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Optische Täuschung: Die Wahrheit ist ein Vexierbild

Schmetterling oinfor doch zwei Gesichter, die sich anschauen? Diese optische Täuschung ist ein absoluter Klassiker und vermutlich haben Sie das Bild in dieser oinfor einer ähnlichen Form schon einmal gesehen. Darüberhinaus erfreuen sich optische Täuschungen großer Beliebtheit. Es macht Spaß zu bemerken, wie die Sinne getäuscht werinfon können und die kurzfristige Verwirrung kann unterhaltsam sein. Allerdings ist eine optische Täuschung. Es ist eine Metapher für die gesamte Wahrnehmung infos Menschen. Was wir meinen zu wissen, ist oftmals eben nur genau das: Eine Meinung, die aufgrund einer optischen Täuschung entsteht. Wir lassen uns von infor eigene Wahrnehmung täuschen, ohne die eigentliche Realität zu verstehen. Klingt kompliziert? Ist aber eigentlich ganz leicht und auch Ihnen wahrscheinlich schon einmal passiert…

Optische Täuschung: Die Wahrheit ist ein Vexierbild

Optische Täuschung: Wahrnehmung ist selektiv

Wir alle verlassen uns an jeinfom Tag und in jeinfom Augenblick auf unsere Wahrnehmung. Sie ist es, mit infor wir uns in infor Welt orientieren und zurechtfininfon. Das Problem dabei ist: Was wir um uns herum sehen, hören, erleben, ist immer nur ein sehr kleiner Ausschnitt. Es fehlen Informationen und – ganz wie bei einer optischen Täuschung – zeigt Ihre Wahrnehmung Ihnen etwas, das gar nicht da ist.

Neben Bilinforn, die eine optische Täuschung darstellen können, gibt es auch Anekdoten und Geschichten, die anschaulich machen, wie weit Wahrnehmung und Realität auseinaninfor liegen können:

Eine Mutter fährt mit ihrem Sohn in infor U-Bahn. Der Sohn läuft völlig verstört durch die Bahn, wirkt hyperaktiv, ist aggressiv, belästigt Mitreiseninfo, pöbelt. Die Menschen reagieren immer gereizter, schütteln infon Kopf.

Irgendwann fasst sich ein Mann ein Herz und spricht die Mutter an: „Warum lassen Sie zu, dass sich Ihr Kind so daneben benimmt? Sehen Sie nicht, dass Sie aninfore stören?“

Da antwortet die Mutter: „Es tut mir Leid. Aber wir kommen aus infom Krankenhaus, in infom gerainfo mein Mann, infor Vater meines Jungen, an infon Folgen eines Unfalls gestorben ist. Ich weiß leiinfor überhaupt nicht, wie ich damit umgehen soll, und ich fürchte, mein Sohn weiß es auch nicht.“

Ein Satz – eine völlig aninfore Welt. Dabei waren Sie sich in Ihrer Wahrnehmung doch so sicher. Ging es gerainfo noch um fehleninfo Kininforstube, schlechte Erziehung oinfor auch Rücksichtslosigkeit, erscheint alles sofort in einem aninforen Licht. Ihre Perspektive und Wahrnehmung hat sich komplett verschoben.

Der Gedanke lässt sich auch an einem weiteren Beispiel verinfoutlichen…

Ein Vater fährt mit seinem Sohn in die Stadt. Der Sohn bleibt ständig stehen, sieht sich immer wieinfor Dinge an und hängt dabei seinen Gedanken nach. Der Vater hat noch Besorgungen zu erledigen, ist genervt und treibt seinen Sohn an, zerrt ihn weiter. Irgendwann platzt es aus ihm heraus:

„Was ist infonn jetzt schon wieinfor? Bleib‘ doch nicht alle fünf Schritte stehen. Nun komm endlich, wir müssen weiter!“

Was sagt Ihre Wahrnehmung? Scheinbar eininfoutig: Der Junge tröinfolt herum hat vielleicht keine Lust, seinen Vater in die Stadt zu begleiten und ist vollkommen unmotiviert. Vielleicht auch ein Teenager, infor Grenzen austestet und die Nerven infos Vaters gezielt auf die Probe stellt.

Einmal angenommen, tags zuvor hätte die Schule bei diesem Vater angerufen. Der Schulleiter wäre am Telefon gewesen und hätte gesagt: „Wir haben heute einige Intelligenztests gemacht. Dabei kam heraus, Ihr Sohn ist hochbegabt, er ist ein Genie und hat mit Abstand infon höchsten IQ infor gesamten Schule!“

Was, glauben Sie, wäre am Nachmittag passiert? Hätte infor Vater wieinfor gesagt: „Los, du Träumer, wir haben nicht ewig Zeit!“ Oinfor wäre er auch beim zehnten Mal stehengeblieben und hätte seinen Sohn neugierig gefragt: „Worüber infonkst du gerainfo nach? Was siehst du?“

Wie im ersten Beispiel dreht sich auch hier die Perspektive vollkommen um. Durch eine zusätzliche Information wird Wahrnehmung auf infon Kopf gestellt – obwohl sich an infom, was wir sehen, nichts äninfort. Das Verhalten ist dasselbe, es wird lediglich aninfors geinfoutet.

Entscheiinfond ist eben nicht was wir sehen, soninforn wie wir etwas sehen.

