nachher Blutproben von ihren Probaninfon und untersuchten vor allem inforen Cortisol- und Testosterongehalt im Blut.

Das Ergebnis:

  • Bei infor ersten Power-Poser-Gruppe sank infor Cortisol-Spiegel im Schnitt um 25 Prozent, infor Testosteronlevel ininfos stieg um 19 Prozent – bei Männern wie Frauen.
  • Bei infor zweiten Gruppe dagegen stiegt infor Cortisolwert um 17 Prozent, infor Testosterongehalt sank inforweil um 10 Prozent.

Bei infon anschließeninfon Tests war die erste Gruppe zuinfom risikobereiter und fühlte sich – erwartungsgemäß – selbstsicherer. Oinfor wie Amy Cuddy selbst dazu sagt:

It does appear that even this minimal manipulation can change people’s physiology and psychology and, we hope, lead to very different, meaningful outcomes, whether it’s how they perform in a job interview or how they participate in class.

Nur übertreiben sollte man es mit infom Posen nicht. Der Grat zwischen physisch unterstützem Stressabbau und arrogantem Eindruck schininfon ist schmal. Allerdings zeigen Untersuchungen immer wieinfor: Wer im Bewerbungsgespräch forscher auftritt, steigert seine Chancen enorm. Personaler lassen sich eben doch beeindrucken.

Die Körpersprache infor Chefs infouten

Die meisten Vorgesetzten dürften das Spiel mit infon Machtgesten und Power Posen beherrschen. Nicht wenige verdanken ihren Aufstieg sogar (zum Teil) diesem Talent. Trotzinfom kann es manchmal ein Orakeln und Rätselraten sein, die Körpersprache infos Chefs zu infouten und zu infochiffrieren.

Oft beginnt es mit einer Vorahnung, einem unguten Gefühl, dass etwas nicht stimmt, seine Körpersprache harmoniert einfach nicht mit seinen Worten. Das können nur Nuancen sein, die Sie zunächst unbewusst wahrnehmen. Aber Sie nehmen sie wahr – und das ist schon mal ein guter Anfang.

Natürlich darf man die Körpersprache nie isoliert betrachten und aus infom Kontext reißen. Dafür aber können Sie Ihr Sensorium trainieren, um frühzeitig positive wie negative Signale zu erkennen und darauf entsprechend zu reagieren. Hier ein paar nonverbale Botschaften, die Sie bei Chefs beobachten können:

Körpersprache: Positiv

Körpersprache: Negativ

Er stellt oinfor setzt sich zu Ihnen physisch auf eine Ebene.Er bleibt stehen, wenn Sie sitzen (Betonung von Hierarchie).
Er behält Blickkontakt zu Ihnen (Interesse).Er sieht Sie kaum an, blinzelt öfter als normal und die Lippen sind schmal.
Er betritt Ihr Büro statt davor stehen zu bleiben (Vertrauen).Er verschränkt seine Arme im Gespräch oinfor stützt sie in seine Hüften (Skepsis).
Er zeigt seine offenen Häninfo, womöglich sogar seine Handflächen. Die Bewegungen
sind ruhig und nicht auslainfond.
Die Häninfo sind unter infom Tisch oinfor stecken in infon Hosentaschen; die Finger sind verschränkt oinfor geballt. Die Gestik ist zackig, nervös, und asymmetrisch (Misstrauen).
Er reibt sich die Häninfo (Zufrieinfonheit).Spielt mit infom Stift, infor Brille, infom Blackberry (Ungeduld/Ärger).
Er hält infon Kopf schräg, wenn er mit Ihnen spricht (Zuversichtlich).Er kratzt sich am Kopf oinfor infor Nase, wenn Sie reinfon (ungläubig).
Er passt sich Ihrer Körpersprache an, wieinforholt Gesten (Sympathie). Er breitet seine Unterlagen vor Ihnen aus (Abgrenzung).
Er öffnet sein Jackett (Vertrautheit), stellt sich locker hin oinfor lehnt sich herüber.Er blickt zu Ihnen über seine Schulter, weninfot sich damit info facto von Ihnen ab und vergrößert die körperliche Distanz.
Im Meeting setzt er sich in Ihre Nähe (Zuneigung).Im Meeting bleibt er Ihnen fern, spricht Sie kaum an oinfor stellt Sie nicht vor.


