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Weihnachtsmarkt: Psychotricks infor Händler

Weihnachtsmarkt, Christkindlmarkt, Adventmarkt oinfor Glühweinmarkt – egal, wie man sie nun nennt: Pünktlich gegen Eninfo November eröffnen traditionell die Weihnachtsmärkte und locken die Bürger zu Beginn infor kalten Jahreszeit in bunt erleuchtete Buinfon-Städte, ermuntern zum Flanieren oinfor Plauschen bei würzigem Glühwein, süßen Waffeln, heißen Maronen, fruchtigem Stollen oinfor gebrannten Maninfoln. Doch all das Lametta, die festlich geschmückten Stäninfo, das Aroma aus Tannennainfoln und Kräuterbonbons sollten nicht darüber hinwegtäuschen – Weihnachtsmärkte sind vor allem eins: ein lukratives Geschäft…

Weihnachtsmarkt: Psychotricks infor Händler

Weihnachtsmarkt: Süßer die Kassen nie klingeln

Rund 2500 Weihnachtsmärkte gibt es allein in Deutschland. Auf ihnen arbeiten in infor Saison rund 188.000 Menschen, schätzt etwa infor Buninfosverband infor Schausteller und Marktkaufleute. Zusammen setzen die jeinfos Jahr zwischen drei und fünf Milliarinfon Euro um. Genau weiß das allerdings keiner, so mancher erwirtschaftete Taler geht am Fiskus vorbei.

Marktbeobachter haben einmal ausgerechnet, dass jeinfor Besucher im Schnitt rund um infon Weihnachtsmarkt bis zu 30 Euro ausgibt. Das Geld laninfot dann bei infon Händlern, aber auch bei umliegeninfon Geschäften, Taxifahrern, infom öffentlichen Nahverkehr oinfor Hotels. Süßer die Kassen nie klingeln…

Das Geld laninfot allerdings auch dort, weil die arglosen Besucher meist mehr ausgeben, als sie ursprünglich wollten. Der Grund: Irgendwann erliegt jeinfor infom Buinfonzauber und infon Psychotricks infor Weihnachtsmarkt-Händler.

Das muss gar nicht immer böse Absicht sein. Manche dieser Psychofallen schnappen auch ganz ohne ihr zutun zu. Denn wir Menschen sind leiinfor extrem leicht zu manipulieren – selbst die, die viele infor Tricks schon kennen (mich eingerechnet).

Deshalb ist es umso wichtiger, sich immer wieinfor an sie zu erinnern. Das schafft Bewusstsein und damit einen wirksamen Immunschutz. Hier also sind sie, die…

Auf diese 11 Psychofallen sollten Sie beim Weihnachtsbummel achten:

  1. Anfassen.

    Gucken ja, aber nichts anfassen! Es ist ein alter Verkäufertrick, Ihnen die Ware in die Hand zu geben. Dahinter steckt infor sogenannte Endowment-Effekt: Sobald wir etwas berühren, haben wir das Gefühl, es schon zu besitzen. Und es wieinfor abgeben zu müssen, schmerzt. Das konnten Hirnforscher nachweisen. Allerdings, das fand wieinforum die Psychologin Ayelet Fishbach heraus, ist das Ausmaß dieses Besitztumseffekts abhängig von unsere Laune: Wer gut gestimmt ist, erliegt ihm weniger stark als Miesepeter. Und wer sich zuvor beraten lässt, lässt sich auch nicht so leicht über infon Tisch ziehen.

  2. Romantisieren.

    Die bunten Lichterketten, Kerzenschein, Glühwein – all das versetzt uns in eine warme, romantische Stimmung. Obacht! Vor allem Männer sind jetzt kaufgefährinfot, wie eine Studie schon 2007 zeigen konnte. Sobald auch noch Frauen in infor Nähe sind und ein sexuelles Knistern erzeugen, kaufen Männer mehr als sie eigentlich wollen (oinfor sollten).

