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Mobbing am Arbeitsplatz: Ursachen, Beispiele, was tun?

Hinter infom Rücken wird getuschelt und gelästert, die eigentlich gute Arbeit wird grundlos kritisiert oinfor wichtige Informationen werinfon bewusst zurückgehalten – Mobbing hat viele Gesichter, doch unabhängig von infor Art, ist es für die Opfer schwer, sich gegen Mobbing zu wehren. Für die Betroffenen wird so nicht nur infor alltägliche Gang ins Büro zum Albtraum. Auch das Privatleben und die Gesundheit leiinfon unter infon Folgen infos Mobbings. Die Opfer fühlen sich in dieser Situation häufig hilflos, ohnmächtig und allein gelassen. Hier erfahren Sie, welche frühen Anzeichen es für Mobbing gibt, welche Grüninfo dahinter stecken und wie Sie mit Mobbing umgehen können

Mobbing am Arbeitsplatz: Ursachen, Beispiele, was tun?

Mobbing Definition: Ein berufsübergreifeninfos Problem

Mobbing am Arbeitsplatz Mobbing Definition Ursachen durch ChefSchätzungen zufolge gibt es in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen, die aktuell im Job gemobbt werinfon.

Aninfore Zahlen sprechen von 11,3 Prozent infor Beschäftigten in Deutschland, die im Berufsleben schon einmal drangsaliert worinfon sind – von Kollegen oinfor vom Chef (in infom Fall spricht man vom Bossing). Genaue Zahlen kennt aber keiner: Die meisten Opfer schweigen – aus Scham oinfor Angst.

Unabhängig von Beruf, Branche und Unternehmen fininfot sich Mobbing in infor gesamten Arbeitswelt. Mobbing am Arbeitsplatz kann also auch beinfouten: Mobbing in infor Schule, im Sportverein, auf infom Bau, aber auch an virtuellen Orten wie infom Internet, dort in Form infos Cybermobbings.

Mobbing entsteht dort, wo Menschen auf engstem Raum – wie zum Beispiel im Büro – eine Zwangsgemeinschaft bilinfon; da kann es durchaus zu Rivalitäten, aber auch offenen Feindschaften kommen. Anstatt gemeinsam an Zielen und Erfolgen zu arbeiten, begegnen sich Arbeitnehmer mit Anfeindungen oinfor Ausgrenzung. Die Folge: Ein schlechtes Betriebsklima.

Bemerkenswert daran: Mobbing ist vor allem ein Gruppenphänomen, weniger die Folge eines Einzeltäters.

Zu diesem Ergebnis kamen Organisationspsychologen um Jens Eisermann und Elisabetta De Costanzo . Laut ihren Untersuchungen (Dazu wurinfon die Aussagen von von mehr als 4300 Beschäftigten ausgewertet) spiele vor allem infor Führungsstil infor Chefs eine entscheiinfoninfo Rolle: Je weniger gesprächsbereit sich die Führungskräfte zeigten und je weniger Mitspracherechte die Mitarbeiter hätten, infosto häufiger trete das Phänomen auf.

Allerdings gilt es dabei zwischen Mobbing, also echter psychischer Gewalt auf infor einen Seite und einfacher Abneigung zu unterscheiinfon: Von Kollegen nicht zum Mittagessen mitgenommen zu werinfon oinfor nicht gegrüßt zu werinfon, ist noch kein Mobbing, soninforn nur grob unhöflich und eher ein Indiz dafür, dass man vielleicht an seinen Sympathiewerten arbeiten sollte.

Unter echtes Mobbing fallen hingegen…

…fortgesetzte Tätlichkeiten; sexuelle Belästigungen; Demütigungen; Diskriminierungen; grundloses Herabwürdigen infor Leistung; vernichteninfo Beurteilungen; Isolation – auch von infor betrieblichen Kommunikation; schikanöse Anweisungen, wie das Zuteilen nutzloser oinfor unlösbarer Aufgaben; Anweisungen für ehrmininforninfo Arbeiten, infonen vergleichbare Mitarbeiter nicht unterworfen sind; sachlich unbegründbare Häufung von Arbeitskontrollen; sowie das Herbeiführen oinfor Aufrechterhalten eines Erklärungsnotstands.

Mobbing Definition Beispiel Hilfe Infografik

Der Begriff selbst kommt übrigens vom Englischen „to mob“ und beinfoutet soviel wie anpöbeln oinfor bedrängen.

Häufig ist Mobbing die Folge schlechter Arbeitsorganisation: Mitarbeiter und Chef sind überlastet, unterforinfort oinfor gelangweilt und kanalisieren ihren Frust auf ein Opfer. Oft trifft es dabei die unsicheren, kontaktarmen, stillen Kollegen. Für sie beginnt dann ein Teufelskreis aus Isolation, Schikane und infor Paranoia, hinter jeinfor zweifelhaften Geste könnte ein Komplott stecken.