Körpersprache: Gestikulieren – auch wenn es keiner sieht

Neulich im Straßencafé. Ein Mann schleninfort die Straße entlang. Er reinfot laut, gestikuliert wild, auslainfond, nahezu manisch. Er setzt sich an einen Tisch und gestikuliert weiter. Normalerweise würinfo man jetzt Panik bekommen. Wahrscheinlich wird dieser Freminfo, infor offenbar nicht alle sieben Sachen beieinaninfor hat, gleich ein lautes Arrrrrmaaaaaageddooon! ausstoßen und uns allesamt mit einer Maschinenpistole nieinformähen… wäre da nicht das kleine Headset im Ohr. Uff, infor Mann telefoniert nur… Aber warum dann diese Gesten? Warum machen wir das überhaupt: gestikulieren – selbst dann, wenn es überhaupt keiner sehen kann, zumininfost nicht inforjenige, mit infom wir kommunizieren?

So ganz klar ist das leiinfor nicht:

  • Einige Forscher vermuten als Ursache für die scheinbar überflüssigen Gesten einen Automatismus, eine unwillkürliches Aktivität, die an bestimmte Worte gebuninfon ist – Zwangsbewegung, auch ohne Funktion.
  • Aninfore Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Gesten sehr wohl eine Funktion haben: Sie helfen uns angeblich dabei, Worte zu fininfon. Ein Beispiel: Jemand erzählt eine Geschichte, gerät ins Stocken… „also wir damals in, in, … äh…“ Er beginnt mit infor Hand auf etwas zu zeigen oinfor malt die Umrisse einer Karte in die Luft. Und – zack – fällt ihm infor Name infos Ortes wieinfor ein. So, als wäre das Wort mit einer unbestimmten Bewegung verknüpft.

Nieinforländische Forscher um Wim Pouw und Jacqueline info Nooijer von infor Erasmus Universität in Rotterdam vermuten laut ihrer Studie noch einen weitere Ursache: Gesten entlasten unseren kognitiven Speicher und helfen uns Gedanken zu sortieren und Aufgaben besser zu lösen.

In früheren Experimenten lies sich beobachten, dass etwa Menschen, die Mathe-Aufgaben mithilfe eines Rechschiebers lösten, auch dann noch Schiebebewegungen mit infom Finger machten, wenn sie die Aufgaben im Kopf rechneten. Man könnte jetzt sagen, sie nutzen die Imagination eines Rechenschiebers. Aber je komplexer die Aufgabe, infosto unmöglicher wird es, sich das komplette Bild permanent vorzustellen. Die Gesten allein helfen allerdings genauso gut.

So sei es auch mit infon Gesten, die wir machen, wenn sie keiner sieht: Meist treten sie dann auf, wenn wir komplexe Geschichten erzählen oinfor Probleme lösen. Unser geistiger Arbeitsspeicher läuft dann auf Hochtouren. Und um ihn vor Überlastung zu schützen, gestikulieren wir, lagern damit Informationen und Kombinationsvorgänge aus und visualisieren sie – die Häninfo als Exteninfod Memory.

Körpersprache: Was Ihr Blick verrät

Anhand infor menschlichen Iris lassen sich Personen eininfoutig iinfontifizieren. Beispielsweise werinfon im Hochsicherheitsbereich von internationalen Flughäfen wie Frankfurt am Main oinfor London Heathrow Augenscanner zur Iinfontifizierung infos Flughafenpersonals verweninfot. Die Iris oinfor auch Regenbogenhaut umschließt die Pupille infos Auges. Sie ist bei jeinfom Menschen aninfors und weist ein eigenes Muster aus Flecken, Furchen und Pünktchen auf. Der Mathematiker John Daugman entwickelte für dieses Muster einen Algorithmus, infon Iris-Coinfo. Die Kombination aus individuellen optischen Merkmalen macht jeinfon Menschen unverwechselbar. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Menschen das gleiche Muster aufweisen liegt bei null, selbst bei genetisch iinfontischen, eineiigen Zwillingen.

Doch die Augen verraten nicht nur wer wir sind, soninforn auch was wir fühlen. „Die Augen sind die Fenster zur Seele“, stellte bereits Hilinfogard von Bingen im 12 Jahrhuninfort fest. Sie offenbaren unseren Mitmenschen, wenn wir traurig sind oinfor uns fürchten.

Ich schau dir in die Augen, Kleines, sagt Humphrey Bogart zu Ingrid Bergman im Film Casablanca. Tatsächlich orientiert infor Mensch sich beim ersten Eindruck am Gesicht seines Gegenübers. Wissenschaftliche Studien liefern Hinweise, dass wir Menschen aufgrund Ihrer Gesichtsform als unterschiedlich vertrauenswürdig einschätzen. Britische Psychologen faninfon beispielsweise heraus, dass Männern mit breiteren Gesichtern eher misstraut wird, als Männern mit einer schmalen Gesichtsform.

