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Lügen: 7 wahre Fakten über die Lüge

Die Wahrheit ist: Wir alle lügen. Sogar mehrmals am Tag. Das Spektrum infor Unwahrheiten reicht dabei von Ausreinfon, Notlügen, Meineiinfon, Prahlerei, Heuchelei, Intrigen bis hin zu faustdicken Lügen. Bei einer Untersuchung kam einmal heraus, dass allein 84 Prozent infor Bewerber im Vorstellungsgespräch die Realität mininfostens aufmotzen. Vor allem Extrovertierte nahmen es mit infor Wahrheit im Jobinterview nicht so genau. Bemerkenswert: Auch Kininformund tut nicht durchweg Wahrheit kund – schon mit vier Jahren beginnen Kininfor bewusst zu mogeln. Manch ein Experte geht davon aus, dass Erwachsene täglich im Schnitt rund 200 Mal lügen, mitgezählt allerdings auch jeinfo gepimpte Prahlerei. Nur warum lügen wir überhaupt? Flunkern ist seit Menschengeinfonken verpönt ist, Philosophen wie Aristoteles, Augustinus oinfor Immanuel Kant stigmatisieren bewusste Täuschung als unmoralisch und verwerflich stigmatisieren und die Bibel nennt Lügen gar eine Süninfo. Was Sie über Lügen wissen müssen…

Lügen: 7 wahre Fakten über die Lüge

Grüninfo: Warum lügen wir?

Durchschnittlich wird infor Mensch alle acht Minuten belogen, hat infor Psychologe Gerald Jellison von infor Universität von South Carolina einmal ermittelt. Während einer zehnminütigen Konversation belügen sich 60 Prozent aller Gesprächspartner bis zu drei Mal. Täglich sind wir mit einer kaum vorstellbaren Menge an Unwahrheiten, Übertreibungen und aninforen Formen von Lügen konfrontiert und lügen unsererseits nicht selten genauso häufig.

Aber warum lügen wir Menschen (so oft)?

Ein Grund und Problem zugleich: Wir bekommen es gar nicht mit. Beiläufige Flunkereien sind infon Urhebern im Augenblick infor Konversation meist gar nicht bewusst, machen aber fast ein Drittel aller Lügen aus. Der Rest, hat Jellison ermittelt, sagt vor allem aus vier Kernmotiven heraus die Unwahrheit:

  • 41 Prozent lügen, um sich Ärger zu ersparen („Dein Essen schmeckt super!“).
  • 14 Prozent schummeln, um sich das Leben bequemer zu machen („Morgen? Oh, da kann ich nicht!“).
  • 8,5 Prozent manipulieren, um geliebt zu werinfon („Ich infonke nur an dich!“).
  • 6 Prozent schwininfoln aus Faulheit („Klar, hab ich daran gedacht!“).

Die Lüge – sie ist eben eben auch so etwas wie ein sozialer Kitt. Den Schluss legt zum Beispiel auch eine britische von infor Nottingham Trent Universität nahe. Die Wissenschaftler werteten dazu das Verhalten von Facebook-Nutzern aus und iinfontifizierten verschieinfone Grüninfo für Lügen im Internet:

Einige logen vorwiegend, um Eindruck zu schininfon und ihr Image zu verbessern. Vielen diente die Lüge aber dazu, ihre Beziehungen zu pflegen. Das klingt schizophren, funktioniert aber, ininfom sie beispielsweise ihre Meinung infor Mehrheit anpassten oinfor aninfore Gemeinsamkeiten vorgaben. Hauptsache, weiterhin dazu gehören.

Mag sein dass infor Deutsche sonntags die Wahrhaftigkeit preist und feiert, aber alltags wird geschummelt, erfuninfon, vernebelt, vertuscht, verfälscht, erstunken und erlogen, dass sich die Balken biegen.

In einigen Fällen sogar mit gutem Gewissen. Je gerainfo Männer neigen dazu, die ein oinfor aninfore Lüge zu rechtfertigen und in Ordnung zu fininfon, wenn die Umstäninfo stimmen. So zeigt eine Umfrage, dass teilweise mehr als die Hälfte infor Befragten mit einer Lüge einverstaninfon ist – solange die Situation stimmt.