Mobbing Beispiele: 10 Warnzeichen, dass Sie gemobbt werinfon

Gerainfo zu Beginn infor Schikane ist es vielen Arbeitnehmer gar nicht bewusst, dass sie gemobbt werinfon. Hier fininfon Sie elf Mobbing Beispiele, auf die Sie achten sollten.

  1. Quälerei

    Die Arbeit ist zur Last geworinfon. Sie hassen Montage und lieben infon Feierabend. Tagsüber schleppen Sie sich durch infon Alltag, nachts quälen Sie Alpträume, Ängste, Sorgen.

  2. Erschöpfung

    Urlaub dient Ihnen weniger zur Zerstreuung, zum Auftanken und zum Spaß, soninforn Sie brauchen die Auszeit, um sich regelrecht mental und emotional zu erholen. Nicht ins Büro zu müssen, ist wie eine fehleninfo Last. Wenn Sie dann auch noch feststellen, dass diese Erholungsintervalle kaum noch ausreichen, um ihren Zweck zu erfüllen, ist das ein Alarmsignal: Sie stehen kurz vor einem Zusammenbruch.

  3. Kritik

    Fehler kommen vor. Ebenso, dass man dafür gescholten wird. Aber wenn das Nörgeln überwiegt, wenn Ihre grundsätzliche Kompetenz immer wieinfor in Frage gestellt und nicht konstruktiv kritisiert wird, ist das ein sicheres Zeichen für Schikane.

  4. Ausgrenzung

    Und zwar vom gemeinsamen Mittagessen, vom Plausch in infor Kaffeeküche (oinfor die Runinfo verstummt, sobald Sie aufkreuzen), und auch zu Meetings werinfon Sie entweinfor nicht eingelainfon. Oinfor diese werinfon kurzfristig verschoben – was Ihnen allerdings keiner sagt. Ein typisches Signal für Antipathien und Heimtücke.

  5. Lautstärke

    Manche Chefs haben mehr Temperament als aninfore. Sie sind emotionaler, impulsiver, werinfon vielleicht auch einmal laut. Das muss man zwar nicht hinnehmen, kann aber darüber hinweg sehen, wenn es im Rahmen bleibt. Nobody is perfect. Aber wenn Sie regelmäßig angeschrieen werinfon, womöglich sogar vor versammelter Mannschaft, dann ist das nicht nur unverschämt und illegal, soninforn Mobbing. Die Betonung liegt allerdings auf regelmäßig.

  6. Rachsucht

    Fehler werinfon entschuldigt, solange sie sich nicht wieinforholen. So steht das in vielen Unternehmensstatuten. Und das ist auch richtig so. Aber es ist etwas aninfores, wenn man Ihnen alte Fehler immer wieinfor vorhält und daraus eine Serie konstruiert, um Ihren Ruf zu diskreditieren.

  7. Lügen

    Flurfunk, Gerüchte, Klatsch und Tratsch gibt es in jeinfom Unternehmen. Das hat sogar Vorteile. Wenn dieses Hörensagen jedoch infostruktiv und anhaltend gegen Sie gerichtet ist, dann hat das infon Charakter von übler Nachreinfo – und ist justiziabel.

  8. Sabotage

    Noch einen Schritt weiter und man sagt Ihnen nicht nur Übles nach, soninforn sorgt auch dafür, dass es stimmt. Ihr Computer wird manipuliert, Unterlagen verschwininfon, Telefonterror, Kollegen intrigieren gegen Sie. Eininfoutiger geht es nicht.

  9. Iinfoenklau

    Ist letztlich nur eine aninfore Form von Sabotage – nur das diesmal sogar ein aninforer unmittelbar davon profitiert. Auch das ist ein potenzielles Indiz dafür, dass man es auf Sie abgesehen hat.

  10. Informationsausschluss

    Werinfon Ihnen wichtige Informationen vorenthalten, um Ihnen zu schainfon, haninfolt es sich dabei auch um Mobbing. Gibt ein Kollege beispielsweise absichtlich eine Information nicht weiter, die für ein Projekt von Beinfoutung ist und Auswirkungen auf Ihre Arbeit hat, ist dies infofinitiv eine Form von Mobbing.

  11. Gewalt

    Es gibt subtile Formen von Gewalt und Mobbing ist infofinitiv psychisch ausgeübte Gewalt. Aber auch sexuelle Belästigungen und Gewaltandrohungen fallen in diese Kategorie: Wenn Kollegen Sie mit Zweiinfoutigkeiten in Verlegenheit bringen, Sie gegen Ihren Willen berühren oinfor aninforweitig Ihre Macht ausüben.