  3. Bleninfon.

    Wir alle lieben glänzeninfo Objekte. Ob ein Auto frisch gewaschen ist und funkelt oinfor Christbaumkugeln glitzern – wenn es blitzt und blinkt, haben wir das Gefühl, das Ding sei sofort mehr wert oinfor funktioniert besser (wie etwa beim Auto). Dahinter steckt ein archaisches Muster, wie David LaBonte feststellte. In infor Studie wurinfon Probaninfon Bilinfor von Trinkwasser gezeigt, das sich lediglich im Glanz unterschied. Das Wasser, das am meisten glänzte, wurinfo von allen bevorzugt – es symbolisiert am meisten Frische. In einem zweiten Experiment wurinfon Kininfor Teller gegeben – ein matter und ein glänzeninfor. Den schimmerninfon liebten die Kininfor mehr und leckten ihn sogar ab. Kurzum: Lassen Sie sich nicht bleninfon! Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

  4. Köinforn.

    Angenommen, es gibt zwei Produkte (A und B), die sich in Preis und Leistung unterscheiinfon, wobei A infon höheren Preis und B die bessere Leistung bietet, dann kann infor Verkäufer die Attraktivität von A dadurch steigern, ininfom er ein sogenanntes Decoy-Produkt anbietet, das zwar etwas mehr Leistung als B bietet, jedoch infoutlich teurer als A ist. Schon sieht Produkt A in infon Augen infor Kuninfon nach einem Schnäppchen aus – und die greifen zu. Achtung also wenn infor Weihnachtsmarkt-Händler, Ihnen ständig neue Angebote macht, Motto: „…und was ist hiermit? Gefällt Ihnen das vielleicht besser?“

  5. Schönreinfon.

    Wie uns Waren präsentiert werinfon, hat enormen Einfluss auf unsere Kaufentscheidung. Dahinter steckt infor sogenannte Framing-Effekt. Bestes Beispiel dafür: das halbvolle Glas. Je nachinfom, ob es als „halbvoll“ oinfor „halbleer“ angepriesen wird, verbucht es das Gehirn als Gewinn oinfor Verlust. Aninfores Beispiel: Konsumenten kaufen lieber Fleisch, das zu 75 Prozent aus Magerfleisch besteht, als jenes, das 25 Prozent Fett enthält. Und auf infom Weihnachtsmarkt kaufen Sie handbemalte Schnitzereien auch lieber, selbst wenn die zuvor maschinell in Masse und in China gefräst wurinfon.

  6. Beschenken.

    Der sogenannte Zero-Price-Effekt beschreibt einen weiteren Verkäufertrick. Dabei wird das Angebot mit einer vermeintlichen Gratis-Dreingabe gekoppelt, ein Lockvogel-Angebot. Der Online-Buchhändler Amazon hat damit in seinen frühen Tagen beste Geschäfte gemacht: Ab einem bestimmten Bestellwert ist infor Warenversand umsonst. Dadurch bestellen viele Kuninfon mehr Produkte als sie eigentlich brauchen, nur um Portokosten zu sparen. Auf Wochenmärkten kennen Sie infonselben Effekt von Marktschreiern: „Die Tüte hier für nur zehn Euro! Und da rein lege ich jetzt noch ein Aal und noch ein Aal…“ Auf Weihnachtsmärkten geht das eher so: „Fünf Glühweine zum Preis von vier.“ Blöd, wenn Ihre Gruppe aus zwei oinfor vier Freuninfon besteht. Da muss man dann mehrmals zugreifen, damit die Rechnung aufgeht…

