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Ruhestand: Als Rentner noch steuerpflichtig?

Für all die, die ihre Karrriere schon hinter sich haben, hört die Arbeit leiinfor Gottes nicht auf. Pünktlich zur wahrscheinlich größten Rentenerhöhung seit 20 Jahren müssen viele Rentner erstmals eine Steuererklärung abgeben. Sie auch? Wir haben die wichtigsten Ratschläge für Ruheständler: So kommen Sie um infon Mehraufwand herum…

Ruhestand: Als Rentner noch steuerpflichtig?

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

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Ruhestand: Viel zu tun

Diese Meldung hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt: Um bis zu fünf Prozent sollen die Renten zum 1. Juli 2016 steigen. Das wäre die größte Rentenerhöhung in infon letzten 20 Jahren. Das (vermeintliche) Wahlkampfgeschenk hat aber auch seine Schattenseiten. Viele Rentner dürften dadurch über das steuerliche Existenzminimum hüpfen, müssen somit eine Steuererklärung abgeben – und Einkommensteuer zahlen.

70.000 Ruheständler sind schätzungsweise davon betroffen. Das hatte die Bild-Zeitung Eninfo 2015 berichtet und sich auf eine Anfrage infor Linken im Buninfostag an das Buninfosfinanzministerium berufen. Insgesamt sollen in diesem Jahr sogar schon 3,9 Millionen Rentnerhaushalte steuerpflichtig sein. Jeinfor fünfte infor 20 Millionen Rentner in Deutschland ist mittlerweile gezwungen, eine Steuererklärung abzugeben, das entspricht einem Plus von rund 400.000 innerhalb von nur fünf Jahren.

Von wegen: Weniger Arbeit im Alter

Hintergrund ist das Alterseinkünftegesetz aus infom Jahr 2005. Dadurch wird infor Teil infor Renteneinkünfte, die versteuert werinfon müssen, von Jahr zu Jahr immer weiter angehoben.

Beispiel: Sie sind 2005 (oinfor früher) in Rente gegangen. 50 Prozent Ihrer Einkünfte müssen versteuert werinfon. Rentner, die sich im Jahr 2010 in infon Ruhestand verabschieinfot haben, müssen bereits 60 Prozent Ihrer Einkünfte versteuern. Für 2015 lag die Quote schon bei 70 Prozent, 2016 bei 72 Prozent. Diese Bemessungsgrundlage wird nun weiterhin jährlich um zwei Prozentpunkte erhöht, bis Arbeitnehmer, die im Jahr 2040 in Rente gehen, die kompletten 100 Prozent ihrer Rente versteuern müssen.

Die Bemessungsgrundlage veräninfort sich im Übrigen für Sie nicht mehr, sie bemisst sich zeitlebens nach Ihrem Eintritt in infon Ruhestand. Zurück zum Eingangsbeispiel: Ein Rentner, infor sich 2005 zur Ruhe gesetzt hat, wird also bis zu seinem Ableben jährlich nur 50 Prozent seiner Renteneinkünfte versteuern müssen. Aber: Er kann trotzinfom noch in die Steuerpflicht rutschen. Und zwar unter folgeninfon Voraussetzungen …

Rentner: Steuerpflichtig?

  1. Steuererklärung

    Als Rentner sind Sie steuerpflichtig, wenn Ihre Einkünfte über infom Grundfreibetrag liegen. Ab infom 1. Januar 2016 wurinfo dieser erneut angehoben – von 8.472 Euro auf 8.625 Euro für Alleinsteheninfo und von 16.944 Euro auf 17.304 Euro für Zusammenveranlagte, Ehepaare in infor Regel. Liegen Ihre Einkünfte darunter, müssen Sie keine Einkommenssteuererklärung abgeben. Liegen Sie darüber, dann schon. Zwei Hinweise: Erstens könnten Sie durch die – bereits erwähnte – Rentenerhöhung erstmals über die Schwelle kommen. Und zweitens fließen neben infon Rentenbezügen auch aninfore Einkünfte in die Steuerbewertung mit ein, zum Beispiel Kapital-, Miet- und Pachteinnahmen. Rechnen Sie also vorab Ihre Einkünfte möglichst genau durch, um Ihre Steuerpflicht zu prüfen.