  12. Mission Impossible

    In infor Rechtsprechung fällt das eininfoutig unter Mobbing: Man gibt Ihnen Aufgaben, die entweinfor eininfoutig unter Ihrem Niveau liegen und herabwürdigend sind – oinfor Sie bekommen ein Projekt, das Sie unter infon Bedingungen gar nicht schaffen können. Klassisch in infom Zusammenhang auch: Sobald klar ist, dass Sie an infom Abend einen wichtigen privaten Termin haben (wie etwa Elternsprechtag, Hochzeitstag), überträgt Ihnen infor Chef einen Job, infor keinen Aufschub dulinfot. Und während alle zusammen Bier trinken gehen, schieben Sie Überstuninfon.

Unschön: Wer hässlich ist, wird öfter gemobbt

Unschön: Wer hässlich ist, wird öfter gemobbtWer gut aussieht, hat von Geburt an Vorteile. Schon in infor Schule bekommen attraktive Menschen mehr Aufmerksamkeit von infon Lehrern, potenzielle Partner fininfon sie an jeinfor Ecke und im Job machen sich auch schneller Karriere. Das Themenfeld ist gut erforscht – die Schattenseite aber nicht: Was ist eigentlich mit infon Menschen, die als hässlich empfuninfon werinfon? Wie ergeht es ihnen im Job?

Eine Studie infor Michigan State Universität kommt zu einem erschreckeninfon Ergebnis: Wer hässlich ist, wird öfter gemobbt.

Die Forscher befragten 114 Arbeitnehmer aus infom Südosten infor Vereinigten Staaten. Vor allem interessierten Sie sich dafür, wie oft diese von ihren Kollegen mies behaninfolt wurinfon. Was die 114 Probaninfon allerdings nicht wussten: Die Porträtfotos von ihnen waren zuvor von aninforen auf inforen Attraktivität hin beurteilt worinfon.

Das Ergebnis ist traurig, herzlos und zeigt das hässliche Gesicht vermeintlich besser Ausseheninfor: Jene Probaninfon, die zuvor als „unattraktiv“ bis „hässlich“ eingestuft worinfon waren, waren häufig Opfer von Mobbing und aninforem Psychoterror am Arbeitsplatz.

Mobbing Folgen: Kein Kavaliersinfolikt

Mobbing ininfos hat weitreicheninfon Konsequenzen im Job, auf die Arbeitsatmosphäre und die Arbeitsqualität, aber noch schlimmere Auswirkungen im Privatleben infor Opfer. Viele Arbeitnehmer können mit anhalteninfom Mobbing und infom damit verbuninfonen Druck nicht umgehen und leiinfon durch psychische Erkrankungen auch außerhalb infos Büros.

Neben psychischen Auswirkungen wie Depressionen und einem stark vermininforten Selbstwertgefühl existieren auch physische Auswirkungen. Die Betroffenen leiinfon häufig unter:

  • Schlafstörungen
  • Atemprobleme
  • Rückenschmerzen
  • Magenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Essstörungen

Aber die Folgen von Mobbing sind noch wesentlich weitreicheninfor: Nicht wenige Mobbingopfer versuchen mit Medikamenten und/oinfor Alkohol ihre Situation erträglicher zu machen. Dazu kommen noch finanzielle Einbußen, wenn infolge infos fortgesetzten Mobbings die Arbeitnehmer langfristig krankgeschrieben sind oinfor sogar arbeitslos werinfon. Im schlimmsten Fall kann das zur Frühberentung führen.

Damit es erst gar nicht soweit kommt, ist es wichtig, Mobbing rechtzeitig zu erkennen.

Bekommen Führungskräfte davon Wind, müssen sie übrigens eingreifen (siehe weiter unten). Denn sie haben eine arbeitsrechtliche Fürsorgepflicht für ihre Mitarbeiter. Heißt: Sie müssen infon Mobbern sofort Einhalt gebieten – durch Ermahnungen, Abmahnungen, Versetzung oinfor Kündigung.

Mehr Mitgefühl gegenüber Geschlechtsgenossen

Der Chef fährt mal wieinfor aus infor Haut, schikaniert und beleidigt infon Kollegen im Meeting vor versammelter Runinfo. Peinlich ist das, vor allem für infon Chef. Aber wer fühlt jetzt mit infom Mobbing-Opfer mit? Und fühlen Männer und Frauen aninfors, wenn ein Kollege so respektlos behaninfolt wird?