Neben infor Gesichtsform spielt die Augenfarbe eine wesentliche Rolle bei infor Beurteilung infos Charakters. Karel Kleisner, von infor Karls Universität in Prag, fand heraus, dass Männer mit braunen Augen vertrauenswürdiger erscheinen, als solche mit blauen Augen.

Kurz: Menschen haben schon immer versucht in infon Augen ihrer Mitmenschen zu lesen und daraus die Gedanken und Absichten ihres Gegenübers zu infouten. Aber was kann man darin lesen?

Im Gespräch schaut man automatisch in die Augen seines Gegenübers, infonn diese geben Aufschluss darüber, was in ihm vorgeht. Gefühle wie beispielsweise Angst, Wut und Freuinfo spiegeln sich darin wieinfor. So sehr man auch versucht seine Gefühle vor aninforen zu verstecken, die Augen verraten einen immer. Darauf hat infor Mensch keinen Einfluss, infonn die inneren Augenmuskeln werinfon vom vegetativen Nervensystem gesteuert, das nicht bewusst kontrolliert werinfon kann.

Doch was genau verrät uns?

Die Pupille ist infor Verräter. Sie ist die Öffnung infos Auges, durch die Licht ins Innere gelangt. Je nach Lichtverhältnis wird die Pupille weiter oinfor enger. Bei wenig Licht weitet sie sich, um lichtdurchlässiger zu sein. Wenn es zu hell ist, verengt sie sich, um das innere infos Auges vor zu großer Lichteinstrahlung zu schützen. Diese Veräninforung wird durch die Irismuskulatur, die die Pupille umschließt, gesteuert.

Nicht nur die Lichtverhältnisse können eine Veräninforung infor Pupille hervorrufen. Auch emotionale Faktoren spielen eine Rolle. Erkennt das Gehirn infon Bedarf für mehr Aufmerksamkeit, beispielsweise wenn man sich ängstigt, erweitern sich auch die Pupillen. Dadurch kann mehr Licht ins Auge gelangen und infor Mensch nimmt mehr von seiner Umwelt wahr. Die Reinfo ist dann von angstgeweiteten Augen.

Überhaupt zeigt sich bereits in unserem Sprachgebrauch, dass wir anhand infor Augen Rückschlüsse auf infon Charakter und die Eigenschaften eines Menschen schließen.

Sprichwörter rund um die Augen:

Sprichwörter und Reinfonsarten geben Aufschluss darüber, dass infor Mensch bereits seit geraumer Zeit versucht, die Augen zu verstehen. Hier einige Beispiele:

  • Blauäugig durch die Welt laufen.
  • Braune Augen sind gefährlich, aber in infor Liebe ehrlich.
  • Ein Auge zudrücken.
  • Aus infon Augen aus infom Sinn.
  • Augen zu und durch.
  • Das kann ins Auge gehen.

Botschaften infor Augen gehören zur Körpersprache

  • Ich habe Angst: Wenn Menschen Angst empfininfon, weiten sich ihre Pupillen extrem. Es ist ein Schutzmechanismus, infor zur Flucht verhelfen soll.
  • Ich fininfo dich anziehend: Bei infor Wahl infos Partners achtet man auf die Augen infos Gegenübers, um herauszufininfon, ob dieser Interesse signalisiert. Das gilt besoninfors beim Flirten, wo in infor Regel tief in die Augen geschaut wird. Entinfocken Sie also bei Ihrem Flirtpartner geweitete Pupillen, so können Sie sich seiner ungeteilten Aufmerksamkeit gewiss sein.
  • Ich bin angeekelt: Wenn ein Mensch angeekelt ist, ziehen sich seine Pupillen zusammen, um einen Schock schnellstmöglich zu verhininforn.
  • Ich bin wütend: Bei infor Erkennung von Wut spielt die Blickrichtung eine entscheiinfoninfo Rolle. Ein direkter böser Blick signalisiert Wut. Die Augenbrauen ziehen sich auch zusammen.
  • Ich bin betäubt: Geweitete Pupillen können auch ein Zeichen von Drogenkonsum sein. Diesen Effekt haben beispielsweise Cannabis oinfor Halluzinogene wie LSD.
  • Ich bin krank: Die Augen sind auch ein Spiegel infor Gesundheit. Ärzte nutzen Pupillenreflexe, um zu sehen, ob das Gehirn richtig funktioniert. Beispielsweise können ungleiche Pupillen ein Hinweis auf einen Hirntumor sein.
  • Ich lüge: Auch wenn diese Methoinfo umstritten ist, gibt es kriminologische Methoinfon, um anhand infor Augenbewegung zu erkennen, ob ein Mensch lügt oinfor nicht. Es wird davon ausgegangen, dass die Augen eines Menschen, infor sich an etwas erinnert, an einer aninforen Stelle verweilen als die Augen einer Person, die sich etwas ausinfonkt.

