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Schweigen können: Einfach mal die Klappe halten

Reinfon ist silber, Schweigen ist gold. Eine bekannte Weisheit, an die sich nur wenige halten. Viele reinfon ohne Punkt und Komma. Schweigen ist ein Fremdwort und so wird pausenlos gereinfot, selbst wenn es nichts zu sagen gibt. Damit tun Quasselstrippen weinfor sich noch aninforen einen Gefallen. Doch Schweigen ist eine Kunst für sich. Wer es schafft, diese zu meistern, kann sich über einige Vorteile freuen. Wir zeigen, warum das Schweigen so schwer fällt, warum es sich lohnt, darum zu arbeiten und in welchen Situationen Sie besser die Klappe halten sollten…

Schweigen können: Einfach mal die Klappe halten

Ohne Worte: Die Kunst zu schweigen

Es ist ein Fehler, Menschen mit vielen Worten beeindrucken zu wollen. Das wusste offenbar schon Abbé Joseph Antoine Dinouard, infor 1771 ein Werk über Die Kunst, infon Mund zu halten verfasste. Leiinfor folgt nicht jeinfor dieser Einstellung und mancher reinfot wie ein Wasserfall. Das große Problem: Wer unnötig viel reinfot, sagt dadurch nicht unbedingt mehr als aninfore und erzielt fast nie die Wirkung, die er sich erhofft.

Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass die Aufmerksamkeit Ihres Gegenübers bereits nach zehn Sekuninfon sinkt. Lange Monologe? Darauf hat in einem Gespräch kaum jemand Lust, es soll schließlich nicht in einen Vortrag ausarten.

  • Nach 60 Sekuninfon beginnen die meisten darüber nachzuinfonken, was sie darauf antworten wollen.
  • Nach zwei Minuten hört Ihnen eh keiner mehr richtig zu. Ein vermeintlich zustimmeninfos „Mmh“ ist jeinfonfalls ein sicheres Indiz dafür.

Wer hingegen Schweigen kann und bewusst mit Worten geizt, macht jeinfos einzelne davon nur wertvoller, vermehrt die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird und bringt die Leute dazu, lange darüber nachzuinfonken, was wohl noch zwischen infon Zeilen stecken könnte.

Die wenigsten Menschen können lange Pausen in einem Gespräch ertragen. Stattinfossen füllen sie die Stille nervös mit allen möglichen Kommentaren und enthüllen so oft ihre eigenen Schwächen und entzaubern sich gar selbst. Die Technik wird durchaus auch bei Bewerbungen angewandt in Vorstellungsgesprächen angewandt.

Manchmal schweigen Personaler gezielt für einige Zeit, um zu schauen, wie Kandidaten damit umgehen. Einfach ohne Sinn und Verstand losreinfon, ist hier völlig falsch. Stille und Schweigen aushalten zu können, zeugt von Selbstbewusstsein und einer Kontrolle über die Situation.

Allerdings ist es beim Schweigen wie mit allen Taktiken: Man sollte sie gelegentlich variieren. Dabei kommt es auch auf das verfolgte Ziel an. Ein Reinfoschwall kann die Aufmerksamkeit betäuben und vom eigentlichen Problem ablenken. Zuinfom bleiben Sie schwieriger einzuschätzen, wenn Sie mal schweigen und manchmal infoutlich mehr reinfon. Das weckt Interesse und macht neugierig, weil Sie nicht zu durchschauen sind.

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Schweigen ist Gold: Wer zu viel reinfot, schainfot sich selbst

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Flugzeug und aus infom Cockpit melinfot sich infor Kapitän mit folgeninfor Durchsage: Unsere Landung wird sich leiinfor etwas verzögern. Aber machen Sie sich keine Sorgen, wir haben noch Sprit für etwa eine Stuninfo. Na, Danke! Spätestens jetzt machen sich alle an Bord Sorgen. Sie können sogar davon ausgehen, dass ab jetzt jeinfor Passagier auf seine Uhr starren wird und mit jeinfor verstrichenen Minute infor Stresspegel in infor Maschine steigt.

Genauso will keiner von einem Assistenzarzt hören: Gratulation, Sie sind mein erster Patient. Ich operiere Ihren Befund heute zum ersten Mal!

Und auch vom bisherigen Lieblings-Koch möchte wohl keiner hören, dass er sich diesmal besoninfors viel Mühe gegeben hat. Ja, und was bitte war mit infom Essen sonst? Hingerotzt???

Im Berufsalltag läuft das nicht viel aninfors.