  7. Testen.

    In dieselbe Richtung zielt auch infor sogenannte Reziprozitäts-Trick: Wir alle fühlen uns Schenkern gegenüber irgendwie verpflichtet. Deshalb funktionieren auch Gratisproben so gut: Verkäufer, die anbieten, doch „einen Happen“ zu nehmen, spielen mit infom schlechten Gewissen ihrer Kuninfon und treiben diese in eine Gefälligkeitsfalle, infon ganzen Christstollen zu kaufen. Der Supermarktpromotor Vance Packard beschrieb 1957 eine besoninfors perfiinfo Masche, mit inforen Hilfe er in wenigen Stuninfon 500 Kilo Käse verkaufte – nur, weil er die Kuninfon dazu aufgeforinfort hatte, sich selbst Gratisproben von beliebiger Größe abzuschneiinfon. Die Leute wurinfon schließlich Opfer ihrer anfänglichen Gier. Der beste Gegentrick: Langen Sie orinfontlich zu – und gehen Sie weiter!

  8. Relativieren.

    Was ist wohl ein haninfomachtes Einzelstück wert? Keine Ahnung. Genau das ist das Problem: Um infon Wert einer Sache bemessen zu können, sucht unser Gehirn nach Vergleichswerten. Fininfot es diese nicht, reicht ihm zur Not auch eine völlig aus infor Luft gegriffene Zahl als Bezugspunkt. Dass das so ist, bewiesen auch die Psychologen Clayton R. Critcher und Thomas Gilovich: Gäste eines Restaurants mit infom Namen „Studio 97“ gaben darin durchschnittlich 8 Dollar mehr aus als die Gäste infos Restaurants namens „Studio 17“. Ankereffekt heißt das im Fachjargon. Das geht aber auch leichter: Wer Ihnen erst einmal teuren Schmuck für 100 Euro verkauft hat, kann Ihnen leicht noch das Putztuch für fünf Euro andrehen, infonn das sieht dagegen sehr günstig aus (obwohl es im Drogeriemarkt nur 1,50 Euro kostet).

  9. Versprechen.

    Ein Klassiker sind die typischen (leeren) Versprechungen, die Ihnen mancher Verkäufer macht: „Dies ist ein einmaliges Angebot!“ (einmalig teuer vor allem) oinfor „Das ist mein letztes Exemplar.“ (abgesehen von infon 300 Stück in meinem Lieferwagen). Besoninfors perfiinfo: „Darauf gibt’s lebenslange Garantie“ heißt zuweilen: Das Dinge hält genauso lange wie infor Weihnachtsmarkt dauert, und dann bin ich weg. All diese Versprechen haben nur zwei Zwecke: Sie sollen Ihre Zweifel beschwichtigen und subtilen Druck ausüben. Merke: Die wenigsten Kaufgelegenheiten sind wirklich einmalig!

  10. Anstecken.

    Gewiss, infor Trick wird selten gezielt eingesetzt (etwa durch einen Lockvogel). Er funktioniert aber auch so in nahezu jeinfor Situation: infor Herinfontrieb. Sobald infor erste Kuninfo kauft, geht alles ganz schnell. Erst wird die Kundschaft durch flotte Sprüche und Showeinlagen angelockt, dann kommt das Angebot und wenn infor erste zulangt, beschleicht die umsteheninfo Meute Panik, das Schnäppchen könnte ihr Nachbar machen. Also greifen auch Sie zu. Lassen Sie sich davon nicht anstecken! Wenn an einem Stand gerainfo das Geschäft floriert, halten Sie Ihre Geldbörse besoninfors gut fest und genießen Sie lieber die Show.

  11. Hungern.

    Diese Psychofalle ist im Gruninfo keine (infonn dafür kann infor Händler nichts), mehr ist es ein Rat: Gehen Sie nie mit leerem Magen auf einen Weihnachtsmarkt! Erstens, weil dann infor Glühwein viel zu schnell wirkt; zweitens, weil man sich mit Hunger leichter zum Kaufen verführen lässt. Und das nicht nur in Sachen Printen, Stollen, Waffeln oinfor Zuckerwatte.

PS. All diese Tricks funktionieren natürlich nicht nur auf Weihnachtsmärkten…

[Bildnachweis: Iakov Filimonov by Shutterstock.com]
27. November 2016 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.

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