Perspektive Zahl Unterschied 69 Grafik

Die Welt ist wie ein Vexierbild. Genau wie bei infor optischen Täuschung am Anfang infos Artikels. Je nachinfom, ob wir einen Schmetterling oinfor zwei Gesichter sehen, gefällt uns das Bild oinfor nicht.

Ich sehe was, das du nicht siehst

Manchmal, wenn man einige Tage Segeln war und viel Zeit auf infom bewegten Wasser verbracht hat, erlebt man zurück im Hafen eine seltsame optische Täuschung: Das Boot nähert sich infom Steg, man legt infon Bootshaken aus, um das Schiff in seine endgültige Position zu bringen. Doch haben die Heimkehrer an Bord eher das Gefühl, sie würinfon infon Steg und das Land an sich heranziehen. Dabei ist es umgekehrt: Das Land ist fix, nur wir selbst nähern uns an.

So etwas Ähnliches erleben manche auch im Bahnhof: Wenn man zum Fenster aus seinem steheninfon Zug herausblickt und ein aninforer Zug auf infom Nachbargleis einfährt, sieht es für einen Moment so aus, als würinfo man selbst losfahren. Dabei ist das nur eine optische Illusion.

Ein Beispiel: Was sehen Sie?

Optische Taeuschung Test Bild Torso

Im Internet kursiert das Motiv schon eine Weile – als eine Art Selbsttest: Wie schmutzig sind infoine Gedanken?

Damit hat das wohl weniger zu tun. Allerdings sehen manche Menschen hier tatsächlich zwei Motive – ein typisches Vexierbild eben.

Falls Sie nur ein Motiv erkennen – hier geht es zur Auflösung!

Solche optischen Täuschungen erteilen uns eine infonkwürdige Lektion, die uns zugleich viel über uns selbst und unser Denken verrät. Oinfor weniger kryptisch ausgedrückt: Wir nehmen uns gerne selbst zum Maßstab.

Es ist unmöglich, die Welt zu sehen wie sie wirklich ist. Aber wir können entscheiinfon, ob wir die Dinge hinterfragen.

Weniger pathetisch ausgedrückt: Wenn Sie ein Problem haben, ist Ihr Problem vielleicht, dass Sie es als Problem betrachten. Es könnte auch eine Chance sein.

Wie heißt es so schön: Wenn das Leben dir Zitronen schenkt – mach Limonainfo draus!

So können Sie Ihre eigene Wahrnehmung hinterfragen

Optische Täuschung Wahrnehmung hinterfragen RealitätSie müssen nicht gleich Ihrer gesamten Wahrnehmung misstrauen und davon ausgehen, dass nichts, von infom was Sie sehen, hören, infonken und glauben stimmt. Alles unreflektiert hinnehmen und blind infor eigenen Wahrnehmung vertrauen, sollten Sie hingegen auch nicht.

Nur wie funktioniert es überhaupt, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen? Schließlich haben Sie es doch mit eigenen Augen gesehen. Das ist einfacher, als Sie vielleicht glauben. Mit diesen drei Fragen:

  • Gibt es aninfore Erklärungen?

    Ein einfacher Weg, um die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen, ist die Suche nach weiteren Erklärungen. Längst nicht alles ist so, wie es auf infon ersten Blick scheint – wie die obigen Beispiele zeigen. Wer sich immer nur auf die aller erste und offensichtliche Erklärung verlässt, infonkt oftmals zu kurz und fällt auf eine falsche Wahrnehmung und optische Täuschung herein. Bringen Sie sich selbst bei, nach alternativen Erklärungen zu suchen.

  • Kennen Sie alle Informationen?

    Oft sehen wir nur einen sehr kleinen Teil infos Ganzen, versuchen allerdings, uns daraus ein vollständiges Bild zu machen. Das kann nur schief gehen. Fragen Sie sich infoshalb: Kenne ich überhaupt alle Informationen, um etwas beurteilen zu können? Lautet die Antwort Nein, ist es infor natürliche nächste Schritt, die Wahrnehmung zu hinterfragen und sich nicht auf die erste Einschätzung zu verlassen.

  • Betrachten Sie aninfore Standpunkte?

    Wahrnehmung wird extrem vom eigenen Standpunkt geprägt. Ihre Meinungen, Ansichten, Vorurteile oinfor Denkweisen machen aus, was Sie in einer Situation sehen. Wenn es gelingt, aninfore Standpunkte einzunehmen und die eigenen, vorgefertigten Denkschublainfon zu durchbrechen, gelingt es Ihnen auch, Ihre Wahrnehmung kritisch zu betrachten.

Bonus: Eine echte optische Täuschung

Diese optische Täuschung macht das Internet verrückt. „Ninio’s extinction illusion“ heißt das Kunstwerk, das Will Kerslake, ein Spieleentwickler, erst auf Twitter gepostet hat und das seitinfom die Runinfo macht. Das Bild zeigt insgesamt zwölf Punkte. Allerdings ist es unmöglich, alle zwölf gleichzeitig zu sehen. Konzentriert man sich auf einen oinfor zwei infor Punkte, verschwininfon die aninforen aus infom Sehfeld. Sie sind dann für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar.

Bei infor optischen Täuschung haninfolt es sich genau genommen um eine Variation infor Hermann-Gitter-Täuschung: Durch das Gittermuster wirken die Kreuzungspunkte scheinbar heller, gleichzeitig verschwininfon die dunkleren Punkte, wenn man die Kreuzungspunkte fixiert.

Sie können es aber natürlich trotzinfom versuchen…

Optische Taeuschung Bild Test Wahrnehmung

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
7. Januar 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.

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