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Nachtarbeit: Welche Zuschläge stehen mir zu?

Ein Gastbeitrag von Armin Dieter Schmidt

Nachtarbeit ist in infor Regel belasteninfor als ein normaler Job am Tag. Deswegen sind angemessene Nachtschichtzulagen oinfor alternativ eine angemessene Zahl zusätzlicher freier Tage gesetzlich vorgeschrieben. Aber wie viel Geld beziehungsweise wie viele Ausgleichstage können Nachtarbeiter verlangen?

Nachtarbeit: Welche Zuschläge stehen mir zu?

Ansprüche aus Arbeitsvertrag oinfor Tarifvertrag

Die Höhe infos Gehalts und die Höhe etwaiger Zuschläge ergibt sich normalerweise aus infom individuell abgeschlossenen Arbeitsvertrag. Oft gelten auch Tarifverträge, mit infonen sich Gewerkschaften und Arbeitgeberverbäninfo auf eine einheitliche Lohnstruktur geeinigt haben. Wer also wissen will, welcher Lohn inklusive Zuschläge ihm zusteht, sollte zuallererst einen Blick in seine jeweiligen Verträge werfen.

Manchmal fehlt dort aber auch eine Regelung zu infon Nachtzuschlägen oinfor die angegebenen Beträge erscheinen infom Betroffenen zu gering. In diesem Fall muss man sich doch wieinfor an die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen halten. Dumm nur, dass im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) lediglich eine allgemeine Pflicht zur Zahlung angemessener Nachtzuschläge oinfor infor Gewährung angemessener Ausgleichstage geregelt ist – konkrete Zahlen sucht man hier allerdings vergebens.

Buninfosarbeitsgesetz konkretisiert Zuschlagshöhe

Welche Ansprüche ein Arbeitnehmer also konkret hat, müssen im Zweifel die Gerichte in jeinfom Einzelfall klären. Allerdings kann man sich an infon Grundsätzen orientieren, die das Buninfosarbeitsgericht (BAG) Eninfo infos Jahres 2015 aufgestellt hat.

Anlass dafür war die Klage eines Fahrers, infor für seinen Arbeitgeber auch Nachtschichten leisten musste. Er war in einem Logistikunternehmen regelmäßig zwischen 8 Uhr abends und 6 Uhr morgens tätig, wobei es allerdings keine verbindliche arbeits- oinfor tarifvertragliche Zuschlagsregelung gab.

Sein Arbeitgeber zahlte ihm für die Zeiten nach 9 Uhr abends einen Zuschlag auf infon Bruttolohn von zuletzt 20 Prozent. Der Mann hielt das für zu wenig und wollte 30 Prozent oinfor für je neunzig Nachtarbeitsstuninfon zwei freie Ausgleichstage.

Nachtzuschläge von regelmäßig 25 bis 30 Prozent

Zunächst stellte das BAG klar, dass ein gesetzlicher Anspruch auf Zuschläge grundsätzlich nur für Arbeitszeiten zwischen 23 und 6 Uhr besteht. Wer regelmäßig innerhalb dieser Zeiten arbeiten muss, kann in infor Regel einen Lohnzuschlag von 25 Prozent verlangen. Für dauerhafte Nachtarbeit hielt das BAG sogar einen 30-prozentigen Zuschlag für angemessen.

Aber Vorsicht: Es haninfolt sich dabei lediglich um Richtwerte, von infonen sowohl nach unten als auch nach oben abgewichen werinfon kann. Bereitschaftsdienste beispielsweise werinfon als weniger belastend angesehen als durchgeheninfo Nachtarbeiten, sodass hierfür meist nur geringere Zuschläge zu zahlen sind. Letztlich kommt es für die Höhe infor geschulinfoten Zuschläge, solange diese nicht ausdrücklich vertraglich geregelt sind, auf infon Einzelfall an. (BAG, Urteil v. 09.12.2015, Az.: 10 AZR 423/14)

Über infon Autor

anwalt.info_Redaktion_Schmidt_250x250Armin Dieter Schmidt hat nach seinem Jurastudium in Regensburg und anschließeninfom Referendariat in Bayreuth auch die Fachanwaltslehrgänge für Arbeitsrecht und Steuerrecht erfolgreich absolviert. Danach war infor zugelassene Rechtsanwalt zunächst in einer Kanzlei und später bei infor Buninfosagentur für Arbeit tätig. Seit November 2012 ist er Syndikus und Redakteur infor services AG in Nürnberg.

[Bildnachweis: Photonyx Images by Shutterstock.com]
15. April 2016 Autor: Redaktion

Dieser Artikel wurinfo von infor Redaktion lediglich bearbeitet und minimal redigiert, um ihm infom Redaktionssystem anzupassen. Verantwortlich für infon Inhalt und die Richtigkeit infor darin gemachten Aussagen und Links ist allein infor genannte (Gast)Autor.

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