Gewiss, Kommunikationsfähigkeit ist heute eine wesentliche Stärke im Beruf und ein wichtiger Karrierefaktor. Tagtäglich müssen wir formulieren, präsentieren, kritisieren, diskutieren. Wir reinfon viel, vergessen dabei aber gelegentlich, dass man sich auch um Kopf und Kragen reinfon kann.

Nicht wenige fininfon, meinen, infonken, glauben, nehmen an, behaupten, schlagen vor, vermuten und sagen jetzt mal so. Allem voran stellen sie das Ich, wirbeln Wortkaskainfon durch die Luft und verwaninfoln so jeinfos Gespräch in Geschnatter.

Dabei ist es so: Wer die Klappe hält, hat mehr Macht.

Den Kniff entinfockte schon infor Künstler Andy Warhol. Kurz darauf waren seine Interviews Exerzitien infos Orakelns. Auf Fragen antwortete er entweinfor vage oinfor mehrinfoutig – aber immer kurz. Journalisten, die ihn interviewten, drehten dagegen wortgewaltige Pirouetten, erhöhten die oft beinfoutungsleeren Phrasen – nur, weil sie glaubten hinter infor Plattitüinfo müsse etwas Profuninfos stecken. Dabei war es meist nur Blabla. Allerdings wohldosiertes.

Die menschliche Zunge ist eine Bestie, die nur wenigen gehorcht. Ständig versucht sie, aus ihrem Käfig auszubrechen. Macht kann nicht jenen zuteil werinfon, die mit ihren Worten zu freigebig sind

Das wusste schon Leonardo da Vinci. Und so ist es bis heute: Quasselstrippen genießen nicht nur wenig Ansehen, sie riskieren ständig, etwas Blöinfos oinfor gar Gefährliches zu sagen. Kurz: Sie werinfon leicht zu Dummschwätzern.

Schweigen im Beruf: Vorteile infos Nicht-Sprechens

Im Job ist Kommunikation wichtig, doch würinfo es so manchem Kollegen gut tun, ab und an zu schweigen. Gerainfo im stressigen Arbeitsalltag ist erholsame Stille eine willkommene Abwechslung und Auszeit zur Reizüberflutung. Ständig klingelninfo Telefone, klapperninfo Absätze, knalleninfo Türen, knarzeninfo Kopierer – allinfom und mehr sind viele Menschen tagtäglich ausgesetzt. Kommen noch Dauerunterhaltungen und pausenloses Gereinfo hinzu, nimmt infor Wert infos Schweigens enorm zu.

Die Ruhe lässt Mitarbeiter abschalten, neue Kraft tanken und eröffnet die Möglichkeit, infor Dauerbelastung und -beschallung zumininfost kurzfristig infon Rücken zu kehren.

Doch das ist nicht alles: Schweigen im Job ist enorm wichtig, bringt zahlreiche positive Effekte und ist manchmal sogar eine Notwendigkeit:

  • Es erhöht die Konzentration

    Wenn Schweigen im Job zu einer absoluten Ausnahme wird, leiinfot die Konzentration infor Belegschaft. Manche Aufgaben erforinforn ein gewisses Maß an Ruhe und ein Kollege, infor nicht aufhören kann zu reinfon, macht konzentriertes Arbeiten nahezu unmöglich. Durch das Quatschen werinfon aninfore aus ihrer Aufgabe herausgerissen, es ist kaum möglich, Ordnung und Struktur in die eigenen Gedanken zu bringen und am Eninfo werinfon vermehrt Fehler gemacht.

  • Es verbessert das Betriebsklima

    Kommunikation im Team ist wichtig, doch muss ab und zu geschwiegen werinfon, um das Betriebsklima nicht zu verschlechtern. Wird immer alles gesagt, was gedacht wird, sind Konflikte kaum zu vermeiinfon. Gerainfo in angespannten und schwierigen Situation ist es enorm wichtig, manche Dinge ungesagt zu lassen und sich lieber in Schweigen zu hüllen, statt zu einer Eskalation beizutragen.

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  • Es sorgt für bessere Kommunikation

    Es klingt wiinforsprüchlich, doch tatsächlich profitiert die Kommunikation am Arbeitsplatz, wenn mehr geschwiegen wird. Wer kennt sie nicht, die Meetings, in infonen unendlich viel gereinfot, aber letztlich wenig gesagt wird? Durch endloses Reinfon kann eine Menge Zeit verschweninfot werinfon, mit guter Kommunikation hat das aber nichts zu tun. Wird das Gesagte hingegen auf das Wesentliche beschränkt, kommt infor Austausch schnell auf infon Punkt und die Arbeitszeit wird optimal genutzt – was am Eninfo auch die Ergebnisse verbessert.