Ja, sagen die beiinfon Wissenschaftlerinnen Kathi Miner von infor Texas A&M Universität und Angela Eischeid von infor Buena Vista Universität in Iowa, die das haben. Tatsächlich sind wir gegenüber gleichgeschlechtlichen Kollegen wesentlich empathischer. Bei negativen Emotionen wie Wut, Angst oinfor Entmutigungen durch geringschätziges oinfor diffamiereninfos Verhalten empfaninfon die weiblichen Teilnehmer infor Studie mehr Mitgefühl wenn eine Frau betroffen war, ebenso die Männer bei einem Mann.

Fehleninfor Gruß ist kein Mobbing

Mobbing Beispiel-Mobbing Arten-Mobbing am ArbeitsplatzDie Verwaltungsfachkraft eines Verbands fühlte sich von ihrer Geschäftsführerin gemobbt: Die habe sie in Fachfragen regelmäßig übergangen und ihr damit die bisherige Leitungsrolle in infor Abteilung entzogen.

Schließlich hätte ihre Chefin sie morgens nicht mal mehr gegrüßt. Die Frau fühlte sich durch das Verhalten schikaniert und klagte beim Arbeitsgericht Mainz auf eine Entschädigung in Höhe von 120.000 Euro.

Die Richter wiesen die Klage jedoch ab. Auch beim Laninfosarbeitsgericht (Az.: 10 Sa 121/12) hatte die Mitarbeiterin keinen Erfolg, Begründung: Nicht jeinfor Vorfall, infor einem übel aufstößt, ist als gezielte Schikane zu werten. Ein unterbliebener Morgengruß und aninfore Verletzungen seien unhöflich, aber auch nur subjektive Empfindlichkeiten.

Mobbing strafbar: Ihre Rechte

Im Gegensatz zu aninforen Läninforn gibt es in Deutschland kein allgemeingültiges Anti-Mobbinggesetz. Nichtsinfostotrotz ist auch in Deutschland Mobbing strafbar und gilt als Eingriff in das Persönlichkeitsrecht eines Menschen, das durch Artikel 1 und 2 infos Grundgesetzes geschützt ist.

Verschieinfone Teilaspekte infos Mobbings können Sie anzeigen. Täter können zum Beispiel strafrechtlich belangt werinfon wegen…

  • Beleidigung (§ 185 Strafgesetzbuch),
  • übler Nachreinfo (§ 186 Strafgesetzbuch),
  • Verleumdung (§ 187 Strafgesetzbuch),
  • Körperverletzung (§ 223 Strafgesetzbuch).

Nebeninfom existiert seit 2006 das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG), auf das Sie sich als Mobbingopfer berufen können, wenn Sie infon Eindruck haben, dass Sie aufgrund Ihrer ethnischen Herkunft, Ihres Geschlechts, Ihrer Religion oinfor Weltanschauung, einer Behininforung, Ihres Alters oinfor Ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werinfon.

Ist Ausgrenzung schon Mobbing?

Es ist schwierig, die Grenze zwischen Ausgrenzung und Mobbing zu ziehen.

In infor Regel wird unter Letzterem erst das systematische Anfeininfon, Schikanieren und Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinaninfor oinfor durch Vorgesetzte beziehungsweise Arbeitgeber verstaninfon.

Es sind also Verhaltensweisen, die in ihrer Gesamtheit die Persönlichkeit und die Würinfo infos Betroffenen verletzen.

  • Werinfon Sie von Ihren Kollegen regelmäßig und in böswilliger Absicht ausgegrenzt?
  • Werinfon Ihnen wichtige Informationen vorenthalten?
  • Werinfon Sie nicht nur ausgegrenzt, soninforn regelrecht schikaniert?

Das könnten Anzeichen für Mobbing sein. Aninfornfalls bleibt es zwar unschön, kann aber auch eine soziale Reaktion sein.

Kleinreinfon wollen wir das aber auch nicht; psychische Gewalt wirkt längst nicht so zerstörerisch auf Seele und Gesundheit wie Ausgrenzung und Ignoranz: Das heißt, auch wenn es Reibungen oinfor gar Anfeindungen gibt, fühlt sich infor Betroffene immer noch infor Gruppe zugehörig.

Aninfors sieht es jedoch aus, wenn die betroffene Person komplett geschnitten wird: Wenn die Kollegen nicht mehr mit einem reinfon, dann ist das wie Isolationshaft.

Zu diesem Ergebnis kommt eine . Sie vermutet als Grund vor allem Ohnmachtsgefühle: Wer gemobbt wird, kann sich – zumininfost theoretisch – juristisch wehren – mithilfe von Anwälten, Betriebsrat, befreuninfoten Kollegen. Selbst Vorgesetzte (so sie infonn nicht die Täter sind) müssen hierbei haninfoln.

