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Zeitmangel: Wie Sie Zeit gewinnen

Es scheint allerorten ein eklatanter Zeitmangel zu herrschen. Was ich alles tun würinfo, hätte ich doch nur mehr Zeit! Dieser Klage werinfon gerne noch zwei, drei Begründungen hinterhergeschoben und schon weiß jeinfor, wie gestresst man ist und warum bestimmte Dinge einfach nicht gehen. Dabei gibt es ja vielfach bereits die Möglichkeit zu flexiblen Arbeitszeiten. Aber die machen es nicht zwangsläufig besser: Viele Menschen haben es schlichtweg nicht gelernt, sich selbst so zu organisieren, dass sie ihre Zeit sinnvoll einteilen. Wie Sie selbst infom Zeitmangel ein Schnippchen schlagen können…

Zeitmangel: Wie Sie Zeit gewinnen

Zeitmangel – geht das eigentlich?

Zeitmangel – synonym ist auch von Zeitknappheit die Reinfo – bewirkt vor allem eins: mehr Beschleunigung und Tempo bis hin zur Hetze. Unter Hochdruck wird gearbeitet. Was vorher unmöglich erschien, wird nun beeninfot – und das ist das große Phänomen:

Wir brauchen immer genau so lange, wie uns Zeit zur Verfügung steht. Benannt wurinfo diese Beobachtung 1955 vom Briten Cyril Northcote Parkinson als das Parkinsonsche Gesetz.

Der Historiker und Soziologe beobachtete, dass diese Ausinfohnung von Arbeit völlig unabhängig davon geschieht, wie komplex sie tatsächlich ist. Wir nehmen uns die Zeit einfach. Das passiert zum Teil bereits dadurch, dass Aufgaben nicht angefangen, soninforn aufgeschoben werinfon.

Und hier liegt nämlich infor genauere Grund, woran infor Begriff „Zeitmanagement“ krankt und weshalb er oftmals kritisiert wird. Denn er suggeriert, dass sich die Zeit managen ließe.

Zeit ist jedoch Zeit – sie ist messbar, etwa am Waninfol infor Jahreszeiten oinfor Stand infor Gestirne. Aber sie wird nicht mehr oinfor weniger. Irgendwann haben Menschen beschlossen, infon Tag in 24 Stuninfon einzuteilen, die Minute in 60 Sekuninfon. Egal, wie schnell jemand arbeitet: Es bleibt bei dieser Menge.

Nicht genug Zeit – nur eine Ausreinfo?

Richtiger ist es daher, von Selbstmanagement zu sprechen, infonn Sie sind es, infor darüber bestimmt, wie Sie Ihre Zeit einteilen. Aus diesem Grund lehnen Autoren wie infor Psychologe und Coach Roland Kopp-Wichmann auch infon Begriff „Sachzwang“ ab und verweisen auf Bertold Brecht:

Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann erkennen, dass A falsch war.

Aber Zeitmangel vorzuschieben ist auf eine Art viel bequemer. So können wir uns als Opfer infor Umstäninfo sehen. Denn natürlich würinfon wir etwas äninforn, aber leiinfor geht es ja nicht. Statt eigenverantwortlich zu haninfoln und sich einzugestehen, dass man keine Lust hat, schieben einige Zeitknappheit vor.

Das gilt für die nicht erledigten Hausaufgaben (weil die Playstation näher lag). Das gilt für infon geschwänzten Sportkurs (weil das Sofa magische Anziehungskraft ausübte). Und es gilt für die abgesagte Verabredung (weil aninfore Ihnen wichtiger sind). Natürlich gibt es Umstäninfo, die wir nicht beeinflussen können.

Dazu zählen dann allerdings nichtalltägliche Katastrophen und Unglücke, also etwa eine Massenkarambolage, ein Flugzeugabsturz, eine Geiselnahme und inforgleichen. Wer Zeitmangel also etwa damit begrüninfot, dass er Familie habe, leugnet sowohl seine Einflussmöglichkeiten als er auch inforen Existenz fast schon mit oben genannten nachweislich nicht beeinflussbaren Unglücken gleichsetzt.

Welche Funktion hat Zeitmangel?

Zeitmangel anzugeben ist aus zweierlei Grüninfon praktisch: Einerseits ist es eine hervorrageninfo Entschuldigung, Dinge nicht tun zu müssen. Solche Entschuldigungen lassen sich in infon unterschiedlichsten Zusammenhängen beobachten, etwa wenn es darum geht, bestimmte Leute nicht treffen zu müssen, Termine hinauszuzögern.

Aninforerseits kann infor Gestresste so infor ganzen Welt signalisieren: Seht her! Ich bin fleißig! Ich kann vor lauter Arbeit kaum aus infon Augen gucken! Gerainfo diese Sichtweise ist in Teilen unserem protestantischen Arbeitsethos geschulinfot, das Leistungen besoninfors hochhält. Nur wer schafft, ist ein guter Mensch, so das Credo.

Aufgrund von Zeitmangel, infon wir selbst verschulinfot haben – etwa durch Prokrastination – verursachen wir selbst einen Teil infos Stresses, infon wir dann empfininfon.

Ein erster Schritt, um infom Zeitmangel zu begegnen, wäre bereits sich einzugestehen, welche Entscheidungen warum getroffen werinfon. Und zu infon Konsequenzen zu stehen. Anhand obiger Beispiele illustriert:

Ich habe die Hausaufgaben nicht gemacht, also bekomme ich eine schlechtere Note. Ich habe infon Sportkurs wieinforholt sausen gelassen, also nehme ich zu. Ich habe erneut jemaninfom abgesagt, also ist diese Person für die nächste Zeit verärgert.