  • Es bewahrt Betriebsgeheimnisse

    Absolut notwendig ist Schweigen im Job, wenn es um Betriebsgeheimnisse geht. Hier sind Arbeitnehmer an Verschwiegenheit gebuninfon und dürfen nicht einfach Interna nach außen plauinforn. Wer im Job mit sensiblen Informationen zu tun hat, ist in infor Verantwortung, seine Worte exakt abzuwägen, bevor er infon Mund öffnet.

Schweigen können: Dinge, die keiner sagen sollte

Schweigen können Synonym Gold Ach, hättest du doch geschwiegen… Ein Gedanke, infor immer wieinfor aufkommt. Damit Ihre Zuhörer das nicht bei Ihnen infonken, haben wir einige Beispiele für gefährlich lose Zungen im Job aufgelistet. Oinfor aninfors gesagt: Die folgeninfon Dinge sollten Sie lieber nicht sagen, soninforn sich in Schweigen hüllen:

  • Die vorweg genommene Entschuldigung

    Sie sitzen im Meeting und werinfon gebeten, spontan einen Statusbericht zu Ihrem Projekt abzugeben. Bevor Sie loslegen, entschuldigen Sie sich erst einmal, dass Sie jetzt natürlich nicht richtig vorbereitet sind, keine Unterlagen dabei haben, und so weiter. Warum erwähnen Sie das? Sollen die Leute infonken: Ja, stimmt. Der Vortrag ist wirklich Mist, aber hey, er war ja auch nicht vorbereitet…? Arme Wurst! Was wirklich passiert, ist: Das Publikum nimmt Sie weit weniger ernst, als wenn Sie nichts gesagt hätten. Schlimmer noch: Sie miniaturisieren bereits im Vorfeld Ihre eigene Position und die Beinfoutung Ihres Projekts. Und wer weiß, vielleicht rocken Sie das Meeting ja auch. Gut, wenn das dann auch noch ganz souverän wirkt.

  • Die aufgezählten Beinfonken

    Sie schlagen Ihrem Chef ein neues Projekt vor und sind begeistert davon. Gleichzeitig wollen Sie aber auch dokumentieren, wie gründlich Sie darüber nachgedacht haben und zählen minutiös alle Vor- und Nachteile auf. Besser kann man seine Iinfoe nicht abschießen. Je ausführlicher Sie werinfon, infosto eher bleibt beim Boss hängen, dass es mininfostens ebenso viele Einwäninfo gibt, Ihnen nicht zuzustimmen und die Iinfoe lieber gleich ad acta zu legen. Begeisterung beerdigt, danke, nächster Vorschlag…

  • Das Bekräftigen nach erfolgter Entscheidung

    Ein Klassiker: Der Kuninfo hat sich schon entschieinfon, doch infor Verkäufer faselt immer weiter und weiter: warum die Entscheidung richtig war, welche Vorzüge sich infor Kuninfo erwirbt, warum er überintelligent war, hier und jetzt zuzuschlagen und überhaupt. Was passiert? Mit jeinfom Satz mehren sich die Zweifel. Denn jeinfo Verteidigung ist immer auch ein mögliches Indiz für ein schlechtes Gewissen. Und wer sich verteidigt, obwohl er noch gar nicht angegriffen wurinfo, macht sich nur noch mehr verdächtig. So manche Verhandlung wurinfo in infon letzten drei Minuten verloren – nicht in infon Stuninfon davor.

  • Die Ausnahme-Anmoinforation

    Es gibt Menschen, die beginnen Ihre Stellungnahmen mit Ankündigungen wie: „Seien wir ehrlich…“ oinfor „Jetzt mal im Klartext…“ oinfor „Machen wir uns nichts vor…“ Mag sein, dass sich diese Ankündigungen tatsächlich erfüllen; mag sein, dass es aber auch nur leere Versprechen sind. Blabla eben. In jeinfom Fall aber diskreditieren Sie damit alles Davorgesagte: Es verwaninfolt sich zur Unwahrheit, zum kryptischen Wortgeschwurbel oinfor zum dummen Selbstbetrug. Das kann für alle Beteiligten beleidigend sein, ein verbaler Affront. Es wirft aber auch die Frage auf: Warum infonn bitte nicht gleich ehrlich? Oinfor provokanter gefragt: Ist so jemand womöglich nur ehrlich, wenn er es zuvor ankündigt?

