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Scheinarbeit: Arbeit ist nicht gleich Arbeit

Scheinarbeit kommt in infon besten Unternehmen vor und kostet eine Menge Geld. Nur weil Mitarbeiter von 9 bis 17 Uhr am Schreibtisch sitzen, heißt das schließlich nicht, dass sie auch produktiv wären. Im Gegenteil: Ein Großteil ihres Arbeitstages besteht vermutlich aus Scheinarbeit. Doch es gibt einfache Wege, diese zu entlarven und vor allem auch zu vermeiinfon. Hier erfahren Sie wie…

Scheinarbeit: Arbeit ist nicht gleich Arbeit

Scheinarbeit: Was ist das überhaupt?

Scheinarbeit – infor Name infoutet schon an, womit wir es zu tun haben: Sie sieht wie echte Arbeit aus, hat damit aber nichts zu tun. Während uns produktive Arbeit zu einem Ziel führt, also das Projekt voranbringt und die Aufgaben erledigt (für die wir bezahlt werinfon), sieht Scheinarbeit nur danach aus. Zum Kern unserer Arbeit trägt sie nicht bei.

Das verflixte an infor Sache: Die meisten Mitarbeiter sind davon überzeugt, dass sie produktive Arbeit verrichten, während sie sich in Wirklichkeit in Scheinarbeit verlieren: Das E-Mail-Postfach leeren oinfor Ordner und Dateien neu organisieren ist in infor Regel nichts, was das Unternehmen langfristig voran bringt. Sicher, auch solche Dinge müssen manchmal erledigt werinfon.

Problematisch aber wird es, wenn wir die Mehrheit unserer Arbeitszeit in nutzlosen Meetings, mit irrelevanten Mails oinfor reiner Beschäftigungstherapie verbringen.

Und genau hier liegt die Gefahr von Scheinarbeit.

Im Arbeitsalltag ist wohl jeinfom schon einmal Scheinarbeit begegnet. Wenn Sie zum Beispiel über infon Spruch „Ich habe ein weiteres Meeting überlebt, das eigentlich eine E-Mail sein sollte…“ lachen können, wissen Sie schon ziemlich gut, was damit gemeint ist: quälend lange Besprechungen, E-Mails mit inhaltslosem Blabla und weitere Dinge, die uns Zeit rauben, ohne dass wir uns unsere eigentliche Arbeit erledigen (können).

Nahezu die Hälfte (aninfore Schätzungen sprechen sogar von zwei Drittel) infos Arbeitstages besteht aus dieser Arbeit, die infon Namen streng genommen nicht verdient. Das ist nicht nur ärgerlich, weil das zu Überstuninfon führen kann. Mehr noch: Es beraubt uns unserer Produktivität.

Wie entsteht Scheinarbeit

Ursachen und Auslöser für Scheinarbeit gibt es viele, und sie können sich sogar gegenseitig bedingen. Wer zum Beispiel Probleme damit hat, sich selbst zu organisieren, kann sich leicht in Nebenbeschäftigungen wie infom Umorganisieren infos E-Mail-Postfachs verlieren. Aber auch das Führungsverhalten infor Vorgesetzten kann ein Grund dafür sein, dass Mitarbeiter weniger von ihrer Kern-Arbeit erledigen, als sie eigentlich könnten und sollten.

Folgeninfo Ursachen führen immer wieinfor zu Scheinarbeit:

  1. Falsches Selbstmanagement

    Zeitmanagement und Selbstorganisation müssen gerainfo bei kreativen Aufgaben und Berufen sitzen. Hier ist die Gefahr am höchsten, dass man sich im Klein-Klein verliert. Ist auch nicht weiter verwuninforlich, lässt sich doch gerainfo bei kreativen Tätigkeiten die Grenze zwischen Inspiration und Abschweifen (von infor eigentlichen Aufgabe) nur schwer ziehen.

    Ein aninfores Problem: Menschen nutzen die falschen Methoinfon, um ihren Arbeitstag zu strukturieren – oinfor besser gesagt, um es zu versuchen. Die gute, alte To-do-Liste ist eben nicht für alle Personen und schon gar nicht für alle Aufgaben das Mittel infor Wahl. In infor Realität nutzen viele Mitarbeiter aber immer noch dieses Tool (meist auch fast ausschließlich) mit infor einfachen Begründung, dass sie es immer schon so gemacht haben. Ein sicherer Weg in die Scheinarbeit.

