Stärken: Wie Sie Ihre Stärken finden und nutzen

Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Stärken – das ist nicht nur ein Mantra der Motivation, sondern ein Fakt, den Sie sich bewusst machen sollten. Das ist umso wichtiger, da viele Menschen Schwierigkeiten damit haben, die eigenen Stärken zu erkennen oder sich überhaupt einzugestehen, dass es Fähigkeiten oder Eigenschaften gibt, bei denen sie weit über dem Durchschnitt liegen. Sie sollten zwar an Ihren Schwächen arbeiten, doch nur diese zu sehen schadet dem Selbstbewusstsein und Sie präsentieren sich in einem viel zu schlechten Licht. Warum Sie sich Ihre persönlichen Stärken vor Augen führen sollten, wie Sie diese finden und für sich nutzen können…

Stärken: Wie Sie Ihre Stärken finden und nutzen

Definition Stärken: Kann ich wirklich etwas?

Was sind Stärken und welche habe ich? Als Stärken werden persönliche Kompetenzen bezeichnet, die aus Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen bestehen. Kommen sie zum Einsatz, tragen sie dazu bei, dass Sie sich in bestimmten Situationen mit anderen Menschen sowie im Beruf bewähren. Darauf baut zu einem Großteil Ihr Erfolg auf.

Oft liegt der Fokus auf eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten, Stärken werden nur bei anderen gesehen. Selbstkritik ist zwar wichtig, im Übermaß allerdings nicht zielführend.

Gründe für die fehlende Wahrnehmung der eigenen Stärken:

  • Negative Erfahrungen

    Wer beispielsweise als Kind immer wieder hören musste, dass er nicht gut genug sei, entwickelt oft ein geringes Selbstwertgefühl und wird im späteren Leben Schwierigkeiten haben, die eigenen Stärken zu sehen.

  • Falsche Einstellung

    Einige Menschen befürchten, dass sie eingebildet oder angeberisch wirken könnten, wenn sie offen von den eigenen Stärken sprechen und präsentieren, worin sie wirklich herausragend gut sind.

  • Flüchtige Suche

    Oft werden Stärken nicht erkannt, weil nur oberflächlich danach gesucht wird. Ich bin nicht kreativ, künstlerisch begabt bin ich auch nicht, mein Organisationstalent ist zwar ok, aber auch nicht wirklich toll und mit Mathe kann ich nichts anfangen – dann scheine ich wohl keine persönlichen Stärken zu haben… So schnell wird das Thema meist abgehackt.

Dabei ist die Liste mit möglichen Stärken unendlich lang. Entscheidend ist, dass Sie die Suche nach Ihren Talenten aktiv angehen und nicht auf ein Wunder hoffen. Manche Menschen sind sich ihrer Stärken sehr bewusst, doch für viele andere ist diese Erkenntnis mit Arbeit verbunden.

Sowohl das Bildungssystem als auch der Arbeitsmarkt sind primär auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ausgelegt. Raum für die Suche und Entfaltung individueller Stärken im Job selbst bleibt da kaum. Umso wichtiger ist es gerade für Schüler und Absolventen, sich frühzeitig Gedanken über ihre Stärken zu machen.

Aber es ist nie zu spät. Wichtig ist, dass Sie sich die Zeit für eine Analyse nehmen und sich ehrlich Ihren Schwächen und Neigungen stellen, nur so können Sie Ihre Stärken erkennen.

Beispiele für eigene Kompetenzen

Ihnen sollte klar sein, dass es sich um einen Prozess handelt, das heißt, Sie werden schwerlich nach zehn Minuten Grübeln sofort die Antwort auf alle Fragen haben. Vielmehr müssen Sie sich kontinuierlich über einen gewissen Zeitraum mit verschiedenen Bereichen auseinandersetzen, die bei Ihnen beispielsweise Folgendes abfragen:

  • Konfliktsituationen

    Wie gehen Sie mit Streitigkeiten um? Haben Sie ein Harmoniebedürfnis? Engagieren Sie sich in die Einbindung neuer Kollegen?

  • Selbstbewusstsein

    Können Sie frei vor vielen Menschen reden? Machen Sie neue Situationen nervös?

  • Verantwortungsbewusstsein

    Gehen Sie mit vertraulichen Daten entsprechend um? Erledigen Sie Ihre Arbeit gewissenhaft?

  • Motivationsfähigkeit

    Können Sie sich gut selbst motivieren? Haben Sie vielleicht gar das Talent, andere mitzureißen?

  • Belastbarkeit

    Wie gut können Sie mit Stress umgehen? Können Sie Überstunden leicht einbauen?

