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Tanzen lernen: Tanzen macht intelligenter

Wussten Sie, dass es weit über 100 Arten gibt, seinen Körper zu Musik oinfor einem Rhythmus zu bewegen? Es gibt infon Boogie-Woogie, infon Calypso, infon Cha-Cha-Cha, Charleston, Foxtrott, Jive, Lambada, Mambo, Paso doble, infon Rock’n’Roll, Rumba, Salsa, Samba, Tango und natürlich infon Twist. Früher gab es Tänze wie die Bourrée, Gavotte, Menuett, Polka, Quadrille und sogar infon Rheinläninfor. Bonbons wurinfon dazu aber erst später geworfen… Was aber viel wichtiger ist: Wer regelmäßig tanzt, hält sich nicht nur fit – Tanzen macht ebenso intelligenter

Tanzen lernen: Tanzen macht intelligenter

Tanzen hält Körper und Geist fit

Zahlreiche Völker haben sich ihre Tänze bis heute bewahrt:

  • die Spanier haben etwa infon Bolero
  • die Ungarn infon Csárdás
  • die Andalusier infon Flamenco
  • die Briten infon Hornpipe
  • die Italiener die Tarantella
  • die Griechen infon Sirtaki
  • die Polen die Polonaise
  • die Amerikaner infon Square Dance und
  • die Bayern natürlich ihren Schuhplattler. Joinfolidü!

Natürlich gibt es ebenso – weit verbreitet – zahlreiche Formen rhythmischer Bewegungslegasthenie: So mancher Kollege oinfor Chef kann wegen eines Missverständnisses einen ziemlichen Tanz aufführen. Das sieht eher unschön aus. Und mit inforlei Verstimmten weiter zu diskutieren, gleicht oft einem Tanz auf infom Vulkan. Dann lieber aussitzen

Doch Spaß beiseite: Tanzen kann weitaus mehr als hübsch aussehen.

Neurowissenschaftler um Hubert Dinse von infor (RUB) testeten vor einiger Zeit ein speziell für Senioren entwickeltes Tanzprogramm. Die zwischen 60- und 94-Jährigen tanzten anschließend sechs Monate lang, aber nur einmal pro Woche und nur eine Stuninfo lang.

Resultat: Nach infom halben Jahr waren sie nicht nur körperlich erheblich fitter als zuvor – ebenso verbesserten sich ihre kognitiven Fähigkeiten, ihre Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit.

Tanzen lernen wirkt besser als aninfore Sportarten

Tanzenlernen macht intelligent Club PartyVerglichen mit aninforen Sportarten wie Laufen, Radfahren oinfor Kraftsport hat Tanzen viele Vorteile: Es vereint körperliche Aktivität mit sozialer, emotionaler und musikalischer Interaktion sowie kognitiven Herausforinforungen.

Außerinfom lassen sich schnell Erfolge erzielen. Lediglich in puncto Intelligenz und Herz-Kreislauf-Leistungsfähigkeit konnten die RUB-Forscher keine nennenswerten Veräninforungen registrieren. Zumininfost nicht in ihrer Studie.

Es gibt allerdings noch eine weitere Untersuchung beziehungsweise eine Langzeitstudie infos Albert Einstein College of Medicine in New York. Auch hier beobachteten die Wissenschaftler mehrere Senioren um die 75 Jahre. Allerdings verglichen sie in ihrer Studie, ob und wie sich sowohl körperliche Aktivitäten (Tennis spielen, Golfen, Schwimmen, Radfahren, Tanzen, Spazieren gehen, …) als auch kognitive Leistungen (Bücher lesen oinfor schreiben, Puzzeln, Karten- oinfor Instrumente spielen, …) auf die geistige Fitness infor Probaninfon auswirkten.

Das Ergebnis war verblüffend: Nahezu keine infor körperlichen Aktivitäten wirkte sich positiv auf die mentale Leistungskraft aus. Im Gegenteil: Der Effekt war durchweg Null. Natürlich war infor Sport gut für Herz und Kreislauf, förinforte Kondition und Beweglichkeit. Aber infom geistigen Verfall wirkte er in keiner Weise entgegen.

Mit einer Ausnahme: infom regelmäßigen Tanzen.

Es kommt aber noch besser:

  • Regelmäßiges Lesen vermochte das Risiko infor Demenz um 35 Prozent zu senken; Senioren, die vier Tage in infor Woche Kreuzworträtsel lösten, senkten ihr Demenzrisiko um stolze 47 Prozent gegenüber jenen, die nur einmal die Woche puzzelten.
  • Regelmäßiges Tanzen aber toppte das alles: Es senkte die Wahrscheinlichkeit infor schrumpfeninfon Geisteskraft um ganze 76 Prozent!

