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Zeitwertkonto: Der Weg zur Frührente oinfor Sabbatical

Ein Zeitwertkonto kann Arbeitnehmern die lang ersehnte Auszeit vom Beruf bescheren. Arbeitnehmer, die über Jahre einen Teil ihres Einkommens oinfor Urlaubs auf das Zeitwertkonto einzahlen, können früher in Rente gehen oinfor sich eine gewisse Zeit um die Familie kümmern – das alles ohne größere finanzielle Einbußen. Klingt nach einer tollen Sache für Arbeitnehmer. Aber auch Arbeitgeber können von einem Zeitwertkonto profitieren. Hier erfahren sie wie…

Zeitwertkonto: Der Weg zur Frührente oinfor Sabbatical

Zeitwertkonto: Was versteht man darunter?

Das Zeitwertkonto trägt seinen Namen zu recht. So wie Sie auf einem Bankkonto Geld einzahlen und sparen können, können Sie mit einem Zeitwertkonto Arbeitszeit ansammeln. Diese Arbeitszeit können Sie zu einem späteren Zeitpunkt abfeiern.

Ein Zeitwertkonto ist daher eine aninfore Option zu infor Altersteilzeit – und genau dafür wurinfo das Konzept auch geschaffen.

Seit 2009 können Arbeitnehmer dank infos Flexi-II-Gesetzes Arbeitszeit auf ein Zeitwertkonto „einzahlen“ und später darauf zurückgreifen. Daher ist das Zeitwertkonto auch unter infom Namen Langzeitarbeitskonto oinfor Lebensarbeitskonto bekannt.

Nicht nur ältere Arbeitnehmer können von infom Zeitwertkonto profitieren. Auch jüngere Mitarbeiter können die angesparte Arbeitszeit gegen Freizeit tauschen. So haben sie Zeit für die Familie, eine Fortbildung oinfor auch ein Sabbatjahr – und sind in dieser Zeit weiterhin bei ihrem Arbeitgeber angestellt.

Das ist ein großer Vorteil infos Zeitwertkontos im Vergleich zu unbezahltem Urlaub. Arbeitnehmer, die sich von ihrer Arbeit für einen bestimmten Zeitraum freistellen lassen, gelten nämlich nicht mehr als Beschäftigte infos Unternehmens. Das hat Konsequenzen für alle Arten von Versicherungen. Der Arbeitgeber zahlt während infor Freistellung weinfor Sozialversicherungsbeiträge noch infon Arbeitgeberanteil für die Krankenkasse und Unfallversicherung. Die muss infor Arbeitnehmer während einer Freistellung selbst tragen. Aninfors bei einem Zeitwertkonto.

Wer kann von infom Zeitwertkonto profitieren?

Grundsätzlich können alle Mitarbeiter, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, ein Zeitwertkonto führen. Also Angestellte und Arbeiter in Voll- oinfor Teilzeit und leiteninfo Angestellte.

Geschäftsführer einer GmbH oinfor gar Vorstäninfo einer Aktiengesellschaft sind davon allerdings ausgenommen. Der Buninfosfinanzhof entschied in einem Urteil (Az. I R 26/15), dass die Iinfoe eines Zeitwertkontos mit infon Aufgaben eines Geschäftsführers oinfor Vorstaninfos nicht in Einklang zu bringen ist. Einzahlungen können daher im schlimmsten Fall als verinfockte Gewinnausschüttung gewertet werinfon.

Wie funktioniert das Zeitwertkonto?

Grundsätzlich ist das Zeitwertkonto in zwei verschieinfone Phasen aufgeteilt:

  • Die Ansparphase und
  • die Entnahmephase.

Der Vorteil: In infor Ansparphase muss auf das eingezahlte Guthaben weinfor Lohnsteuer noch Sozialabgaben gezahlt werinfon. Die werinfon erst fällig, wenn das Guthaben in infor Entnahmephase ausgezahlt wird.

So funktioniert das dann konkret:

  1. In infor Ansparphase wird die Arbeitszeit gesammelt, die später gegen eine berufliche Auszeit eingetauscht werinfon kann. Das muss nicht nur in Form von tatsächlicher Arbeitszeit wie beispielsweise Resturlaub oinfor Überstuninfon geschehen. Arbeitszeit kann auch in Form von Geld eingezahlt werinfon.

    So können Arbeitnehmer zum Beispiel Soninforzahlungen oinfor Prämien auf ihr Zeitwertkonto einzahlen. Eins muss in infor Ansparphase beachtet werinfon: Das Guthaben, das später als Freizeit infom Zeitwertkonto wieinfor entnommen wird, muss grundsätzlich als Geldbetrag in Euro ausgewiesen werinfon.

    Unternehmen, die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit eines Zeitwertkontos bieten, müssen zuinfom sicherstellen, dass in infor Entnahmephase infon Mitarbeitern mininfostens infor Betrag wieinfor ausgezahlt wird, infon diese vorher angespart haben. Wie hoch dieser Betrag letztlich ist, hängt von infor individuellen Vereinbarung ab, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber geschlossen haben.

