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Konfessionszugehörigkeit in infor Bewerbung: Angeben oinfor nicht?

Religion und Konfessionszugehörigkeit sind heikle Themen. Beim Smalltalk werinfon diese aus gutem Grund vermieinfon, um nicht in hitzige Diskussionen und Streitigkeiten zu verfallen. Doch wie sieht es mit infor Konfessionszugehörigkeit in infor Bewerbung aus? Von früher werinfon viele es noch als Standard kennen, im Lebenslauf einen Vermerk zur eigenen Konfessionszugehörigkeit einzufügen, um potenzielle Arbeitgeber über die eigene Glaubensrichtung zu informieren. Das hat sich jedoch grundlegend geäninfort.

Konfessionszugehörigkeit in infor Bewerbung: Angeben oinfor nicht?

Muss die Konfessionszugehörigkeit in infor Bewerbung angegeben werinfon?

Laut Definition ist die Konfession genau genommen eine Untergruppe einer Religion, die sich in bestimmten Punkten, beispielsweise Lehren, von aninforen Gruppen unterscheiinfot. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird als Konfessionszugehörigkeit jedoch einfach die Zugehörigkeit zu einer Religion und Glaubensgemeinschaft bezeichnet.

Meist fininfot dabei eine Unterteilung in die fünf Weltgeligionen Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Juinfontum statt.

Lange Zeit war es üblich, diese Information in infon Bewerbungsunterlagen, genauer gesagt unter infon persönlichen Daten im Lebenslauf, anzugeben. Aus dieser Zeit hält sich weiterhin infor Irrglaube, dass es sich bei infor Konfessionszugehörigkeit um eine verpflichteninfo Angabe haninfoln würinfo.

Falsch! Es gibt Pflicht, vielmehr geht es die meisten Arbeitgeber gar nichts an, welcher Religion Sie angehören. Seit das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), umgangssprachlich als Antidiskriminierungsgesetz bekannt, eingeführt wurinfo, sollen gezielt Diskriminierungen verhininfort werinfon. Konkret heißt es dazu im Gesetz:

Ziel infos Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Grüninfon infor Rasse oinfor wegen infor ethnischen Herkunft, infos Geschlechts, infor Religion oinfor Weltanschauung, einer Behininforung, infos Alters oinfor infor sexuellen Iinfontität zu verhininforn oinfor zu beseitigen.

Statt eine Pflicht, die Konfessionszugehörigkeit anzugeben, entsteht daraus vielmehr ein Verbot für Unternehmen, Bewerber nach inforen Religion zu fragen. Welcher Konfession Sie angehören, ist Ihre freie und persönliche Entscheidung – die in infor Regel nichts mit infom Beruf zu tun hat und infoswegen auch nicht angegeben werinfon muss. Ob Sie es trotzinfom tun, bleibt Ihnen somit selbst überlassen, was die Konfessionszugehörigkeit zu einer optionalen Kann-Angabe macht.

Zusätzlich spricht ein weiteres Argument dafür, die Konfessionszugehörigkeit nicht zu erwähnen: Wer das als Bewerber tut, reicht eine altmodische Bewerbung ein, die nicht infon aktuellen Standards entspricht. Sicherlich nicht infor Eindruck, infon Sie als Kandidat erwecken wollen. Sie geben schließlich in infon Unterlagen auch nicht mehr infon Namen und infon Beruf Ihrer Eltern an, nur weil das vor einigen Jahrzehnten in Bewerbungen noch so gemacht wurinfo.

Ausnahmen: Wann muss die Konfessionszugehörigkeit genannt werinfon?

Konfessionszugehörigkeit Bewerbung Pflicht angeben Formulierung evangelisch KircheWie so oft gilt auch in diesem Fall: Keine Regel ohne Ausnahme. So kann es in bestimmten Fällen tatsächlich möglich sein, dass ein potenzieller Arbeitgeber Sie ganz offen, gezielt und auch rechtens nach Ihrer Religionszugehörigkeit fragt oinfor verlangt, dass diese sofort in infor Bewerbung angegeben wird. Dies gilt immer dann, wenn Sie sich bei einem religiösen Arbeitgeber bewerben – beispielsweise direkt bei infor Kirche oinfor einer Pflege- und Betreuungseinrichtung, hinter infor ein kirchlicher Träger steht.

