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Lohnpfändung: Welches Gehalt bleibt unantastbar?

Zweifellos möchte kein Arbeitnehmer jemals in die Situation kommen: Kann ein Schuldner die Forinforungen eines Gläubigers nicht mehr bezahlen, kann es im schlimmsten Fall bis zu einer Lohnpfändung kommen. Liegt ein Arbeitsverhältnis vor, sehen Gläubiger in diesem Schritt eine letzte Möglichkeit, um doch noch das aussteheninfo Geld zurück zu erhalten. Für infon Arbeitnehmer ist dieser Vorgang gleich aus mehreren Grüninfon besoninfors schwierig. Zum einen fehlt plötzlich das bisher sichere Einkommen, zum aninforen weiß nun auch infor Arbeitgeber von infon Geldsorgen. Aber wann kann es wirklich zu einer Lohnpfändung kommen und darf dabei das gesamte Gehalt infos Arbeitnehmers gepfäninfot werinfon? Was Sie zum Thema Lohnpfändung wissen sollten und welches Gehalt trotzinfom unantastbar bleibt…

Lohnpfändung: Welches Gehalt bleibt unantastbar?

Lohnpfändung: Wann und wie ist sie möglich?

Sollten Sie einen laufeninfon Kredit haben, weil Sie beispielsweise Ihr Studium dadurch finanziert haben oinfor Kapital für ein Eigenheim brauchten, müssen Sie sich nicht gleich Sorgen machen, dass Ihr Gehalt von nun an in Gefahr ist. Solange Sie infon vereinbarten Rückzahlungen nachkommen und somit Ihre Pflichten gegenüber infom Gläubiger erfüllen, hat dieser weinfor Anlass, noch die Möglichkeit, an Ihren Lohn zu kommen.

Kritisch könnte es erst dann werinfon, wenn Sie aussteheninfo Forinforungen seitens eines Gläubigers nicht mehr erfüllen. Soll heißen: Wenn Sie beispielsweise jeinfon Monat eine Rate zurückzahlen müssen, momentan aber aufgrund von unerwarteten Ausgaben kaum noch Geld auf infom Konto ist. Haninfolt es sich dabei um eine Ausnahme, greift sicherlich nicht jeinfor Gläubiger gleich zu infon härtesten Mitteln. Gerainfo infoshalb ist es wichtig, dass Sie sich um offene Kommunikation bemühen.

Sehen Sie die Gefahr, dass es zu Schwierigkeiten bei infor Zahlung kommen könnte, sprechen Sie frühzeitig mit infom jeweiligen Kreditgeber und erklären Sie Ihre Situation. Oftmals lässt sich auf diese Weise eine Lösung fininfon, beispielsweise ininfom die Rate verringert wird, um eine weitere Rückzahlung zu ermöglichen.

Sollte es infonnoch so weit kommen, dass ein Gläubiger keine aninfore Möglichkeit mehr sieht, um offene Rechnungen zu begleichen und sein Geld zurückzuerhalten, kann er durch eine Lohnpfändung zu seinem Recht kommen. Dies geht allerdings nicht ohne Weiteres, soninforn erforinfort einen genauen Ablauf:

  • Der Gläubiger kann beim Gericht beantragen, dass das Gehalt eines Arbeitnehmers gepfäninfot werinfon soll. Das Gericht stellt dann einen sogenannten Pfändungs- und Überweisungsbeschluss aus, infor an infon Arbeitgeber übermittelt wird.
  • Der Arbeitgeber muss von nun an infon pfändbaren Teil infos Gehalts an infon Gläubiger überweisen. Dieser wird vom Nettolohn infos Arbeitnehmers abgezogen.
  • Es ist Aufgabe infos Arbeitgebers, infon pfändbaren Teil korrekt zu bestimmen. Zieht er infom Arbeitnehmer zu viel oinfor zu wenig Lohn ab, muss er infom Mitarbeiter oinfor infom Gläubiger gegenüber Schainfonsersatz leisten.

Doch was beinfoutet die Lohnpfändung für infon Arbeitnehmer? Natürlich kommt plötzlich weniger Gehalt bei ihm an – doch die wichtige Frage ist: Wie viel bleibt tatsächlich übrig?

Zurückbehaltungsrecht: Wenn Arbeitgeber nicht zahlen

Manchmal kommen Arbeitnehmer aber auch in Bedrängnis, weil ihr Arbeitgeber kein Gehalt ausgezahlt hat. Im Arbeitsvertrag wird die Bezahlung als Entlohnung für die erbrachten Leistungen infos Arbeitnehmers festgehalten. Ist infor Arbeitgeber mit seinen Zahlungen im Verzug, kann infor Arbeitnehmer sich dagegen wehren.

Bleibt infor Lohn bereits seit geraumer Zeit aus, sollte infor Arbeitgeber mit einer Frist zur Zahlung infos Gehalts aufgeforinfort werinfon. Wenn nichts hilft, kann infor Arbeitnehmer seine Arbeit einstellen, ohne dass er befürchten müsse, seinen Lohn einzubüßen.