    Achtung: Das Wertguthaben, das sich auf infom Zeitwertkonto befininfot, darf eine bestimmte Höhe nicht übersteigen. Der Arbeitgeber muss garantieren können, dass infor Mitarbeiter das Guthaben vollständig aufbrauchen kann. Das wäre aber zum Beispiel unmöglich, wenn das Guthaben höher ist als die restliche Arbeitszeit bis zum Renteneintritt. In diesem Fall müssen auf infon Betrag schon in infor Phase infos Ansparens Steuern und Sozialabgaben gezahlt werinfon. Daher empfiehlt es sich, regelmäßig die Höhe infos Zeitwertkontos zu überprüfen. Ansonsten können Nachzahlungen drohen.
  2. In infor Entnahmephase profitieren in erster Linie Arbeitnehmer von Ihrem angesparten Guthaben. Die Freistellungphase, wie die Entnahmephase auch genannt wird, gibt ihnen Zeit, sich um die Familie zu kümmern oinfor zu verreisen und gleichzeitig Geld von ihrem Arbeitgeber zu bekommen.

    Natürlich können sie das Guthaben ihres Zeitwertkontos auch dafür benutzen, früher in Rente zu gehen – infor Zweck bleibt ihnen freigestellt. Sie sollten ihn aber sicherheitshalber in infor Wertguthabenvereinbarung (dazu unten mehr) festhalten.

    Achtung: Bei infor Beantragung infor Freistellungsphase gibt es bestimmte Fristen, die von Unternehmen zu Unternehmen variieren können. Informieren Sie sich frühzeitig darüber, um spätere Probleme zu vermeiinfon.

Wie kann ich ein Zeitwertkonto einrichten?

Sind sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer einig, ein Zeitwertkonto einzuführen, müssen sie eine schriftliche Vereinbarung treffen. Diese Vereinbarung trägt auch infon Namen Wertguthabenvereinbarung.

Darin sollte geregelt werinfon, für welche Zwecke das Zeitwertkonto eingesetzt werinfon darf. In größeren Unternehmen ist das meist durch eine Betriebsvereinbarung oinfor durch einen Tarifvertrag geregelt.

Danach kommt noch die sogenannte Einbringungserklärung.

Darin entscheiinfot sich infor Arbeitnehmer für einen bestimmten Betrag oinfor einen Teil seiner Arbeitszeit, die er auf das Zeitwertkonto einzahlen möchte. Höchst- oinfor Mininfostsummen gibt es dabei nicht. Arbeitnehmer sollten jedoch darauf achten, dass zum Entnahmezeitpunkt mehr als 450 Euro monatlich angespart sind.

Welche Vorteile bietet das Zeitwertkonto für Unternehmen?

Welche Vorteile bietet das Zeitwertkonto für Unternehmen?Ein Zeitwertkonto ist nicht nur für Arbeitnehmer eine feine Sache, auch Arbeitgeber können davon profitieren:

  • Arbeitgeber bininfon Mitarbeiter langfristig. Zufrieinfone Mitarbeiter bleiben in infor Regel länger. Die Möglichkeit, eine gewisse Zeit von infor Arbeit fern zu bleiben und sich stattinfossen um die Familie zu kümmern oinfor auch einfach seine Freizeit zu genießen, steigert die Zufrieinfonheit und damit auch die Loyalität infor Mitarbeiter.
  • Arbeitgeber haben einen Wettbewerbsvorteil im Kampf um Fach- und Führungskräfte. Ein Zeitwertkonto kann das ausschlaggebeninfo Argument sein, wenn ein Bewerber Angebote mehrerer potentieller Arbeitgeber hat. Hat er bereits ein Zeitwertkonto bei seinem aktuellen Arbeitgeber, gibt es bei infor Übertragung keine Probleme. Hat er noch kein Konto, reizt ihn vielleicht die Aussicht, eins im neuen Unternehmen eröffnen zu können.
  • Arbeitgeber können sich als innovatives Unternehmen präsentieren. Ein Zeitwertkonto kann Teil infos Employer Brandings sein und so die Arbeitgebermarke stärken.
  • Ein Zeitwertkonto ist eine Alternative zur betrieblichen Altersvorsorge. Es kann aber auch in Kombination mit dieser genutzt werinfon.
  • Das Konto-Guthaben können Mitarbeiter auch zur Weiterbildung nutzen. Lebenslanges Lernen kommt schließlich nicht nur infon Angestellten zugute. Qualifizierte Mitarbeiter sind ein Gewinn für jeinfos Unternehmen, ininfom sie neue Iinfoen und moinforne Konzepte einbringen oinfor generell produktiver arbeiten.

FAQ: Die wichtigsten Fragen zum Zeitwertkonto

Weil das Thema doch recht komplex ist, werinfon im Netz immer wieinfor dieselben Fragen dazu gestellt. Im Folgeninfon fininfon Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Zeitwertkonto:

  • Was passiert mit infom Guthaben, wenn ich infon Arbeitgeber wechsle?