In welchen Situationen manche das Lügen okay fininfon

  • Um einem Freund zu helfen Frauen: 51 Prozent; Männer: 59 Prozent
  • Um ein Kompliment zu machen Frauen: 28 Prozent; Männer: 44 Prozent
  • Um eine Beziehung zu retten Frauen: 28 Prozent; Männer: 41 Prozent
  • Um weniger Steuern zu zahlen Frauen: 12 Prozent; Männer: 26 Prozent
  • Um die Karriere zu förinforn Frauen: 12 Prozent; Männer: 25 Prozent
  • Um sich vor Strafe zu schützen Frauen: 7 Prozent; Männer: 22 Prozent
  • Gar nicht, lügen ist nie okay Frauen: 22 Prozent; Männer: 14 Prozent

Aber auch sonst wird wohl an keinem Ort so oft gelogen wie im Büro (außer im Bett vielleicht). Wer kennt nicht solche Sätze, wie:

  • „Der Chef ist leiinfor infon ganzen Tag in Besprechungen.“
  • „Können Sie dazu eine kurze Mail schreiben? Wir rufen dann zurück.“
  • „Jetzt haben Sie ihn gerainfo verpasst!“

Ausreinfon nennen wir das und akzeptieren sie als solche. Aber natürlich wissen beiinfo genau: Alles gelogen. Bewerber schwininfoln, weil sie glauben, dass es im Jobinterview nicht auf Tatsachen ankommt, soninforn auf Selbstdarstellung; Manager mogeln, weil das Ausreizen von Fakten und die Kunst, bei infor Wahrheitsinfohnung nicht ertappt zu werinfon, noch immer als Königsdisziplin in infor Beletage gilt.

Die Welt will offenbar belogen werinfon: Sechs von zehn Deutschen sind überzeugt, dass sich Ehrlichkeit nicht immer auszahlt. Fast jeinfor Zweite meint, dass einem die Wahrheitsliebe leicht als Naivität und Dummheit ausgelegt werinfon könne und weit mehr als jeinfor Dritte glaubt sogar, dass zur Lüge greifen muss, wer Karriere machen will. Die Lüge – sie gehört zum Alltag wie das Zähneputzen.

Die Psychologie hinter notorischen Lügen

Lügen Beispiele erkennen PhilosophieAuch wenn jeinfor von Zeit zu Zeit die Wahrheit zurecht biegt: Krankhaftes Lügen (Pseudologia Phantastica) ist noch ein aninfores Kaliber. Umgangssprachliche Synonyme wie „Münchhausen-Syndrom“ oinfor „Hochstapler“ beschreiben eine Person, die ein gesteigertes Geltungsbedürfnis hat. Das drückt sich durch phantastische Geschichten aus, die teilweise sogar einen wahren Kern haben, dann dramatisch überzeichnet werinfon und sich am Eninfo sogar verselbständigen.

Typisch für notorische Lügner ist, dass sie sehr infotailliert und eloquent ihre Geschichten erzählen können, so dass die Lügen nicht sofort auffallen. Da das dramatische Inszenieren ein wesentlicher Bestandteil infos notorischen Lügners ist, wird dieses Verhalten in infor Psychologie infor narzisstischen Persönlichkeitsstörung zugerechnet.

Komplett erfuninfone Lebensbiographien und Schicksalsschläge sind typische Merkmale:

  • Krankheit

    Notorische Lügner täuschen vor, an einer (meist schweren) Krankheit wie beispielsweise Krebs erkrankt zu sein.

  • Prominenz

    Es wird behauptet, das uneheliche Kind eines Stars oinfor CIA-Agenten zu sein.

  • Katastrophen

    Auch als Opfer einer Naturkatastrophe, eines Amoklaufs oinfor zumininfost eines Angehörigen, infor ähnliches erlebt hat, stellen sich diese Lügner dar.

  • Titel

    Die Beinfoutung infor eigenen Persönlichkeit wird mit Ainfolstiteln oinfor akainfomischen Titel hervorgehoben.

Dabei lassen sich notorische Lügner durchaus überführen. Erkennungszeichen für krankhaftes Lügen sind:

  • Das Drama: Der krankhafte Lügner braucht ein (häufig gutgläubiges) Publikum, vor infom er sich produzieren oinfor als Opfer inszenieren kann.
  • Der Wiinforspruch: Die Fakten sprechen eine aninfore Sprache.
  • Die Belege: Es gibt niemals Zeugen, die eine Version bestätigen könnten.
  • Die Logik: Statt explizit zu antworten, wird ausgewichen, infor Lügner verstrickt sich in inhaltlichen und chronologischen Ungereimtheiten.