  • Humor

    Ohne gleich den Klassenclown geben zu müssen – aber können Sie Dinge auch humorvoll betrachten? Leute aufheitern?

  • Kommunikationsfähigkeit

    Können Sie sich gut ausdrücken? Ebenso gut zuhören?

  • Aufgeschlossenheit

    Sind Sie neugierig auf neue Wege? Oder betrachten Sie Neues eher skeptisch?

  • Kreativität

    Wie gehen Sie an neue Aufgaben heran? Sind sie phantasievoll oder tun Sie sich eher schwer?

  • Analysefähigkeit

    Liegt Ihnen abstraktes, logisches Denken? Sind Sie vielleicht eher visuell begabt?

  • Sozialkompetenz

    Sind Sie ein Teamplayer oder mehr ein Einzelkämpfer? Können Sie sich gut in andere Menschen hineinversetzen?

  • Entscheidungsfreudigkeit

    Delegieren Sie Aufgaben gerne und treffen Sie schnelle Entscheidungen?

  • Neigungen

    Sind Sie ein Organisationstalent? Liegen Ihnen Routineaufgaben? Brauchen Sie viele Menschen um sich herum oder lieber Stille?

Es ist wichtig, diese Fragen zu klären, denn nur so können Sie…

  • Ihren aktuellen Job und die dortigen Perspektiven realistisch bewerten.
  • Veränderungs- und Handlungsbedarf einschätzen.
  • Ihre berufliche Zukunft neu überdenken und besser planen.

Das kann natürlich zu der Erkenntnis führen: Mein jetziger Job gefällt mir nicht. Ich habe keine Entwicklungsmöglichkeiten dort. Meine Stärken liegen in einem anderen Bereich. Ich brauche einen (neuen) Job, in dem ich mich voll und ganz einbringen kann.

Auch das gehört zum Erkennen der eigenen Stärken dazu: Wir sind nur richtig gut in dem, was wir gerne machen. Da wird das ganze Herzblut hineingesteckt. Der Vorteil ist: Wenn Ihnen das bewusst ist, haben Sie die Möglichkeit etwas zu ändern und zu mehr Zufriedenheit zu gelangen.

Selbsttest: Kennen Sie Ihre eigenen Stärken?

Stärken Definition SelbsttestMit unserem Test können Sie nachprüfen, in welcher der beschriebenen Situationen Sie sich wiederfinden und wie Sie sich verhalten würden.

Dieser Test ist als Selbsttest gedacht. Er kann Ihnen dabei helfen, Ihren Neigungen auf die Spur zu kommen und Ihre Stärken zu erkennen. Er kann allerdings keinesfalls eine psychologische Einschätzung ersetzen.

Der Stärken-Test funktioniert folgendermaßen: Beantworten Sie diese Fragen zügig ohne weiter darüber nachzudenken. Nach jeder Frage steht ein Buchstabe, diese Buchstaben zählen Sie zusammen. Am Ende des Tests erfolgt eine Auswertung anhand der Häufigkeit.

  1. Stellen Sie sich vor, Ihr Team ist mit dem Projekt in Verzug, der Chef hält eine Standpauke. Wie reagieren Sie?

    • Ich kann mit schwierigen Situationen umgehen und bleibe gelassen. D
    • Ich setze mich sofort danach mit dem Team zusammen, Krisenbesprechung: Was können wir tun, um das Ruder herumzureißen? A
    • Ich fühle mich schrecklich und grübele die ganze Zeit, wie es soweit kommen konnte. B
    • Ich analysiere die Situation, sehe meinen Anteil und was ich ändern kann. C
  2. Wenn ein Projekt fertig geworden ist, wie schätzen Sie Ihren Anteil daran ein?

    • Ich weiß, was ich kann und werde das auch entsprechend herausstreichen. D
    • Unser Team besteht aus fünf Leuten, die Aufgaben waren entsprechend der persönlichen Kompetenzen verteilt und ich habe das Ganze koordiniert. C
    • Ohne die gegenseitige Unterstützung durch die anderen Teammitglieder wäre das nie was geworden. B
    • Anfangs fand ich die Herangehensweise merkwürdig; ich konnte allerdings mit einigen Vorschlägen punkten. A
  3. Sie werden gebeten, eine Präsentation zu halten. Wie gestaltet sich die?

