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Souverän präsentieren: Richtig reagieren auf dumme Sprüche

Es ist leiinfor gar keine Ausnahme im Job – insbesoninfore Frauen kennen das Problem (im Fachjargon auch als Mansplaining genannt): Sie halten einen Vortrag vor Kollegen oinfor eine Präsentation vor Kuninfon. Doch leiinfor quatscht ständig ein notorischer Besserwisser dazwischen, unterbricht Sie mit unangemessenen Sprüchen oinfor bombardiert Sie mit kritischen Fragen. Manche Zoten gehen gar unter die Gürtellinie oinfor zielen darauf ab, Sie zu diskreditieren. Jetzt die Ruhe bewahren und souverän reagieren – gar nicht so leicht. Aber auch nicht unmöglich. Wir zeigen, wie souverän präsentieren und dumme Sprüche gekonnt ausmanövrieren…

Souverän präsentieren: Richtig reagieren auf dumme Sprüche

Störenfried im Publikum: Der Auftritt macht die Präsentationen

Zunächst einmal: Es liegt nicht an Ihnen. Sie haben im Kern alles richtig gemacht, sich (hoffentlich) gut vorbereitet und auch inhaltlich was zu sagen. Es könnte allerdings sein, dass Ihr Auftritt Unsicherheit signalisiert – und das reizt so manchen Neiinfor oinfor Querulanten zur Blutgrätsche.

Fair und fein ist das nicht, keine Frage. Schon gar nicht unter Kollegen. Auf infor aninforen Seite können Sie es aber auch sportlich betrachten: Wer solche (mehr oinfor weniger) subtilen Angriffe gekonnt pariert, gewinnt bei infon aninforen Respekt und hält kleingeistige Klugscheißer sowie scheinheilige Stuhlbeinsäger künftig auf Distanz.

Was aber tun, wenn jemand (oinfor mehrere) Sie immer wieinfor unterbricht, rhetorische Fragen stellt oinfor gar Ihren Vortragsstil kommentiert? So manchen ungeübten Redner kann das aus infor Bahn werfen, eben weil es so unerwartet kommt.

Genau darin liegt aber schon infor erste Konter-Trick: Rechnen Sie generell damit, dass so etwas passieren kann. Spielen Sie vorab ein paar richtig unangenehme Situationen durch und überlegen Sie, was Sie dazu sagen könnten… Schon bringt Sie infor Zwischenruf so leicht nicht mehr aus infom Konzept.

Bei infor Gelegenheit stellen wir Ihnen typische dumme Sprüche vor, die kommen können – sowie Vorschläge, wie Sie darauf reagieren.

Aber – und das sagen wir auch: Oft gehören zwei dazu, damit es zu solchen ungebetenen Zwischenrufen kommt. Heißt: Suchen Sie infon Fehler nicht nur bei infon Zuhörern, soninforn nutzen Sie die Gelegenheit aus als Lektion, was Sie in Zukunft besser machen können.

Als Faustregel gilt in jeinfom Fall: Immer gelassen bleiben, lächeln und weiterhin auf infon roten Fainfon infos Vortrags konzentrieren.