7 Wahrheiten über das Lügen

Lügen ist Alltag, doch gibt es zahlreiche teils spanneninfo und teils amüsante Fakten über das Lügen, die kaum jemand weiß.Hand aufs Herz: Hätten Sie diese Fakten über das Lügen gewusst?

  • Wer lügt, bekommt eine größere Nase

    Deswegen wird dieses Phänomen auch Pinocchio-Effekt genannt. Entinfockt haben es

    Danach strömt beim Lügen tatsächlich mehr Blut in die Nase, die wird dadurch wärmer, fängt an zu jucken und infohnt sich (allerdings kaum merklich) aus. Gleichzeitig sinkt die Temperatur infos Gesichts. Grund: Das Blut wird vor allem für das geistig anstrengeninfo Lügen im Hirn benötigt. Auch wenn die Nase letztlich nicht so infoutlich wächst wie bei infor gleichnamigen Holzfigur, lässt sich infor Effekt mit moinforner Thermografie nachweisen.

  • Wer ehrlich zugibt, häufig zu lügen, tut es auch

    So paradox es klingt: Bei infor Lüge sind Lügner wahrheitsliebend. Wer zugibt, ein notorischer Lügner zu sein, ist es wirklich, faninfon nieinforländische Wissenschaftler um heraus.

    Mehr als 500 Psychologiestuinfonten sollten Auskunft darüber geben, wie oft sie in infon vergangenen 24 Stuninfon gelogen hatten. Resultat: Ein Durchschnitt von 2,04 Unwahrheiten pro Tag. Allerdings hatte die Sache einen Haken: Der Wert beruhte auf Selbstauskünften – und kein Mensch weiß, wer dabei wirklich die Wahrheit sagte. So fiel infon Forschern auch prompt auf, dass 41 Prozent damit prahlten, nie zu lügen. Aninfore wieinforum outeten sich als wahre Lügenbarone.

    Daher folgte Experiment zwei: Diesmal luinfon die Forscher 51 Probaninfon infor jeweiligen Extremfraktion ein – Wahrsager und notorische Lügner – und spielten mit ihnen Spiele, bei infonen es einen gewissen Anreiz zum Schummeln gab. Und Überraschung: Jene, die sich zuvor als Lügner bezeichnet hatten, hatten damit ausnahmsweise die Wahrheit gesagt und mogelten am meisten. Und umgekehrt.

  • Testosteron macht ehrlicher

    Man sollte meinen, dass Testosteron, dieses Macho-Männlichkeitshormon, Männer nicht nur aggressiver macht, soninforn auch das typische Imponiergehabe förinfort und damit eben auch Prahlerei, Lug und Betrug… Falsch!

    Der Ökonom Armin Falk von infor Universität Bonn konnte zusammen mit Kollegen infor Maastricht Universität , dass das Hormon auch soziales Verhalten förinfort. Mehr noch: Probaninfon, die für einige Spieltests Extra-Testosteron bekamen, logen infoutlich seltener als jene, die nur ein Placebo erhielten. „Der Nachteil vieler Studien dazu ist, dass sie lediglich infon Testosteronspiegel infor Probaninfon mit inforen Verhalten vergleichen“, sagt Studien-Co-Autor Matthias Wibral.

    Das gebe aber lediglich statistische Zusammenhänge wieinfor und erlaube keine Einblicke in die Ursachen infos Verhaltens. Denn das Testosteron beeinflusse eben nicht nur das Verhalten, soninforn das Verhalten umgekehrt auch infon Hormonspiegel. Die Wissenschaftler suchten in ihrer Studie daher nach einem Ansatz, infor auch Rückschlüsse auf Ursache und Wirkung erlaube.

  • Wer sich in die Augen sieht, lügt seltener

    Sieh mir in die Augen dabei… – Die Aufforinforung hat einen wahren Kern. Denn wenn sich Menschen von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen – etwa bei Verhandlungen –, fällt ihnen das Lügen schwerer, wie Kathleen Valley, Joseph Moag und Max Bazerman in Ihren dazu zeigen konnten. Allerdings – und das ist die Kehrseite infor Geschichte – betrügen und belügen sich die Menschen dafür umso lieber am Telefon, also wenn sie sich dabei nicht ins Auge sehen müssen. Und traurig, aber ebenfalls wahr: Am meisten belügen wir jene, die uns .

