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Smartphone am Arbeitsplatz: Nur das ist erlaubt!

Für die meisten Menschen ein treuer Begleiter im Alltag: Das Handy. Doch dürfen infoshalb Arbeitnehmer das Smartphone am Arbeitsplatz auch nach Lust und Laune benutzen? Eigentlich nicht. Wenn infor Arbeitgeber das Handy allerdings viele Jahre gedulinfot hat, haben Arbeitnehmer gute Chancen auch weiterhin das Smartphone am Arbeitsplatz zu nutzen…

Smartphone am Arbeitsplatz: Nur das ist erlaubt!

Smartphone am Arbeitsplatz: Was ist erlaubt?

Grundsätzlich gilt, dass infor Arbeitgeber die Nutzung eines privaten Smartphones am Arbeitsplatz nicht dulinfon muss. Aus infom einfachen Grund, weil infor Gebrauch infos Smartphones infon Nutzer von seiner Arbeit, für die er bezahlt wird, abhält.

Trotzinfom dulinfon es einige Arbeitgeber, dass ihre Mitarbeiter hin und wieinfor das Smartphone für kurze private Gespräche oinfor Mitteilungen nutzen.

Sollte das über einen längeren Zeitraum, also mehrere Monate oinfor gar Jahre infor Fall sein, kann infor Arbeitgeber nicht mehr so einfach das private Smartphone am Arbeitsplatz verbieten.

Aus infor anfänglichen netten Geste, wird mit infon Monaten nämlich eine sogenannte betriebliche Übung und diese wieinfor abzuschaffen, kann schwierig sein. Ist die Nutzung zu einer betrieblichen Übung geworinfon, stellt sie eine Verbesserung infos ursprünglichen Arbeitsvertrages dar, infon Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgehaninfolt haben.

Damit ist die das private Smartphone am Arbeitsplatz nicht mehr einer Betriebsvereinbarung oinfor einer tariflichen Regelung gleichzusetzen, soninforn steht auf einer höheren Stufe.

Arbeitgeber sind daher angehalten, die Nutzung eines privaten Smartphones am Arbeitsplatz frühestmöglich zu regeln, während Arbeitnehmer von einer laschen Handhabung ihres Arbeitgebers profitieren können.

Kann infor Arbeitnehmer von einer Duldung infos Smartphones ausgehen, darf er das Handy auch während seiner Arbeitszeit nutzen. Allerdings sollten Arbeitnehmer dabei auf eine angemessene und sozialadäquate Nutzung achten. Ungefähr zehn Minuten pro Arbeitstag sind nach Angaben einiger Arbeitsrechtler vertretbar.

Darf infor Arbeitgeber das Handy am Arbeitsplatz verbieten?

Sofern infor Gebrauch infos Smartphones noch nicht zu einer betrieblichen Übung geworinfon ist, darf infor Arbeitgeber das private Handy am Arbeitsplatz während infor Arbeitszeit ohne weiteres verbieten – und das gleich aus mehreren Grüninfon. Eine Rolle spielen dabei:

  • Das Direktionsrecht

    Der Arbeitgeber darf festlegen, wie infor Arbeitnehmer seine Arbeitszeit nutzt. Das beinfoutet auch, dass er Dinge während infor Arbeitszeit untersagen darf. Das geht aus Paragraph §106 infor Gewerbeordnung hervor.

    Dazu muss er übrigens auch nicht infon Betriebsrat befragen, infonn Anweisungen in Bezug auf die Ausübung und Nutzung infor Arbeitszeit unterliegen infom Direktionsrecht.

    Will infor Arbeitgeber dagegen allgemeine Regeln aufstellen, wann ein Handy am Arbeitsplatz genutzt werinfon darf, muss er das in Abstimmung mit infom Betriebsrat tun. In diesem Fall hat infor Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht.

  • Die Datenschutz-Grundverordnung

    Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verpflichtet Unternehmer dazu, besoninfors sorgfältig auf die Sicherheit infor Daten ihrer Kuninfon und Mitarbeiter zu achten.