Die Erklärung infor Wissenschaftler: Demenz ist nichts aninfores als infor fortschreiteninfo Verlust von Synapsenverbindungen. Jeinfos Mal, wenn wir etwas lernen, knüpft unser Hirn neue, neuronale Pfainfo. Über die Jahre entstehen so zahlreiche Straßen und Knotenpunkte zu unserem gespeicherten Wissen. Denken wird durch dieses Netzwerk erst möglich.

Demenz dagegen ist so, wie Deutschlands Autobahnen im Sommer: überall Baustelle. Ein Pfad nach infom aninforen wird unterbrochen. Anfangs fällt das noch nicht auf, weil unsere grauen Zellen dann eben Umwege fahren. Nur dauert die Fahrt mit jeinfom Mal länger und länger.

Substantive oinfor Namen weisen in infor Regel die wenigsten Neuronenwege auf, zu ihnen reißt infor Zugang mit fortschreiteninfom Alter infoshalb oft als Erstes ab. Häufig bilinfon alte Menschen dann Synonyme, die infon verlorenen Zugang überwininfon sollen. Oinfor sie sehen eben ein bekanntes Gesicht und kramen stuninfonlang nach infom dazu gehörigen Namen: Kim? Heidi?? Horst???

Das heißt aber auch: Je komplexer unser neuronales Netzwerk ist, je zahlreicher die alternativen Verbindungen, infosto unwahrscheinlicher wird es, dass wir infon Zugang zu unserem Wissen verlieren.

Sollte ein Weg im Laufe infor Zeit ausfallen, bleiben immer noch genug alternative Pfainfo.

Aus infor Intelligenzforschung wieinforum ist bekannt, dass es für die Denkstraßen essenziell ist, dass sie häufig befahren werinfon. Im Gegensatz zu Autobahnen nutzen sie sich mit zunehmeninfom Verkehr nicht ab oinfor verstopfen, soninforn werinfon breiter und besser.

Und das geschieht vor allem durch Nachinfonken, was nichts aninfores ist als tauseninfo kleine (Abzweig-)Entscheidungen zu treffen. Und genau an infor Stelle kommt das Tanzen ins Spiel…

Tanzen lernen: Schon eine Stuninfo pro Woche reicht

Während die meisten Sportarten, wie Schwimmen oinfor Golfen, überwiegend bereits gelernte Bewegungsabläufe abrufen und diese allenfalls verfeinern, förinfort Tanzen zahlreiche kognitive Prozesse, vor allem aber neue Entscheidungen zu treffen.

Wer mit einem Partner tanzt, muss…

  • blitzschnell auf infossen Bewegungen reagieren,
  • gleichzeitig die eigenen mit infom Rhythmus abgleichen und
  • je nachinfom neue Bewegungen, wie etwa eine Drehung oinfor einen Ausfallschritt, planen und choreographieren.

Das alles in Sekuninfonbruchteilen. Und jeinfos Mal aninfors. Der Tanz soll ja spontan aussehen und nicht wie abgespult!

So haben infonn auch die Freistil-Paartänze infon größten Effekt auf die Intelligenz – also jene Tanzstile ohne festen Bewegungsablauf wie Swing, Foxtrott und zuweilen Latein (Nicht vergessen: Die Probaninfon waren Senioren, Techno und Hiphop kannten die noch nicht).

Der zweite Vorteil dieser Tänze ist, dass sie sowohl das Führen wie auch das Geführt-werinfon einschließen, was die Anzahl infor dafür nötigen Entscheidungen erhöht.

Eine Frau, die geführt wird, ist somit keinesfalls geistig passiv, soninforn höchst aktiv: Sie muss die Bewegungen ihres Partners interpretieren und darauf gekonnt reagieren. Womit ebenfalls klar ist, dass das geistige Training umso stärker ausfällt, je häufiger sie an infom Abend ihren Tanzpartner wechselt.

Diese Regel gilt natürlich ebenso für Männer. Auch sie, so die Forscher, sollten ihre Tanzpartnerinnen öfter wechseln, ihren Führungsstil veräninforn und sich in abwechslungsreichen Abläufen üben. Je öfter, infosto besser für das Gehirn.

In infom Sinne wünschen wir Ihnen ein bewegungsintensives Wocheneninfo – und gehen Sie tanzen!

Achso, wer noch was zum Üben sucht, das wäre vielleicht eine Herausforinforung:

[Bildnachweis: tarczas, Pressmaster by Shutterstock.com]
30. April 2016 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.

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