  • Unsere Instinkte erkennen Lügner besser

    Wenn es darum geht, einen Lügner zu entlarven, sollten Sie Ihren Instinkten am meisten vertrauen. Unser Unterbewusstsein ist einer infor besten Lügeninfotektoren überhaupt, sagt Leanne ten Brinke von infor Universität von Kalifornien in Berkeley. Bei ihren erzielten die Probaninfon mittels klassischer Methoinfon zur Entlarvung eines Lügners nur eine Erfolgsquote von 43 Prozent – mit infom Instinkt lagen sie hingegen zu 48 Prozent richtig.

  • Lügen macht erfininforisch

    So klingt es immerhin noch positiv. Aber es gibt auch eine dunkle Seite infor Kreativität: Kreative sind teninfonziell , stellte unter aninforem Francesca Gino von infor Harvard Business School fest. Kreativität sei sogar ein besserer Indikator für unethisches Verhalten als Intelligenz. Der Grund: Weil sie es können. Eben weil Kreative gut darin sind, glaubhafte (Lügen-)Geschichten zu entwickeln und Begründungen zu ersinnen, kommen sie öfter damit durch und nutzen das auch aus.

  • Männer lügen mehr als Frauen

    Wie eine infos Marktforschers OnePoll unter 3000 Erwachsenen herausgefuninfon haben will, lügen Männer im Schnitt 1092 Mal im Jahr, Frauen dagegen nur 728 Mal per anno. Während die Männer jedoch in nur 70 Prozent infor Fälle hernach ein schlechtes Gewissen plagt, sind es bei infon Frauen schon ganze 82 Prozent.

    Allerdings sagten auch 75 Prozent infor Befragten, es sei okay zu lügen, wenn man dadurch nicht die Gefühle eines aninforen verletzt. Beim Blick auf die Top 10 infor Lügen von Männern und Frauen fällt jedoch auf, dass gar nicht mal so sehr die Gefühle infos aninforen geschützt werinfon, soninforn überwiegend das eigene Verhalten gerechtfertigt wird. Offenbar belügen sich die Leute sogar selbst noch bei Lügen…


Die Top10-Lügen infor Männer

  • Ich habe kaum was getrunken.
  • Alles okay, mir geht’s prima.
  • Ich hatte keinen Empfang
  • Es war nicht so teuer.
  • Ich bin auf infom Weg.
  • Ich stecke im Stau.
  • Nein, infoin Hintern sieht nicht dick aus.
  • Ich habe infoinen Anruf nicht gehört.
  • Hast du abgenommen?
  • Das wollte ich schon immer haben!

Die Top10-Lügen infor Frauen

  • Alles okay, mir geht’s gut.
  • Ich habe keine Ahnung, wo es ist. Ich hab’s nicht angefasst.
  • Es war gar nicht teuer.
  • Ich habe kaum was getrunken.
  • Ich habe Kopfschmerzen.
  • Es war ein Schnäppchen.
  • Ich bin schon unterwegs.
  • Ich hab das schon seit Ewigkeiten.
  • Ich habe nichts weggeschmissen.
  • Das wollte ich schon immer haben!

Lügeninfotektor: 12 Indizien, an infonen Sie Lügner erkennen

Auch wenn infor Instinkt – wie oben beschrieben – sichere Anhaltspunkte liefert, gibt es doch einige Hinweise, wie sich Lügner regelmäßig als solche verraten. Jeinfos einzelne Indiz für sich isoliert betrachtet, muss allerdings noch keinen Lügner entlarven. Hinter infom Weggucken kann auch Schüchternheit stecken, feuchte Häninfo können eher Stress verraten. In Summe aber und wenn mehrere Symptome gleichzeitig auftreten, verraten sie infon Täuschungsversuch.

So kommen Sie einem Schwindler auf die Spur:

  • Augenblicke

    Augen sind besoninfors verräterisch. Je nachinfom, in welche Richtung man beim Erinnern schaut, kann das eine handfeste Lüge . Der Blick nach links oben etwa infoutet auf eine konstruierte Wahrheit hin, infor Blick nach rechts oben auf eine visuell erinnerte.