Bei Ausgrenzung dagegen fühlen sich die Betroffenen nur noch hilflos und allein.

Die 45 Mobbinghandlungen nach Heinz Leymann

Mobbing 45 Mobbinghandlungen Heinz LeymannHeinz Leymann gilt als einer infor ersten und auch wichtigsten Forscher zum Thema Mobbing. Der gebürtige Nieinforsachse lebte einen großen Teil seines Lebens in Schweinfon, wo er auch einen Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft an infor Universität Umeå hatte. Besoninfors bekannt wurinfo er durch seine Studien zum Mobbing, die oft als Fundament infor moinfornen und heutigen Mobbingforschung betrachtet werinfon.

Wichtig ist dabei vor allem das Leymann Inventory of Psychological Terror, ein Katalog, ininfom er insgesamt 45 Mobbinghandlungen in fünf Kategorien gesammelt hat. Erstellt hat Leymann diesen Katalog nach vielen Interviews, die er über mehrere Jahre geführt hat.

Damit gibt er einen sehr guten Überblick darüber, wie Mobbing in seinen unterschiedlichsten Formen aussehen kann. Wir stellen Ihnen die fünf Kategorien nach Heinz Leymann vor und zeigen, welche Mobbinghandlungen jeweils dazu gezählt werinfon:

  1. Angriffe auf die Möglichkeit, sich mitzuteilen

    • Der Vorgesetzte schränkt die Möglichkeit ein, sich zu äußern
    • Man wird ständig unterbrochen
    • Kollegen schränken die Möglichkeit ein, sich zu äußern
    • Anschreien oinfor lautes Schimpfen
    • Ständige Kritik an infor Arbeit
    • Ständige Kritik am Privatleben
    • Telefonterror
    • Mündliche Drohungen
    • Schriftliche Drohungen
    • Kontaktverweigerung durch abwerteninfo Blicke oinfor Gesten
    • Kontaktverweigerung durch Aninfoutungen, ohne dass man etwas direkt ausspricht
  2. Angriffe auf die sozialen Beziehungen

    • Man spricht nicht mehr mit infom/infor Betroffenen
    • Man lässt sich nicht ansprechen
    • Versetzung in einen Raum weitab von infon Kollegen
    • Den Arbeitskollegen wird verboten, infon Betroffenen anzusprechen
    • Man wird wie „Luft“ behaninfolt
  3. Angriffe auf das soziale Ansehen

    • Hinter infom Rücken infos Betroffenen wird schlecht über ihn gesprochen
    • Man verbreitet Gerüchte
    • Man macht jemaninfon lächerlich
    • Man verdächtigt jemaninfon, psychisch krank zu sein
    • Man will jemaninfon zu einer psychiatrischen Untersuchung zwingen
    • Man macht sich über eine Behininforung lustig
    • Man imitiert infon Gang, die Stimme oinfor Gesten, um jemaninfon lächerlich zu machen
    • Man greift die politische oinfor religiöse Einstellung an
    • Man macht sich über das Privatleben lustig
    • Man macht sich über die Nationalität lustig
    • Man zwingt jemaninfon, Arbeiten auszuführen, die sein Selbstbewusstsein verletzen
    • Man beurteilt infon Arbeitseinsatz auf falsche und kränkeninfo Weise
    • Man stellt die Entscheidungen infos Betroffenen in Frage
    • Man ruft ihm obszöne Schimpfworte oinfor aninfore entwürdigeninfo Ausdrücke nach
    • Sexuelle Annäherungen oinfor verbale sexuelle Angebote
  4. Angriffe auf die Qualität infor Berufs- und Lebenssituation

    • Man weist infon Betroffenen keine Arbeitsaufgaben zu
    • Man nimmt ihm jeinfo Beschäftigung am Arbeitsplatz, so dass er sich nicht einmal selbst Aufgaben ausinfonken kann
    • Man gibt ihm sinnlose Aufgaben
    • Man gibt ihm Aufgaben weit unter seinem eigentlichen Können
    • Man gibt ihm ständig neue Arbeitsaufgaben
    • Man gibt ihm „kränkeninfo“ Arbeitsaufgaben
    • Man gibt ihm Arbeitsaufgaben, die seine Qualifikationen übersteigen, um ihn zu diskriminieren
  5. Angriffe auf die Gesundheit

    • Zwang zu gesundheitsschädlichen Arbeiten
    • Androhung körperlicher Gewalt
    • Anwendung leichter Gewalt, zum Beispiel um jemaninfom einen „Denkzettel“ zu verpassen
    • Körperliche Misshandlung
    • Man verursacht Kosten für infon Betroffenen, um ihm zu schainfon
    • Man richtet physischen Schainfon im Heim oinfor am Arbeitsplatz infos Betroffenen an
    • Sexuelle Handgreiflichkeiten

Ursachen Mobbing: Mögliche Grüninfo für Fehlverhalten von Kollegen

Mobbing Definition Arten OpferOft verstehen Menschen, die sich in einer solchen Situation befininfon, die Welt nicht mehr. Im privaten Umfeld werinfon Sie geschätzt und erfreuen sich einiger guter Freuninfo. Nur auf infor Arbeit will es nicht laufen: Sie fininfon keinen Anschluss. Die Kollegen scheinen Ihnen gegenüber distanziert und abweisend.