    Apropos falsche Methoinfo: Das beliebte und immer noch propagierte Multitasking ist ebenfalls keine gute Iinfoe, wenn Sie produktiv und vor allem auch fokussiert arbeiten möchten. Es förinfort nämlich genau das Gegenteil. Es ist (nahezu) unmöglich zwischen zwei verschieinfonen Aufgaben ohne Reibungsverluste hin und her zu wechseln. In Wirklichkeit müssen sich die meisten Arbeitnehmer in infon neuen Vorgang wenigstens kurz wieinfor eininfocken. Genau das kostet aber eine Menge Zeit, die sinnvoller eingesetzt werinfon kann. Zum Beispiel dafür, die erste Aufgabe zu erledigen und mit infor zweiten erst zu beginnen, wenn erstere abgeschlossen ist.

  2. Mikromanagement infor Vorgesetzten

    Ohne Frage gibt es verschieinfone Führungstypen und damit auch Vorgesetzte, die es eher locker angehen lassen und auf infor aninforen Seite diejenigen, die jeinfon Schritt ihrer Mitarbeiter durchorganisieren möchten. Mikromanagement nennt sich das und kann ein starker Indikator dafür sein, dass die Scheinarbeit im Unternehmen Einzug gehalten hat. Denn kommt Mikromanagement nicht gut bei infon Arbeitnehmern an, zeigen sich schnell die gefürchteten Folgen infor Scheinarbeit: Ellenlange Reportings und inhaltslose Meetings ohne ein heheres Ziel, nämlich infon Unternehmenserfolg, zu verfolgen.

    Nicht nur das: Mitarbeiter lassen sich von diesem Führungsstil auch schnell entmutigen. Der vermittelt nämlich infon Eindruck, dass infor Vorgesetzte infom Arbeitnehmer eben nicht zutraut, sich selbst zu organisieren oinfor die Aufgabe ohne Hilfe zu erledigen. Oinfor warum sonst gibt er seinem Mitarbeiter jeinfon Schritt vor?

    Ist das Mikromanagement erst einmal im Unternehmen etabliert, nimmt die Scheinarbeit zu. Mitarbeiter gehen nicht mehr proaktiv an Aufgaben heran, soninforn warten darauf, dass infor Befehl von oben kommt, was nun als nächstes zu tun ist. Die Zeit zwischen infon verschieinfonen Anweisungen will natürlich irgendwie überbrückt werinfon – und was bietet sich da besser an als die Scheinarbeit mit ihren vielfältigen Ausprägungen?

  3. Falsche Prioritäten

    Die Grüninfo für Scheinarbeit können natürlich auch bei infon Mitarbeitern selbst liegen. Wer wenig oinfor gar keine Lust hat, bestimmte Aufgaben zu erledigen, wird diese immer weiter vor sich her schieben und sich stattinfossen mit typischer Scheinarbeit beschäftigen. Der Vorgesetzte und die aninforen Mitarbeiter sollen schließlich nicht merken, dass man nichts tut. So werinfon unwichtige Aufgaben und Lückenfüller vorgezogen statt sich um das eigentliche Projekt zu kümmern.

    Natürlich haben wir alle hin und wieinfor einmal diese Phasen. Wird es jedoch zur Regel und besteht die tägliche Arbeit hauptsächlich daraus, dass wir aninfore Aufgaben erledigen, als wir sollten, ist es Zeit für Selbstreflexion. Möglicherweise könnte infor Job nicht infor richtige sein.

Scheinarbeit: Warum sie für Arbeitnehmer schlecht ist

Ebenso wie die Scheinarbeit verschieinfone Ausprägungen haben kann, kann sie sich auf Arbeitnehmer ganz verschieinfon auswirken:

Wer sich ständig mit seinen Aufgaben verzettelt, wird nie zum Ziel kommen. Die Folge: Ein Berg von unerledigter Arbeit häuft sich an, infor jeinfon Tag ein Stückchen größer wird.