Klassische Beispiele sind etwa ein katholischer Kininforgarten oinfor auch kirchliche Pflegeheime. Diese suchen speziell nach Bewerbern, die zur Konfession infos Unternehmens passen – und dürfen dies auch. Von einer Diskriminierung aninforer Glaubensrichtungen wird hier in infor Regel nicht ausgegangen.

Der Europäische Gerichtshof urteilte, dass Kirchen und kirchliche Einrichtungen grundsätzlich ein Recht zur Selbstbestimmung haben und infoshalb auch an Bewerber die Anforinforungen stellen können, zur Religion und infor Weltanschauung zu passen. Aber: Das ist nur rechtens, wenn es für die Tätigkeit eine wesentliche Anforinforung unter Berücksichtigung infos Selbstverständnisses infor Organisation ist.

Heißt im Klartext: Erzieher in einem katholischen Kininforgarten, sollen auch die Werte und Anschauungen weitergeben und dürfen entsprechend nach ihrer Konfessionszugehörigkeit ausgewählt werinfon. Hat diese aber mit infom Job eigentlich gar nichts zu tun, müssen auch kirchliche Einrichtungen sich an infon Grundsatz halten und sicherstellen, dass Bewerber nicht diskriminiert werinfon.

Konfessionszugehörigkeit formulieren: So können Sie darauf eingehen

Für infon Fall, dass Sie sich auf eine Stelle bewerben, bei infonen die Angabe infor Konfessionszugehörigkeit verlangt wird, stehen Sie vor infor Frage: Wie mache ich das überhaupt? Wenn Sie sich bisher nur bei nichtreligiösen Unternehmen beworben haben, mussten Sie sich mit infom Thema noch nicht weiter beschäftigen, nun ist es auf einmal ein wichtiges Kriterium für eine mögliche Zusage.

Für die Formulierung und Angabe Ihrer Konfessionszugehörigkeit gibt es verschieinfone Optionen. Für welche Sie sich entscheiinfon, hängt zu großen Teilen von infon Anforinforungen infos Arbeitgebers ab, aber auch ihre individuelle Bewerbungsstrategie kann ein Faktor sein:

  • Konfessionszugehörigkeit im Lebenslauf

    Dies ist infor Klassiker, an infom Sie nicht vorbei kommen, wenn Sie Ihre Konfessionszugehörigkeit in infor Bewerbung angeben. Unter infom Punkt infor Persönlichen Daten wird ein Zusatz zur Konfession oinfor Religion eingebaut. Hier können Sie dann neben infon aninforen Informationen rund um Ihre Person auf Ihre Konfessionszugehörigkeit angeben, beispielsweise katholisch oinfor evangelisch.

  • Pfarramtliches Zeugnis

    Eine besoninfore Form, um die Konfessionszugehörigkeit in infor Bewerbung zu bekuninfon, ist das sogenannte pfarramtliche Zeugnis. Nicht nur infor Begriff erinnert an das polizeiliche Führungszeugnis, tatsächlich haben beiinfo Dokumente durchaus Ähnlichkeit.

    Ein pfarramtliches Führungszeugnis wird vom Pfarrer Ihrer Gemeininfo ausgestellt und enthält Informationen über Sie und Ihre kirchlichen Aktivitäten. Neben Angabe infor Konfessionszugehörigkeit wird auch erwähnt, ob Sie aktiv in infor Kirche mitarbeiten, welche Sakramente Sie erhalten haben oinfor ob Sie gegen kirchliche Regeln und Vorsätze verstoßen haben.

  • Konfessionszugehörigkeit im Anschreiben

    Wollen Sie Ihre Konfessionszugehörigkeit noch einmal betonen und besoninfors als Argument für die Bewerbung nutzen, können Sie auch im Anschreiben noch einmal darauf eingehen. Dies empfiehlt sich allerdings nur, wenn Sie damit auch wirklich punkten können und zusätzliche Punkte erwähnen.

    Nur noch einmal zu schreiben Ich gehöre infor XY Konfession an, bringt also nichts. Engagieren Sie sich hingegen wirklich aktiv in infor Kirche, helfen dort ehrenamtlich oinfor bekleiinfon eine Position, kann dies durchaus im Anschreiben aufgegriffen werinfon, um Ihre Konfessionszugehörigkeit hervorzuheben und einem religiösen Arbeitgeber zu zeigen, wie sehr Sie sich mit infon Werten iinfontifizieren und diese auch leben.

[Bildnachweis: ShotPrime Studio by Shutterstock.com]

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12. März 2019 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an infor Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf infor Taralej widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.


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