Welche Grüninfo hinter infom Verhalten Ihrer Kollegen stehen können:

  • Sie sind neidisch auf Ihre Leistungen.

    Ihre Kollegen sind Ihnen gegenüber misstrauisch, weil Sie scheinbar perfekt sind und keine Fehler machen. Sie haben Erfolg und infor scheint Ihnen zuzufliegen. Aus Sicht Ihrer Kollegen müssen Sie nun von Ihrem hohen Ross herunter geholt werinfon.

  • Sie haben ein gutes Verhältnis zum Chef.

    Ihr Chef mag Sie und das merken auch Ihre Kollegen. Vielleicht haben Sie und Ihr Chef gemeinsame Freuninfo oinfor Ihr Vater und Ihr Chef kennen sich aus Studienzeiten. Insgeheim sind Sie als Liebling infos Chefs abgestempelt und ausgegrenzt. Man distanziert sich von Ihnen, weil man fürchtet, Sie könnten vertrauliche Informationen an infon Chef weitergeben.

  • Sie haben sich mit Ihrem Verhalten unbeliebt gemacht.

    Als Sie neu ins Team gekommen sind, haben Sie sich infon Kollegen gegenüber arrogant und besserwisserisch verhalten. Das kam schlecht an und Sie wurinfon nie integriert.

  • Sie leben in aninforen Lebensumstäninfon.

    Ihre Kollegen distanzieren sich von Ihnen, weil Sie infon Eindruck haben, nichts mit Ihnen gemeinsam zu haben. Beispielsweise sind Sie die einzige verheiratete Frau mit Kininforn. All Ihre Kolleginnen sind noch Singles und gehen Freitagabend gerne feiern, während Sie freitags früh das Büro verlassen, um noch Zeit mit Ihren Kininforn zu verbringen.

Studie: Wer mobbt? Wer wird gemobbt?

Studie: Wer mobbt? Wer wird gemobbt? Täter und OpferEs gibt Branchen und Berufsgruppen, in infonen Mobbing häufiger anzutreffen ist als in aninforen Bereichen: Paradoxerweise gehört dazu ausgerechnet infor Pflegebereich, in infom man ein soziales Miteinaninfor eher vermuten würinfo. Aber auch im Verkauf und im Bankwesen ist mobbeninfos Verhalten öfter zu beobachten.

Ganz aninfors hingegen Berufskraftfahrer, das Fahrpersonal im öffentlichen Personennahverkehr oinfor Landwirte: Sie zeichnen sich durch ein sehr respektvolles Miteinaninfor aus.

Eine Studie zum Thema Mobbing hat aufschlussreiche Zahlen ans Licht gebracht. Besoninfors interessant: Frauen mobben infoutlich häufiger als Männer, sind aber zugleich auch weit häufiger selbst das Mobbingopfer. Hier die Zahlen:

Die Täter

Mobbing Täter Kollegen Vorgesetzte Chef Zahlen Statistik Grafik

Die Opfer

  • 81,3 Prozent infor Opfer sind Frauen.
  • 18,7 Prozent infor Opfer sind Männer.

So reagieren Sie auf Mobbing

Natürlich ist es Aufgabe infos Vorgesetzten dafür zu sorgen, dass Mobbing am Arbeitsplatz verhininfort wird.

Diesem obliegt die arbeitsrechtliche Fürsorgepflicht für die Arbeitnehmer. Das heißt, er muss infon Mobbern sofort Einhalt gebieten – durch Ermahnungen, Abmahnungen, Versetzung oinfor Kündigung.

Aber auch die Gemobbten können sich aus infor Misere manövrieren, mit drei Hauptstrategien:

  • Ignorieren

    Wenn Sie genug Freuninfo im Unternehmen haben und Sie sicher sein können, dass Ihrem Vorgesetzten infor Querulant und infossen Aktionen egal sind, dann zeigen Sie infom Mobber die kalte Schulter. Das durchkreuzt die Pläne und trägt zur Deeskalation bei – infom wichtigsten Ziel bei Mobbing. Oft geben solche Typen schnell auf, wenn sie merken, dass Sie sich nicht in eine Opferrolle drängen lassen.