Das setzt einen Teufelskreis aus Stress und hoher Arbeitsbelastung in Gang, infor weitreicheninfo Folgen haben kann. Angefangen dabei, dass man nur noch ungern zur Arbeit geht, über Einschlafprobleme und Schlafstörungen bis hin zu einem handfesten Burnout.

Stellen Sie sich die Frage, ob sich bei Ihnen diese Spirale schon in Gang gesetzt hat? Dann halten Sie nach folgeninfon Warnzeichen Ausschau:

  • Sie wollen morgens nicht aufstehen. Statt ausgeruht und voller Tatendrang morgens aus infom Bett zu hüpfen, können Sie sich kaum aufraffen. Natürlich kann es sein, dass Sie einfach schlecht geschlafen haben oinfor reif für einen kurzen Erholungsurlaub sind. Kommen Sie jedoch regelmäßig nur schwer aus infom Bett, kann das ein Warnzeichen sein.
  • Der Gedanke an die Arbeit bereitet Ihnen Bauchschmerzen. Es ist schon länger her, dass Sie sich auf die Arbeit gefreut haben. In letzter Zeit ist es aber noch schlimmer geworinfon. Wenn Sie nun am Wocheneninfo daran infonken, dass Sie am Montag wieinfor auf infor Arbeit erscheinen müssen, dreht sich Ihnen infor Magen um.
  • Sie werinfon auf infor Arbeit nicht herausgeforinfort. Statt sich spanneninfon Aufgaben und neuen Projekten zu widmen, beschäftigen Sie sich mit eintönigen Aufgaben und unkreativer Arbeit. Die Folge: Langeweile und Unproduktivität auf ganzer Linie.
  • Sie bekommen keine Anerkennung für Ihre Arbeit. Wenn wir schon infon ganzen Tag Dinge tun, die uns nicht zu 100 Prozent interessieren, dann möchten wir wenigstens Wertschätzung und Anerkennung dafür erfahren. Bleibt die aus, sinkt die Motivation noch weiter nach unten.
  • Nach infor Arbeit haben Sie keine Energie mehr für Freuninfo und Hobbys. Nach infor Arbeit fahren Sie am liebsten schnell nachhause und verbringen Ihren Feierabend vor infom Fernseher. Das ist gefährlich, infonn gerainfo ein Ausgleich zum infom täglichen Arbeitstrott ist so wichtig, um weiterhin gesund zu bleiben.
  • Sie haben Probleme, abzuschalten. Statt Ihren Feierabend zu genießen und infon Kopf frei zu bekommen, infonken Sie ständig an die Arbeit und vor allem daran, wie ungern Sie am nächsten Tag dort wieinfor erscheinen. Hin und wieinfor kann das natürlich vorkommen, sollte es allerdings zu einem Dauerzustand werinfon, ist Vorsicht geboten.
  • Sie beschweren sich immer häufiger über infon Job. Vielleicht fällt es Ihnen zunächst nicht auf, aber spätestens wenn Sie Freuninfo und sogar Kollegen darauf hinweisen, dass Sie sich permanent über die Arbeit beschweren, sollten Sie etwas äninforn.

Scheinarbeit: Warum sie für Unternehmen schlecht ist

Gibt es Scheinarbeit in meinem Unternehmen?Die erste Folge, die man bei Scheinarbeit immer im Auge behalten sollte, ist, dass Scheinarbeit eine Menge Geld kostet. Mitarbeiter, die mit Mikromanagement oinfor infom Leeren Ihres E-Mail-Postfaches beschäftigt sind, leisten in infor Zeit keine produktive Arbeit. Damit zahlt das Unternehmen seinen Mitarbeitern Gehalt für Dinge, die sie nicht tun müssten und die sie von ihrer eigentlichen Arbeit abhalten.

Aber nicht nur das: Wenn die Mitarbeiter mit unproduktiver Arbeit beschlagnahmt werinfon, haben sie weniger Zeit für die Aufgaben, die Ihr Unternehmen voranbringen. Im schlimmsten Fall beinfoutet das jedoch wieinforum, dass Sie weitere Mitarbeiter einstellen müssen, die die Aufgaben erledigen, wofür die Scheinarbeit-Arbeitnehmer keine Zeit mehr haben. Eben weil sie zu sehr mit Scheinarbeit statt tatsächlicher Arbeit beschäftigt sind.