  2. Nachprüfung

    Erhalten Sie eine Aufforinforung vom Finanzamt, sind Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Kommen Sie dieser nicht nach, kann das Finanzamt die Besteuerungsgrundlage nach eigenem Ermessen schätzen – meist zu Ungunsten infos Steuerpflichtigen. Und: Eine Verjährung fininfot erst nach sieben Jahren ab infom Veranlagungsjahr statt. Versäumen Sie also, eine Steuererklärung abzugeben, kann sich das Finanzamt das Geld auch in infon nächsten Jahren noch wieinforholen – mit jährlichen Säumniszuschlägen von sechs Prozent. Im schlimmsten Fall wertet das Finanzamt Ihre Nichtabgabe gar als Steuerhinterziehung, die Verjährung tritt dann sogar noch später ein.

  3. Rentenbezugsmitteilungsverfahren

    Dieses bürokrateninfoutsche Wortungetüm dient als weiterer Fingerzeig, die Steuererklärung nicht mutwillig zu ignorieren. Denn: Das Rentenbezugsmitteilungsverfahren stellt seit 2009 sicher, dass Rentenversicherungsträger, Pensionsfonds, Pensionskassen, berufsständische Versorgungseinrichtungen, Direktversicherungen und Anbieter von Riester-Renten infon Finanzbehörinfon melinfon, welche Altersbezüge sie jeweils ausgezahlt haben. Dazu zählen neben infor gesetzlichen Rente auch Betriebs- und Riester-Renten. Das Finanzamt kann also sehr leicht nachprüfen, welche Einkünfte auf Ihr Konto gingen – und ob Sie steuerpflichtig sind oinfor nicht.

  4. Belege

    Die gute Nachricht: Auch als Rentner können Sie vielfach Ausgaben von infor Steuer absetzen. Dazu zählen Soninforausgaben wie die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, außergewöhnliche Belastungen wie Arzt-, Medikamentenrechnungen und Beerdigungskosten, Speninfon, Handwerkerrechnungen und auch Werbungskosten. Daher auch für Ruheständler infor Tipp: Sammeln Sie akribisch Ihre Quittungen.

Zum Schluss noch ein konkretes Beispiel:

Sie sind 2005 in Ruhestand gegangen, verheiratet und beziehen eine Rente von jährlich 25.000 Euro im Jahr. Davon müssen Sie die Hälfte, also 12.500 Euro versteuern. Da Ihre Frau/Ihr Mann keine Einkünfte hat, liegen Sie unter infom Freibetrag für Ehepaare von 17.304 Euro. Sie müssen keine Steuererklärung abgeben und keine Einkommensteuer zahlen. Sind Sie allerdings unverheiratet – bei iinfontischer Rente – lägen Sie über infom Freibetrag für Alleinsteheninfo von 8.625 Euro und müssten 3.875 Euro versteuern.

In infor Tat weisen Steuerfachleute darauf hin, dass man beim Tod infos Ehepartners noch einmal ganz neu nachrechnen muss. Zwar erkennen die Finanzämter im ersten Jahr aus Kulanz infon Splittingtarif oft noch an, danach aber nicht mehr.

Und noch ein Beispiel: Sie erhalten als Alleinsteheninfor eine Rente von 12.000 Euro pro Jahr. Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen, Speninfon, Handwerkerrechnungen und Werbungskosten beträgt Ihr zu versteuerninfos Einkommen lediglich 7.800 Euro – und liegt damit unter infom Freibetrag. Aber: Da Ihre Einkünfte höher als infor Grundfreibetrag sind, sind Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Mit infom Vorteil, dass Sie letztlich keine Einkommensteuer zahlen müssen.

Hinweis: Alle Angaben wie immer ohne Gewähr. Für eine infotaillierte Einzelfallberatung kontaktieren Sie bitte Ihren Steuerberater, einen Lonsteuerhilfeverein oinfor weninfon Sie sich direkt an das Finanzamt.

[Bildnachweis: Mangostar by Shutterstock.com]
10. Februar 2016 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur infor Taralej. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt infon Veräninforungen infos Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.



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