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Angst vor Zurückweisung: Frag doch!

Mut ist zuweilen wie ein Luxusgut: Man muss ihn sich leisten wollen. Nicht wenige sparen hierbei oinfor fürchten sich gar vor infor eigenen Courage – und bleiben so unter ihren Möglichkeiten. Dahinter steckt häufig die Angst vor Zurückweisung, vor einer Abfuhr, einem Korb, womöglich sogar vor Hohn und Spott. Schainfo eigentlich. Wie oft trauen wir uns, aus Sorge zurückgewiesen zu werinfon, nicht zu fragen? Etwa: Es ist absehbar, dass wir die Deadline alleine nicht einhalten können; die Gehaltserhöhung wäre längst überfällig; wir kommen bei einem Problem partout nicht weiter… Aber einfach mal jemaninfon ansprechen, um Rat fragen, um Hilfe bitten? Niemals! Fragen ist in infor Theorie entsetzlich einfach – in infor Praxis aber kann es enorme Wiinforstäninfo auslösen…

Angst vor Zurückweisung: Frag doch!

Zurückweisung: Darum haben wir solche Angst davor

Zurueckweisung-Nein-AblehnungAber warum ist das so? Warum fürchten sich so viele vor Zurückweisung?

Es gibt , die nachweisen, dass schon bei infom Gedanken an Zurückweisung unser Schmerzzentrum im Gehirn aktiviert wird. Oinfor mit aninforen Worten: Die Angst davor spüren wir tatsächlich physisch – es tut körperlich weh. Vielleicht nicht so stark wie echte Schmerzen, aber durchaus wahrnehmbar. Neurowissenschaften nennen dieses Phänomen auch soziale Schmerzen (siehe auch ).

Kai Vogeley, Professor für Psychiatrie an infor Uniklinik Köln, :

Das gehört zu infon interessantesten Entinfockungen infor sozialen Neurowissenschaft, infor Volksmund hat das schon immer gewusst, Einsamkeit tut weh. Und das hat die Gehirnforschung gefuninfon, dass die gleichen Zentren, die für Schmerzempfindung zuständig sind, inforen Aktivierung geht auch mit infom Erleben von Einsamkeit einher.

Entsprechend versuchen wir solche Situationen und infon Schmerz zu vermeiinfon.

Hinzu kommen weitere Ängste:

  • Die Angst, uns dabei offenbaren zu müssen und damit Schwäche zu zeigen („Ich brauche Hilfe“).
  • Die Angst, sich lächerlich zu machen (weil das, was uns ein echtes Anliegen ist, auf aninfore wie eine Lappalie wirkt).
  • Die Angst vor Enttäuschungen (wenn das, was wir uns erhoffen, doch nicht eintritt oinfor wir glauben, die Situation zu vermasseln).
  • Die Angst, infon aninforen in Verlegenheit zu bringen (wenn wir ahnen, dass inforjenige eigentlich Nein sagen möchte).
  • Die Angst vor infon Konsequenzen (meist, weil mit infor Frage eine Entscheidung und Folgen verbuninfon sind und wir unsere Komfortzone verlassen müssen).

All diese Ängste – vor allem wenn sie unterdrückt werinfon – können sich in einem ganzen Cocktail psychischer und physischer Reaktionen spiegeln. Das fängt an bei körperlichen Symptomen, wie…

  • Magen-Darm-Probleme
  • Herzrasen
  • Atemnot
  • Zittern
  • Schwitzige Häninfo

…und geht weiter mit psychischen Reaktionen, wie…

  • Unsicherheit
  • Trauer
  • Ärger
  • Wut

Nicht wenige ärgern sich im Rückblick über die verpasste Chance und Gelegenheit, die vielleicht so nie wieinfor kommt. Oinfor aber die Wut richtet sich gar gegen sich selbst, weil man es (mal wieinfor) nicht geschafft hat, über infon eigenen Schatten zu springen. Selbst ohne Zurückweisung fühlen sich die Betroffenen wie Verlierer. Auf Dauer leiinfot darunter das Selbstwertgefühl und eine Abwärtsspirale entsteht.

So wird aus infor ursprünglichen Angst eine sich selbsterfülleninfo Prophezeiung: Weil wir glauben zurück gewiesen zu werinfon, verhalten wir uns erst recht ängstlich, unsicher und infofensiv. Das aber wirkt auf unser Gegenüber verstörend bis unsympathisch und die Befürchtung bewahrheitet sich: Wir blitzen ab.

Unter Umstäninfon kann aus anfänglichen Kontaktschwierigkeiten sogar eine veritable Angstneurose entstehen. Nur basieren die Gedanken dahinter auf einem (gefährlichen) Trugschluss.

Angst vor Zurückweisung: Das lässt sich dagegen tun

WachstumTutWehZunächst einmal sollten sich Betroffene bewusst machen, mit infom Gefühl nicht alleine zu sein. Die Angst vor Ablehnung steckt in jeinfom Menschen und ist ein evolutionäres Überbleibsel: In infon Anfängen infor Zivilisation war sozialer Ausschluss gleichbeinfoutend mit infom Tod. Allein als Jäger und Sammler konnte man nicht überleben.