    • Material habe ich zu dem Thema zur Genüge. Mit einigen Grafiken sollte ich das Thema verständlich darstellen können. C
    • Hauptsache, die Zeit reicht: Ich habe etliche Ideen, wie man das Thema aufziehen könnte. A
    • Ich werde zeitig mit den Vorbereitungen beginnen. Und ganz wichtig ist mir eine Diskussionsrunde, in der sich jeder einbringen kann. B
    • In dem Thema bin ich sattelfest. Ich schaue mir vorher meine Unterlagen an, aber das wird schon laufen. D
  4. Jeder Job besteht in Teilen aus Routine – wie kommen Sie damit klar?

    • Der Vorteil ist: Sie kann schnell erledigt werden. Dann wende ich mich dem nächsten Punkt zu. D
    • Bei Routineaufgaben fühle ich mich sicher. B
    • Das kann manchmal öde sein, gehört aber halt dazu. C
    • Ich hasse Routine. Sie begrenzt einen geistig – ich brauche Abwechslung. A
  5. Im Büro ist es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Kollegen gekommen. Wie reagieren Sie darauf?

    • Ich halte mich zurück: Das sollen die mal schön unter sich regeln. D
    • Missstimmungen kann ich nicht gut aushalten; ich versuche zwischen den beiden Streithähnen zu schlichten. B
    • Streitigkeiten im Team wirken sich nachteilig auf das Ergebnis aus, ich bin genervt, wenn das meine Arbeit behindern sollte. C
    • Ach, das kommt in den besten Familien vor. Erstmal ein Käffchen, vielleicht auch umsetzen und dann läuft das wieder. A
  6. Wie gehen Sie mit Veränderungen, beispielsweise neuen Aufgabenbereichen um?

    • Ich liebe es, neue Bereiche zu erkunden und auszuprobieren. Kann sein, dass mir so noch Ideen für Verbesserungsvorschläge kommen. A
    • Ich lasse mich überraschen, bin absolut offen für Neues. D
    • Es hängt ganz davon ab. Mal schauen, was auf mich zukommt. B
    • Ich verschaffe mir einen Überblick und werde dann entscheiden, was als Erstes zu tun ist. C
  7. Wie treffen Sie Entscheidungen?

    • Ich schaue mir die verschiedenen Möglichkeiten an; am besten mit einer Pro-Contra-Liste – das ist schön übersichtlich. C
    • Ich vertraue da meiner Intuition und entscheide schnell. D
    • Ich bespreche mich mit anderen und lasse das wirken. B
    • Ich probiere das aus, was mir am meisten zusagt. A

Auswertung zum Stärken-Test

Tipps, um die eigenen Talente zu erkennen

Neben unserem Test für einen ersten Einblick haben Sie eine Reihe weiterer Möglichkeiten, Ihre Stärken auszuloten. Dabei können Sie ruhig mehrere Dinge gleichzeitig probieren.

Eine weitere Möglichkeit im Rahmen der Reflexion ist auch sich selbst zu beobachten: In welchen Situationen neigen Sie zur Ungeduld, wenn andere etwas machen? Das kann ein Indiz sein, dass Sie etwas besser können (Warten an der Bushaltestelle ausgenommen).

  • Fragen Sie Ihr Umfeld

    Sie selbst können Ihre persönlichen Stärken nicht erkennen? Dann sollten Sie Freunde, Familie und Kollegen mit einbinden. Andere Menschen sehen bei Ihnen oft noch Stärken, die Ihnen selbst gar nicht bewusst gewesen wären. Was schätzen diese besonders an Ihnen? Worum werden Sie von anderen möglicherweise sogar beneidet? Schauen Sie sich genau an, was andere als Ihre größte Stärke ansehen und entwickeln Sie von diesem Startpunkt eine weitere Analyse Ihrer Fähigkeiten und Eigenschaften.

  • Analysieren Sie Hobbys

    In vielen Fällen gibt es eine Verbindung zwischen Hobbys und Stärken. Oder anders gesagt: Oftmals sind Sie in den Dingen, die Sie gerne machen, auch besonders gut – sei es durch Übung und Erfahrung oder weil Sie ein Naturtalent sind. Reflektieren Sie, womit Sie sich gerne die Zeit vertreiben und welche Stärken darin verborgen sein könnten.

  • Betrachten Sie Herausforderungen

    Schwierigkeiten, Probleme und Herausforderungen treten immer wieder auf, manchmal beruflich, manchmal im Privatleben. Analysieren Sie, wie Sie diese Situationen meistern und wie es Ihnen gelingt, Probleme aus der Welt zu schaffen. Meist findet sich darin eine persönliche Stärke, die in schwierigen Situationen in Erscheinung tritt.

  • Nutzen Sie Persönlichkeitsanalysen

    Big Five, DISG-Profil, Persönlichkeitstests – diese drei Systeme seien hier nur stellvertretend für dutzende Ansätze der Persönlichkeitsanalyse genannt. Die Vielfalt der verschiedenen Analyse-Tools bietet Ihnen sowohl Vor- als auch Nachteile.