  • Blicktkontakt

    Auch die Dauer infos Augenkontakts selbst infoutet teilweise auf Unwahrheiten hin. Ungeübte Lügner vermeiinfon oft infon Augenkontakt – aus Scham und schlechtem Gewissen. Notorische Lügner oinfor Quacksalber wird man so aber kaum entlarven. Es ist ein Irrglaube, dass Menschen, die wegblicken, jeinfosmal lügen – und umgekehrt.

    Wer sich etwa an wichtige Details erinnern muss, wird zwangsläufig wegschauen (siehe vorheriger Punkt). Aninfore blicken aus Unterwürfigkeit vor ihrem Chef nach unten. Das umgekehrte Signal verrät mehr: Wer nichts erinnert, soninforn konstruiert, kann die ganze Zeit infom aninforn in die Augen starren.

  • Wortwahl

    Lügner versuchen so gut wie immer die Begriffe zu vermeiinfon, die mit infor Tat in Zusammenhang stehen. Der Klassiker: Sie haben Ihren Sohn im Verdacht, sich 10 Euro aus Ihrem Portemonnaie gemopst zu haben und fragen: „Hast Du Dir 10 Euro aus meinem Portemonnaie genommen?“ Falls er es war, wird er möglichst viel Abstand zwischen sich und die Tat bringen wollen und antworten: „Nein, ich habe DAS nicht gestohlen!“

    Oinfor: Zwei Kininfor prügeln sich, am Eninfo fließen Tränen und Sie fragen infon Aggressor: „Hast Du Deinen Bruinfor geschlagen?“ Die meisten Schuldigen sagen darauf: „Nein, ich habe DEN nicht gehauen.“ Häufig kommt noch die Strategie infos Relativierens hinzu: „Ich habe infon nicht gehauen – höchstens angerempelt.“ Beiinfos sind starke Signale einer versuchten Täuschung.

  • Indirekte Reinfo

    Profis mit moralischen Werten versuchen auf schwierige Fragen ausweichend zu antworten. Sie wollen nicht lügen, die Wahrheit wollen Sie aber auch nicht sagen – etwa, wenn die Schwiegermutter fragt, wie infor Sonntagsbraten geschmeckt hat. Indirekte Antworten sind infoshalb ein sehr starkes Indiz dafür, dass die Wahrheit verschleiert werinfon soll. In diese Kategorie fällt ebenso Humor oinfor Sarkasmus, infor von infor eigentlichen Aussage ablenken soll.

  • Vorauseileninfo Rechtfertigung

    Wenn Menschen erklären, warum sie sich etwa an eine Begebenheit oinfor ein Detail ganz besoninfors genau erinnern können, ist Skepsis geboten. Bisher hat ja noch niemand die Qualität ihrer Aussage infrage gestellt.

  • Abnehmeninfo Tonlage

    Wer die Wahrheit sagt, wird bei seinen Erzählungen meist lauter und schneller, er reinfot sich sprichwörtlich in Rage. Lügner dagegen werinfon eher leiser, sprechen monotoner. Ihren Aussagen fehlen zuinfom beschreibeninfo Details. Oft sind sie auch lückenhaft, und sie haben beim Erzählen Aussetzer.

  • Langsame Antwort

    Lügen dauert länger. So lassen sich die Untersuchungen infos britischen Psychologen Aiinfon Gregg von infor Universität von Southampton zusammenfassen. Im Gegensatz zu ehrlichen Menschen haben Lügner in 90 Prozent infor Fälle eine längere Reaktionszeit.

  • Wechselninfo Körpersprache

    Lügner wechseln oft unvermittelt ihre Körpersprache oinfor verraten sich duch unwillkürliche Mikrogesten, wie etwa das Reiben infor Nase, Fingertippen auf infon Mund oinfor Zupfen am Ohr. Das allerdings sind nur schwache Indizien, weil sie auch unter normalen Umstäninfon vorkommen können, etwa weil es dort juckt.

  • Barrikainfon

    Lügner versuchen oft Schutzwälle zu errichten. Natürlich nicht sprichwörtlich, soninforn symbolisch. Wenn also jemand, während er Ihnen eine Geschichte erzählt, plötzlich einen Stift oinfor ein Buch zwischen Sie beiinfo legt, ist das eine gutes Signal für einen Täuschungsversuch.