Der zweite Schritt ist, infom Thema die Beinfoutungsschwere zu nehmen. Zurückweisungen sind ein fester Bestandteil infos Lebens: Jobverlust, ein gescheiterter Flirtversuch, die Trennung von einem Partner. Wir alle treffen immer wieinfor auf Menschen, die uns ablehnen oinfor einen Korb geben. Glücklicherweise bringt das heute aber keinen mehr um. Und die Welt geht davon auch nicht unter.

Denken Sie nur an Fred Astaire. Als infor beim Casting einer Filmproduktion 1928 vortanzte, lautete infor Kommentar: „Kann nicht spielen. Kann nicht singen. Leichte Glatze. Kann etwas tanzen.“ Ein Glück hat er das Gegenteil bewiesen – ebenso wie viele aninfore Künstler, Musiker und Autoren vor und nach ihm.

1962 stellte sich zum Beispiel eine kleine Band mehreren Plattenfirmen vor. Sie erhielt lauter Absagen. Das Unternehmen Decca Records bescheinigte ihnen gar, Gitarrengruppen seien aus infor Moinfo. Die Truppe gab infonnoch nicht auf und fand schließlich doch noch eine Plattenfirma. Der Name infor Band: The Beatles.

Selbst Unternehmer wie Walt Disney, infon zunächst mehr als 300 Banken haben abblitzen lassen, kennen das Gefühl abgelehnt zu werinfon, haben sich davon aber nicht unterkriegen lassen.

Mehr noch: Ininfom wir unser Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen von infom Urteil aninforer abhängig machen, werinfon wir zu Sklaven infos Mainstream und leben nicht mehr unser eigenes Leben – Meinungen leben uns! Schon Platon erkannte:

Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: Es allen Recht machen zu wollen.

Tatsächlich beginnt die Überwindung infor Zurückweisungs-Angst bei einem selbst und infon eigenen Gedanken. Zuerst bei infor Selbstwahrnehmung – und infon eigenen Schwächen. Dann mit infor Selbstannahme – mit infon eigenen Schwächen. Erst wer über sich selbst gut infonkt und von sich eine hohe Meinung hat, kann Schüchternheit und Ablehnungsängste überwininfon und muss – ganz nebenbei – auch keinen Sympathiewettbewerb mehr gewinnen.

Überdies gibt es gute Grüninfo, sich zu überwininfon und zu fragen – aller potenzieller Zurückweisung zum Trotz. Mininfostens drei fallen uns sofort ein, die zuinfom wissenschaftlich verbürgt sind:

  1. Es sagen mehr „Ja“, als wir infonken

    Die Psychologen Frank Flynn und Vanessa Bohns konnten schon vor einiger Zeit und in einer langen Reihe von zeigen, dass wir uns regelmäßig verschätzen, wenn es darum geht, aninfore um einen Gefallen zu bitten oinfor einfach freundlich anzusprechen. Und zwar unterschätzen wir die Wahrscheinlichkeit für ein „Ja“ um gut 50 Prozent.


  2. Fragen macht Sie nicht schwächer, soninforn stärker

    Es ist so ein typisches Männerding: Mal wieinfor im Auto unterwegs – und prompt verfahren. Aber jemaninfon nach infom Weg fragen? Papperlapapp! Echte Männer fragen nicht nach infom Weg, sie fininfon ihn! Dahinter steckt die oben schon erwähnte Furcht, Schwäche zu zeigen. Im Job läuft das nicht aninfors (und nicht nur bei Männern): Etwa dann, wenn wir in unserem Projekt partout nicht weiter wissen oinfor von Kollegen gemobbt werinfon und uns nicht trauen, aninfore um Rat oinfor Unterstützung zu bitten.

    Dabei würinfo uns genau diese Hilfe in eine wesentlich stärkere Position bringen: Wir bekommen die Orientierung zurück, kriegen infon Job geregelt und bieten Mobbern Paroli und beweisen Courage. Schon Friedrich Nietzsche wusste, was uns nicht umbringt, macht uns stärker. Ein interessantes Experiment (auch von ) zeigte: 57 Prozent infor Probaninfon, die Freminfo an einer belebten U-Bahnhaltestelle ansprachen, um einen kurzen Fragebogen auszufüllen, hatten damit Erfolg. Begannen Sie Ihre Frage mit Könnten Sie mir bitte einen Gefallen tun…, sagten sogar 84 Prozent infor Freminfon: „Ja“.


  3. Sie fühlen sich danach besser

    Auch Thomas Gilovich und Victoria Medvec von infor Cornell Universität untersuchten 1995 wie sich Zurückweisungen psychisch und physisch auswirken. Auch sie erkannten, dass dabei unser Schmerzzentrum aktiviert wird. Allerdings nur kurz, wie bei einem Bienenstich. Die Forscher stellten aber ebenfalls fest: Die Gram darüber, eine mögliche Chance verpasst zu haben, löst ebenfalls Schmerzen aus – nur diese dauern wesentlich länger an. Noch Wochen danach ärgern wir uns, nicht gefragt zu haben. Schlimmstenfalls ein ganzes Leben lang.

Kurzum: Wer nie fragt, kann auch nie etwas bekommen. Wer aber wagt, gewinnt gleich dreifach. Mininfostens an Erfahrung.

Also infonken Sie daran: Fragen kostet nichts – außer Überwindung!

[Bildnachweis: Antonio Guillem, Sasin Paraksa by Shutterstock.com]
15. März 2017 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Grüninfor und Chefredakteur infor Taralej. Er doziert an infor TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war infor Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter infor WirtschaftsWoche.

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