    Einerseits haben Sie so die Wahl zwischen verschiedenen Methoden, können sich mehrerer Systeme bedienen und deren Ergebnisse vergleichen. Andererseits kann bereits die Wahl der individuell passenden Methode mit umfangreicher Recherche verbunden sein. Doch diese Zeit sollten Sie sich nehmen.

  • Besuchen Sie ein Stressbewältigungsseminar

    Auf den ersten Blick dienen solche Seminare der reinen Erholung und dem Erwerb von Stressbewältigungsstrategien. Das ist auch ihr Schwerpunkt, doch als Nebeneffekt kommen die meisten Teilnehmer bei solchen Seminaren zur Ruhe und haben Zeit, über sich und ihre aktuelle Situation nachzudenken. Im Verlauf dieses Prozesses kommen oft vergessen geglaubte Träume und Wünsche ans Tageslicht, die Hinweise auf Stärken und Talente sein können. Wichtig ist dann, dass Sie diese Hinweise notieren und ihnen aktiv nachgehen.

  • Führen Sie ein Reflexions-Tagebuch

    Ein anderer, sehr viel aktiverer Ansatz ist das Führen eines Reflexions-Tagebuchs. Im Gegensatz zu einem normalen Tagebuch geht es hier nicht darum, den Tagesverlauf oder die eigenen Erlebnisse zu notieren. Vielmehr sollten Sie dieses Tagebuch zur Selbstreflexion nutzen. Damit das systematisch und nachhaltig geschieht, ist es sinnvoll, sich ein Gerüst aus Fragen und Themen zu erstellen, beispielsweise:

    • Was hat heute besonders gut funktioniert?
    • Welche Fähigkeiten habe ich dabei genutzt?
    • Wie habe ich mich dabei gefühlt?
    • Was hat nicht funktioniert?
    • Warum hat es nicht funktioniert?
    • Womit war ich heute unzufrieden und warum?

    Werten Sie die passenden Antworten kontinuierlich aus, kommen Sie Ihren Stärken und Talenten bald näher. Ähnlich funktioniert ein sogenanntes Erfolgstagebuch.

  • Arbeiten Sie zur Probe

    Eher praktisch veranlagten Menschen dürften die bisher genannten Methoden vermutlich etwas zu theoretisch sein. Wenn Sie sich zu dieser Kategorie zählen, sollten Sie einen anderen Weg einschlagen und mögliche Betätigungsfelder ausprobieren. Ein Probearbeitstag, Gelegenheitsjobs oder Ähnliches kann für Sie ein Weg sein, in andere Arbeitsfelder hineinzuschnuppern und so Ihren Stärken zu erkennen. Für Studenten und Absolventen ist diese Option oft hervorragend geeignet. Arbeitnehmer mit einem Vollzeitjob sollten einen Blick auf die folgenden Möglichkeiten werfen.

  • Üben Sie einen Freiberuf aus

    Wer bereits in einem Vollzeitjob gebunden ist, kann neue Arbeitsfelder auch durch freiberufliche Arbeit entdecken und kennenlernen. Nachteil dieser Methode: Ihr Arbeitgeber muss diese zusätzliche Arbeit gut heißen und genehmigen. Tut er das jedoch, kann diese Option – vorausgesetzt, Sie verfügen bereits über Erfahrung im fraglichen Bereich – ein ausgezeichnetes Testfeld sein.

    Der große Vorteil: Da es sich um bezahlte Aufträge handelt, müssen Sie die Projekte ernsthaft angehen. Das ist für viele Arbeitnehmer die einzige Möglichkeit, sich intensiv mit einem Thema zu befassen und die dafür notwendige Zeit vor sich und dem Partner zu rechtfertigen.

  • Suchen Sie sich ein Ehrenamt

    Wenn Ihnen der Schritt in den Freiberuf zu unsicher oder zu groß ist, können Sie sich neue Arbeitsfelder auch durch ehrenamtliches Engagement erschließen. Ihnen sollte dabei jedoch klar sein, dass Sie sich hier hauptsächlich im Sozialbereich und den dazugehörigen Berufen bewegen werden. Stellt das jedoch kein Problem für Sie dar, kann ehrenamtliches Engagement für Sie ein hervorragendes Testfeld sein. Eine gewisse Verbindlichkeit ist hier ebenfalls gegeben, ohne jedoch gleich dem Druck freiberuflicher Projekte ausgesetzt zu sein.