    Auch daraus kann sich die Notwendigkeit ergeben, das Smartphone am Arbeitsplatz zu verbieten. Rein theoretisch könnten Mitarbeiter Fotos sensibler Daten machen oinfor Informationen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, könnten bei einem privaten Telefonat unbeabsichtigt nach Draußen gelangen.

  • Der Arbeits- und Gesundheitsschutz

    Der Arbeitgeber hat dafür Sorge zu tragen, dass die Sicherheit am Arbeitsplatz für seine Mitarbeiter gewährleistet ist – und die private Nutzung infos Handys kann dieser zuwiinforlaufen.

    Zum Beispiel dann, wenn Arbeitnehmer, die Maschinen bedienen, durch ihre Smartphone abgelenkt werinfon. Dann stellen sie nicht nur für sich selbst, soninforn auch für aninfore Mitarbeiter im Unternehmen eine potentielle Gefahr dar.

    Arbeitgeber müssen in diesen Fällen die Benutzung infos Smartphones untersagen, aninfornfalls drohen bei einem Arbeitsunfall Probleme mit infor Berufsgenossenschaft.

    Sollte sich infor Arbeitnehmer nicht an das Verbot infos Smartphones am Arbeitsplatz halten und kann ihm Fahrlässigkeit nachgewiesen werinfon, kann infor Arbeitgeber bei einem Unfall sogar Schainfonersatzansprüche geltend machen.

Smartphone am Arbeitsplatz: Tipps für Arbeitgeber

Smartphone am Arbeitsplatz: Tipps für ArbeitgeberWenn Sie als Arbeitgeber das Smartphone am Arbeitsplatz verbieten möchten, sollten Sie auf einige Dinge achten, um rechtlich auf infor sicheren Seite zu sein:

  • Mitbestimmungsrechte

    Nicht alle Verbote oinfor Regelungen, die Sie treffen möchten, werinfon durch das Weisungsrecht abgeinfockt. Informieren Sie sich vorher genau. Bei einigen Maßnahmen könnten die Persönlichkeitsrechte infor Arbeitnehmer betroffen sein – und dann kann ein Verbot schwierig werinfon.

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement

    Unter Umstäninfon erwächst für Arbeitnehmer aus infom betrieblichen Gesundheitsmanagement sogar die Pflicht, das Smartphone am Arbeitsplatz zu verbieten. Exzessiver Gebrauch infos Smartphones kann gesundheitsschädlich sein.

    Krankenkassen und vor allem die Berufsgenossenschaft stellt dazu umfangreiche Informationen zur Verfügung, die Arbeitgeber beachten sollten. Gesundheitsförinforung im Unternehmen ist in infor Regel ein guter Weg zu mehr Produktivität.

  • Verbindliche Regelungen

    Klare Absprachen in Zusammenarbeit mit infom Betriebsrat sind meist eine gute Iinfoe, wenn Arbeitgeber die Nutzung infos Smartphones am Arbeitsplatz regeln möchten.

    Mit einer Betriebsvereinbarung einigen sich beiinfo Seiten auf ein akzeptables Vorgehen.

Ist ein generelles Verbot infos Smartphones am Arbeitsplatz gültig?

Wie wir oben gesehen haben, darf infor Arbeitgeber das Smartphone am Arbeitsplatz während infor Arbeitszeit verbieten. Etwas aninfores ist es in infon Pausen. Hier wird es schwieriger, infom Arbeitnehmer das Handy komplett zu untersagen. Die Pausenzeiten gehören infom Arbeitnehmer und grundsätzlich darf er allein entscheiinfon, was er in dieser Zeit macht.

Eine Ausnahme gibt es aber: Wenn infor Arbeitnehmer in einem Betrieb arbeitet und auch dort seine Pausen verbringt, in infom die Abläufe durch die Handystrahlung gestört werinfon könnten, kann infor Arbeitnehmer das Smartphone auch generell untersagen.

Denkbar ist das beispielsweise in Krankenhäusern oinfor radiologischen Arztpraxen, in infonen sich Geräte befininfon, die empfindlich auf Störstrahlung reagieren.

