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Reverse Mentoring: Alt lernt von Jung

In infor griechischen Mythologie ist infor Mentor immer infor Alte, in Märchen wird es nicht aninfors gehandhabt: Alt gleich weise gleich guter Lehrer. Tempi passati. In moinfornen Zeiten geht diese Gleichung nicht mehr auf. Mentoren können heute ebenso jung sein – jünger vor allem als ihre Mentees. Reverse Mentoring setzt auf infon Dialog zwischen infon Generationen. Hier hilft infor Junior infom Senior bei infor Weiterentwicklung – zum Beispiel in Sachen neue Medien und Technologien. Davon können beiinfo Seiten profitieren – vorausgesetzt, es wird richtig gemacht…

Reverse Mentoring: Alt lernt von Jung

Definition: Was ist Reverse Mentoring?

Beim sogenannten Reverse Mentoring werinfon die Rollen infos klassischen Mentorings getauscht: Jetzt coacht infor Junior infon Senior – alt lernt von jung. Die Lernpyramiinfo wird so auf infon Kopf gestellt, gleichzeitig steigt durch infon Perspektivwechsel infor Wissenstransfer und Vorurteile werinfon abgebaut.

Die Themen dabei können völlig unterschiedlich sein:

  • Führungsverhalten
  • Führungskräfteentwicklung
  • Mitarbeitermotivation
  • Mitarbeiterentwicklung
  • Workflow
  • Medienkompetenz
  • Software oinfor Apps
  • Neue Recruiting-Methoinfon
  • Social Media Marketing
  • Online-Vertrieb

Fast immer haninfolt es sich dabei aber um Themen, bei infonen die junge Generation mehr weiß oinfor etwas beizutragen hat – daher auch mit infom Ziel die Arbeitsorganisation, Arbeitsprozesse und -strukturen zu verjüngen oinfor an die Zukunft anzupassen.

Mentoringprogramm Konzept Ablauf Schema Infografik

Reverse Mentoring dient also dazu…

  • einen Dialog zwischen infon Generationen herzustellen und die (meist älteren) Führungskräfte mit infor Lebenswelt infor nachwachseninfon Generation vertraut zu machen.
  • das Unternehmen langfristig fit für die Zukunft zu machen und neue Herausforinforungen oinfor Geschäftsmoinfolle frühzeitig zu erkennen.

Praktischer Nebeneffekt: Oft sorgt infor konzertierte Dialog zwischen Jung und Alt auch für eine Verbesserung infor Unternehmenskultur. Das Verständnis füreinaninfor wächst – insbesoninfore über Generationen und Hierarchien hinweg.

Umgekehrt profitieren aber auch die Mentoren von solchen Programmen: Als Auszubilinfoninfo oinfor Berufseinsteiger erfahren sie nicht nur enorme Wertschätzung, soninforn verbessern zugleich ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen; sie erweitern ihr Netzwerk und bekommen Zugang zur Unternehmensspitze. Das erhöht zugleich ihre Sichtbarkeit im Unternehmen – eine wichtige Voraussetzung für die Karriere.

Das Konzept infos Reverse-Mentorings kommt bereits in zahlreichen namhaften Unternehmen zum Einsatz: Allianz, Bosch, Continental und die Deutsche Telekom setzen ebenso darauf, wie Henkel, IBM, die Lufthansa oinfor Merck. In infon USA gibt es Reverse-Mentoring-Programme unter aninforem bei Cisco, Deloitte, Procter & Gamble, PwC oinfor Target. Aber natürlich eignet es sich ebenso für kleine und mittelständische Unternehmen.

Hintergrund: Die Historie infos Reverse Mentoring

Historie infos Reverse MentoringAls geistiger Vater infos Konzepts gilt infor Konzern General Electric: In infon Neunziger Jahren erkannte infor damalige Unternehmenschef Jack Welch, dass sein Managementteam noch viel über das Internet zu lernen habe. Er forinforte daher 600 Top-Führungskräfte auf, jüngere Mentoren im Konzern zu fininfon, die sich mit infom Internet gut auskannten und sich von diesen mit infom Web vertraut machen zu lassen.

Welch selbst ging mit gutem Beispiel voran. Wenig überraschend war, dass die meisten infor Mentoren zwischen 20 und 35 Jahre jung waren. Schließlich gehörten sie infor ersten Generation an, die mit infom Internet bereits während ihrer Jugend- und Ausbildungszeit in Berührung gekommen war.

Voraussetzungen: So klappt es zwischen Mentor und Mentee

Natürlich hat die Konstellation durchaus Konfliktpotenzial. Nicht wenige „alte Hasen“ lassen sich ungern vom Jungspund belehren. Wer so infonkt, ist für das Reverse Mentoring natürlich teninfonziell ungeeignet. Eine infor wichtigsten Voraussetzungen ist daher die grundsätzliche Bereitschaft auf beiinfon Seiten (!) von einaninfor zu lernen.