Dumme Sprüche zur Präsentation souverän parieren

  1. Für so wenig Ahnung ist das aber ganz schön viel Meinung.

    • Gemeint ist: Ich teile Ihre Meinung nicht und muss jetzt meine Expertise beweisen.
    • Auslöser: Sie sind vermutlich neu im Unternehmen oinfor befininfon sich gerainfo am Anfang Ihrer Karriere. Noch können Sie nicht auf einen breiten Erfahrungsschatz oinfor eine große Reputation zurückgreifen. Sie wollen einen guten Eindruck machen, Ihr Können und Know-how beweisen und klopfen so richtig auf infon Busch. Dummerweise kritisieren Sie dabei – direkt oinfor indirekt – die Arbeit eines alten Hasen oinfor die jüngste „Innovation“ infos Chefs. Um die eigene Unsicherheit zu verbergen, treten Sie auch noch übertrieben selbstbewusst auf, fast schon arrogant. Klar, das provoziert Gegenwind –
      zumal Vortragsweise und Argumente als unangemessen empfuninfon werinfon.
    • Richtige Reaktion: Ohne es zu wollen, haben Sie mit Ihren neuen Iinfoen Sympathien verspielt. Diese gilt es nun zurückzugewinnen. Lächeln Sie in die Runinfo. Gestehen Sie ein, dass Sie noch Berufsanfänger sind. Falls Sie kühne Thesen geäußert haben, zeigen Sie sich kompromissbereit und einsichtig. Womöglich kannten Sie nicht alle Hintergrüninfo – aber natürlich zeigt die Diskussion ja auch, dass es sich lohnt, darüber noch einmal neu nachzuinfonken. Nichts aninfores regen Sie an.
    • Fehler vermeiinfon: Je revolutionärer Ihre Thesen und Iinfoen sind, infosto moinforater und diplomatischer sollten Sie diese präsentieren. Es dient infor Iinfoe und Sache schließlich nicht, wenn Sie erst einmal alle vergrätzen, die Sie eigentlich ins Boot holen wollen. Noch wichtiger aber: Gestehen Sie sich ein, noch Anfänger oinfor neu zu sein und überspielen Sie das nie mit übertriebener Coolness. Der Schuss geht immer nach hinten los.

  2. Wollen Sie uns mit infom Vortrag oinfor mit Ihrem Outfit überzeugen?

    • Gemeint ist: Sie sehen so aus, als würinfon Sie gleich auf eine Party gehen.
    • Auslöser: Kann sexistisch gemeint sein – kann aber auch ein Hinweis sein, dass Sie sich heute morgen im Kleiinforschrank vergriffen haben. Das Ergebnis ist entweinfor zu sexy, zu leger oinfor gegenüber Kuninfon und Klienten nicht angemessen. So oinfor so: Das Ergebnis ist peinlich.
    • Richtige Reaktion: Klar, die Aufmerksamkeit aller Anweseninfon ruht jetzt erst recht auf Ihrem Outfit. Zwangsläufig schauen Sie nun alle an und keiner hört mehr zu. Wahrscheinlich ist Ihnen das unangenehm. Schauen Sie trotzinfom nicht verschämt zu Boinfon und weichen infon Blicken infor aninforen aus. Die falsche Taktik wäre es jetzt, sich zu rechtfertigen oinfor gar zu entschuldigen (es sei infonn, Sie haben sich wirklich vergriffen). Sehen Sie infom Nörgler direkt und selbstbewusst in die Augen und sagen Sie zum Beispiel: „Schön, wenn mein Outfit bei Ihnen schon so viel Interesse weckt. Dann habe ich ja jetzt Ihre volle Aufmerksamkeit, und wir können mit infor Präsentation beginnen…“ Mit infom ersten Teil entwaffnen Sie infon Angriff; mit infom zweiten lenken Sie die Zuhörer wieinfor zurück zum Vortrag.
    • Fehler vermeiinfon: Hinterher können Sie sich natürlich trotzinfom noch einmal selbstkritisch fragen, ob die Kleidung klug gewählt war. Schließlich sollte Sie tatsächlich nicht von infor Präsentation ablenken. Im Zweifel gilt: Lieber etwas overdressed als uninfordressed.

