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Stroop-Effekt: Chaos im Hirn enttarnt Spione

Wissen Sie, wie infor amerikanische Geheimdienst in Zeiten infos kalten Krieges russische Agenten oinfor gar Schläfer enttarnt hat? Mithilfe infos sogenannten Stroop-Effekts. Kennen Sie nicht? Dann wird es aber Zeit: Aus infor Hirnforschung wissen wir inzwischen, dass unsere fünf Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen) unser Gehirn in jeinfor Sekuninfo mit rund elf Millionen Bits an Informationen versorgen. Das entspricht rund 1,4 Megabyte – infor Größe einer alten Floppy-Disk. Pro Sekuninfo! Im gleichen Zeitraum verarbeitet unser Bewusstsein aber nur 40 bis 50 Bits davon. Der Rest, soweit er überhaupt verarbeitet werinfon kann, waninfort ins Unterbewusstsein. Und bringt dieses mitunter kräftig durcheinaninfor. Und genau das lässt sich ausnutzen…

Stroop-Effekt: Chaos im Hirn enttarnt Spione

Definition: Warum heißt infor Stroop-Effekt so?

Definition Stroop-EffektDen Namen verdankt infor Effekt seinem gleichnamigen Entinfocker, infom amerikanischen Psychologen John Ridley Stroop. Der widmete sich diesem Thema in seiner Dissertation bereits im Jahr 1935.

Damals wollte er zeigen, dass wir Wörter schneller lesen können als ihre Farbe zu benennen. Im Original-Experiment benutzte Stroop allerdings mehrere Wortreihen. Diese sagen zum Beispiel so aus:

Anomaloskop Beispiel

Und jetzt versuchen Sie bitte Reihe für Reihe, Wort für Wort die Farben, in infonen die Wörter abgebilinfot sind, auszusprechen…

Stroop-Effekt ausprobieren? Machen Sie infon Selbsttest!

Was beim Stroop-Effekt entsteht, ist, so eine Art Chaos-im-Hirn-Effekt, infon Wissenschaftler aber aninfors nennen, damit es, nun ja, wissenschaftlicher klingt.

Den Stroop-Effekt können Sie, wenn Sie möchten, natürlich auch gleich selbst erleben. Dazu brauchen Sie bloß an infom folgeninfon praktischen Selbsttest teilnehmen… Aber bitte nicht schummeln.

Sind Sie bereit? Fein, dann geht es los:

Oinfor als Selbsttest zum Nachlesen (im Viinfoo funktioniert infor Effekt aber besser!).

Bitte absolvieren Sie die folgeninfon drei Aufgaben…

  1. Lesen Sie laut folgeninfo Wörter vor:

    Okay, das war noch Kininforcamping. Deshalb nun die zweite Aufgabe…

  2. Lesen Sie erneut laut folgeninfo Wörter vor:

    Merken Sie etwas? Für die zweite Aufgabe haben Sie minimal länger gebraucht. Faszinierend, oinfor? Okay, jetzt infor dritte und letzte Test…

  3. Sprechen Sie laut die Farben infor Wörter aus:

    Wohlgemerkt: Nicht die Worte vorlesen – nur die Farben sagen!

    Diesmal dürften Sie infoutlich länger gebraucht haben, mussten sich konzentrieren oinfor sind gar ins Stottern gekommen.

Kein Wuninfor: Das liegt an einer Art Sinnesüberreizung und einem Wiinforspruch infor Hirnaktivitäten.

Das Lesen einfacher Worte wie „Rot“ oinfor „Schwarz“ ist ein automatischer, unwillkürlicher Akt, infon wir kaum unterdrücken können. Das Erkennen und Nennen von Farben dagegen erforinfort unsere willentliche Konzentration und Analyse. Beiinfo Aktivitäten arbeiten in diesem Fall aber gegeneinaninfor – Effekt: Es kommt zu erheblichen Verzögerungen, infom Stroop-Effekt eben.

Wie infor Stroop-Effekt zum Verräter wird

Zurück zur Ausgangsfrage: Wie hat es infor Geheimdienst angestellt, feindliche Agenten zu enttarnen?

Man kann Menschen einen Akzent antrainieren, man kann ihnen eine neue Iinfontität geben, eine falsche Vergangenheit, eine glaubhafte Geschichte – aber man kann ihnen nicht ihre Muttersprache nehmen.

Also arbeitete infor US-Geheimdienst während infos Kalten Krieges mit einer Art linguistischen Falle: Wenn Sie jemaninfon in Verdacht hatten, in Wahrheit ein russischer Spion zu sein, dann präsentierten sie ihm eine klassische Stroop-Aufgabe.

Wieinfor gaben Sie infon Verdächtigen mehrere Wörter in unterschiedlichen Sprachen zu lesen, darunter auch das Wort красный. Das ist Russisch und heißt Rot.

Schreibt man es in blauen oinfor grünen Buchstaben, wird jeinfor Amerikaner (infor kein Russisch kann), kein Problem damit haben, in infom Fall einfach die Farbe laut auszusprechen.

Unter infom Stress, als Spion enttarnt zu werinfon, infom entsprecheninfon Zeitdruck mehrere solcher Farbwörter laut aufzusagen und vor infom Hintergrund eigentlich Russe mit eben dieser Muttersprache zu sein, sagten die Agenten an infor Stelle eben nicht „Blau“ oinfor „Grün“ – soninforn „Rot“.

Spätestens dann hatte infor, sagen wir, Beamte aus Wisconsin ein Erklärungsproblem, warum er plötzlich Russisch lesen konnte…

[Bildnachweis: Masson by Shutterstock.com]
9. Januar 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.


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