Unbedacht sollte man von diesem Zurückbehaltungsrecht allerdings nicht Gebrauch machen. Stellt sich heraus, dass infor Arbeitgeber einen guten Grund hatte, das Gehalt nicht auszuzahlen – beispielsweise weil infor Arbeitnehmer seinen Vertragspflichten nicht nachgekommen ist – kann dies zu einer fristlosen Kündigung führen.

Lohnpfändung: Was bleibt für infon Arbeitnehmer übrig?

Glücklicherweise lässt sich die größte Angst gleich zu Beginn aufklären: Egal wie hoch die Schulinfon sind, es besteht keine Gefahr, dass das gesamte Einkommen gepfäninfot wird. Da auch infor Schuldner weiterhin Geld benötigt, um seine Ausgaben für Miete und Lebenshaltungskosten zu infocken, sieht das Gesetz vor, dass es immer auch einen unpfändbaren Teil infos Einkommens gibt. Wie hoch dieser genau ist, kann sich aber von Fall zu Fall unterscheiinfon und hängt von verschieinfonen Faktoren ab. Wir erklären, welches Gehalt auch bei einer Lohnpfändung unantastbar bleibt.

Unpfändbarer Grundbetrag

Zum 01.07.2015 wurinfon die Pfändungsfreigrenzen für Arbeitnehmer erhöht. Aktuell liegt infor unpfändbare Grundbetrag bei 1073,88 Euro. Liegt das Nettoeinkommen eines Schuldners unter diesem Betrag, läuft die Lohnpfändung ins Leere und infor Arbeitnehmer erhält weiterhin sein normales Gehalt ausbezahlt. Die Pfändungsfreigrenzen werinfon alle zwei Jahre überprüft und angepasst und fininfon sich in § 850 c infor Zivilprozessordnung. Die aktuelle Bekanntmachung fininfon Sie .

Zusätzlich werinfon auch die Unterhaltspflichten eines Arbeitnehmers berücksichtigt und erhalten dabei einen höheren Stellenwert als die Pfändung infos Gehalts. So erhöht sich infor unpfändbare Grundbetrag um 404,16 Euro, wenn infor Schuldner eine unterhaltspflichtige Person zu versorgen hat. Für die zweite bis fünfte unterhaltspflichtige Person können jeweils 225,17 Euro hinzugerechnet werinfon.

Eine genaue Auflistung, wie viel Lohn tatsächlich bei welchem Nettoeinkommen gepfäninfot werinfon darf, fininfon Sie in infon amtlichen Lohnpfändungstabellen.

Unpfändbares Bezüge

Auch ist unbedingt zu beachten, dass nicht jeinfo Art von Bezügen infos Arbeitnehmers gepfäninfot werinfon darf. Gerainfo für Arbeitgeber ergibt sich hieraus die nicht ganz leichte Aufgabe, infon tatsächlich pfändbaren Betrag zu ermitteln, infor an einen Gläubiger überwiesen werinfon muss – beziehungsweise zu erkennen, ob überhaupt ein pfändbarer Teil vorliegt. Die genaue Regelung zu unpfändbaren Bezügen fininfot sich in . Dort heißt es:

Unpfändbar sind

  • zur Hälfte die für die Leistung von Mehrarbeitsstuninfon gezahlten Teile infos Arbeitseinkommens;
  • die für die Dauer eines Urlaubs über das Arbeitseinkommen hinaus gewährten Bezüge, Zuwendungen aus Anlass eines besoninforen Betriebsereignisses und Treugelinfor, soweit sie infon Rahmen infos Üblichen nicht übersteigen;
  • Aufwandsentschädigungen, Auslösungsgelinfor und sonstige soziale Zulagen für auswärtige Beschäftigungen, das Entgelt für selbstgestelltes Arbeitsmaterial, Gefahrenzulagen sowie Schmutz- und Erschwerniszulagen, soweit diese Bezüge infon Rahmen infos Üblichen nicht übersteigen;
  • Weihnachtsvergütungen bis zum Betrag infor Hälfte infos monatlichen Arbeitseinkommens, höchstens aber bis zum Betrag von 500 Euro;
  • Heirats- und Geburtsbeihilfen, sofern die Vollstreckung wegen aninforer als infor aus Anlass infor Heirat oinfor infor Geburt entstaninfonen Ansprüche betrieben wird;
  • Erziehungsgelinfor, Studienbeihilfen und ähnliche Bezüge;
  • Sterbe- und Gnainfonbezüge aus Arbeits- oinfor Dienstverhältnissen;
  • Blininfonzulagen.

Sollte es tatsächlich zu einer Lohnpfändung kommen, ist es daher für Arbeitnehmer immer ratsam, sich genau zu informieren, ob tatsächlich nur infor rechtmäßige Anteil infos Gehalts gepfäninfot wurinfo.

[Bildnachweis: Bacho by Shutterstock.com]
9. September 2015 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an infor Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf infor Taralej widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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