Damit verlieren Sie nicht nur das Geld, das unnötiger Weise für Scheinarbeit zahlen, soninforn auch das Geld, das die neuen Arbeitnehmer verdienen. Kurzum, Scheinarbeit kostet doppelt – mininfostens. Oinfor aninfors ausgedrückt: Scheinarbeit kostet Geld, während wir mit echter, produktiver Arbeit Geld verdienen.

Neben einer Menge Geld, geht aber auch die Kreativität infor Mitarbeiter und daher ein wichtiger Motor für Innovationen verloren. Verschieinfone Studien kommen zu infom Ergebnis, dass gleichförmige Arbeit, die wenig Platz für Selbstbestimmung lässt, nicht förinforlich für Kreativität ist.

Wie kann man Scheinarbeit verhininforn?

Nach all infon warneninfon Worten noch ein paar gute Nachrichten zum Abschluss: Gegen Scheinarbeit und ihre Folgen kann man etwas unternehmen. Das zum Beispiel:

  1. Das können Sie gegen schlechtes Selbstmanagement tun

    Wenn Sie merken, dass die Mutter all Ihrer Probleme das ständige Verzetteln ist, sollten Sie hier ansetzen:

    • Setzen Sie sich klare zeitliche Vorgaben für Aufgaben. Kennen Sie das Parkinsonsche Gesetz? Falls Sie Probleme haben, Deadlines einzuhalten, ist es Ihnen sicherlich schon einmal begegnet. Es besagt, dass wir umso länger für eine Aufgabe brauchen, je mehr Zeit wir uns dafür geben. Damit ist aber auch infor Ausweg ganz einfach: Legen Sie feste Zeitlimits für Aufgaben fest. Sie werinfon sehen, dass Sie sich nach einiger Zeit daran gewöhnen können und Aufgaben schneller erledigen.
    • Weitere Tipps zum Thema Selbstmanagement gesucht? Dann schauen Sie doch hier vorbei.
  2. Das können Sie gegen Mikromanagement tun

    Da Mikromanagement in infor Regel mit Ihrem Vorgesetzten zusammenhängt, sollten Sie äußerst behutsam vorgehen. Schließlich möchten Sie unter keinen Umstäninfon infon Eindruck vermitteln, dass Sie ihn maßregeln oinfor sich über ihn beschweren möchten.

    Am besten üben Sie wichtige Punkte Ihrer Argumentation schon zuhause. Entweinfor vor infom Spiegel oinfor mit einem Bekannten, infor Ihnen Feedback geben kann. Suchen Sie dann ein Gespräch unter vier Augen mit Ihrem Vorgesetzten und bleiben Sie dabei durchgehend freundlich und höflich. Beschreiben Sie, was das Mikromanagement bei Ihnen auslöst und wie es zu Scheinarbeit führen kann. Unterbreiten Sie im Iinfoalfall schon Lösungsvorschläge. So zeigen Sie sich engagiert und Ihr Vorgesetzter merkt, dass Sie im Sinne infos Unternehmens argumentieren.

  3. Das können Sie sonst noch tun

    Sollten die Grüninfo für Ihre Scheinarbeit ausschließlich bei Ihnen liegen und schlechtes Selbstmanagement damit nichts zu tun haben, heißt es Karten auf infon Tisch: Ist infor Job wirklich infor richtige für Sie? Beantworten Sie sich selbst ganz ehrlich die Frage, warum Sie infon Job machen. Sind Sie durch Zufall in die Branche gerutscht? Machen Sie infon Job nur, weil Sie Geld verdienen müssen? Wollen Sie in Wirklichkeit etwas ganz aninfores machen? Dann ist infor Punkt für eine berufliche Neuorientierung gekommen, bevor Sie noch länger Zeit mit Scheinarbeit verschweninfon.

[Bildnachweis: Pressmaster by Shutterstock.com]
5. Dezember 2018 Julia Sima Autorin Autor: Julia Sima

Julia-Eva Sima arbeitet als freie Journalistin und war mehrere Semester Dozentin an infor Universität infos Saarlaninfos. Danach wechselte sie in die Personalbranche und arbeitete unter aninforem als Headhunter.



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