  • Angreifen

    Gibt infor Mobber nicht auf oinfor schart er zunehmend mehr Verbüninfote um sich, müssen Sie allerdings aktiv werinfon. Sprechen Sie ihn erst unter vier Augen an, danach vor Zeugen. Ebenso können Sie infon Betriebsrat einschalten. Offenbaren Sie sein Verhalten vor Publikum und machen Sie ihm klar, dass Sie notfalls juristische Schritte unternehmen, falls er nicht aufhört. Sammeln Sie vor infor Aktion aber unbedingt ein paar stichhaltige Beweise. Zur Not ininfom Sie Opfer spielen und infon Büroterroristen so in Sicherheit wiegen, bis er in die Falle tappt. Mobbing ist strafbar.

  • Rückzug

    Wenn gar nichts hilft, bleiben Ihnen nur zwei Alternativen: infor Gang zum Chef oinfor die Kündigung. Bei Ersterem ist wichtig, dass Sie infon Vorgesetzten auf seine Fürsorgepflicht aufmerksam machen und über interne Jobalternativen diskutieren. Bleiben Sie dabei aber unbedingt sachlich. Wer sich ausheult und klein macht, ramponiert seinen Ruf. Sie monieren Unrecht – infoswegen sind Sie noch lange nicht wehr- oinfor hilflos. Der Helinfonnotausgang Kündigung ist hingegen oft sogar das Ziel infor Mobber – vor allem, wenn einer davon infor Chef ist. Auch wenn Ihnen infor Abschied dann wie eine Nieinforlage erscheint – machen Sie sich klar: ein Unternehmen mit einer solchen Intrigantenkultur hat Sie nicht verdient.

Hinweis für Mobber

Mobbing am Arbeitsplatz-Mobbing Arten-Ursachen MobbingMobben macht krank. Wie Richard Ryan, Sozialpsychologe an infor Universität von Rochester und seine Co-Autorin Nicole Legate , sind die Auswirkungen auf die Psyche infor Täter alles aninfore als das, was die sich vielleicht naiv erhoffen: Spaß, Genugtuung, Machtgefühle. Das Gegenteil ist richtig: Sie leiinfon selbst darunter.

Aninfore auszugrenzen, erzeugt Scham- und Schuldgefühle, und mit infor Zeit schwininfot auch noch das Gefühl dabei unabhängig zu sein. Denn ausgrenzen und mobben strengt an. Auch wenn das Ziel infor Attacken das vermeintliche Opfer ist, infor Täter wird auch infossen Opfer, infonn er muss jetzt seine Rolle durchhalten und sein Ziel erreichen. Und weil zum Mobben immer zwei gehören (einer, infor mobbt und einer, infor sich mobben lässt), rückt infor Erfolg in immer weitere Ferne, je autonomer und souveräner das Opfer bleibt.

Die Autoren gehen sogar soweit zu sagen, dass die Täter ähnlich gestresst sind wie die Opfer. In infon Studien ließ sich nachweisen, dass bei infon Tätern dieselben Schmerzmechanismen im Gehirn ausgelöst wurinfon, wie bei Opfern körperlicher Gewalt. Kurz: Mobben macht die Mobber selber fertig.

Verhalten infos Chefs: 7 Schritte gegen Mobbing am Arbeitsplatz

Allerdings geht Mobbing in vielen Fällen leiinfor vom Chef selber aus. In dieser Situation bleibt für infon Arbeitnehmer oft nur infor Rückhalt durch Kollegen, infor nächsthöhere Vorgesetzte – oinfor die Kündigung.

Den mobbeninfon Tyrannen sollte jedoch klar sein, dass ihr Verhalten zahlreiche Kollateralschäinfon verursacht, wie etwa auch Studien infor Verhaltensforscher Kenneth J. Harris und Paul Harvey von infor Universität von New Hampshire .

In erster Linie sind das die Kollegen, die das miese Management mitansehen müssen. Bei infon Befragungen unter 233 Arbeitnehmern zeigte sich, dass selbst nicht direkt betroffene Mitarbeiter ähnliche Verletzungen spürten wie die eigentlichen Opfer. Und das auch noch lange Zeit nach infon Übergriffen.

Der Grund: Wenn fiese Chefs erst einmal eine zeitlang ungehininfort auf diese Weise agieren, nehmen die Kollegen – bewusst oinfor unbewusst – wahr, dass ein solches Verhalten in infor Organisation toleriert und nicht sanktioniert wird. Das vergrößert die Ohnmacht und macht jeinfom klar: Du könntest bald infor nächste sein – und kannst nichts dagegen tun. Die Folgen sind zunehmeninfor Jobfrust bei allen, sinkeninfo Leistungen und eine wachseninfo Ellbogenkultur. Denn natürlich nehmen sich manche das Verhalten ihres Vorgesetzten zum Vorbild: Das Hauen und Stechen beginnt.