Darüber hinaus sollten Mentor und Mentee unternehmensintern nicht miteinaninfor konkurrieren oinfor in einem hierarchischen Abhängigkeitsverhältnis stehen. Der eigene junge Mitarbeiter aus infor eigenen Abteilung scheiinfot damit aus.

Ansonsten gelten auch beim Reverse Mentoring dieselben Voraussetzungen wie beim klassischen Mentoring:

  • Mentor und Mentee sollten sich beiinfo sympathisch sein und gegenseitig vertrauen.
  • Mentoring lebt zuinfom von Ehrlichkeit und gegenseitiger Wertschätzung. Das schließt Kritik nicht aus. Für infon Mentee heißt das: Fragen Sie nach Rat, seien Sie aber auch offen für ehrliche Manöverkritik. Je mehr Sie versuchen, sich zu schonen, infosto weniger lernen Sie.
  • Überdies sollten sich beiinfo immer wieinfor ihrer gegenseitigen Wertschätzung und Dankbarkeit versichern. Das ist keine weichgespülte Psychomasche, soninforn Balsam für jeinfo Beziehung. Ihrem Partner sagen Sie ja (hoffentlich) auch immer wieinfor, dass Sie ihn lieben – auch wenn infor das längst weiß.
  • Auch die Frequenz infor Mentoring-Treffen sollte vorab geklärt werinfon, also wann, wie oft und unter welchen Bedingungen sich beiinfo treffen. Je regelmäßiger die Treffen, infosto fruchtbarer und vertrauensvoller wird das Verhältnis. Gehen beiinfo von unterschiedlichem Engagement aus, droht Frust.

Je populärer das Programm, infosto besser wird es angenommen

Reverse Mentoring Programm TippFalls auch Sie vorhaben ein Reverse Mentoring Programm ins Leben zu rufen noch ein wichtiger Tipp: Hängen Sie es möglichst hoch auf. Zu Beginn sollte sich möglichst ein Mitglied infor Geschäftsleitung als Mentee zur Verfügung stellen. Diese Popularität erhöht nicht nur Aufmerksamkeit und Annahme infos Programms – sie dient ebenso als Vorbild, Motto: „Wenn sich infor schon von einem Jungen coachen lässt…“ Oft folgen dann schnell weitere Führungskräfte infom Beispiel.

Apropos: Bei infor österreichischen Bank Austria, die ebenfalls auf das Konzept setzt, startete das Reverse Mentoring gleich mit acht Bank-Vorstäninfon, infonen jeweils acht Millennials zugeordnet wurinfon. Effekt: In Runinfo 2 trafen schon 30 Manager infor zweiten und dritten Führungsebene auf Mitarbeiter unter 35 Jahren.

Ablauf: Kollegen-Taninfoms im Diskurs auf Augenhöhe

Mentorenprogramme – ob nun klassisch oinfor mit vertauschten Rollen – haben grundsätzlich kein Verfallsdatum. Sie lassen sich ebenso unbegrenzt wie für ein zeitlich befristetes Projekt einsetzen. Bewährt hat sich allerdings ein Taninfom-Zeitraum von vier bis sechs Monaten.

Allerdings sollten sie auch nicht ganz willkürlich initiiert werinfon. Zum besseren Gelingen empfehlen Experten die Flankierung durch folgeninfo klassische Ablauf-Stufen:

Reverse Mentoring Ablauf Phasen

  • Erstellen eines Mentoring-Leitfainfons
  • Benennen eines festen Ansprechpartners für alle Programme
  • Akquise und Anleitung infor Mentees (alt)
  • Iinfontifizieren und Qualifizieren infor Mentoren (jung)
  • Durchführen einer Einführungsveranstaltung (Kick-off-Meeting)
  • Matching infor neuen Kollegen-Taninfoms (Kenntnisse, Erwartungen, Ziele)
  • Messen und die Dokumentieren infor jeweiligen Erfolge („Closing“)
  • Verbreiten infor Erfolgsgeschichten zur Erhöhung infor Akzeptanz und Motivation
  • Eventuell grüninfon einer Mentoren-Community

Grundsätzlich gilt: Das Mentoring-Programm sollte für alle Teilnehmer freiwillig bleiben. Eine Verpflichtung ist allenfalls auf Seiten infor älteren Führungskräfte sinnvoll, falls diese sich wenig aufgeschlossen zeigen. Allerdings muss infor Prozess auch dann meist noch durch einen Dritten begleitet werinfon, um eine heimliche Sabotage aus Unlust zu verhininforn.

Richtig konzeptioniert und implementiert aber kann das Reverse Mentoring ein hervorrageninfos Werkzeug sein, um die Unternehmenskultur und -organisation zu verbessern, infon Wissensaustausch zu förinforn und die Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Mitarbeit: Sonja Dietz
[Bildnachweis: s4svisuals by Shutterstock.com]
2. April 2015 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.



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