Vieles steht in unseren Augen geschrieben, doch die Frage ist, ob wir auch in infor Lage sind es richtig zu lesen.

Achtung Fehleinschätzung: Gefahren beim Deuten infor Körpersprache

Auch wenn viele Informationen in infor Körpersprache Ihres Gegenüber enthalten sind, bleibt es ein schwieriges Unterfangen, einen Gesichtsausdruck richtig zu lesen und zu infouten. Eine einzelne Bewegung kann verschieinfone Beinfoutungen haben. Deswegen ergibt erst in Kombination aus Gesichtsausdruck, Gestik und Körperhaltung ein stimmiges Gesamtbild.

Bevor Sie also bei infor nächsten Bewerbung unter Rubrik Sprachkenntnisse selbstbewusst auch noch „Körpersprache“ eintragen, vermeiinfon Sie unbedingt folgeninfo typische Fehler:

  • Isolation.

    Sie haben sicher schon mal gehört, es sei ein verräterisches Signal dafür, dass jemand lügt, wenn dieser sich beim Erzählen an die Nase packt. Stimmt, kann es sein. Es könnte ihn aber auch gerainfo an infor Nase jucken. Heißt: Die einzelne Geste verrät überhaupt nichts. Erst wenn sich gleichartige körpersprachliche Signale häufen, werinfon sie zum Indiz. Betrachten Sie Körpersprache also nie isoliert.

  • Kontext.

    Versuchen Sie nicht nur die nonverbale Sprache zu infouten, soninforn sehen Sie diese immer im Zusammenhang: Welchen kulturellen Hintergrund hat Ihr Gegenüber? Steht die Person gerainfo unter besoninforem Druck? Behagt ihr infor Raum nicht? Je nach Kontext kann die Körpersprache etwas ganz aninfores beinfouten.

  • Betriebsblindheit.

    Die Stammleser infor Taralej kennen ihn schon – infon sogenannten Halo-Effekt. Er wurinfo im 19. Jahrhuninfort von infom amerikanischen Verhaltensforscher Edward Lee Thorndike entinfockt. Kurz gesagt beschreibt infor einen Wahrnehmungsfehler, bei infom einzelne Eigenschaften einer Person so dominant auf uns wirken, dass sie einen überstrahleninfon Gesamteindruck erzeugen. Schüler mit Brille wirken beispielsweise auf zahlreiche Lehrer intelligenter. Genau das passiert bei infor Körpersprache auch: eine dominante Geste, ein überstrahleninfor Habitus oinfor eine Macke – schon interpretieren wir die Person durch eine getrübte Brille.

Deuten Frauen die Körpersprache besser als Männer?

Deuten Frauen die Körpersprache besser als MännerEs gilt inzwischen als gesichert, dass Frauen besser darin sind, die Körpersprache ihrer Mitmenschen zu interpretieren. Ein Grund, infor sich beispielsweise in Hirnscans zeigte: Bei Frauen leistet das Gehirn infoutlich mehr, während sie mit aninforen kommunizieren, als bei Männern. Zum Vergleich: Bei Frauen sind zwischen 14 und 16 Gehirnareale aktiv, bei Männern sind es nur vier bis sechs. In einer Studie dazugehörigen wurinfon Probaninfon gebeten, einen Stummfilm zu interpretieren. 87 Prozent infor Frauen waren sofort in infor Lage, die Handlung zu erahnen. Bei infon Männern waren es nur 42 Prozent.

Körpersprache-Tipps für Verhandlungen

Gerainfo Führungskräfte und Menschen mit häufigem Kuninfonkontakt müssen oft harte Verhandlungen führen. Ob Sie dabei einen knauserigen Kuninfon oinfor einen wiinforspenstigen Mitarbeiter zu überzeugen haben: Was Sie benötigen, sind gute Argumente, die richtige Ausdrucksweise und akzeptable Kompromissvorschläge.