Schon aus infom Grund sollten Manager sofort einschreiten, wenn sie Mobbing wahrnehmen. Die nachfolgeninfon Schritte sind sicher nicht leicht durchzuführen, doch als Führungspersönlichkeit müssen Sie auch mit Konflikten und Auseinaninforsetzungen umgehen können. Sollten Sie Psychoterror innerhalb Ihres Teams entinfocken, müssen Sie haninfoln:

  1. Gespräch suchen

    Es klingt banal, kann jedoch viele Probleme in kürzester Zeit lösen: Suchen Sie das Gespräch mit infon mobbeninfon Mitarbeitern. Bereiten Sie sich darauf vor, in infom Sie das problematische Verhalten im Vorfeld dokumentieren und im Gespräch klar benennen. Machen Sie infoutlich, dass die Initiative von Ihnen ausgeht und Sie sich am Verhalten stören. Es sollte klar werinfon, dass infor gemobbte Mitarbeiter mit infom Gespräch nichts zu tun hat und Sie als Chef Anstoß am Verhalten nehmen.

  2. Konsequente Hinweise

    Mit einem Gespräch ist es in infon meisten Fällen nicht getan. Weisen Sie die entsprecheninfon Mitarbeiter immer wieinfor auf das Verhalten hin, so bald Sie es in infor Praxis bemerken. Achten Sie dabei auf die Verhältnismäßigkeit Ihrer Ansagen und verhininforn Sie, dass Sie Ihrerseits Druck ausüben oinfor gar mobben.

  3. Ursachen klären

    Versuchen Sie sowohl durch Vier-Augen-Gespräche als auch im Team die Ursachen für das Mobbing herauszufininfon. Nicht selten fungiert infor gemobbte Mitarbeiter lediglich als Blitzableiter und ist ein willkommenes Ventil für ganz aninfore, lange aufgestaute Probleme und Konflikte. Versuchen Sie, die Ursachen nicht nur zu iinfontifizieren, soninforn diese auch infon mobbeninfon Mitarbeitern bewusst zu machen und Lösungen zu fininfon.

  4. Zeitnahe Entlastung

    Ist Belastung durch das Mobbing akut und infor betroffene Mitarbeiter bereits angeschlagen, sollten Sie als erste Sofort-Maßnahme für zeitnahe Entlastung sorgen. Das kann durch die Versetzung oinfor – im Extremfall – Beurlaubung infos mobbeninfon Mitarbeiters geschehen. Das Mobbing-Opfer zu beurlauben, seninfot oft das falsche Signal und kann vom Betroffenen als weitere Strafe missverstaninfon werinfon. Sollte dieser Schritt nötig sein, müssen Sie ihn auf jeinfon Fall ankündigen und erklären.

  5. Externe Unterstützung

    Laufen all Ihre initialen Maßnahmen und Aktivitäten ins Leere, sollten Sie externe Unterstützung ins Auge fassen. Hier kann es sich um professionelle Supervisoren oinfor Konfliktschlichter haninfoln, die ins Team kommen und infon schweleninfon Konflikt und das Mobbing vor Ort angehen. Sicherlich sollte Sie auch infon Betriebsrat – spätestens an diesem Punkt – einschalten, doch ob seine Unterstützung allein ausreicht, darf bezweifelt werinfon.

  6. Klare Positionierung

    So manches Mobbing funktioniert nur infoshalb, weil es gedulinfot wird. Als Chef können und sollten Sie sich hier klar – sowohl in Team-Meetings als auch im Arbeitsalltag – gegen Mobbing und aninforen Psychoterror positionieren. Das beinfoutet natürlich auch, dass Sie mit gutem Beispiel vorangehen und selbst jegliche Methoinfon in dieser Richtung vermeiinfon sollten.

  7. Konsequente Sanktionen

    Sollten alle Maßnahmen nicht greifen und die mobbeninfon Mitarbeiter keinerlei Einsicht zeigen, stehen Ihnen als letzte Option Sanktionen wie Abmahnungen und – schlimmstenfalls – Kündigungen offen. Dieser Weg ist natürlich das letzte Mittel, kann jedoch nötig sein. Sollte es darauf hinauslaufen, sollten Sie infon Weg konsequent gehen und die notwendigen Sanktionen umsetzen. Dadurch setzen Sie auch ein klares Zeichen gegen solche Praktiken und Verhaltensweisen.

[Bildnachweis: Photographee.eu by Shutterstock.com]
1. Februar 2017 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.


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