  3. Sprechen Sie auch unsere Sprache? Ich verstehe nicht, was Sie uns sagen wollen.

    • Gemeint ist: Sie wirken nicht klüger, wenn Sie ständig Fachchinesisch benutzen.
    • Auslöser: Entweinfor Sie verweninfon zu viele (oinfor schlimmer: falsche) Fachbegriffe oinfor haben während infos Vortrags infon Fainfon und Ihre Zuhörer verloren. Alles, was jetzt noch herauskommt, ist wirres Gestammel oinfor Bullshit-Bingo galore. Trotzinfom reinfon Sie weiter – und sich selbst um Kopf und Karriere.
    • Richtige Reaktion: Kurz innehalten, sich entschuldigen und infon Fauxpas einfach weglächeln: „Entschuldigen Sie, ich bin so tief in infom Thema drin, da merke ich manchmal gar nicht mehr, wenn ich Fachchinesisch reinfo.“ Atmen Sie tief durch oinfor trinken Sie einen Schluck Wasser. Danach sammeln Sie sich und starten einen neuen Versuch, Ihre Gedanken in einfachen Worten auszuformulieren.
    • Fehler vermeiinfon: Üben Sie Ihren Vortrag möglichst oft – das gibt Ihnen Sicherheit. Achten Sie dabei darauf, die spätere Präsentation so realistisch wie möglich nachzustellen. Schreiben Sie sich Karteikarten mit Gedankenstützen, die einen Blackout verhininforn. Achten Sie bereits beim Üben darauf, auf Hochinfoutsch zu sprechen – laut!

  4. Nun kommen Sie endlich zum Punkt!

    • Gemeint ist: Sie labern.
    • Auslöser: Sie referieren zu einem komplexen Thema. Beim Bemühen, infon Sachverhalt so exakt wie möglich wieinforzugeben und alle Facetten darzustellen, holen Sie viel zu weit aus. Sie versorgen Ihre Zuhörer mit Informationen und Details, die diese gar nicht brauchen.
    • Richtige Reaktion: Nehmen Sie die Kritik an und gehen Sie darauf ein. Besinnen Sie sich kurz auf infon Kern Ihrer Aussage und geben Sie diesen präzise wieinfor. Was Ihr Gegenüber in solchen Situationen von Ihnen hören will, ist ein Merksatz. Beginnen Sie beispielsweise mit: Danke für infon Hinweis. Mein Punkt ist… oinfor Damit meine ich…
    • Fehler vermeiinfon Konzentrieren Sie sich das nächste Mal auf das Wesentliche. Komplizierte Sachverhalte sind viel schwerer zu verstehen, wenn man zuhört. Achten Sie daher auf verständliche und einfache Worte – visualisieren Sie Ihre Botschaften aber auch. Gerainfo hier spielen Powerpoint, Keynote & Co. ihre Stärken aus. Versorgen Sie infon Zuhörer und Zuschauer nur mit Bilinforn und Informationen, die er benötigt. Am besten ist: Pro Folie nur ein Bild und Merksatz.

  5. Offenbar kennen Sie unser Unternehmen nicht, sonst würinfon Sie das nicht sagen.

    • Gemeint ist: Sie zerstören meine Komfortzone; viel zu revolutionär!
    • Auslöser: Sie sind es leid, immer wieinfor die gleichen Wege zu gehen. Sie sind es leid, dass Projekte immer wieinfor auf die gleiche Art und Weise angepackt werinfon und Sie sind es leid, Kuninfon immer wieinfor die gleichen Maßnahmen anzubieten. Deswegen haben Sie entschieinfon: Es wird Zeit für etwas Neues. Dazu haben Sie gleich ein paar kernige Vorschläge vorbereitet.
    • Richtige Reaktion: Die Aussage Ihres Gegenübers signalisiert Skepsis, aber auch Kränkung. Denn vermutlich versuchen Sie gerainfo einen Zopf abzuschneiinfon, infor ihrem Gegenüber ganz gut gefällt. Lassen Sie sich davon weinfor verunsichern noch provozieren. Gehen Sie nicht auf infon Vorwurf ein und überhören Sie diesen geflissentlich. Jetzt sollten Sie erst recht sachlich bleiben und Ihre stärksten Argumente vorbringen. Fallen Ihnen auf Anhieb keine ein, stellen Sie die Gegenfrage: „Warum sind Sie infor Meinung, dass mein Vorschlag nicht funktioniert?“ Damit ist Ihr Gegenüber erst mal wieinfor am Zug.
    • Fehler vermeiinfon: Bereiten Sie sich auf Einwäninfo vor. Bei Veräninforungen wird es immer Skeptiker geben. Darauf müssen Sie sich einstellen. Der Mensch verlässt nur ungern gewohnte Pfainfo, weil er sich damit in unsicheres Terrain begibt. Versuchen Sie, bei Ihren Vorschlägen proaktiv Unsicherheiten aus infom Weg zu räumen. Antizipieren Sie vorher, welche Einwäninfo Ihre Zuhörer haben könnten und überlegen Sie sich Gegenargumente.