  • Bilden Sie sich autodidaktisch weiter

    Sie haben keine Ahnung, in welchen Bereichen Ihre Stärken und Talente verborgen sein könnten? Dann empfehlen wir Ihnen die autodidaktische Weiterbildung. Befassen Sie sich mit neuen Themen, für die Sie sich zum jeweiligen Zeitpunkt interessieren und eignen Sie sich so Wissen in den verschiedensten Bereichen an.

    In der Regel merken Sie dann, dass bestimmte Themen Sie mehr begeistern als andere. Entscheidend: Beschäftigen Sie sich intensiv mit den verschiedenen Themen und nehmen Sie sich jeweils genug Zeit, um wirklich tief einzutauchen. Nur so wissen Sie, ob das Thema Sie wirklich interessiert.

  • Führen Sie Reflexionsgespräche

    Für diese Methode brauchen Sie nicht unbedingt einen Coach oder Mentor, gute Freunde oder der eigene Partner reichen völlig aus. Einzige Voraussetzung: Ihr Gesprächspartner muss in der Lage sein, sich ein Stück weit von seinem Wissen über Sie zu lösen und eine beobachtende Haltung einzunehmen. Nur so kann er – oder sie – Ihnen wirklich bei der Reflexion helfen und Sie durch ehrliches, vielleicht auch unbequemes Feedback unterstützen.

  • Nehmen Sie eine Auszeit

    Egal ob Sie einen ausgedehnten Urlaub oder gleich ein Sabbatical einlegen: Bewusst genommene Auszeiten können Ihnen den nötigen Freiraum für die (Wieder-) Entdeckung Ihrer Stärken und Talente bieten. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie sich in dieser Zeit aktiv mit sich selbst beschäftigen und neue Ansätze und Themen ausprobieren. Nehmen Sie sich dafür Zeit und lassen Sie sich nicht von anderen ablenken oder für deren Zwecke einspannen, dann ist eine Auszeit vielleicht der genau richtige Ansatz für Sie.

  • Machen Sie ein Coaching

    Auch ein Coaching kann Ihnen bei der Suche nach Ihren Talenten und Stärken helfen. Wichtig ist, dass sich das Coaching dabei wirklich auf Potenziale und Veränderung konzentriert. Ein reines Karrierecoaching kann zwar ebenfalls bei der Identifikation von Stärken und Talenten helfen, wird sich damit jedoch nur teilweise befassen. Ein guter Coach wird Sie daher von Beginn an darauf hinweisen, dass sich das Coaching nicht nur auf den Beruf, sondern auch auf Ihre Person beziehen wird.

So können Sie Ihre Stärken nutzen

Im besten Fall haben Sie nun Ihre persönlichen Stärken gefunden und eine bessere Vorstellung davon, worin Sie wirklich gut sind. Nun können Sie sich darauf konzentrieren, Ihre neu entdeckten Stärken einzusetzen und davon zu profitieren. Wir zeigen, wie und wo Sie Ihre Stärken nutzen können:

  • Stärken nutzen: Bei der Jobauswahl

    Als Beruf sollten Sie etwas wählen, dass Ihnen Spaß macht und dass Sie über Jahre und Jahrzehnte gerne tun werden. Allerdings sollten Sie auch Ihre persönlichen Stärken bei der Auswahl eines Jobs mit einbeziehen. Wirklich erfolgreich werden Sie in einem Beruf, den Sie gerne ausüben und in dem Sie gleichzeitig Ihre Stärken und Fähigkeiten nutzen können, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

  • Stärken nutzen: Bei der Bewerbung

    Um den Traumjob zu bekommen, müssen Sie den Bewerbungsprozess überstehen. Dabei können Ihre Stärken eine große Hilfe sein. Zeigen Sie, welche Vorteile Sie mitbringen und wie das Unternehmen von Ihnen und Ihren besonderen Qualifikationen profitieren kann. So präsentieren Sie sich im bestmöglichen Licht und heben sich gleichzeitig von anderen Kandidaten ab.

  • Stärken nutzen: Bei der Selbsteinschätzung

    Das Wissen um Ihre eigenen Stärken können Sie nicht nur in konkreten Bereichen einsetzen, sondern führt auch dazu, dass Sie insgesamt eine positivere und bessere Selbsteinschätzung erhalten. Ihr Bild von sich selbst ist nicht mehr nur von Schwächen geprägt. Daraus entsteht ein größeres Selbstbewusstsein, mehr Optimismus, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und daraus resultierend auch der Mut, Risiken einzugehen und sich selbst herauszufordern.

[Bildnachweis: Dmitry Guzhanin by Shutterstock.com]

17. Juni 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Taralej. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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