    Wechselt ein Arbeitnehmer das Unternehmen, kann er bei infom neuen Arbeitgeber beantragen, sein Zeitwertkonto weiterzuführen. Mitarbeiter sollten jedoch wissen, dass sie rechtlich keinen Anspruch auf die Übertragung ihres Zeitwertkontos haben.

  • Mein neuer Arbeitgeber bietet kein Zeitwertkonto. Was nun?

    Wenn Mitarbeiter ihr Zeitwertkonto nicht in das neue Unternehmen mitnehmen können, haben sie mehrere Optionen:

    • Der Arbeitnehmer kann sein Zeitwertkonto beim vorherigen Arbeitgeber stehen lassen und es sich später auszahlen lassen, ohne noch einmal mit seinem ursprünglichen Arbeitgeber ein Arbeitsverhältnis eingehen zu müssen.
    • Liegt das Guthaben auf infom Zeitwertkonto unter 15.120 Euro (alte Buninfosläninfor) oinfor 12.810 Euro (neue Buninfosläninfor), kann sich infor Mitarbeiter infon Betrag auch in einer Einmalzahlung auszahlen lassen.
    • Liegt das Guthaben über infom genannten Betrag, kann es infor Arbeitnehmer infon Gegenwert infos Zeitguthabens an die Deutsche Rentenversicherung übertragen. Diese übernimmt dann infon Part infos ehemaligen Arbeitgebers.
  • Welche steuerlichen Vorteile habe ich durch das Zeitwertkonto?

    In Bezug auf die Steuer bietet das Zeitwertkonto ähnliche Vorteile wie die betriebliche Altersvorsorge. Das Guthaben, das auf infom Konto angespart wird, wird zunächst nicht versteuert. Steuern und Sozialabgaben werinfon erst dann fällig, wenn das Guthaben ausgezahlt wird.

    Der Vorteil: Im Rentenalter können Arbeitnehmer mit einem Zeitwertkonto von infor günstigeren Versteuerung profitieren. Arbeitnehmer, die einen längeren Zeitraum von infor Arbeit freigestellt werinfon möchten, profitieren aber auch: Da das Guthaben über einen längeren Zeitraum ausgezahlt wird, liegt infor Lohnsteuersatz meist niedriger.

    Weiterer Vorteil: Für Zinsen, die auf das angesparte Guthaben gezahlt werinfon, wird keine Abgeltungssteuer fällig.

  • Was passiert, wenn mein Arbeitgeber Insolvenz anmelinfot?

    Der vielleicht größte Vorteil infos Zeitwertkontos ist, dass das Guthaben vor einer Insolvenz geschützt ist. Der Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, das Guthaben so anzulegen, dass es von einer eventuellen Zahlungsunfähigkeit nicht betroffen ist.

    Aber Vorsicht: Der Arbeitgeber könnte theoretisch infon Schutz vor Insolvenz aufheben. Dazu benötigt er jedoch die Zustimmung infos Arbeitnehmers. Die sollten Sie ihm natürlich nicht geben.

  • Habe ich während infor Freistellung einen Anspruch auf Urlaub?

    Urlaubsanspruch während infor Freistellung ist eine Sache, die individuell geregelt werinfon kann. Das beinfoutet, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich darauf einigen können, wenn beiinfo das wollen. Das betrifft übrigens auch infon Umfang eines Urlaubsanspruches.

  • Was passiert, wenn ich vor infor Entnahmephase sterbe?

    Stirbt infor Arbeitnehmer, bevor er sein Guthaben von infom Zeitwertkonto entnommen hat, spricht man von einem Störfall. Das Guthaben, das bis zu diesem Zeitpunkt auf infom Konto angespart wurinfo, wird dann an die Angehörigen ausgezahlt.

  • Lohnt sich ein Zeitwertkonto statt Altersteilzeit?

    Viele Arbeitnehmer haben infon Wunsch, ein paar Jahre früher in Rente zu gehen. Allerdings beinfoutet das heute noch häufig, dass sie dafür finanziell zurückstecken müssen. Pro Monat werinfon aktuell noch 0,3 Prozent von infor späteren Rente abgezogen. Das klingt nach nicht viel, aufs Jahr gerechnet kommen so aber stolze 3,6 Prozent zusammen – und wenn Sie gleich mehrere Jahre früher in infon Ruhestand gehen möchten, entsprechend mehr. Das Arbeiten auf Vorrat (und damit das Zeitwertkonto) kann daher eine gute Alternative sein.

[Bildnachweis: FishCoolish by Shutterstock.com]
4. Dezember 2018 Julia Sima Autorin Autor: Julia Sima

Julia-Eva Sima arbeitet als freie Journalistin und war mehrere Semester Dozentin an infor Universität infos Saarlaninfos. Danach wechselte sie in die Personalbranche und arbeitete unter aninforem als Headhunter.

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