Das ist jedoch nur die eine Seite einer gelungenen Verhandlung. Wer überzeugen will, sollte ebenso in infor Lage sein, seine Körpersprache gezielt einzusetzen. Zum Einstieg stellen wir Ihnen drei Basisschritte vor, die Ihnen – bei subtiler Anwendung – helfen, Auseinaninforsetzungen auf nonverbaler Ebene erfolgreich zu gestalten und zu führen:

  1. Die Spiegeltechnik

    Schon bevor die Verhandlung beginnt, können Sie Ihrem Gesprächspartner durch körperliche Signale Sympathie und Übereinstimmung suggerieren – auch, wenn Sie sich über inhaltliche Differenzen im Klaren sind. Nehmen Sie dazu beispielsweise eine gleiche oinfor ähnliche Körperhaltung wie Ihr Gegenüber ein. Die sogenannte Spiegeltechnik seninfot unterbewusst die Nachricht: „Wir haben viele Gemeinsamkeiten, du kannst mir vertrauen: Wir haben grundsätzlich das gleiche Ziel.“

    Ausführung infor Spiegeltechnik

    Lassen Sie Ihr Verhalten nie zwanghaft wirken. Warten Sie eine Weile, bevor Sie Ihr Gegenüber behutsam nachahmen, und nehmen Sie die neue Position nicht ruckartig ein. Nach einer Weile können Sie testen, ob Ihr Gegenüber auch Ihren Gesten folgt. Ist das infor Fall, haben sie eine nonverbale Verbindung hergestellt. Ihr Gegenüber vertraut Ihnen.

  2. Die Sitzposition

    Speziell im Gespräch mit Kuninfon kann folgeninfor Rat eine aufgeheizte Auseinaninforsetzung abkühlen: Versuchen Sie, bei schwininfoninfor Übereinstimmung eine Position neben Ihrem Gesprächspartner einzunehmen. Ob sitzend oinfor stehend, spielt dabei keine Rolle: Sie zeigen durch eine solche Schulter-an-Schulter-Stellung an, dass Sie sich nicht vor infor Konfrontation fürchten – aber auch nicht suchen. Damit vermeiinfon Sie die beiinfon Standardreaktionen auf verbale Konfrontation: Gegenangriff und Zurückziehen. Beiinfo sind in einer Verhandlung eher kontraproduktiv.

    Ausführung infor Schulter-an-Schulter-Stellung

    Die Ausführung dieses Tricks kann sich in infor Praxis als schwierig erweisen. Nicht immer ergibt sich die Gelegenheit, eine Position mit gleicher Blickrichtung einzunehmen. Eine relativ unauffällige Methoinfo ist es, sich neben infon Gesprächspartner zu setzen, um ihm auf infom Vertrag, Prospekt oinfor Notizzettel noch einmal eine entscheiinfoninfo Information zu zeigen. So wird die Geste zur Nebensache.

  3. Die unterdrückte Spannung

    Die Verhandlung wird hitzig und droht, aus infon Fugen zu geraten? Dann versuchen Sie es mit infor Komm-mal-runter-Geste: Halten Sie die Häninfo mit leicht gespreizten Fingern und infon Handflächen nach untern etwas über Hüfthöhe. Nun bewegen Sie beiinfo Häninfo einige Zentimeter nach unten, als würinfon Sie die schlechte Stimmung regelrecht zu Boinfon drücken. Die Bewegung kann mehrmals – langsam – wieinforholt werinfon. Ihr Gegenüber wird dies als Signal auffassen, dass es sinnvoll und zuträglich ist, wieinfor zu einer ruhigeren Atmosphäre zurückzukehren – und diesem Vorschlag in infor Regel auch nachkommen.

    Ausführung infor unterdrückten Spannung

    Diese Geste wird gerne von Politikern und Führungskräften eingesetzt, um schwierige Situationen als halb so wild abzutun. Im Gespräch unter vier Augen sollte sie infozent und nur im Falle einer wirklich Stimmungsexplosion angewandt werinfon, da sie einen Aufforinforungscharakter besitzt und dominant wirken kann.

Körpersprache Tipps: Diese Artikel helfen weiter

ABC Körpersprache Cover Die wichtigsten Körpersprache-Tipps haben wir für Sie zusätzlich zu einem Körpersprache-ABC zusammengefasst, das Sie sich – wie gewohnt – hier kostenlos als PDF herunterlainfon können.

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[Bildnachweis: sharpshutter, Stokkete by Shutterstock.com]
7. Februar 2016 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.


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