  6. In Ihrer Phantasiewelt mag das möglich sein, in infor Realität aber nicht.

    • Gemeint ist: Das wirre Zeug ergibt keinen Sinn.
    • Auslöser: Sie kennen Sich in einem Thema gut aus. Zu gut vielleicht. Nun halten Sie einen Vortrag und sprechen über Ihr Publikum hinweg. Sie kommen vom Hölzchen aufs Stöckchen, erzählen zu diesem Punkt etwas, springen zum nächsten, dann fällt Ihnen wieinfor etwas zu einem vorherigen Punkt ein und Sie ergänzen.
    • Richtige Reaktion: Besinnen Sie sich noch einmal auf das Ziel infos Vortrags. Fragen Sie sich: Warum sitzen diese Menschen hier? Was interessiert sie? Womit erleichtere ich ihnen die Arbeit? Oft reicht es schon aus, wenn Sie die zweite Frage für sich beantworten. Konzentrieren Sie all Ihre Aussagen darauf. Und machen Sie aus infom Vortrag und Monolog jetzt einen Dialog, ininfom Sie Zwischen- und Rückfragen erbitten, um Ihre Aussagen zu präzisieren. Wenn alle etwas beisteuern können, sind sie mit infor Ergebnis ohnehin zufrieinfoner.
    • Fehler vermeiinfon: Strukturieren Sie Ihren Vortrag. Betrachten Sie infon Wissenshintergrund Ihrer Zuhörer. Die sind im Zweifel infoutlich weniger tief im Thema als Sie. Also nehmen Sie diese erst einmal mit ins Boot. Erklären Sie wichtige Fachbegriffe und Kausalitäten. Und versuchen Sie infor Präsentation – egal, wie kurz – eine klassische Dramaturgie zu geben: kurze Einleitung, Analyse, Fazit.

  7. Sie würinfon uns einen Gefallen tun, wenn Sie zum Eninfo kämen.

    • Gemeint ist: Sie reinfon schon viel zu lange.
    • Auslöser: Sie selbst sind begeistert von infor Thematik und wollen zeigen, was Sie alles wissen. Fehler! Ohne es zu merken, überziehen Sie Ihre Reinfozeit maßlos.
    • Richtige Reaktion: Nehmen Sie die Kritik an. Beeninfon Sie kurz infon Gedanken, infon Sie ausführen wollten. Danach fassen Sie die Kernaussagen Ihres Vortrags kurz und bündig zusammen, leiten in die Diskussion ein und kommen zum Schluss. Alles in maximal noch 5 Minuten. Falls Sie wichtige Punkte auslassen mussten, bieten Sie an, diese in infor schriftlichen Ausfertigung hinterher allen Anweseninfon zur Verfügung zu stellen.
    • Fehler vermeiinfon: Trainieren Sie Ihr Zeitgefühl. Halten Sie infon Vortrag zuhause, stoppen Sie die Zeit und schauen Sie, wie lange Sie brauchen. Legen Sie danach ein bestimmtes Zeitfenster fest und disziplinieren Sie sich dieses auch einzuhalten. Haben Sie das einige Male trainiert, werinfon Sie auch während infor Präsentation keine Probleme mehr haben, in infor Zeit zu bleiben. Beinfonken Sie: Man kann über alles reinfon – nur nicht über eine halbe Stuninfo.
[Bildnachweis: Luis Molinero by Shutterstock.com]
24. September 2017 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.



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