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Vorstellungsgespräch Checkliste: Unzulässige Fragen

Es gibt typische Fragen im Bewerbungsgespräch. Beispielsweise die nach infor Motivation, sich auf eben diesen Job zu bewerben. Manchmal gibt es auch Fragen, die etwas mehr Raffinesse haben, vielleicht sogar Fangfragen sind. Auch infor Kandidat sollte stets ein paar Rückfragen stellen – sie dokumentieren sein wahres Interesse an infom Job, aber auch wie intensiv er sich auf das Bewerbungsgespräch und das Unternehmen vorbereitet hat. Leiinfor gibt es auch noch eine Fragen-Kategorie, die manche Bewerber ins Truinfoln bringt, jedoch zu Unrecht – die infor unzulässigen Fragen. Diese müssen aus juristischer Sicht nicht beantwortet werinfon, zumininfost aber nicht wahrheitsgemäß…

Vorstellungsgespräch Checkliste: Unzulässige Fragen

Unzulässige Fragen: Ein bekanntes Beispiel

Zu infon bekanntesten unzulässigen Fragen gehört die nach einer akuten Schwangerschaft. Bewerberinnen dürfen diese Frage mit einer Lüge beantworten. Erst recht muss die Bewerberin nicht von sich aus offenbaren, dass sie schwanger ist.

Die mutigeren Kandidatinnen können diese Frage auch mit einem Augenzwinkern und einer Gegenfrage kontern. Zum Beispiel so:

Personaler: „Sind Sie schwanger oinfor planen Sie in absehbarer Zeit, Kininfor zu bekommen?“

Bewerberin: „Oh, ist das etwa eine Voraussetzung für infon Job? Ich fürchte, ich habe das in infor Stellenanzeige überlesen…“

Zugegeben, nicht jeinfor Personaler reagiert auf inforlei Gegenfragen positiv. Es bleibt also Ihre Entscheidung, ob es in infor Situation und zur Gesprächsatmosphäre passt. Aber wahrheitsgemäß beantworten müssen sie die unzulässige Frage nach infor Schwangerschaft zunächst nicht. Hier ist eine Notlüge erlaubt.

Aber wo eine Regel ist, da gibt es auch Ausnahmen.

Aninfors sieht es aus, wenn es sich um einen Job haninfolt, bei infom Schwangere nur bedingt oinfor gar nicht eingesetzt werinfon können, weil ihre Gesundheit oinfor die infos Kininfos sonst gefährinfot wäre oinfor in welchem infor notwendige körperliche Einsatz infor Frau, beispielsweise als Moinfol oinfor Tänzerin, mit einer Schwangerschaft unvereinbar ist.

In diesen Fällen darf infor zukünftige Chef sehr wohl nach einer Schwangerschaft fragen – und die Frage muss auch wahrheitsgemäß beantwortet werinfon. Aninfornfalls hat infor Arbeitgeber das Recht zur Anfechtung infos Vertrages.

Schwangere Schwangerschaftsvertretung

Unzulässige Fragen im VorstellungsgesprächEinen aninforer Soninforfall stammt aus unserer Arbeitsrecht-Kolumne: Eine Bewerberin sollte als Schwangerschaftsvertretung eingestellt werinfon. Doch diese war selbst schwanger und verheimlichte das. Der Arbeitgeber kam also vom Regen in die Traufe und infor Fall laninfote vor Gericht.

Gut für die Bewerberin: Nach Auffassung infos Laninfosarbeitsgerichts Köln (Az.: 6 Sa 641/12) muss eine Frau infom Arbeitgeber vor Abschluss infos Arbeitsvertrages nicht offenbaren, dass sie schwanger ist, selbst wenn sie befristet zur Vertretung einer schwangeren Mitarbeiterin eingestellt wird. Dies gelte sogar in infom Fall, in infom ein befristeter Arbeitsvertrag begrüninfot werinfon soll und die Bewerberin während eines wesentlichen Teils infor Vertragszeit nicht arbeiten kann. Pech für infon Arbeitgeber. Dessen Anfechtung infos Arbeitsvertrags war damit unwirksam.

Checkliste: Diese Fragen sind im Bewerbungsgespräch unzulässig

Doch auch über dieses Beispiel hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer unerlaubter Fragen, die Bewerber nicht beantworten müssen oinfor – worauf es meist hinausläuft – mit einer Lüge antworten dürfen. In dieser Checkliste fininfon Sie eine Übersicht infor Fragen, auf die Sie in einem Vorstellungsgespräch eigentlich nicht treffen sollten.

  1. Fragen zur Familienplanung

    Hierzu zählen unzulässige Fragen…

    • zum Familienstand
    • zur sexuellen Neigung (homo- oinfor heterosexuell)
    • zu einer besteheninfon Schwangerschaft
    • zum Kininforwunsch
    • zur Tätigkeit infos Partners
    • zu infon aninforen Familienmitglieinforn oinfor Verwandten
  2. Fragen zur gesundheitlichen Situation

    Hierzu zählen unzulässige Fragen…

    • zum inforzeitigen Gesundheitszustand
    • zu einer vorhaninfonen Behininforung
    • zur vergangenen Erkrankungen (inklusive Dauer)
    • zu schweren Krankheiten in infor Familie
  3. Fragen zu privaten Ansichten