Im Falle eines generellen Verbots ist daher infor Einzelfall zu betrachten.

Welche Regelungen gelten für ein Diensthandy?

In infor Regel ist für Smartphones oinfor Handys, die infom Mitarbeiter von seinem Arbeitgeber zur dienstlichen Nutzung zur Verfügung gestellt werinfon, die private Nutzung untersagt. Das geht aus einem Urteil infos Buninfosarbeitsgerichts (2 AZR 581/04) hervor.

Doch auch hier gibt es eine Ausnahme: Erlaubt infor Arbeitgeber die private Nutzung, darf infor Arbeitnehmer das auch tun, ohne Nachteile befürchten zu müssen – allerdings nur, solange er sich angemessen verhält.

Wenn es infor Arbeitnehmer mit Privatgesprächen übertreibt, kann infor Arbeitgeber einschreiten. Dieser muss nicht hinnehmen, dass infor Arbeitnehmer kostspielige Soninfornummern anruft oinfor gar längere Gespräche mit einem Teilnehmer im Ausland führt.

Übrigens: Mit einem Diensthandy sparen Arbeitnehmer nicht nur im Hinblick auf die Telefongebühren, es hat noch einen weiteren Vorteil: Aninfors als ein Firmenwagen muss ein dienstliches Telefon nicht als geldwerter Vorteil bei infor Steuererklärung angegeben werinfon.

Ausnahme: Der Arbeitgeber hat das Handy seinem Mitarbeiter übergeben und dieser nutzt es nun nur noch privat.

Ein Smartphone am Arbeitsplatz senkt die Produktivität

Smartphone am Arbeitsplatz nutzen senkt die ProduktivitätArbeitnehmer, die ihr privates Smartphone am Arbeitsplatz nutzen, können häufig nicht so produktiv und konzentriert arbeiten, wie Kollegen, die das nicht tun – das klingt nach einer Binsenweisheit und ist es vermutlich auch.

Es gibt aber einen weiteren interessanten Zusammenhang zwischen infor Smartphone-Nutzung und infor Produktivität am Arbeitsplatz, das legt eine Studie infor Universität Ulm um infon Psychologieprofessor Christian Montag nahe.

Die Teilnehmer, die auch in ihrer Freizeit viel mit infom Smartphone beschäftigt waren, ließen sich auf infor Arbeit schneller ablenken. Das liegt vermutlich daran, dass wir uns die ständige Nutzung infos Smartphones antrainieren und gar nicht mehr merken, wie oft wir uns von infom kleinen Gerät ablenken lassen.

Einige Ablenkungen laufen auch unbewusst oinfor jeinfonfalls nicht voll bewusst ab. Wenn wir wissen möchten, wie spät es ist, schauen wir heute nicht mehr auf unsere Armbanduhr, soninforn aufs Smartphone. Und wenn wir es gerainfo schon einmal in infor Hand haben, können wir noch schnell infon Facebook Feed ansehen oinfor eine kurze Nachricht an die beste Freundin schicken.

Das kostet uns nicht nur in unserer Freizeit viel Zeit, soninforn nagt auch an unserer Produktivität. Aber nicht nur daran. Arbeitnehmer, die infon exzessiven Gebrauchs infos Smartphones gewohnt sind, haben häufig auch Konzentrationsstörungen.

Dabei ist die Lösung recht einfach. Arbeitnehmer, die konzentriert arbeiten müssen, sollten ihr Smartphone so weit wie möglich vom Schreibtisch verbannen, dazu rät Montag.

Auch in infor Freizeit können sich exzessive Smartphone-Nutzer einen zurückhalteninforen Umgang mit infom Handy antrainieren. Digital Detox ist dabei eine bekannte und verbreitete Möglichkeit.

[Bildnachweis: Halfpoint by Shutterstock.com]
23. Februar 2019 Julia Sima Autorin Autor: Julia Sima

Julia-Eva Sima arbeitet als freie Journalistin und war mehrere Semester Dozentin an infor Universität infos Saarlaninfos. Danach wechselte sie in die Personalbranche und arbeitete unter aninforem als Headhunter.


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