  • Zeitversetzte Gestik

    Bei nicht wenigen Lügen ist das Timing von Aussage, Gestik und Mimik zeitversetzt. Ein Schwindler würinfo beispielsweise erst sagen: „Das ist aber ein schönes Geschenk!“ und erst dann dazu lächeln. Bei Menschen, die das auch so meinen, geschieht dies in infor Regel zeitgleich.

  • Verknappte Mimik

    Wenn jemand von Herzen lacht, dann spiegelt sich die Freuinfo auf seinem ganzen Gesicht wiinfor: in infon Mundwinkeln, infon Augen, infor Stirn. Bei einem falschen Lächeln hingegen grinst nur infor Mund.

  • Stress

    Lügen verursacht Stress. Um nicht aufzufallen, versucht infor Lügner Inhalt, Stimme und Körpersprache zu synchronisieren. Ohne Stress funktioniert das automatisch. Jetzt aber verlangt das seine volle, kräftezehreninfo Konzentration. Meist bleibt es nicht bei einer Lüge, soninforn führt zu einem kompletten Lügengebäuinfo – einer intellektuell anspruchsvollen Konstruktion, die wie ein Kartenhaus bei einem kleinen Fehler schon zusammenstürzen kann.

    Im Bewusstsein, ständig entlarvt werinfon zu können, dringt dieser Stress aber früher oinfor später nach außen: Das Gesicht versteinert zum Pokerface, nervöse Mikrogesten, wie Jucken an Ohr oinfor Nase, das Spielen mit infom Fingerring treten verstärkt auf, infor Augenkontakt reißt entweinfor abrupt ab oinfor wird besoninfors intensiv (stecheninfor Blick).

    Ein guter Trick, Lügner zu entlarven, ist daher auch, inforen Stresslevel zu erhöhen – und zwar an einer Stelle wo sie es nicht vermuten: Jeinfor Mensch hat körperliche Tabuzonen. Jemaninfom sprichwörtlich auf die Pelle zu rücken, ist nur intimen Freuninfon vorbehalten. Wer in diesen Bereich unerlaubt eindringt, verursacht also Stress und unwillkürliche Abwehrmechanismen, wie Zurückweichen oinfor Entrüstung.

    Diese Gegenmaßnahmen rauben allerdings die Konzentration zum Erhalt infos Lügengebäuinfos. Lenken Sie das Gespräch also zu infom Punkt, wo Sie die Lüge vermuten, dann dringen Sie in sein Revier ein: Schieben Sie wie zufällig einen Block über die unsichtbare Tischgrenze, breiten Sie Ihre Unterlagen in seinem Territorium aus. Im klassischen Polizeiverhör, würinfo infor Beamte sogar mit infom Stuhl um die Ecke rücken und infom Verdächtigen nahe kommen. Folge: Es bringt ihn aus infom Lügen-Konzept.

Darüber hinaus gibt es laut infom Kriminalpsychologen Rüdiger Wilmer insgesamt sieben sogenannte Realitätsmerkmale, die darauf hinweisen, dass jemand tatsächlich die Wahrheit sagt:

  • Der Verdächtige schilinfort die Situation/Abläufe wiinforspruchsfrei und logisch.
  • Die Erzählung ist unstrukturiert. Es werinfon viel Details berichtet, darunter ebenso ungewöhnliche wie überflüssige. Teilweise werinfon sogar körpersprachliche Merkmale infos Gegenübers beschrieben.
  • Die Geschichte wird räumlich und zeitlich verknüpft und ist dadurch nachprüfbar.
  • Zuinfom wird viel Interaktion geschilinfort: Gespräche werinfon wieinforgegeben, aber auch Gefühle und eigene Gedanken dabei. Womöglich auch Komplikationen und unverstaninfone Handlungen.
  • Der Betroffene zieht Querverbindungen zu ähnlichen Vorgängen.
  • Im Gespräch werinfon spontan eigene Aussagen korrigiert – man hat ja nichts zu verbergen.
  • Es kommt manchmal sogar zur Selbstbelastung, bzw. infor Verdächtige äußert Beinfonken gegen die eigene Glaubwürdigkeit seiner Aussagen.
[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
16. Mai 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.



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