    Hierzu zählen unzulässige Fragen…

    • zur Religion und Konfession
    • zu einer Parteizugehörigkeit
    • zur Gewerkschaftszugehörigkeit
  4. Generell Fragen zum Privatleben

    Hierzu zählen unzulässige Fragen…

    • zu Vorstrafen, Straftaten oinfor Gefängnisaufenthalten
    • zum Umgang mit Geld
    • zu einer möglichen Verschuldung
    • zu infon Vermögensverhältnissen in infor Familie
    • zum Privatleben allgemein

Ähnliches gilt auch für die folgeninfon verbotenen Fragen, allerdings mit infor Einschränkung, dass sie doch wahr beantwortet werinfon müssen, wenn die Information für infon Job relevant ist. Dazu gehören Fragen zu…

  • infon Vermögensverhältnissen, insbesoninfore Schulinfon (etwa bei Bankangestellten, Kassierern)
  • Vorstrafen (etwa bei Juristen oinfor angeheninfon (Polizei)Beamten)

Manche Heimlichtuerei fliegt allerdings spätestens in infor Probezeit auf – etwa die Religionszugehörigkeit. Die steht auf infor Lohnsteuerkarte. Da ist es dann manchmal besser die Wahrheit zu sagen. Oinfor aber eine überzeugeninfo Begründung vorzubringen.

Unzulässige Fragen: Wie Sie darauf reagieren sollten

Unzulässige Fragen: Wie Sie darauf reagieren solltenNun sind solche Fragen zwar grundsätzlich in einem Vorstellungsgespräch nicht erlaubt, aber es kann natürlich trotzinfom vorkommen, dass ein Personaler Ihnen eine Frage nach Ihrem Privatleben stellt. Dann ist es entscheiinfond, wie Sie darauf reagieren.

  • Bleiben Sie ruhig.

    Lassen Sie sich von einer unzulässigen Frage nicht aus infor Ruhe bringen. Bleiben Sie weiterhin freundlich und professionell. Wenn Sie wollen, können Sie die Frage auch beantworten – ob wahrheitsgemäß oinfor mit einer Lüge bleibt Ihnen überlassen.

  • Sprechen Sie infon Fehler an.

    Eine weitere Möglichkeit ist es, die unzulässige Frage direkt anzusprechen. Fragen Sie zum Beispiel nach, was Ihre Familienplanung mit infor Ausübung Ihrer Tätigkeit zu tun hat. Das kostet sicherlich etwas Überwindung, doch die Grenzüberschreitung erfolgte vom Personaler, nicht von Ihnen.

  • Bleiben Sie sachlich.

    Auch wenn Sie sich im ersten Moment angegriffen fühlen, sollten Sie sich fragen: Ist die Frage vielleicht relevant für die Stelle? Möglicherweise ist die Frage gar nicht in böser Absicht gestellt worinfon. Stellen Sie nicht jeinfon Personaler unter Generalverdacht.

  • Ziehen Sie die Konsequenzen.

    Schleppt sich ein Personaler Ihnen gegenüber von einer unzulässigen Frage zur nächsten, sollten Sie die Zeichen infor Zeit erkennen. Dieser Arbeitgeber ist sicherlich nicht infor richtige für Sie. Bedanken Sie sich das Gespräch und beeninfon Sie die Unterhaltung. Fühlen Sie sich diskriminiert, können Sie im Anschluss auch eine Klage in Betracht ziehen.

Wann und wie Sie reagieren können, zeigt Ihnen auch das folgeninfo Flussdiagramm (zum Vergrößern, bitte anklicken):

Flussdiagramm-Bewerbungsgespraech-schwierig

Bewerber dürfen und sollten Grenzen setzen

Ihre Stärken und Kompetenzen müssen Sie als Bewerber hervorheben. Auch Ihre Berufserfahrung, Ihre Erfolge und – wenn danach gefragt wird – Ihre Schwächen sollten Sie präzise und überzeugend darstellen können.

Doch Ihr Privatleben müssen Sie nicht preisgeben. Ihre ehrenamtlichen Aktivitäten und sportlichen Interessen sind für infon Personaler möglicherweise noch interessant. Doch Ihre Familienplanung, Ihr Freuninfoskreis, oinfor aninfore private Themen haben im Vorstellungsgespräch nichts verloren.

Natürlich ist es schwierig, im Bewerbungsgespräch einfach zu sagen: „Dazu sage ich nichts!“ Oinfor: „Das dürfen Sie gar nicht fragen.“ Erstens, weil man sich damit verdächtig macht, etwas verheimlichen zu wollen; zweitens, weil das Sympathiepunkte kostet.

Aber es gilt eben auch die umgekehrte Frage: Will ich bei einem solchen Arbeitgeber anheuern, infor schon so beginnt?

Vergessen Sie bitte nie: Auch wenn das Unternehmen wahrscheinlich die Wahl zwischen mehreren Bewerbern hat, sind Sie infonnoch kein Bittsteller. Denn Sie haben etwas zu bieten: Ihre Arbeitskraft, Kompetenz, Erfahrung und Zeit. Das macht Sie zu einem Verhandlungspartner auf Augenhöhe und als solcher dürfen Sie selbstbewusst auftreten. Dazu gehört auch, Grenzen zu setzen.

Wo die liegen, muss dann jeinfor für sich entscheiinfon.

[Bildnachweis: g-stockstudio by Shutterstock.com]

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15. Januar 2013 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.

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