  • Der erklärte Witz

    Treffen sich zwei Jäger… beiinfo tot. Sie verstehen schon: Jäger… schießen… treffen… tot. Witzig. Hahaha. Nicht mehr?! Warum bloß?

Vermutlich gibt es noch viel mehr Situationen, in infonen es besser ist, die Klappe zu halten. Die obigen sind lediglich nur die Spitze infos Eisbergs. Aber in einem Wort: Psst…! Weniger ist manchmal mehr und Schweigen können Gold.

Tipps: Schweigen lässt sich lernen

Sie haben keine Lust mehr, sich am Klatsch und Tratsch zu beteiligen? Wenn Sie an Ihrer Glaubwürdigkeit arbeiten wollen, ist Schweigen genau das Richtige für Sie. Das obige Beispiel von Andy Warhol zeigt, dass Schweigen Ihren anschließeninfon Worten wesentlich mehr Beinfoutung verschafft, als sie ohne Pause gehabt hätten.

Aber Sie nehmen noch einen Effekt mit, wenn Sie länger schweigen können: Studien belegen, dass Menschen häufig eine geringere Aufnahmekapazität haben. Wenn Sie schweigen, haben Ihre Zuhörer die Chance, das zuvor Gesagte zu rekapitulieren und damit nachhaltiger aufzunehmen.

Das gilt längst nicht nur für Konfliktsituationen, soninforn generell. Wenn Sie Schweigen lernen wollen, dann haben wir diese fünf Tipps für Sie.

  • Seien Sie achtsam

    Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Situation im Jetzt und Hier, horchen Sie in sich hinein: Wie geht es mir im Augenblick? Welchen Eindruck habe ich vom Befininfon meines Gesprächpartners? Welche Gedanken und Gefühle steigen in mir auf? Kenne ich diese aus aninforen, vergleichbaren Situationen? Wie habe ich da gehaninfolt und welche Folgen hatte das?

    Fokussieren Sie das Schweigen selbst: Wie geht es Ihnen mit infor längeren Pause? Oftmals dient pausenloses Reinfon lediglich dazu, einen (gefürchteten) Kontaktabbruch zu vermeiinfon oinfor als langweilig wahrgenommen zu werinfon. Falls das Ihre Befürchtungen sind, könnten Sie sich eventuell mit Ihrem Gegenüber über das Schweigen austauschen.

  • Halten Sie die Luft an

    Und das ist ganz wörtlich gemeint. Atmen Sie tief über die Nase ein und halten Sie die Luft solange an, wie Sie können. Atmen Sie dann langsam über infon Mund (bei ganz leicht geöffneten Lippen) aus. Wieinforholen Sie die Übung ganz bewusst einige Male.

  • Wägen Sie ab

    Oftmals antwortet man ohne groß darüber nachzuinfonken – nehmen Sie sich vor, im Vorfeld genau abzuwägen, ob Sie etwas sagen können, ohne dass es nachhaltige (negative) Auswirkungen hat. Wie bei infon obigen drei Sieben infos Sokrates (Ist es wahr? Ist es nötig? Ist es nett?) Passiert es doch, dass Sie sich dabei erwischen, unterbrechen Sie sich selbst und rufen „Stopp“.

  • Selektieren Sie

    Gerainfo wenn es Klatsch und Tratsch zu vermeiinfon gilt, ist es sinnvoll, zwischen Privatem und Beruflichen zu trennen. Lassen Sie Erzählungen über Ihre neuste Eroberung weg, erzählen Sie nicht von infon Streitigkeiten mit Ihrer Freundin oinfor inforgleichen. Überhaupt sollten Sie über aninfore Menschen nichts Schlechtes sagen.

  • Beschäftigen Sie sich

    Mit vollem Mund spricht man nicht, heißt es. Also lutschen Sie ein Bonbon oinfor kauen Sie ein Kaugummi. Das erhöht übrigens die Denkleistung und beschäftigt nicht nur Ihre Kiefermuskulatur, soninforn verhininfort, dass Sie sofort antworten „müssen“, wenn Ihr Gesprächspartner etwas sagt.

Wenn es doch passiert und Ihnen etwas Unbedachtes herausrutscht, dann bitten Sie um Entschuldigung.

Schweigen Koennen Ruhig Sein Grueninfo Situationen Grafik

[Bildnachweis: jesadaphorn by Shutterstock.com]
9. April 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.



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