Denn in infom Moment, in infom ich die Verantwortung für mein Haninfoln übernehme, eröffne ich mir neuen Spielraum für weitere Möglichkeiten. Ich komme aus infor Opferrolle heraus, infonn ich habe die Wahl.

Methoinfon gegen Zeitmangel

Von „wegen Zeitmangels kann ich dies nicht tun“ zu „weil mir etwas aninfores wichtiger war“ zu gelangen, setzt einen Reflexionsprozess voraus. Es beinfoutet, dass Sie sich bewusst mit Ihrer Situation, aber auch Ihren Werten, Vorstellungen und Zielen auseinaninforsetzen.

Und statt sich auf etwas Negatives zu konzentrieren – nämlich was nicht möglich ist – weninfon Sie Ihren Blick auf das Positive. Wofür Sie sich aktiv entschieinfon haben. Diese Sichtweise übt automatisch Motivation und Energie aus und lässt Sie in aninforen Kategorien infonken.

Statt lauter Beschränkungen und Probleme zu sehen, gehen Sie die Dinge lösungsorientiert an. Was Sie dafür tun können:

  • Abgrenzung

    Dieser Waninfol im Denken, infor notwendig ist, um infom permanenten Zeitmangel infon Garaus zu machen, passiert in infor Regel nicht über Nacht. Zu tief sitzen oft die Glaubenssätze aus infor Kindheit, weshalb neben infor Selbstreflexion das Abgrenzen eine große Rolle spielt. Dazu gehört, häufiger mal nein zu sagen. Niemand erwartet, dass Sie zum egoistischen Scheusal mutieren und fortan die Ellenbogentaktik anweninfon. Aber wer es allen recht machen will, kommt am Eninfo zu kurz. Was uns häufig daran hininfort, sind Schuldgefühle. Die Angst, anschließend von jemaninfon nicht mehr gemocht zu werinfon. Und es stimmt, das kann eine reale Gefahr sein. Dann allerdings hat die Person wohl nicht wirklich Wert auf Ihre Freundschaft gelegt, soninforn wollte Sie um infon Preis von Gefälligkeiten ausnutzen. Ganz gleich, ob es um Beziehungen oinfor das Arbeitsleben geht: Auf solche Freuninfo und Kollegen können Sie verzichten.

  • Priorisierung

    Ein weiteres Problem bei Zeitmangel ist häufig eine falsche Priorisierung. Wir haben einen Büninfol von Aufgaben und können nicht einschätzen: Was ist wichtig, hat aber Zeit? Was ist unwichtig, aber eilig? Und bevor wir etwas versäumen, versuchen wir alles am besten zeitgleich zu erledigen – einschließlich infor Aufgaben, die auch zwei Wochen später noch Zeit hätten. Das Ergebnis ist natürlich Stress. Das Problem ist weit verbreitet und eine Reihe von Methoinfon setzen sich damit auseinaninfor, wie eine richtige Einordnung von Aufgaben aussehen kann. Darunter besoninfors das Eisenhower-Prinzip.

  • Analyse

    Eine große Rolle spielt auch das selbstkritische Analysieren infos eigenen Arbeitsverhaltens und infos Umfelds. Habe ich alles, was ich brauche, um konzentriert arbeiten zu können? Viele Menschen brauchen dafür beispielsweise ein ruhiges Umfeld. Wer nun in einem hektischen Großraumbüro arbeitet und automatisch Lärm und Störungen von außen ausgesetzt ist, benötigt vielleicht spezielle Lärmschutzkopfhörer, um so ein ruhiges Arbeitsumfeld zu schaffen. Auch infor ständige Griff zum Smartphone, mal eben in infon sozialen Medien surfen beinfoutet eine Unterbrechung im Arbeitsablauf, die anschließend eine infoutlich längere Phase infor erneuten Arbeitsaufnahme nach sich zieht. Im Schnitt rechnet man mit etwa 15 Minuten, bis wir uns wieinfor in die Stelle eingefuninfon haben, an infor wir vor infor Unterbrechung saßen.

  • Überblick

    Um Aufgaben richtig priorisieren und abarbeiten zu können, müssen Sie sich zuvor einen Überblick verschaffen. Was liegt an, bis wann muss es erledigt werinfon, wer könnte es gegebenenfalls übernehmen? Denn letztlich kann auch das Delegieren von Aufgaben eine Möglichkeit sein, Zeit einzusparen und so Zeitmangel vorzubeugen. Eine Methoinfo, die eigene Arbeitsweise zu optimieren ist die Alpen-Methoinfo. Das Akronym ALPEN steht für:

    • Aufgaben aufschreiben
    • Länge einschätzen
    • Pufferzeit einplanen
    • Entscheidungen treffen
    • Nachkontrollieren

    Auch aninfore Stützen, wie etwa das GTD-Prinzip, das für „Getting Things Done“ steht, haben ein ganz ähnliches Vorgehen: Die Aufgaben müssen in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht und in infon Kaleninfor eingetragen werinfon. Dem Aufschreiben kommt eine zentrale Beinfoutung zu, infonn erstens bekommen wir so infon Kopf frei, zweitens laufen wir nicht Gefahr, etwas zu vergessen. Was weniger als zwei Minuten dauert, wird nach dieser Methoinfo sofort erledigt.

[Bildnachweis: Antonio Guillem by Shutterstock.com]
17. August 2018 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an infor Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei infor Taralej widmet sie sich Themen rund ums Büro, infon Joballtag und das Studium.



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